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Bestes Restaurant in der Kategorie Heimatküche: Das Lenz

Ausfahrt für Genießer: Das Lenz ist Testsieger in der Kategorie Heimatküche

 

Text: Andreas Daebeler 

Ab in den Norden. Dahin, wo Hamburg noch grün ist. Soll ja ziemlich gutes Essen geben im Lenz in Duvenstedt. Ist allerdings erst mal ein ziemlicher Ritt, mit jedem Kilometer im zähfüssigen Verkehr legen wir innerlich die Latte für die Küche höher. Als wir das klassisch, aber zugleich modern eingerichtete Restaurant betreten, ist außer unseren Plätzen nichts mehr frei. Den entspannten Wirt Lenz Leslie Himmelheber kann das nicht schocken. Er begrüßt uns persönlich und sehr herzlich. Ein Gastgeber alter Schule, wir starten prima gelaunt in den Abend.

Erst mal ein Glas Champagner von Alfred Gratien für vernünftige 12,50 Euro. Der Service ist sehr aufmerksam. Durch eine Glasscheibe können wir in die Küche linsen. Für kleine Gäste steht ein Tritt mit drei Stufen parat. Schöne Idee. Regional, saisonal und bodenständig wird im Lenz gekocht, so heißt es. Wir denken sofort an Landgasthäuser, an leckeren Sonntagsbraten. Und starten mit sehr gutem Ziegenkäse nebst Riesengarnelen und Pinienkern-Marinade (16,50 Euro). Auch das klassische Carpaccio mit Parmesan (16,50 Euro) lässt einen großen Abend erahnen.

Dazu trinken wir einen perfekt passenden Chenin Blanc aus Südafrika (0,1 l 3,90 Euro). Wer lieber eine ganze Flasche auf dem Tisch stehen hat, findet auf der Karte eine ordentliche Auswahl an deutschen und internationalen Klassikern zu fair kalkulierten Preisen. Als Hauptgang landet die Vierländer Bio-Ente (36,50 Euro pro Person) auf dem Tisch, wo sie auch gleich kunstfertig tranchiert wird. Der Vogel ist ein Gedicht. Knusprig, wo es sein muss. Ansonsten zart und kein bisschen fettig. Geht nicht besser.

Da treten wir doch gern dem Fanklub für bodenständige, deutsche Küche bei. Der zur Ente gereichte Grünkohl kommt von einem Feld ganz in der Nähe des Restaurants und hat noch eine gute Portion Entenfett gesehen, was den Genuss endgültig in Richtung preisverdächtig abbiegen lässt. Glücklich und satt lassen wir uns dank Leslies Überredungskunst doch noch zu einer köstlichen Crème brûlèe (11,50 Euro) verführen. Was für ein süßer Schlussakkord. Als wir das Lenz verlassen, ist klar: Duvenstedt hat ab sofort auf unserer kulinarischen Landkarte einen festen Platz. Dieser Abend war jeden Kilometer wert. Wir kommen wieder. Sehr bald.

Restaurant Lenz 
Poppenbütteler Chaussee 3 (Duvenstedt), Telefon 60 55 88 87,
Mo-Sa 12-15 und ab 17.30, So ab 12 Uhr 

 

 


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Stadtmenü: Sieben Tage Haute Cuisine

Vom 9. bis zum 15. September laden Hamburger Gourmet-Restaurants zum Probier-Menü

Text: Laura Lück
Foto: Parkview – The Fontenay

Wer Lust auf Neue Food-Perlen hat, markiere sich die Woche vom 9. bis 15. September im Kalender. Im Rahmen des Projekts „Stadtmenü“ haben sich elf Hamburger Restaurants vom gemeinsamen Motto „Shell we Meat?“ inspirieren lassen – und Probier-Menüs zum Einheitspreis kreiert, die zwei Welten zusammenbringen: Landtiere und Meeresfrüchte, – von Hummer bis Hochrippe.

Von Neueröffnungen über etablierte Klassiker bis zum Hotelrestaurant sind einige Juwelen der Gastro-Szene dabei. Jeder interpretiert „Shell we Meat?“ dabei individuell – in Form von Mittags- oder Abendmenüs für 49 oder 79 Euro.

 

Premiere in Hamburg

 

In Brechtmanns Bistro in Eppendorf kommt zum Beispiel als Einstieg roher, marinierter Kabeljau mit Limette und Koriander auf den Tisch, gefolgt von einer scharfen thailändischen Garnelensuppe und glasierter Rinderhüfte mit Salatbeilage, bevor Gratin aus Waldbeeren und Mascarpone das süße Finale einläutet.

2014 ging das Stadtmenü-Konzept im Rahmen der Berlin Food Week an den Start. Dieses Jahr feiert es in Hamburg Premiere und lädt dazu ein, dem Lieblingsitaliener untreu zu werden und gehobene Hamburger Küche zum fairen Preis zu entdecken. Ob fürstliches Dinner im Parkview, Fabian Haebels berühmte Nordic-French Cuisine auf St. Pauli oder Jakobsmuscheln im Petit Bonheur – ab sofort kann reserviert werden.

Stadtmenü Hamburg: 9.-15.9.19, verschiedene Restaurants:
haebel: Paul-Roosen-Straße 31 (St. Pauli)
Zeik: Sierichstraße 112 (Uhlenhorst)
Rive Fish & Faible: Van-der-Smissen-Straße 1 (Altona)
Chapeau!: Moorfuhrtweg 9 (Winterhude)
Kinfelts: Am Kaiserkai 56 (HafenCity)
Die Gute Botschaft: Alsterufer 3 (Rotherbaum)
Lenz: Poppenbütteler Chaussee 3 (Duvenstedt)
Parkview: Fontenay 10 (Rotherbaum)
Bistro am Fleet: Heiligengeistbrücke 4 (Neustadt)
Petit Bonheur: Hütten 85-86 (Neustadt)
Brechtmanns Bistro: Erikastraße 43 (Eppendorf)


Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, September 2019. Titelthema: Mobilität – Das bewegt die Stadt. Das Magazin ist seit dem 29. August 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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