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Rindchen schlemmt – im Restaurant Ashoka

Zu Recht eine Institution in St. Pauli: Das Ashoka ist seit Jahren geschmack­lich wie preislich ein Highlight.

Text: Gerd Rindchen
Foto: Stefan Malzkorn

Für die beliebte Reihe „Auf den Spuren besonderer Sieger“ haben wir uns in die Budapester Straße begeben, um Ashoka, Testsieger Orient & Indien aus der aktuellen SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN zu schnabulieren. Dies mit großer Freude, denn die Koch- und Servierkunst des bezaubernden Inhaberpaars Maria Manuela Santos Martins und Jaspal Singh im Ashoka begeistert uns schon seit vielen Jahren. Uns stellte sich die bange Frage: Ist den Inhabern der Ruhm nun zu Kopfe gestiegen? Schießen die Preise in den Himmel und die Qualitäten in den Keller?

 

Raffinierter gewürzt als beim gewöhnlichen Inder

 

Die beruhigende Antwort lautet: Nein – alles ist so schön und gut wie vorher! Ganz großartig schon die vorab gereichten, knusprig-würzigen Papadam: Fladenbrote aus Linsenmehl, hier noch eine Spur raffinierter gewürzt als beim gewöhnlichen Inder und garniert von drei köstlichen Dips und Chutneys. Des Weiteren gehörten zu den Vorspeisen zwei köstliche Lammhackröllchen, aromatisches Tandoori-Chicken, knusprig gebackene Zwiebelpfannküchlein und Pakoras – mit Gemüse gefüllte Teigtaschen – sowie weitere Dips und Chutneys (18 Euro für zwei Personen).

 

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Als Hauptgang hatten wir zartes, subtil gewürztes Chicken Tikka (8,40 Euro) und, auf meinen besonderen Wunsch, eine aromensatte, sehr pikante Lammvariante (14,50 Euro) mit einer geschmacklich enorm facettenreichen tomatisierten Sauce. Große Klasse! Jaspal Singh und sein Küchenteam schaffen es, allen gereichten Speisen eine besondere Raffinesse zu verleihen. Darüber hinaus merkt man, dass in der Küche mit wirklich guten Zutaten hantiert und jede Würzvariante individuell abgestimmt wird.

 

Das „Thali-Menü“ gibt’s schon für 18 Euro

 

Daran preiswert partizipieren können auch die Besucher der nahe gelegenen Theater und Musical-Stätten am Spielbudenplatz: Ihnen offeriert das Ashoka ein abwechslungsreiches „Thali-Menü“ in zwei Akten: Den ersten Teil von 17 bis 18.30 Uhr, den Abschluss ab 21.30 bis 23 Uhr. Dabei werden verschiedene Köstlichkeiten zum Teilen in traditionellen Metallschalen auf Stövchen serviert. Kulanter Kostenpunkt für Kulturbeflissene: 18 Euro pro Person.

Überhaupt die Preise: Wir hatten für einen höchst gelungenen Abend mit Vorspeisen, Hauptgerichten, Mineralwasser und einer perfekt zum Essen harmonierenden Flasche Riesling am Ende irgendwie 79 Euro auf der Uhr – da kann man testsiegermäßig echt nicht meckern.

Restaurant Ashoka: Budapester Straße 25 (St. Pauli)


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Appetit auf mehr?

Top 8 – Tapas Bars in Hamburg

„Tapa“ ist eigentlich nur das spanische Wort für Deckel, steht aber mittlerweile für kleine Beilagen, die zum Getränk gereicht werden. Die Appetithäppchen sind in der spanischen Esskultur fest etabliert. Und auch aus der Hamburger Gastroszene sind Tapasläden mittlerweile nicht wegzudenken. Das ist unsere Bestenliste.

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung; zuletzt aktualisiert 2/2019
Beitragsfoto: Cyclonebill auf Flickr CC 2.0 (verändert)

1) Avelino Tapas y Vino

Wir Hamburger können von der mediterranen Küche einfach nicht genug bekommen. Im Herzen der Altstadt werden unsere Wünsche erhört. Der kleine, efeuumrankte Laden serviert hausgemachte Gerichte und eine feine Auswahl an Tapas in buntem Ambiente.

Katharinenstraße 31 (Altstadt); www.avelinotapas.de


2) Café Altamira

Das Altamira in Bahrenfeld ist eine Hamburger Institution in Sachen Tapas. Über 70 verschiedenen Tapas, passende Weine, ein großer Wintergarten und ein flinker Service – Atmosphärisch wie kulinarisch ist es nach wie vor eine lohnenswerte Anlaufstelle.

