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Top 10 – Das sind die besten Asia-Restaurants Hamburgs

Asia-Glück in Hamburg – Sushi, Sashimi und Streetkitchen haben viel mit Vertrauen zu tun. In diesen zehn Asia-Restaurants werdet ihr mit Sicherheit einen tollen Abend haben

Text: Anissa Brinkhoof und Stevan Paul // Aktualisiert 2020 // Foto: Matthew Hamilton via Unsplash

 

Bok – Frau Lees Glück

Nirgendwo bekommen Hungrige asiatisches Essen zu so einer Qualität, in so großen Portionen zu so wenig Geld. Es gibt Suppen, Sushi, Reisbandnudelgerichte, Hauptspeisen mit Huhn, Rind oder Ente, vegetarische Gerichte und eine kleine Auswahl besonders empfohlener vietnamesischer und koreanischer Speisen. Die Karte ist mittlerweile groß und an den Asia-Mainstream-Geschmack angelehnt. Aber auch für die, die gar kein Geld haben, engagieren sich die Restaurants von BOK: Seit neun Jahren wird in jedem Imbiss mittags um 12 Uhr kostenloses Essen ausgegeben, beispielsweise in Altona. An kalten Wintertagen sind das täglich über 20 warme Gerichte. Ein großes Glück für viele, dass es das Bok in Hamburg gibt und dass Frau Lee eine Frau ist, die ihr Glück so gerne teilt. /AB

Bok: Schulterblatt 3 (Sternschanze)

 

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Herr He – Ein Stück China in Hamburg

Der Asien-Testsieger in der SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN 2018/2019 kocht konstant großartig. Es gibt einen guten, einfachen Mittagstisch und abends laufen die Köche in ihren gestärkten Uniformen und weißen Kochhüten dann zur Hochform auf. In Hamburg kann man kaum besser wie in China essen! Im Herr He gibt es eine große frische Auswahl an klassischen Dim Sums oder auch ausgefallene Gerichte wie Hühnersuppe mit Datteln, feurig-knusprige Rippchen, gebackener Barsch mit Herrn Hes süß-saurer Spezialsauce oder Hummer mit gerösteten Nudeln. Die zarte Ente zur chinesischen Nudelsuppe wird knusprig und separat serviert. /SP

Herr He: Ernst-Merck-Straße 10 (St. Georg)

Man Wah – Drei Generationen China-Glück

Das Man Wah sei ein Schnellrestaurant, sagen die Geschäftsführer, weil der Service so schnell funktioniere und die Speisen einzeln frisch zubereitet werden. Die Tische sind immer voll im Restaurant und weil die Wartenden wissen, dass es hier fix geht, stellen sie sich einfach in der Schlange an. Für wirklich alle Gäste empfiehlt Frau Lee die hausgemachten Dim Sum mit verschiedenen Füllungen. Und für alle China-Experten empfiehlt sie die Spezialitäten des Hauses: Hühnerfüße oder Schweinedarm. /AB

Mah Wah: Spielbudenplatz 18 (St. Pauli)

 

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Matsumi – Wie in Japan …

Grit Vehren und Hideaki Morita möchten die Speisen in ihrem Restaurant exakt so anbieten, wie es die originale japanische Küche vorgibt, ohne Anpassung an europäische Geschmacksgewohnheiten. Die verwendeten Rezepte basieren auf alten Kochanweisungen, deren Umsetzung tagelange Vorbereitung erfordert. Zwei Köche reisen jährlich zwei Mal nach Japan, um sich dortige Geschmäcker einzuprägen und neue Entwicklungen kennenzulernen. Japan-Neulinge können im Matsumi ein Einsteigermenü bestellen und das Servicepersonal erklärt detailliert Zutaten und Geschmäcker. Gewiss gehört dazu auch etwas Mut, aber die Belohnung ist nicht weniger als eine kulinarische Weiterbildung. /AB

Matsumi: Colonaden 96 (Neustadt)

 

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Momo Ramen – Hochgejubelte Ramen-Kenner

Restaurant und Bar zugleich, mit Gemälden von Graffity-Künstler Bash, cooler Musik, Sake, Craft Beer und einer fast zweiseitigen Aperitiv- und Cocktailkarte. Auf der Speisekarte finden sich unter anderem Vorspeisen wie Kimchi, Edamame, Gyoza und der Schweinebauch Chashu. Dazu gibt es noch 15 verschiedene Ramen, die einem das Servicepersonal gerne erklärt: Mit Miso, Hühner- oder Schweinebrühe, Tofu, Huhn, Schweinebauch oder Tantanmen. Die vegane Ramen mit Tofu-Hack ist als Reaktion auf die Hamburger Bedürfnisse entstanden und nicht nach japanischem Vorbild – in Tokyo schmeckt man sich beispielsweise erst sehr langsam an veganes Kochen heran. /AB

