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Superfood at Home: Lieferdienste für gesundes Essen

Gewinner des Lockdowns: Lieferdienste sind in Zeiten der Pandemie gefragt. Aber es muss nicht immer nur Pizza sein. Wir haben einige leckere und gesunde Alternativen für euch gefunden, die euch im Corona-Herbst mit Vitaminen und Nährstoffen versorgen

 

Treat It

Das Start-up der zwei Hamburger Jungs Niklas und Jan will nicht nur gesundes sowie leckeres Essen nach Hause liefern: Hier gibt’s zu den Mahlzeiten gleich eine Ernährungsberatung dazu. Je nach Bedarf kann aus verschiedenen Gerichten zum Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie Snacks gewählt werden. Das soll das Abnehmen, die Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes oder auch einer Fettstoffwechselstörung erleichtern. Jeweils einmal die Woche wird eine individuell zusammengestellte Box in einer umweltfreundlichen Verpackung direkt nach Hause geliefert. Darin enthalten: alles, was an Lebensmitteln und Getränken für die nächsten Tage benötigt wird – egal ob für das Omelette zum Frühstück, den mittäglichen Tomatensalat oder die Kartoffel-Pilz-Pfanne am Abend.

Speisekarte: individuelle Lebensmittel- und Getränkeboxen mit Rezepten zum Nachkochen
Liefergebiet: überall in Hamburg durch UPS oder Abholung auf der Veddel
Warenkorb: 29 Euro pro Tag, circa 150 Euro pro Woche beim Sechs-Wochen-Abo
Bezahlung: Kreditkarte, Sofortüberweisung, PayPal
Spezialzutat: Komplett-Verpflegung mit Ernährungsberatung

Bestellung bis zu acht Tage im Voraus, Lieferung jeweils am Di oder Mi; treatit.de

 

Daily Greens

Bei dem veganen Lieferdienst gibt’s jeden Tag eine neue frische und ausgewogene Mahlzeit wie Sellerie-Schnitzel, Shakshuka oder Kichererbsen-Salat – einmal im Monat sogar eine Brunch-Box mit verschiedenen Aufstrichen, Muffins, Porridge, Waffeln sowie vielem mehr. Die Gerichte bestehen aus regionalen und saisonalen Zutaten. Und auch bei der Verpackung sowie Lieferung achten die drei Gründer Franci, Flo und Marc auf die Umwelt: Um Lebensmittelverschwendung und Müll zu reduzieren, hat sich das Trio ein eigenes Pfandsystem ausgedacht. Es funktioniert über Mehrwegboxen, die ausschließlich mit dem Fahrrad ausgeliefert werden.

Speisekarte: vegane Gerichte aus saisonalen und regionalen Zutaten
Liefergebiet: viele Stadtteile nördlich der Elbe & um die Alster oder Abholung in der HafenCity
Warenkorb: ca. 10 Euro pro Gericht, Brunch-Box 35 Euro; je 10 Euro Pfand für Mehrwegboxen
Bezahlung: PayPal
Spezialzutat: jeden Tag eine neue Mahlzeit, nachhaltiges Pfandsystem, Auslieferung per Fahrrad

Bestellung am Vortag, ab zwei Gerichten Lieferung gratis; daily-greens.de

 

Stadtsalat

Der Lieferdienst bezeichnet sich selbst als „Die Hamburger Adresse für gesundes Essen“. Mittlerweile verfügt Stadtsalat über eigene Restaurants in Hamburg, Berlin und Frankfurt. Begonnen hat alles mit hochwertigen und frisch zubereiteten Bowls sowie Salaten, die per Fahrrad in der Hansestadt ausgeliefert wurden. Und es auch immer noch werden – in kompostierbaren Verpackungen versteht sich. Die Gerichte wie die Teriyaki Brookie Bowl, der Marvelous Meze Salat oder die Overnight Oats bestehen größtenteils aus regionalen Zutaten und kommen ohne Zusatzstoffe aus. Das Menü wechselt regelmäßig und hat stets auch saisonal geprägtes Essen im Programm.

