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Hamburg von oben

Der Sommer kommt, die Sonne scheint, höchste Zeit für neue Perspektiven. Hamburg ist zwar sehr flach, doch es gibt Möglichkeiten, die Stadt „von oben“ zu betrachten. Welche? Hier kommen die zehn besten Spots:

Auf Müll gebaut

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Rundum Grün: der Energieberg Georgswerder (Foto: Felix Willeke)

Der Energieberg Georgswerder ist die höchste Erhebung im Bezirk Mitte. Mit fast 40 Metern Höhe überragt er sogar die historische Windmühle Johanna, die man von hier sehen kann. Wo ehemals Trümmer aus dem zweiten Weltkrieg und später Sondermüll aufgeschüttet wurden, ist der als „Giftberg von Georgwerder“ bezeichnete Hügel 2013 im Rahmen der internationalen Bauausstellung zugänglich gemacht worden. Mittlerweile ist er einer der schönsten Spots, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Alternativ kann man dieser Tage bei bestem Wetter auf dem 900 Meter langen Horizontweg die Aussicht genießen.

Energieberg Georgswerder
1. April–31. Oktober; Di–So jeweils 10–18 Uhr; bei Gewitter (und -warnung) ist das Außengelände geschlossen

Aus drei mach eins

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Einer der schönsten Ausblicke der Stadt: der Müllberg in Hummelsbüttel (Foto: Felix Willeke)

Fast 80 Meter hoch, nahezu komplett freistehend, das garantiert eine tolle Aussicht. Der Müllberg Hummelsbüttel existiert seit den 1970er-Jahren. Seitdem wurde hier Müll abgelagert, zuerst auf drei und später auf einem Hügel. Irgendwann hatte sich ein Berg von fast 80 Metern Höhe aufgetürmt. Seit den 2000er-Jahren darf hier kein Müll mehr abgeladen werden. Seitdem grünt es auf und um den Berg. Dazu kommen viele, die hier eine einmalige Aussicht auf Hamburg und Schleswig-Holstein genießen wollen: Egal ob die Mundsburg-Türme, die Hauptkirchen, die Elbphilharmonie oder das Planetarium, hier hat man alles im Blick. 

Überm Wasser und den Sternen

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Vom Planetarium Hamburg gibt‘s zu jeder Jahreszeit einen tollen Ausblick (Foto: Felix Willeke)

1916 gebaut gehört das Planetarium Hamburg zu einem der bekanntesten Gebäude der Stadt. Mitten im Stadtpark diente der 64,5 Meter hohe Turm einst der Wasserversorgung der Stadt. Heute ist es das mit Abstand das bestbesuchte Planetarium im deutschsprachigen Raum. Neben dem Sternensaal gibt es auch noch eine Aussichtsplattform. Auf über 40 Metern Höhe kann man nicht nur den Helmut Schmidt Flughafen überblicken, sondern hat auch noch einen 360 Grad Rundumblick über einen Großteil der Stadt. Wer eine Veranstaltung im Planetarium besucht, für den ist die Plattform kostenlos, alle anderen zahlen 2 Euro (ermäßigt 1 Euro).

Planetarium Hamburg
Di. 9–13.30 Uhr, Mi.–Do. 9–21 Uhr, Sa. 12–22 Uhr, So. & Feiertags 10–20 Uhr

Hamburgs Höchster

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Direkt um die Ecke vom Hasselbrack gibt‘s im Wildpark Schwarze Berge nicht nur Tiere, sondern auch den Blick von ganz oben auf die Stadt (Foto: Wildpark Schwarze Berge/K. Bugenhagen)

Im Vergleich zu den anderen deutschen Millionenstädten ist Hamburg wirklich flach. Selbst Berlins höchster Punkt liegt höher als der in der Hansestadt. Doch trotzdem kann man sich auch in Hamburg in ein Gipfelbuch eintragen. Dieses liegt auf Hamburgs höchsten Punkt, dem Hasselbrack. Mit über 115 Metern höhe überragt dieser „Berg“ sogar die Elbphilharmonie. Mitten im Wald der Hamburger Berge kann man zwar keine atemberaubende Aussicht genießen, jedoch gibt es diese Gelegenheit gleich um die Ecke. Im Wildpark Schwarze Berge steht der 45 Meter hohe Elbblickturm, von dem aus man doch noch einen Blick über die Baumwipfel wagen kann.

