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Routen zum Joggen in Hamburg

Joggen kann man in Hamburg fast überall – aber es macht nicht überall gleich viel Spaß. Diese fünf Strecken lassen Läuferherzen garantiert höherschlagen

Text: Erik Brandt-Höge

 

Eppendorfer Moor

Es reichen ein paar Schritte weg vom dichten Verkehr der Alsterkrugchaussee, schon ist man im Naturschutzgebiet Eppendorfer Moor – einer echten Jogging-Oase. Wer hier läuft, genießt nicht nur die Ruhe zwischen Schilfrohr und Pfeifengras, sondern auch den im Sonnenlicht funkelnden zentralen Teich. Im Eppendorfer Moor sind zudem allerhand Vogelarten zu Hause. Wer Glück hat, sieht neben Zwergtauchern und Eisvögeln auch mal einen Habicht oder Mäusebussard.

 

Volksdorfer Teichwiesen

Ein bisschen Auf-und-Ab-Laufen gefällig? Bitteschön: Rund um die Volksdorfer Teichwiesen ist es immer wieder hügelig – was das Joggen hier so abwechslungsreich macht. Das Naturschutzgebiet hat zwischen Wiesen, Weiden, Bruchwald, Fließ- und Stillgewässern ein absolutes floristisches Highlight zu bieten. Wer im Juni seine Laufrunden dreht, sieht unzählige Orchideen in voller Blüte stehen.

 

Wilhelmsburger Inselpark

Noch Erinnerungen an die Internationale Gartenschau in Hamburg von 2013? Die fand auf einem riesigen Gelände in Wilhelmsburg statt, das kurz darauf zur öffentlichen Grünanlage wurde. Auf 100 Hektar erstreckt sich so ziemlich alles, was Jogger brauchen: breite, sehr gepflegte Wege, Wiesen, Wasser undundund. Hier, in direkter Nähe zur S-Bahnstation Wilhelmsburg, findet in Nicht-Corona-Zeiten jährlich ein Inselparklauf statt, bei dem eine drei Kilometer lange Strecke ein- bis viermal zurückgelegt werden kann.

 

Bramfelder See

Gut, Steilshoop ist nicht unbedingt für zig Grünflächen bekannt. Eine extrem tolle gibt es aber, nämlich die rund um den Bramfelder See. Auch hier finden regelmäßig Volksläufe statt – eben weil die Waldlandschaft am Wasser aussieht wie gemalt. Der frühe Läufer fängt hier den schönsten Blick: Wenn über dem See noch der Morgennebel hängt, wird der Sport zum Augenschmaus.

 

Eppendorfer Park

Nochmal Eppendorf, aber ganz anders als im Moor. Weit entfernt vom Sumpfgebiet liegt der Eppendorfer Park. Diese Grünfläche ist deshalb so Jogger-freundlich, weil sie neben einem übersichtlichen, immer und immer wiederholbarem Rundlauf auch einen kleinen Treppenhügel bereithält. Zwischendurch mal hoch und runter tippeln, am Ende des Laufs am Teich in der Parkmitte dehnen und ruckzuck zurück im Stadtgeschehen sein: Hamburger Laufsport leicht gemacht.


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Lukas: „Ich bin gerne alleine“

Tagein, tagaus wirbeln knapp zwei Millionen Menschen durch Hamburg. Wir fischen sie für einen Moment aus ihrem Alltag und lauschen ihren Geschichten. Diese Woche sind wir Lukas begegnet.

Protokoll: Max Nölke

 

„Man sieht mir das vielleicht nicht an, aber ich bin eigentlich voll der ruhige Typ, der gerne zu Hause bleibt und Zeit alleine verbringt. Anfang des Jahres bin ich Papa geworden, seitdem hat sich mein Leben sowieso komplett verändert.

Ich wollte immer Vater werden, aber es kam doch sehr überraschend. Ich bin 26 und musste erstmal realisieren, wie viel Verantwortung und Umstellung das mit sich bringt. Aber was soll ich sagen? Es ist wunderbar. Mit meiner Tochter ist eine gewisse Ernsthaftigkeit in mein Leben gekommen, das habe ich sehr gebraucht.

 

Corona stört mich nicht so

 

Ich bin aus der Fitnessbranche, habe jahrelang in Anstellung gearbeitet und nebenbei als Personal Trainer. Den Plan, mich selbstständig zu machen, hatte ich schon länger, habe den Step aber nie gemacht. Mit der Geburt meiner Tochter im Januar, habe ich mir dann gesagt: Okay, jetzt muss das Geld nicht mehr nur für dich reichen, sondern du willst ihr das Bestmögliche geben.

Ich glaube, ich bin mir mittlerweile selber weniger wichtig, seitdem da jemand ist, der wichtiger ist als alles andere. Daher stört mich Corona persönlich auch gar nicht so, für meine Tochter tut es mir leid. Ich würde einfach gerne mal mit ihr schwimmen gehen.“


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