Thomasstraße 4 (Bahrenfeld); www.cafealtamira.de

Bei Altamira gibt es neben Tapas auch eine schöne Weinauswahl. Foto: Altamira

Das Altamira überzeugt mit seiner Weinauswahl. Foto: Altamira

Altamira Tapas in Hamburg Foto: Altamira

Salat mit Avocadocrème… mhh! Foto: Altamira


3) Café Ribatejo

In dem rustikalen Café trifft sich Ottensen zu Wein und Sagres. Grobe Holzbänke und der kalte Steinboden vermitteln eine urige Atmosphäre. Zum Abend hin wird es hier lebendig und die Temperatur steigt. Das kulinarische Angebot besteht aus verschiedenen warmen und kalten Tapas, Fisch, Fleisch und Pasta, die richtig gut schmecken.

Bahrenfelder Straße 56 (Ottensen); www.ribatejo.de

Tapas im Café Ribatejo

Im Café Ribatejo geht’s urig zu.


4) Claudio’s Restaurant & Bar

Von diesen Tapas träumen wir nachts. Neben klassischen spanischen Tapas werden in dem absolut cool eingerichteten Restaurant auch saftige Steaks und weitere Gerichte der mediterranen Küche serviert. Mitten im szenigen Karoviertel finden wir uns im siebten Tapas-Himmel wieder.

Tschaikowskyplatz 2 (St. Pauli); www.claudios.hamburg

Die Tapas von Claudio's gehören zu Hamburgs Top 10. Foto: Michael Kohls

Bei Claudio’s gibt’s nicht nur Tapas, sondern auch Steaks und coole Einrichtung. Foto: Michael Kohls


5) El Iberico

In dem spanischen Tapasrestaurant in Ottensen wird mit dem Besten aus zwei Welten gearbeitet. Die Küche bereitet sowohl traditionelle spanische als auch deutsche Gerichte zu. Neben himmlischen Tapas stehen also auch Doradenfilet und Jacobsmuscheln auf der Karte. Qualität und Geschmack sind top!

Friedensallee 34a (Ottensen); www.el-iberico.com


6) Gil

Das Gil auf St. Pauli ist eine willkommene Alternative zu den klassisch rustikalen Tapas-Läden. In dem schön schlichten Eckrestaurant bereitet Chefkoch Nestor Camps Gil nicht nur traditionelle sondern auch modern interpretierte Tapas zu. So sorgen Artischockenherzen, Lammkottelets und Sardellen für eine gelungene Kombi auf dem Tisch.

Silbersacktwiete 6 (St. Pauli); www.gilhamburg.de

Das Gil ist eines von Hamburgs zehn besten Tapasrestaurants. Foto: Die Tapas von Gil gehören zu den besten in Hamburg. Foto: Alexander Gómez Silva

Das Gil überzeugt auch durch seine erfrischend schlichte Einrichtung. Foto: Alexander Gómez Silva


7) Madrigal

Das Madrigal ist eine ausdrückliche Empfehlung für alle Freunde spanischer Tapas. Die Speisekarte strotzt nur so vor leckeren Kleinigkeiten und landestypischer Kost der iberischen Halbinsel: Rosmarinkartoffeln, kandierter Ziegenkäse, Datteln im Speckmantel, Hühnchen in Limettensauce. Fabelhaft!

Friedensallee 7 (Ottensen); www.madrigal-altona.de


8) Tapas y Más

Das Tapas y Más quillt über vor spanischer Lebensfreude. Es gibt eine große bunte Auswahl an Tapas und leckeren Wein dazu. Das finden wir richtig gut! Die Speisekarte lehrt übrigens, dass die traditionelle spanische Küche nicht nur aus Tapas besteht.

Schanzenstraße 72 (Sternschanze); www.tapasymas.eatbu.com


Diese Topliste stammt aus unserem Gastro Guide. Der Gastro Guide SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019 ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


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Appetit auf mehr?

Top 10 – Das beste Labskaus und Fischbrötchen der Stadt

Das norddeutsche Traditionsgericht Labskaus ist immer einen Versuch wert – man muss nur wissen, wo. Anfänger können ja erst einmal mit einem Fischbrötchen starten

Beitragsfoto: 127071 / Pixabay

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung; zuletzt aktualisiert 7/2019

 

1) Alt Helgoländer Fischerstube – Frisch vom Fischmarkt

Authentischer kann man in Hamburg keinen Fisch essen. Frisch vom nahen Fischmarkt wird hier nämlich alles, was Flossen hat, zu leckeren Gerichten verarbeitet. Darunter findet man Klassiker wie „Seemanns Labkaus“ oder „Hamburger Pannfisch“, die in so guter Qualität wie dieser schwer zu finden sind.

Alt Helgoländer Fischerstube: Fischmarkt 4 a-c (Altona-Altstadt)

 

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 2) Astra St. Pauli Brauerei – Direkt auf dem Kiez

Astra und der Kiez gehören einfach zusammen. Umso schöner, dass es jetzt auf der Reeperbahn eine Mischung aus Restaurant, Mikro-Brauerei und Bar gibt. Das Essen ist hier wie das Bier: ehrlich, sympathisch und handfest. Dazu zählen neben Bratwürsten, Burgern und Pommes auch die „Hamburger Tapas“, zum Beispiel „Laufhauslabskaus“ mit Spiegelei, Rollmops, Roter Bete, Gurken und hausgemachtem Brot – in Hamburgs „geilster Kiez-Kantine“.