Wildpark Schwarze Berge
April-Oktober: 8–18 Uhr, November–März: 9–16.30 Uhr

Über den Wolken

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Segelfliegen in Hamburg – Mitflug möglich (Foto: unsplash/Max Nüstedt)

Hamburg ist groß, wie groß, das lässt sich häufig erst beim Anflug auf den Helmut Schmidt Flughafen erahnen. Noch besser geht das vielleicht nur mit einem Rundflug über die Stadt. Gab es bis vor ein paar Jahren noch die Möglichkeit, mit dem Wasserflugzeug die Stadt zu überfliegen, geht das heute nur noch mit dem Kleinflugzeug oder Hubschrauber. Gestartet wird am Helmut Schmidt Flughafen und vom Flugplatz Uetersen-Heist. Die Flugdauer variiert von zehn Minuten bis zu 1,5 Stunden. Der Spaß kostet zwischen 100 bis zu 500 Euro. Die etwas sanftere Variante gibt es am Stadtrand in den Boberger Dünen oder in der Fischbeker Heide. Hier sind zwei Segelflugclubs zu Hause und bieten Mitflüge an. Für die Rund 15 Minuten in der Luft kosten pro Person ab 40 Euro.

HAC Boberg & Segelflug-Club Fischbek

Hoch und lecker

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In Hamburg gibt es viele Gelegenheiten für einen Cocktail mit Ausblick (Foto: Empire Riverside Hotel)

Wer weit oben ist, darf mehr als nur den Blick genießen. Hamburg hat so einige Bars, die einen großartigen Blick über die Stadt bieten: Da gibt es die alteingesessene Tower Bar im Hotel Hafen Hamburg, mit zwei Stockwerken voller guter Drinks und einem tollen Weitblick. Wer es noch ein bisschen schicker mag, der findet nur 500 Meter weiter mit dem 20up gleich die nächste schöne Bar mit Ausblick hoch über den Dächern der Stadt. Wem das nicht reicht und wer noch mehr Anregungen braucht, für den gibt es beim Genuss Guide Hamburg die schönsten Dachterrassen der Stadt im Überblick.

Die Kirchen

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Den Blick vom Michel kennen die meisten, doch was ist mit den anderen Kirchen? (Foto: pixabay/norberthentges)

Hamburg hat viele Gotteshäuser, egal ob christlich, muslimisch, jüdisch oder anderweitig religiös. Doch nur wenige ragen in der Stadt so hervor wie die Hauptkirchen in der Innenstadt. Den Michel (St. Michaeliskirche) kennen dabei vermutlich alle. Auch auf dem 132 Meter hohen Turm waren schon viele. Besonderes Highlight hier: der Nachtmichel. Hierbei kann man das abendliche Hamburg vom Turm der bekanntesten Kirche aus erleben. Dazu kommen allerdings noch die weniger bekannten Aussichtspunkte. Zum einen die Plattform im Mahnmal der St. Nikolai (73 Meter) und zum anderen der Turm der St. Petri Kirche. Hier versteckt sich sogar mit 123 Metern der (noch) höchste Aussichtspunkt der Stadt.

Michel-Turm: November–März tägl. 10–18 Uhr; April & Oktober tägl. 9–19 Uhr; Mai–September tägl. 9–20 Uhr; Nachtmichel tägl. ab 18.30 Uhr
Mahnmal St. Nikolai: Mi.–So. 10–18 Uhr
St. Petri Kirche (Turm): Mo.–Sa. 10–16.30 Uhr, So. 11.30–16.30 Uhr

Gegen die Höhenangst

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Hoch hinaus im Kletterwald Hamburg (Foto: Kletterwald Hamburg)

Auch für die sportlich Ambitionierten gibt es die Möglichkeit, Hamburg von oben zu sehen. Klettern ist nicht nur Trendsport, sondern auch außerhalb der Halle an vielen Orten in der Stadt möglich. In Wilhelmsburg gibt es den Hanserock, im Norden der Stadt den Kletterwald im Volksdorfer Wald und im Süden den Kletterpark im Sachsenwald. Spektakulär hoch hinaus geht es zudem auf der Rickmer Rickmers im Hafen. Und wer schon Erfahrung hat, für den gibt es in der Stadt viele Outdoor-Kletterwände wie am Kilimanschanzo oder dem Kletteraugust

Kletterwald Hamburg, täglich 10–19 Uhr, Preis: 26 Euro (Kinder 20 Euro)
Klettern im Sachsenwald, Fr. 14-20, Sa.&So. 10–20 Uhr (in den Ferien länger), Preis: 27 Euro (Kinder 21 Euro)
Klettern auf der Rickmers Rickmers, Samstags nach Online-Reservierung, Preis: 39 Euro pro Person

Erinnerungen an die Vergangenheit

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Nicht nur die Aussicht ist immer wieder beeindruckend – der Energiebunker in Wilhelmsburg (Foto: Jérome Gerull)

58 Meter hoch, 20 Meter mehr als ursprünglichen Nutzung, so sieht der Flakturm auf St. Pauli heute aus. Mit den Jahren wurde aus dem NS-Bunker ein Ort der Kultur. Neben Übel&Gefährlich und dem resonanzraum gibt und gab es hier etliche Proberäume für Bands und lange Jahre war im Bunker St. Pauli auch das legendäre Musikgeschäft von JustMusic zu Hause. Seit 2019 wird der Bunker aufgestockt und bekommt mit der Georg-Elser-Halle – benannt nach dem Widerstandskämpfer Georg Elser – unter anderem eine Konzerthalle. Mitte bis Ende 2022 soll alle fertig sein und der alte Nazi-Bau dann dank viel Bepflanzung in Grün statt Grau erstrahlen.

