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Top 10 – Hier esst ihr euch auch nach 23 Uhr satt

Hungrig durch die Nacht: Egal ob Pizza, Schnitzel oder Fine Dining – unsere Top 10-Liste zeigt euch, wo ihr in Hamburg auch nach 23 Uhr noch satt werdet

Text: Denise Wachter

1) Erikas Eck – Zu Gast bei der Schnitzelkönigin

Wer durchzechte Nächte und Schnitzel liebt, der ist im Erika’s Eck richtig. Eine Institution in Ham­burg. Das Ambiente ist hier noch genauso wie vor 40 Jahren: Rustikal, als wäre die Zeit einfach ste­hengeblieben. Heute ist das Erika’s Eck eine der letzten Schlachterknei­pen, die es früher rund um den Fleischgroßmarkt zuhauf gab. Wer also auf Schnitzel steht, kann aus neun (!) verschiedenen Varianten wählen: vom Jäger­schnitzel XL mit Champignonsauce (11,90 Euro) über Schnitzel „Hawaii“ mit Currysauce, Ananas und Käse (12,50 Euro) bis zum Schnitzel à la Hol­stein mit Spiegelei (12,50 Euro).

Erikas Eck: Sternstraße 98 (Sternschanze)

 

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2) Falafelstern – Shabby, aber super!

Um es kurz zu machen: Der Falafelstern sieht zwar „shabby“ von außen aus, hier sollte man sich aber ausnahmsweise nicht von der Optik beeinflussen lassen. Denn sogar schwer zu überzeugende Lands­frauen und Landsmänner sind von den libanesi­schen Kichererbsen­-Bällchen im Brot begeistert, die hier über den Tresen wandern. Und wer so­wieso von der S­-Bahn­-Station Sternschanze kommt, sollte sich hier einen Mitternachtssnack nicht ent­gehen lassen. Die gibt es entweder auf dem Teller mit verschiedenen Mezze oder klassisch im Fla­denbrot. Die komplette Palette von Mezze wie Babaganoush (Auberginenmus), Hummus, Weißkohl, Taboulé, und vieles mehr wird alles ins Brot gestopft. Kos­tenpunkt: schlappe 3,50 Euro. Die ideale Stärkung für eine Hamburger Nacht.

Falafelstern: Schanzenstraße 11 (Sternschanze)

 

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3) Fischmarkt – Ultimatives Hamburg-Programm

Der letzte Bissen aus der Kleinen Pause ist schon ein paar Stunden her, die aufgehende Sonne färbt den Himmel über dem Hafen kitschig rosarot. Es ist Sonntag, fünf Uhr morgens. Nach Hause gehen? Auf gar keinen Fall. Denn jetzt beginnt der Tag erst einmal mit einem herzhaften Fischbrötchen. Und wo könnte man dies besser verzehren als auf dem Hamburger Fischmarkt? Hier finden Hungrige aber nicht nur Fisch, sondern auch Eimer mit frischem Obst, die zum Brunch einen guten Obstsalat hermachen. In der Fischauk­tionshalle nebenan gibt es übrigens nachts schon heiße Bratkartoffeln, Bier und Livemusik. Jeder Hamburgtourist sollte das einmal erlebt haben …

Fischmarkt: Große Elbstraße (Altona-Altstadt)

 

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4)  Heldenplatz – Hier essen nachts die Köche

OMG! Hier gibt es wirklich nichts zu meckern. Markus und Julia Hampp wissen, wie sie die Hamburger begeistern können. Und zwar mit Casual Fine Dining – und das bis spät nach Mitternacht. Hier gibt es unkomplizierte, sai­sonale und handwerklich gut zubereitete Lecker­bissen. Köstlichkeiten wie Entenleber­-Terrine, Rindertatar, Weißweinrisotto und Jakobsmuscheln, kreativ angerichtet, verzü­cken hier. Zum Abschluss gibt es Blaubeer­-Küch­lein oder Allgäuer Bergkäse. Das Besondere? Die Öffnungszeiten. Endlich gibt es eine Fine­Dining­ Adresse, die nicht nur sonntags geöffnet hat, son­dern auch bis zwei Uhr nachts die Küche warm hält.