Astra St. Pauli Brauerei: Nobistor 16 (St. Pauli)


3) Brücke 10 – Fischbrötchen mit Hafenausblick

Gibt es etwas Schöneres, als bei Sonnenschein an den Landungsbrücken zu sitzen, Schiffe zu gucken und ein Fischbrötchen zu essen? In Hamburg jedenfalls nicht. Egal ob Tourist oder Einheimischer – direkt auf dem Ponton, wo die Fähren anlegen, findet jeder echt gute Makrelen-, Krabben- oder Pannfisch-Brötchen mit frischem Fisch und ohne viel Schnick- schnack. Sehr beliebt ist der Kräutermatjes mit Lorbeeren und Zimt – ein Snack mit Suchtpotenzial.

Brücke 10: Landungsbrücken 10 (St. Pauli)

 

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4) Fischbeisl – Traditionell, mediterran und kreativ

Was ist der perfekte Ort, um frischen Fisch zu servieren und auch zu genießen? Natürlich in unmittelbarer Nähe der Fischmarkthallen. Inmitten unter den ganzen Händlern bietet das Bistro traditionelle, mediterrane und kreative Küche. Bei der Zubereitung darf hier gerne über die Schulter geschaut werden, wenn in der offenen Küche die Pfannen geschwungen werden. In diesem Jahr feiert das Bistro seinen zehnten Geburtstag.

Fischbeisl: Große Elbstraße 131 (Altona)


5) Fischmarkt Bistro – Frischer geht’s nicht

Ein richtig gutes Fischbrötchen lebt von der Frische der Zutaten – vom Brötchen bis zum Fisch. Noch frischeren Fisch als im Fischmarkt Bistro kann man nicht bekommen, liegt es doch auf der Rückseite der Fischauktionshallen. Das merkt man den Gerichten deutlich an, denn alle sind aromatisch und einfach köstlich. Tipp: Es gibt hier auch Poké-Bowls.

Fischmarkt Bistro: Große Elbstraße 133 (Altona-Altstadt)

 

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6) Gosch im Hauptbahnhof – Sylt-Flair am Hauptbahnhof

Nach gründlicher Renovierung im vergangenen Jahr trumpft Gosch in der Wandelhalle nun wieder mit gemütlichem Sylter Flair, frischem Fisch und feinen Weinen auf. Lachs, Krabben, Matjes und Co kommen hier frisch aufs Brötchen und beweisen, dass auch ein Snack von der Bahnhofs-Fressmeile qualitativ hochwertig und lecker sein kann!

Gosch: Glockengießerwall 8-10 (Altstadt)


7) Kaan’s Hanse Fisch – Wo Profis einkaufen

Das geht nur hier. Eigentlich ist der Laden nämlich ein Großhändler für die Gastronomie, der Köche mit allem, was aus dem Meer kommt, versorgt. Aber auch Normalverbraucher bekommen hier ihr sehr gutes Fischbrötchen. Krabbensalat, Backfisch und Co gibt’s übrigens auch.

Kaan’s Hanse Fisch: Fruchtallee 128 (Eimsbüttel)


8) Kleine Haie, Große Fische – Nur für Kiezgänger

Diese Fischbude ist nur was für Kiezgänger: Tatsächlich hat sie nämlich nur an den beiden Tagen geöffnet, an denen die Massen auf die Reeperbahn strömen. Wegen der leckeren Fischbrötchen – besonders mit Kräutermatjes – lohnt es, die nächste Runde auf der Reeperbahn mit einem Besuch hier zu verbinden.

Kleine Haie, Große Fische: Querstraße 4 (St. Pauli)

 

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9) Nuggis Elbkate – Vom alten Seebären

Eines der besten Fischbrötchen Hamburgs gibt es bei Nuggi: für schlappe drei Euro für den Matjes oder Bismarck im Brötchen mit einer – so wie es sich gehört – ordentlichen Portion Zwiebeln. Neben frischem Fisch auf die Hand, gibt es manchmal obendrauf eine wilde Geschichte vom alten Seebären Nuggi, der seit 1992 die Bude führt und ein echtes Original ist.

Nuggis Elbkate: Fähranleger Neumühlen/ Oevelgönne (Othmarschen)


10) Oberhafenkantine – Schräges Ambiente

Wer auf schräges Ambiente steht, ist hier genau richtig, denn die denkmalgeschützte Oberhafenkantine ist die hanseatische Variante des schiefen Turms von Pisa. Mitten in der Speicherstadt, dort wo die Luft noch heute nach Kaffee, Tee, Salz und ein bisschen Fisch riecht, genießt man Hamburger Traditionsküche wie Labskaus und noch vieles mehr.

Oberhafenkantine: Stockmeyerstraße 3 (HafenCity)

 

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Ab dem 3.4.2019 im Handel: Der neue SZENE Hamburg GastroguideDer Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN ist seit April 2019 für 9,90 Euro im Handel und zeitlos im Online-Shop erhältlich!


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