Schon lange „grün“ ist der Energiebunker in Wilhelmsburg. Von außen ist der ehemalige Flakbunker immer noch als solcher zu erkennen, doch im Inneren sorgt ein modernes Öko-Kraftwerk, das große Teile Wilhelmsburgs mit Strom und Wärme versorgt, für das grüne Image. Oben auf dem alten Turm befindet sich neben der Photovoltaikanlage auch das Café Vju. Auf 30 Meter höhe bietet es einen tollen 360 Grad Blick über den Süden der Stadt. 

Vju im Energiebunker
Sa. 14–18 Uhr, So 11–18 Uhr

Der Blick in die Zukunft

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Bald wieder offen für die Hamburger:innen: der Fernsehturm (Foto: Felix Willeke)

Erinnert sich noch jemand an den Dezember 2000? Stimmt, das ist lange her, aber es waren die letzten Tage, an dem der Fernsehturm in Hamburg noch zugänglich war. Seitdem ist die Gastronomie- und Aussichtsplattform geschlossen. Das soll sich jetzt ändern. Seit 2020 ist bekannt, dass ein Team aus Online Marketing Rockstars (OMR), dem Immobilienentwickler Home United und der Hamburg Messe den Turm 2023 wieder für das Publikum öffnen will. Dann ist es wieder möglich, die Stadt aus 130 Metern Höhe zu überblicken. 


Hoch hinaus mit CD

Verlosung

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Hoch hinaus: Wir verlosen zusammen mit CD eine Helikopterflug über Hamburg

Na, Lust auf noch mehr oben und die „Große Freiheit“? Dann kommt hier die Gelegenheit: SZENE HAMBURG verlost zusammen mit CD Körperpflege einen Helikopterflug über der schönsten Stadt der Welt. Ganz nach dem Motto „Groß Freiheit“ geht es in luftige Höhen und man genießt einen fantastischen Blick auf Hamburg.

Einfach bei SZENE HAMBURG auf Instagram vorbei schauen, den Beitrag liken, SZENE HAMBURG und @cdkoerperpflege folgen und den „Große Freiheit“-Buddy in den Kommentaren markieren, den Beitrag in der Story teilen und vielleicht geht es dann schon bald in die Luft.

Teilnahmeschluss ist der 15. Juli 2022.


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Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

A380 – in Hamburg sagt man Tschüss

Am 16. Dezember 2021 geht in Hamburg eine Ära zu Ende. Airbus liefert seinen letzten A380-Flieger aus

Text: Felix Willeke

 

Die Saga begann Ende der 1990er-Jahre. Die Stadt Hamburg beschloss, Teile des Mühlenberger Lochs bei Finkenwerder zuzuschütten. Die Begründung: „Der Alpha-Vogel“ kommt, wie Spiegel Online 2005 schrieb. Airbus plante schon länger den Bau des bis dato größten kommerziellen Passagierflugzeugs, auch bekannt als Airbus A380. Ein Teil der Fertigung und Auslieferung sollte auch am Werk in Hamburg-Finkenwerder passieren und dafür brauchte es mehr Platz – unter anderem für eine verlängerte Start- und Landebahn.

 

Der Trend geht zu kleineren Flugzeugen

 

2005 war es dann so weit, der Flieger mit der Kennung F-WWOW flog am 27. August 2005 erstmals über die Hansestadt. 2007 wurde dann der erste Flieger an Singapore Airlines als erste Fluggesellschaft übergeben. Mittlerweile sind die ersten dieser Flieger bereits auf dem Schrottplatz. Der Grund ist einfach: Ein Flugzeug mit bis zu 600 Plätzen – darunter teilweise Privatsuiten – ist nicht wirtschaftlich genug. Besonders im Zuge der Corona-Pandemie ist bei vielen Fluggesellschaften der Entschluss gereift, eher kleinere und sparsamere Maschinen einzusetzen. Airbus geht diesen Trend mit und lässt am 16. Dezember den letzten A380 ausliefern – an Emirates. Von Hamburg wird der Flieger voraussichtlich über die Nordsee in Richtung Großbritannien starten und dann sein Ziel ansteuern: Dubai.


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