Beiträge

Restauranttest: XO Seafoodbar

Sandwich und Sardinen – In dem kleinen Restaurant XO Seafoodbar auf St. Pauli schmecken Fisch, Seafood und Gemüse besonders und lecker

 

Text: Benjamin Cordes 

Fast ein kleines Imperium ist es, was sich Fabio Haebel da an der Paul Roosen-Straße aufgebaut hat. Neben seinem Stamm-Restaurant Haebel hat er vor einiger Zeit die Naturwein-Bar La Cave geöffnet und nun noch ein zweites Restaurant: die XO Seafoodbar. Bei unserem Besuch sind alle Außenplätze besetzt, was zu zwischenzeitlichen Wartezeiten führt. Und wäre es draußen nicht so sonnig, säßen wir in hellen, einladenden Räumen, die in Pastellfarben gehalten sind. Auch schön!

Die ersten Drinks sind schnell auf dem Tisch, auch die ersten Gänge. Brot von Jochen Gaues (5 Euro) mit Radieschen, Butter und einem täuschend echt aussehenden Kaviar aus Algen. Der platzt im Mund nicht so auf wie der echte, aber bringt eine schöne Salzigkeit mit.

Vorweg genießen wir zwei „Sando“-Sandwiches, die ihren Ursprung in Japan haben aber hier originell asiatisch-europäisch kombiniert sind. Zwischen gutem Sandwichbrot liegen je nach Wunsch eine ausgebackene Sardine (11 Euro) oder eine außen knusprige und innen weiche Scheibe Aubergine (10 Euro). Dazu kommen eine Mayo mit der orientalischen Gewürzpaste Harrissa, hauchdünne Zitronenscheiben und Schalotten-Ringe. Ein Traum aus Knusprig- und Saftigkeit, der weich, würzig, leicht süßlich, frisch und herzhaft zugleich ist.

Die Austern vom Grill (19 Euro) mit Schnittlauchblüten, Kaviar und Apfelessig sind top-frisch, gleiches gilt für die Schwertmuscheln (16 Euro). Das sind die mit den länglichen Schalen, an denen man sich am Nordseestrand gerne mal die Füße aufschneidet. Hier liegen sie auf knackig sautiertem Blattspinat und einer Pilz-Velouté. Nachdem die erste, versandete Portion schnell und unkompliziert ausgetauscht wird, überzeugt die Zweite vor allem mit ihrer köstlichen, buttrigen Sauce, der ein Pilzfond Tiefe verleiht. Bei den vegetarischen Gängen macht vor allem der Tomatensalat (11 Euro) mit frittierten Kapern auf einer herzhaften Brotcreme viel Spaß, gleiches gilt auch für das cremige Rhabarbereis (8 Euro) mit Holunderschaum und -sud. Fabio Haebel hat den Sprung auf die andere Straßenseite hervorragend gemeistert. Was kommt als nächstes?

 

XO Seafoodbar
€€ Paul-Roosen-Straße 22 (St. Pauli), Di-Do 16-23, Fr-Sa 11-23 (Küche immer bis 21.30), So (Brunch) 11-16 Uhr; EC-Karte, Visa, Mastercard, keine Barzahlung

 


Der Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?

 

 

Stadtmenü: Sieben Tage Haute Cuisine

Vom 9. bis zum 15. September laden Hamburger Gourmet-Restaurants zum Probier-Menü

Text: Laura Lück
Foto: Parkview – The Fontenay

Wer Lust auf Neue Food-Perlen hat, markiere sich die Woche vom 9. bis 15. September im Kalender. Im Rahmen des Projekts „Stadtmenü“ haben sich elf Hamburger Restaurants vom gemeinsamen Motto „Shell we Meat?“ inspirieren lassen – und Probier-Menüs zum Einheitspreis kreiert, die zwei Welten zusammenbringen: Landtiere und Meeresfrüchte, – von Hummer bis Hochrippe.

Von Neueröffnungen über etablierte Klassiker bis zum Hotelrestaurant sind einige Juwelen der Gastro-Szene dabei. Jeder interpretiert „Shell we Meat?“ dabei individuell – in Form von Mittags- oder Abendmenüs für 49 oder 79 Euro.

 

Premiere in Hamburg

 

In Brechtmanns Bistro in Eppendorf kommt zum Beispiel als Einstieg roher, marinierter Kabeljau mit Limette und Koriander auf den Tisch, gefolgt von einer scharfen thailändischen Garnelensuppe und glasierter Rinderhüfte mit Salatbeilage, bevor Gratin aus Waldbeeren und Mascarpone das süße Finale einläutet.

2014 ging das Stadtmenü-Konzept im Rahmen der Berlin Food Week an den Start. Dieses Jahr feiert es in Hamburg Premiere und lädt dazu ein, dem Lieblingsitaliener untreu zu werden und gehobene Hamburger Küche zum fairen Preis zu entdecken. Ob fürstliches Dinner im Parkview, Fabian Haebels berühmte Nordic-French Cuisine auf St. Pauli oder Jakobsmuscheln im Petit Bonheur – ab sofort kann reserviert werden.

Stadtmenü Hamburg: 9.-15.9.19, verschiedene Restaurants:
haebel: Paul-Roosen-Straße 31 (St. Pauli)
Zeik: Sierichstraße 112 (Uhlenhorst)
Rive Fish & Faible: Van-der-Smissen-Straße 1 (Altona)
Chapeau!: Moorfuhrtweg 9 (Winterhude)
Kinfelts: Am Kaiserkai 56 (HafenCity)
Die Gute Botschaft: Alsterufer 3 (Rotherbaum)
Lenz: Poppenbütteler Chaussee 3 (Duvenstedt)
Parkview: Fontenay 10 (Rotherbaum)
Bistro am Fleet: Heiligengeistbrücke 4 (Neustadt)
Petit Bonheur: Hütten 85-86 (Neustadt)
Brechtmanns Bistro: Erikastraße 43 (Eppendorf)


Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, September 2019. Titelthema: Mobilität – Das bewegt die Stadt. Das Magazin ist seit dem 29. August 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?