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Gegen Leerstand: Hamburg fördert Freiflächen für Kreative

Am 1. Juli 2021 startet das neue Förderprogramm „Frei_Fläche: Raum für kreative Zwischennutzung“ für Kreativschaffende, das Leerstand beleben soll  

Text: Felix Willeke

 

Der Corona-Pandemie sind viele Einzelhändler:innen zum Opfer gefallen. Die Folge ist Leerstand, dem der Hamburger Senat mit dem neuen Programm „Frei_Fläche: Raum für kreative Zwischennutzung“ entgegensteuern will. Das Programm richtet sich an Kreativschaffende auf der Suche nach günstigen Frei- und Experimentierflächen. Diese können für einen Beitrag von 1,50 Euro im Monat pro Quadratmeter leerstehende Einzelhandelsflächen nutzen, unabhängig von der Lage.

Die Fördersumme beträgt rund 9 Millionen Euro, damit sollen die Betriebs-, Nebenkosten und Kautionen übernommen oder finanziert werden. Kreativschaffende haben so die Möglichkeit, Flächen für erschwingliche Preise zu nutzen. Das Programm soll bis Ende 2022 laufen.

 

Vorteile auch für Vermieter:innen

 

Neben den Kreativen sollen auch die Vermieter:innen von dem Programm profitieren: Das Förderprogramm deckt die laufenden Leerstandskosten, darüber hinaus wird die Ladenfläche und damit auch das Quartier von Kreativen belebt und das könnte über die Zwischennutzung hinaus wirken. „Durch eine gute Partnerschaft von Einzelhandel, Immobilienwirtschaft und Kreativwirtschaft gewinnt unsere Stadt an Attraktivität und Künstlerinnen und Künstler und Kreative können den Raum bekommen, den sie zur Umsetzung ihrer Projekte dringend benötigen”, sagte Kultursenator Carsten Brosda.

Das Programm „Frei_Fläche: Raum für kreative Zwischennutzung“ ist eine Kooperation der Behörde für Kultur und Medien Hamburg und der Finanzbehörde zusammen mit dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen und der Hamburg Kreativ Gesellschaft.

Die ersten Anträge können voraussichtlich ab Mitte Juli 2021 gestellt werden, Interessierte finden alle Informationen bei der Hamburg Kreativ Gesellschaft.


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Hamburg lockert Corona-Beschränkungen

Hamburg öffnet sich stückweise. Ab Mittwoch, den 13. Mai 2020 werden einige der bisherigen Corona-Beschränkungen gelockert. Das gab der Hamburger Senat im Rahmen einer Pressekonferenz am 12. Mai 2020 bekannt. Hier sind die Neuerungen im Überblick:

 

  • Restaurants und Cafés können wieder öffnen. Voraussetzung ist, dass in den Gaststätten ein Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Tischen eingehalten wird. Außerdem müssen sich Gäste beim Restaurantbesuch mit ihren Kontaktdaten registrieren.
  • Mitglieder zweier Haushalte (zum Beispiel zwei Familien) dürfen sich wieder gegenseitig besuchen und auch z.B. zusammen ein Restaurant besuchen oder sich an öffentlichen Plätzen aufhalten. Die Obergrenze von zehn Personen sollte dabei nicht überschritten werden.
  • Auch Hotels können wieder öffnen: 60 Prozent der Zimmer dürfen wieder an Gäste vermietet werden. Schwimmbad und Sauna bleiben aber vorerst geschlossen.
  • Besuche in Pflegeeinrichtungen sind ab dem 18. Mai wieder gestattet. Pro Woche dürfen Bewohner eine Stunde lang Besuch von einer anderen Person bekommen. Der Besuch sollte – wenn möglich – im Freien stattfinden.
  • Kosmetik und Nagelstudios können wieder öffnen. Kunden müssen beim Besuch einen Mund-Nasen-Schutz tragen und müssen sich wie auch beim Restaurantbesuch registrieren.
  • Ab dem 25. Mai 2020 ist zudem geplant, dass Schüler aller Klassen für einen Tag pro Woche wieder an Präsenzunterricht teilnehmen. Daneben soll weiterhin der digitale Unterricht stattfinden. Bis zu den Sommerferien soll es keinen Vollunterricht geben.

 

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