Heldenplatz: Brandstwiete 46 (HafenCity)

 

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5) Jim Burrito’s – Scharfe Soße als Wachmacher

Der Imbiss mit den rustikalen Tischen am Schul­terblatt hat sich auf mexikanisches Essen spezia­lisiert, das des Nachts die Seele extrem glücklich macht: Die Quesadilla mit frischen Pilzen und Tomaten ist saftig, der Käse läuft an den Seiten he­runter. Genau das Richtige bei ein paar Promille. Die Guacamole ist natürlich selbstgemacht und die Pico de Gallo, die legendäre scharfe Toma­tensauce mit Koriander, Zwiebeln, einem Spritzer Zitrone und viel Chili von Jann Bövers und Ri­carda Rowald, sind im Nu verspeist. Das Beson­dere? Bei Jim Burrito’s wird alles in Eigenproduk­tion gemacht, von den Saucen bis zu den Tortil­las. Und das macht uns nachts für kleines Geld extrem froh. Die Steak­-Enchilada wird übrigens mit einer feurig­scharfen Schokosauce gereicht.

Jim Burrito’s: Schulterblatt 12 (Sternschanze)

Jim_Burrito's


6) Kleine Pause – Heißer Scheiß

Eigentlich wollte ich Burger und Pommes bestel­len. Doch dann rät mir die freundliche Bedienung zum hausgemachten Labskaus. Ein Fehler – denn die Kleine Pause ist seit 1986 unter Nachteulen für Burger, Pommes und Curry­wurst bekannt. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich schon so satt bin, aber die Matsche aus gepökeltem Rindfleisch, Roter Bete, Salzgurken, Zwiebeln, Matjes und Kartoffeln geht einfach in dieser Nacht nicht mehr rein. Das Labskaus fin­det am Ende aber doch noch eine Abnehmerin. Eine junge Frau schmiert es sich verzückt auf den Burger. Solche Dinge erlebt man halt nur nachts… Ansonsten im Verpflegungsangebot der Kleinen Pause: Sämtliche nur denkbare Burgervarianten, aber auch Fischfrikadellen und sogar Fischstäb­chen. Dazu gibt es sehr günstige Caipis oder ein Bier vom Fass.

Kleine Pause: Wohlwillstraße 37 (St. Pauli)

 

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7) Pizza Pazza – Pizza am laufenden Meter

Schon vor der Tür des Pizza Pazza riecht es nach frisch gebackenem Teig, Tomatensauce und einer leichten Note von verbrannten Pizzarändern.  Apu em­pfiehlt mir die „Speziale“ mit Pilzen, Schinken, Salami und Frühlingszwiebeln. Ich bestelle die XXL­-Variante und staune: Die Pizza misst fast ei­nen Meter! Allein schaffe ich diese Meterware auf keinen Fall. Aber keine Sorge. Dankbare Abneh­mer finden sich ganz in der Nähe. Wir befin­den gemeinsam: Der Boden ist dünn, die Toma­tensauce cremig, dazu ein knuspriger Rand. Nur etwas mehr Käse dürfte es sein … Die Kreationen von Pizza Pazza sind nicht teuer und durchaus originell. Den Abend weiter ankurbeln kann man zum Beispiel mit interessanten Longdrinks mit Rosmarin oder frischer Orange.

Pizza Pazza: Schulterblatt 69 (Sternschanze)

 

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8) Köz Urfa – Wie nachts in Istanbul

Wer schon einmal nachts in einer türkischen Groß­stadt unterwegs war, weiß: Gutes Essen gibt es rund um die Uhr. Der Holzkohlegrill kühlt nie ab, auch weit nach Mitternacht herrscht eine ausgelassene Futter­atmosphäre. Hamburg liegt vielleicht ein paar Kilometer außerhalb der Türkei – doch im Köz Urfa am Altonaer Bahnhof fühlt man sich di­rekt wie im pulsierenden Herzen Istanbuls. Die Portionen sind üppig, die Fleischspieße aus Lamm oder Hack kross gebraten, die Atmosphäre authen­tisch. Und das beste: Die Küche schließt erst um drei Uhr nachts. Zeit also, um sich während einer wilden Nacht mit Lammkotelett mit Joghurtsoße, frischem Salat oder Gemüsespießvaria­tionen zu stärken.

