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#impfenschützt: Ein Aufruf der Musikszene

Die Ärzte, Sarah Connor, Max Herre, Jan Delay, Thees Uhlmann … diese Aufzählung ließe sich beliebig verlängern: Viele Künstler:innen, Veranstalter:innen und Konzertlocations haben unter #impfenschützt eine gemeinsame Impfkampagne gestartet

Text: Felix Willeke

 

„Wir als Band haben uns entschieden, uns impfen zu lassen“, schreiben Die Ärzte in ihrem Statement auf der eigenen Homepage. Der Hashtag #impfenschützt trended seit ein paar Tagen auf Instagram und Facebook. Mit der Impfkampagne rufen Musikgrößen aus Hamburg und ganz Deutschland dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Neben den Ärzten sind auch Bernd Begemann, Jan Delay, Thees Uhlmann, Miu, Sarah Connor, Howard Carpendale, Max Herre, Peter Maffay und Bands wie Element of Crime, Deichkind, Tocotronic, Einstürzende Neubauten, BAP, Madsen, Mia, Die Toten Hosen, Beatsteaks, Frittenbude, die Sterne und Silbermond mit dabei.

Dazu gesellten sich zudem Festivals und Spielstätten in Deutschland und Österreich. Gemeinsam hoffen sie mit der Aktion auf das, was auch die Ärzte am Schluss ihres Statements schreiben: „Damit das Leben weitergeht“.


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Off The Radar: Das gemeinnützige DIY-Festival

Vier Tage lang wird beim Festival Off The Radar auf einem alten Hof in der Nähe des Dorfes Negenharrie wieder getanzt, gestaunt, relaxed und geravt

Text: Ole Masch
Foto: Benzin

Wenn am letzten Juli-Wochenende die Sonne hinter den Maisfeldern der schleswigholsteinischen Pampa untergeht, erleuchtet der alte Gutshof Ovendorf nördlich von Hamburg in prächtigen Farben. Zu diesem Zeitpunkt findet bereits zum dritten Mal das alternative Off The Radar Festival statt und damit der Höhepunkt eines Veranstaltungsmarathons, den der gleichnamige Verein in diesem Sommer durchführt. Off The Radar ist seit ein paar Jahren auch für die Tube Box auf der Fusion zuständig und veranstaltet zudem Ende August auf dem Schröderstift-Gelände ein großes Sommerfest.

Drei Monate, drei Festivals. Malte Struck, Gründungsmitglied des Kunstverein St. Pauli, ehemaliger Off The Radar-Vorsitzender und heute mit Kollegin Meike in der künstlerischen Leitung, erzählt: „Das ist schon krass, aber wir sind alle verrückt und haben kein Privatleben (lacht). Aber im letzten Jahr war es fast noch krasser, denn da hatten wir zudem noch die Ruhr Triennale mit Schorsch Kamerun und einem Theaterstück bespielt. Dagegen ist dieses Jahr fast entspannt.“

 

„Es gibt kein Sponsoring. Alles ist DIY“

 

Eine Zusammenarbeit, von der die Gäste in diesem Jahr profitieren. Schorsch Kamerun spielt mit seinen Goldenen Zitronen auf dem Festival, das sich von Beginn an durch seine Verbindung von elektronischer Tanzmusik, alternativen (Punk-)Bands, Kunst und politischem Engagement auszeichnet. „Normalerweise könnten wir uns die gar nicht leisten“, meint Malte.

„Viele Acts wissen aber, dass wir als eingetragener Verein keine Gewinnabsichten haben, es kein Sponsoring gibt und alles DIY und ausschließlich ehrenamtlich geplant wird und keiner angemessen Geld verdient.“ Trotzdem oder gerade deswegen sind im Line-up Frittenbude, das Hamburger Slowhouse Trio Sutsche, Knarf Rellöm und zig weitere bekannte und zu entdeckende Acts vertreten.

 

 

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Und das gute Feedback der letzten Jahre zeichnet sich langsam aus. Wer ein Ticket im Vorverkauf erwerben möchte, sollte sich ranhalten. Der Kartenverkauf läuft gut und damit kommt man einem weiteren Ziel näher, welches sich Off The Radar schon seit Gründung auf die Fahne schreibt. „Wir haben das Festival unter anderem dafür gemacht, um Gelder zu sammeln“, erklärt Malte. „Das hat finanziell in den ersten Jahren leider nicht geklappt.

Aber Off The Radar ist zu 50 Prozent auch wohltätige Arbeit. Wir arbeiten sehr eng mit der NGO Cadus zusammen. Teile unserer Crew waren in den letzten Jahren jeden Winter in Flüchtlingscamps oder auf der Balkanroute und haben dort gekocht und geholfen.“ Eine Crew, die sich aus Umfeld von Hafenklang, Kogge, Golden Pudel und Uebel & Gefährlich zusammensetzt und ebenso gute Verbindungen in die Schweiz hat.

„Wir sind sehr eng mit Leuten aus Basel und Zürich“, freut sich Malte. „Die machen in der Schweiz viele tolle Sachen und diese enge Freundschaft ist auch der Grund, warum es Rock & Wrestling seit letztem Jahr in Zürich gibt.“ Das Spaßcatchen im Hafenklang findet in diesem Jahr wieder am selben Wochenende statt, doch Malte verrät: „Diesmal wird es am Sonntag erstmals ein Rock & Wrestling Reste wresteln geben. Die Wrestler, die nach zwei Tagen Hafenklang noch leben, kommen zu uns und geben sich den Rest.“

Off the Radar: 25.-28.7, Ovendorf 4, Negenharrie


Szene-Hamburg-Juli-2019-CoverDieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, Juli 2019. Titelthema: Schmelztiegel St. Georg.
Das Magazin ist seit dem 27. Juni 2019 im Handel und zeitlos im
Online Shop oder als ePaper erhältlich!


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Frittenbude & CC: neues Video zugunsten Viva con Agua

Ein Song, eine Geschichte. Frittenbudes & CCs neue Single “Die Glocke” entstand in Nepal. Während einer Reise mit Viva con Agua

Frittenbude

©Pascal Buenning

Seit 10 Jahren unterstützt die Band Frittenbude das internationale Netzwerk Viva con Agua. Jetzt begleiteten sie gemeinsam mit CC ein Projektteam der Organisation auf ihrer Reise nach Nepal. Die Crew besuchte die Projektregion Chitwan, in welcher Viva con Agua vor allem die Wasserversorgung an Schulen und für insgesamt fast 40.000 Menschen unterstützt.  

Inspiriert von den Erlebnissen und den Begegnungen mit der Kultur und den Menschen Nepals ist dabei der Track „Die Glocke“ entstanden. 

Alle Erlöse des Tracks fließen in das Wasserprojekt in Nepal.

Und der klingt so. Viel Spaß!

Fotos: Pascal Buenning