Speisekarte: bunte Bowls, Salate und Desserts, auch vegan, vegetarisch, Low Carb oder glutenfrei
Liefergebiet: viele Stadtteile rund um die Alster und nördlich der Elbe oder Abholung im Store in der Großen Theaterstraße
Warenkorb: Hauptgerichte ab circa 10 bis 16 Euro, Desserts ab 2,50 bis circa 6 Euro
Bezahlung: PayPal, Sofortüberweisung, Kreditkarte
Spezialzutat: gesunde Fast- Food-Alternative in nachhaltiger Verpackung

Lieferzeiten Mo–Fr 11.30– 13.45, 17.30–20.15, Sa–So 17.30–20.15 Uhr; stadtsalat.de

 

Liekedeeler

Wer doch lieber selber kochen, sich aber das Einkaufen sparen möchte, kann sich an die Liekedeeler wenden. Das plattdeutsche Wort bedeutet so viel wie „Gleichteiler“ – und der Name ist Programm. Denn hier werden gesunde und saisonale Lebensmittel aus der Region solidarisch, transparent und ohne Zwischenhändler in verschiedenen Kisten-Variationen verschickt. Die wöchentlich wechselnden Beute-Kisten gibt’s in zwei Größen und in veganer oder vegetarischer Variante. Sie sind außerdem erweiterbar durch zum Beispiel verschiedene Käse-, Wurst- oder Molkereipakete. Auch Brote, Nudeln, Eier oder Bier können hinzu- gefügt werden. Damit ist – ganz ohne Gang zum Supermarkt – der Kühlschrank voll.

Speisekarte: bunt gemischte, wöchentlich wechselnde Boxen, vorrangig Bio-Lebensmittel
Liefergebiet: viele Stadtteile nördlich der Elbe, Abholstationen in Altona, Hoheluft-West, St. Pauli und Wilhelmsburg
Warenkorb: 59 Euro pro Beute-Kiste, 99 Euro pro Fette-Bette-Kiste
Bezahlung: Lastschrift, Rechnung
Spezialzutat: regionale, saisonale Lebensmittel direkt von den Erzeugern und mit dem Bewusstsein sozialer Verantwortung

Bestellung jeweils bis Mi 12 Uhr, Lieferung jeweils Fr 15– 19 Uhr; liekedeeler.hamburg

 

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Pimp my Pizza: Die perfekte Tiefkühlpizza

Restaurants haben aktuell aufgrund von Corona zu. Lieferservice ist auf Dauer langweilig. Was ist also ein super Essen in den eigenen vier Wänden? Die perfekte Tiefkühlpizza!

Text: Gerd Rindchen

 

Restaurantkritiken zu schreiben, ist in Zeiten geschlossener Restaurants nicht wirklich zielführend. Zeit also, es sich zu Hause allein oder mit den Lieben gemütlich zu machen und dort möglichst gut zu essen. Nun ist es allerdings nicht jedem gegeben, sich ständig aufwändige Menüs zuzubereiten – und immer nur Bringdienst wird auf die Dauer auch öde, wenngleich ja gerade viele gute Köche ihr Konzept auf Abhol- und Lieferservice umgestellt haben. Was aber kann man tun, wenn man sich einfach, schnell und preisgünstig etwas Leckeres zubereiten möchte?

Eine Antwort darauf ist „Die perfekte Tiefkühlpizza“. Was ihr dafür benötigt, ist erst mal eine Basispizza. Dabei rate ich zu den jahrzehntelang bewährten Klassikern „Dr. Oetker Ristorante“ und „Wagner Steinofenpizza“ – jeweils die Varianten mit dünnem Teig, von Verirrungen wie American Pizza etcetera ist abzusehen. Der Belag ist Geschmackssache, für meine Bauanleitung funktioniert ganz gut die Variante „Salami“ oder „Salami Picante“, aber auch Vegetarisches oder Thunfisch.

 

Schalotten, Öl, Salz und Paprika

 

Des Weiteren braucht ihr das Zaubermittel jeder guten Küche, die Umami-Garantie für ultimativen Geschmack: Schalotten! Pro Pizza schält ihr eine mittelgroße Schalotte, entfernt den Keim, so vorhanden, und schneidet sie anschließend in ganz kleine Stücke. Dann wird die Schalotte beispielsweise in einer Tasse mit einigen Tropfen Olivenöl so vermengt, dass sie von einem ganz leichten Ölfilm überzogen ist. Dazu gebt ihr eine kleine Prise Salz und, wenn man es pikant mag, scharfes Rosenpaprikapulver, Paprikaflocken „Pul Biber“ aus dem türkischen Gemüseladen oder, auf dicke Hose, Piment d’Espelette, der König unter den Paprikaflocken.

Dann wird das Ganze gleichmäßig auf der noch gefrorenen Pizza verteilt, in den bei Ober- und Unterhitze vorgeheizten Ofen geschoben und eine Minute länger gebacken, als es auf der Packung steht. Fertig! Ihr werdet euch wundern, was das geschmacklich ausmacht. Dazu passt hervorragend ein schöner Valpolicella Classico, ein Chianti Classico oder, bei der Thunfischvariante, gern auch ein knackiger Riesling oder ein eleganter Weißburgunder. Viel Spaß damit in diesen turbulenten Zeiten!


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, April 2020. Das Magazin ist seit dem 28. März 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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