Köz Urfa: Paul-Nevermann-Platz 2-4 (Altona-Nord)

 

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9) Schmitt Foxy Food – Einmal Currywurst, bio bitte!

Für Veganer gibt es hier in der Susannenstraße eine fleischlose Currywurst, die schmeckt aber eher ein wenig nach Pappkarton mit Kümmel. Also, deshalb lieber zur echten Currywurst greifen. Die hausgemachte Sauce prickelt vor Schärfe ein wenig auf der Zunge, die Bratwurst ist saftig und herzhaft. Die Jungs von Schmitt Foxy Food kommen ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker wie Glutamat aus, außerdem beziehen sie ihr Fleisch vom Biobauern in der Nähe von Hamburg. Das schmeckt man auch nach einigen Bieren noch als Qualitätsbonus heraus. Auch nett: Saisonal gibt es verschiedene Schmankerl, im Winter wärmt die Wildschweinbratwurst, im Sommer gibt es Thai-Griller im Angebot.

Schmitt Foxy Food: Susannenstraße 1 (Sternschanze)

 

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Lecker Currywurst mit Pommes! Das geht einfach immer! #currywurst #pommes #food #wurst #sausage #fries #frenchfries #delicious #Hamburg #schulterblatt

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10) Schweinske St. Pauli – Das echte Leben auf St. Pauli

Die Filiale auf der Reeperbahn ist wirklich unterhaltsam. Neben lustig benannten Riesenportionen mit Schnitzel und Pommes ist hier allein die Dekoration – vor allem mit höherem Promillestand – bemerkenswert: Schweine baumeln von der Decke, auch in Lederkluft, und neben Partygängern mischen sich die Polizisten von der Davidwache unter die Hungrigen. Um es kurz zu machen: Hier kann man das echte Leben beobachten. Am Freitag und am Samstag hat die Filiale bis zwei Uhr nachts geöffnet. Es gibt eine offene Show-Küche, so dass man das eigene Essen immer im Blick behalten kann. Vom Holzfällersteak bis zu kleinen Schweinereien wie Burger oder Currywurst gibt es hier alles, was man braucht, um eine Grundlage zu schaffen. Übrigens: Das Schweinske ist auch bekannt für ein ordentliches Frühstück.

Schweinske St. Pauli: Reeperbahn 157 (St. Pauli)

Schweinske-St.Pauli


SZENE-HAMBURG-Essen+Trinken-To-Go Diese Topliste stammt aus dem Gastro Guide: Essen + Trinken to go, 2018/2019 – der Guide ist zeitlos in unserem Online Shop erhältlich!


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Appetit auf mehr? 

Meet the Resident – Ayer Fijen

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Resident-DJs vor, diesmal: Ayer Fijen (aka Young Meyerlack, Ali Whales & b&dbbb) – präsentiert von Hamburg Elektronisch.

Interview: Ole Masch

Wie würdest Du Deinen Sound beschreiben?

LoFi House.

Was war Deine schrecklichste Gast-Frage?

Hast du auch was von Kay One?

Deine Platte des Monats?

Random Edits #2 von Random Mind State.

Was war Dein größter Moment als DJ?

Theresas Theaterpremiere. Ich hab am Ende der Party für die letzten vier Leute Trash pur aufgelegt und wir haben dazu im Kreis auf ’nem Perserteppich gebreakdanced.

Wo gehst du hin um Spaß zu haben?

Falafelstern.

Was sind für Dich Hamburgs Stärken?

Franzbrötchen und mein Squad.

Und die Schwächen

Der Späti nebenan, der nur bis 21 Uhr auf hat.

Dein Lieblingsort in Hamburg?

Bei meiner Chaya im Bett oder mit der Gang im Viertel.

Auf wen sollte man in Hamburg momentan ein Auge haben?

Indius F aka Düwer.

Welcher Gig in Hamburg ist bisher dein Favorit?

Raw Suppliers Label Night, jeden ersten Donnerstag im Monat im Mojo mit unterschiedlichen Musikern, die alle Hammer sind.

Wo kann man dich als nächstes hören?

28.12. in der Fabrique im Gängeviertel.

Hört hier ein aktuelles Set von Ayer Fijen


Dieser Beitrag stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Dezember 2018. Das Magazin ist seit dem 29. November 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop und als ePaper erhältlich! 


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