Beiträge

Altona und Eimsbüttel – Pop-Up-Bikelanes bleiben

Was im September und November 2020 eingerichtet wurde, soll nun bleiben: Die Fahrradstreifen auf der Straße Beim Schlump und auf der Max-Brauer-Allee

Text: Felix Willeke

Eine Idee aus den USA: Einfach kurzfristig mit gelben Markierungen einen Radfahrstreifen entstehen lassen, eine sogenannte Pop-Up-Bikelane. Damit soll getestet werden, welchen Effekt die Einrichtung eines dauerhaften Radfahrstreifens haben kann. Genau das ist im September 2020 in der Straße Beim Schlump und im November 2020 auf der Max-Brauer-Allee passiert. In beiden Fällen wurde eine der zwei Fahrspuren pro Richtung in eine Pop-Up-Bikelane verwandelt und so vom Auto- zum Radfahrstreifen. Für ein Jahr wollte die Stadt testen, welchen Effekt dieser Radfahrstreifen haben kann und ob er dauerhaft installiert werden soll. 

Ein positives Fazit

Jetzt steht fest: Beide Radstreifen sollen bleiben. Grund dafür ist unter anderem, dass sich die Zahl der Unfälle in beiden Fällen reduziert, beim Schlump sogar halbiert hat. Zuerst hatte der NDR darüber berichtet.

Aktuell werden außerdem auf der Hallerstraße und in der HafenCity ebenfalls mit Pop-Up-Bikelanes die Einrichtungen dauerhaften Fahrradstreifen getestet.


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.


Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

Restauranttest: ĐI ĂN ĐI

Vom Mekong an die Osterbek: Das vietnamesische Restaurant ĐI ĂN ĐI

 

Text: Ole Masch 

Kaum ein gastronomischer Betrieb, der nicht von der Pandemie betroffen ist. Wer jedoch kurz vor Beginn der Krise Eröffnung feierte, den traf der Lockdown besonders hart. So wie das vietnamesische Restaurant Đi Ăn Đi. Fünf Minuten von Kampnagel entfernt, eröffnete der Laden Mitte Oktober 2019, nur um knapp vier Monate später wieder abzuschließen. Nun geht es weiter und die Tische an diesem Abend sind sicher nicht nur wegen der Kapazitätsgrenzen schnell gefüllt.

Đi Ăn Đi bedeutet „lass uns essen gehen“ und dies wird hier endlich wieder wörtlich genommen. Eine großzügige Terrasse bietet Aerosol-Flüchtlingen genug Platz und ist gerade weit genug von der viel befahrenen Barmbeker Straße entfernt. Die Karte ist angenehm übersichtlich und orientiert sich an traditionellen Saigoner Familienrezepten. Der Gỏi đu đủ – ein grüner Papaya-Salat ist die perfekte Sommervorspeise und wird mit Garnelen und Hühnerfleisch (6,90 Euro) oder Tofu (5,90 Euro) serviert.

Besonderes Highlight ist die Soja-Tamarind-Süß-Sauer-Soße. Der Bánh xèo, ein deftiger Pfannkuchen auf Kokosmilchbasis mit gelben Bohnen und Sojasprossen, wird für 13 Euro in zweifacher Ausführung serviert, ist jedoch so mächtig, dass die einfache Variante (7 Euro) gereicht hätte. Die vegane Version mit Tofu und Champignons ist unspektakulär. Wer Tierprodukte auslassen möchte, findet auf der Speisekarte zahlreiche andere Möglichkeiten.

Die Hủ tiếu xào (gebratene Reisbandnudeln) überzeugen dafür in Gänze und kommen mit verschiedenen Gemüsen und wahlweise Fleisch oder Tofu (9,90 Euro). Erneut zeigt die Soße die Individualität der Küche. Wunderbar würzig, aber mit genug Raum für Aromen von Pak Choi, Chinakohl und Shiitake. Gerne wieder – ob vor dem Theaterbesuch oder auf Stippvisite im Komponistenviertel.

ĐI ĂN ĐI
Bachstraße 145 (Barmbek), Telefon 040 75 68 44 51
Di– Do 12–21 Uhr, Fr 12–22 Uhr, Sa 13–22 Uhr, So 13–21 Uhr


Szene_Juli_2020_Cover SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juli 2020. Das Magazin ist seit dem 27. Juni 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.