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Kulturempfang 2022: Die Szene lebt!

Beim zweiten Kulturempfang von SZENE HAMBURG schauten die Gäste optimistisch auf die Kultursaison 2022/23

Text: Katharina Stertzenbach

Nach der langen pandemie-bedingten Dürrezeit für die Kultur wurde es Zeit, die Hamburger Kulturszene zusammen zu bringen, zu feiern und zu zeigen: Die Szene lebt!

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Die Geschäftsführer von SZENE HAMBURG, Mathias Forkel (l.) und Tanya Kumst (r.) freuen sich auf eine erfolgreiche Kultursaison 2022/23 (Foto: Johanna Zobel)

Zu diesem Anlass kamen rund 300 Gäste zum Kulturempfang von SZENE HAMBURG. In den Gaußhöfen, Tür an Tür mit dem Thalia Gaußstraße, ist die Redaktion des größten und ältesten Kulturmagazins Hamburgs. Grund genug genau hier auf eine erfolgreiche neue Kultursaison 2022/23 anzustoßen. Unter den Gästen waren neben Kulturschaffenden auch bekannte Gesichter aus Politik, Wirtschaft und Gastronomie.

SZENE HAMBURG Geschäftsführer Tanya Kumst und Mathias Forkel betonten zum Auftakt, dass die Kulturszene mit ihrer engagierten, kreativen und vielfältigen Arbeit den Zuspruch der Menschen verdient. Die Spielzeit 2022/23 sei eine, die die Menschen endlich wieder in vollen Zügen genießen können. Und zeigt jetzt schon, wie vielfältig die Kulturszene der Hansestadt ist und welches Potential in ihr steckt.

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Gute Gespräche in schöner Atmosphäre beim Kulturempfang 2022 (Foto: Johanna Zobel)

Bestes Essen und gute Musik

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Das leckere Essen beim Kulturempfang made by Cotidiano (Foto: Johanna Zobel)

Mit Indie-Pop Sounds von Anna Wydra und Band wurde bis spät in den Abend geschnackt, gefeiert und geschlemmt. Mini-Burger, Bowls und Sandwiches vom Cotidiano trafen dabei auf Eis von Milk Made Iceream, Kaffee von den Hanseatic Coffe Roasters. Natürlich durfte bei so einem Hamburger Fest neben fritz kola, bestem Magnus-Wasser, Ratsherrn Bier und Wein von Rindchen‘s Weinkontor auch der obligatorische Helbing nicht fehlen.

Ein rundum gelungener Auftakt für die Kultursaison 2022/23.

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Livemusik gab es beim Kulturempfang von Anna Wydra und Band (Foto: Johanna Zobel)

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fritz-kola: „Die beste Idee war, Cola zu machen“

Eine Marke ist volljährig: fritz-kola feiert den 18. Geburtstag. Gründer und Geschäftsführer Mirco Wolf Wiegert über die ersten Schritte, einen Aha-Moment, ein langfristiges Ziel und das kürzlich erschienene Buch „fritz gegen goliath“

Interview: Erik Brandt-Höge

 

SZENE HAMBURG: Mirco, zunächst mal ein Blick weit zurück: Als du 2003 mit einem Freund fritz-kola gegründet hast, war das vor allem eine studentische Rebellion gegen das große Coca-Cola oder schon Unternehmertum mit Weitblick?

Mirco Wolf Wiegert: Prinzipiell ging es uns einfach darum, dass wir uns selbstständig machen wollten. Wir wollten lernen, wie das geht und was man dafür machen muss. Wir haben dafür in einem Ideenbuch mögliche Ansätze gesammelt und die beste Idee war eben, Cola zu machen. Die gab es zu der Zeit nur aus Plastikflaschen und das hat mich damals schon gestört. Also wollten wir eine Cola in der Glasflasche machen, die der Gastronom nur noch kalt stellen und unfallfrei zum Gast bugsieren muss, der am Ende ein schönes Trinkgefühl hat. Wir haben also mit 7.000 Euro angefangen und gesagt, wenn es nicht klappt, dann war es eine schöne Erfahrung und wenn’s funktioniert, umso besser.

 

Das wird groß

 

Wann hast du denn gemerkt: Das ist mehr als eine Gründung – das wird extrem groß?

Unser größter Aha-Moment war tatsächlich, als wir gemerkt haben, dass das, was wir machen, auch funktioniert. Ganz besonders erinnere ich mich an die legendäre Begegnung 2003 mit Matthias Onken, dem damaligen Redakteur der Hamburger „Morgenpost“. Wenige Tage nachdem Matthias uns im Studentenwohnheim besucht hatte und wir wussten, dass er etwas über uns schreiben wollte, steuerten wir eine Tankstelle an und wollten schauen, ob die „Morgenpost“ schon über uns geschrieben hatte: Ja – sie hatte! Eine Ankündigung auf der Titelseite und eine folgende Doppelseite. Diese Doppelseite in der „MoPo“ war unser Durchbruch, das war uns sofort klar. Ab diesem Zeitpunkt wussten wir, dass hier etwas richtig Großes entstehen würde.

In diesem Jahr wurde fritz-kola volljährig, ist europaweit etabliert, hat fast 300 Mitarbeiter. Kürzlich erschien das Buch „fritz gegen goliath“, für das du die Firmengeschichte aufgeschrieben hast. Gab es Jahre, an die du dich dabei besonders gerne erinnert hast?

Uns wurde im Laufe unserer Arbeit ziemlich schnell klar: Wenn wir besser und nachhaltiger sein wollen, brauchen wir authentische, natürliche Rezepturen. Wir haben deshalb bereits 2011 künstliche Aromen und Farbstoffe aus unserem Sortiment verbannt und sind auch zu diesem Zeitpunkt in die Bio-Welt eingestiegen. Darauf sind wir bei fritz sehr stolz.

 

Nach Corona und neue Ziele

 

2020 war sicher nicht dabei. Wie hart hat euch die Pandemie getroffen?

Wir wollen nicht klagen. Ein großer Dank gilt allen fritzen, die über die Kurzarbeiterregelung das Durchstehen der harten Monate ermöglicht haben. Viel schwerwiegender war im Nachhinein, dass der interne Zusammenhalt gelitten hat. Viele Monate im Homeoffice haben tiefe Spuren hinterlassen. Wir haben deshalb Anfang September den Neustart der europäischen Gastronomie bei unserer Sommersause mit rund 300 fritzen aus sechs verschiedenen Nationen auf einem Wakeboard-Camp nördlich von Berlin gefeiert. Dieses Beisammensein ist uns bei fritz ganz wichtig, wir haben es echt vermisst. Dafür haben wir dann auch PCR-Tests et cetera auf uns genommen.

Nach dem Blick zurück noch einer nach vorne: Gibt es bestimmte Ziele, die ihr bis zum 25. fritz-kola-Geburtstag erreichen möchtet?

Die nächste große Herausforderung ist tatsächlich, Mehrweg auf europäischer Basis durchzusetzen. In Österreich kommen wir gut voran. In Italien ist Mehrweg beispielsweise ein verschwindend geringer Teil vom Getränkemarkt. Wir wollen unsere Fans und Konsumenten also dahingehend aufklären, dass es etwas Gutes ist, wenn sie Mehrweg kaufen und nutzen. Damit werden wir uns wohl in den nächsten Jahren beschäftigen.

Mirco Wolf Wiegert: „fritz gegen goliath“, Econ, 304 Seiten, 20 Euro; fritz-kola.de


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