Momo Ramen: Margaretenstraße 58 (Eimsbüttel)

O-ren Ishii – Hier würde Tarantino essen

Das O-ren Ishii ist ein Familienbetrieb in der Hamburger Altstadt und begann 2007 mit einer rein vietnamesisch ausgerichteten Speisekarte. Inzwischen wird südostasiatische Vielfältigkeit angeboten. Hier kann man es sich in der Mittagspause mit pfannengerührtem Rinderhack mit Chili-Zitronengrasmarinade und Reisnudeln, scharfem Glasnudelsalat, Erdnuss-Curry mit Jackfruit oder geschmortem Hühnchen mit Pho-Nudeln, Bananenblüten und Wasserspinat richtig gutgehen lassen. Das O-ren Ishii trifft mit der wöchentlich wechselnden Speisekarte, auch mit jeweils einem vegetarischen Gericht, genau den Appetit aller, die in der Umgebung arbeiten – weil die Gerichte nicht zu schwer sind, es haus- gemachte Limonaden dazu gibt und auch bei vollem Haus die Bestellung wirklich fix auf dem Tisch steht. /AB

O-ren Ishii: Kleine Reichenstraße 18 (Altstadt)

 

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Raw Like Sushi & More – Grits Slow Sushi in Bestform

Grit Vehren gründete 1997 als erste Deutsche in Hamburg ein Sushi-Restaurant und richtete es mit Dielenboden, gepolsterten Holz- stühlen und Kronleuchtern so ein, dass ihre Gäste in gemütlicher Atmosphäre auch länger blieben. Schon früh entschied sie sich, auch Sushi im California-Style, warme Speisen sowie vegane und vegetarische Gerichte anzubieten. Jeden Monat seit der Eröffnung entwickelt sie neue Maki-Variationen – und auch wenn sich Zutaten wiederholen, stand seitdem keine Kombination zwei Mal auf der Speisekarte. Ganz neu auf der Speisekarte stehen Black Rolls, Sushi-Rollen aus naturschwarzem Reis mit nussigem Geschmack und Poké Bowls – das sind hawaiianisch inspirierte Schüssel- gerichte mit Reis, Fisch und vielen frischen Zutaten – neue Ideen von Grit, die zu probieren definitiv einen Besuch wert sind! Die Atmosphäre ist unverändert kuschlig. /AB

Raw Like Sushi & More: Martinistraße 5 (Eppendorf)

Vous – Zwei Berliner in Winterhude

Was passiert, wenn zwei Berliner Freunde ein asiatisches Fusion-Restaurant in Hamburg eröffnen? Es wird lässig. Nicht hanseatisch-lässig, sondern richtig lässig. Denn Duc Hai und Trung Vo wollen keine Ablenkung in ihrem Restaurant, die Gäste sollen sich auf das Essen und sich selbst konzentrieren. Deshalb stehen hier auf der Speisekarte neben ein paar Hauptgerichten vor allem auch asiatische Tapas, von denen vier bis fünf ausreichen, um zwei Personen pappsatt zu machen: Sommerrollen mit Entenfilet und Hoisin-Kokoscreme, Tiger Prawns umhüllt in Wantanteig mit Tamarinde-Honig- Sauce, knuspriger Tofu mit Zitronengras und Erdnussauce oder Tintenfisch mit Mango-Aioli-Dip. /AB

Vous: Gertigstraße 7 (Winterhude)

 

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Vu – Sanft und abgerundet im Geschmack

Die Brüder Bao und Chuong Vu eröffneten hier ihr eigenes Restaurant und die Eltern helfen in der Küche – das Vu ist ein echtes Familienunternehmen und Herzensprojekt. Die Speisekarte ist fast minimalistisch, aber dass man hier lieber wenige Gerichte und dafür in höchster Qualität servieren möchte, versteht jeder Gast. Als Vorspeise gibt es Sommerrollen oder vietnamesische Dampfknödel mit Pulled Pork, Schweinebauch oder selbstgemachtem Tofu gefüllt. Als Hauptspeise kann man zwischen vietnamesischen Baguettes, Salat, Glasnudelsuppe oder Pho wählen – und die sind der unangefochtene Star des Hauses. Alle Brühen schmecken sanft, abgerundet, aber sehr vielschichtig und werden mit Nudeln und Rind, Schweinebauch, Huhn oder auch Tofu als Einlage serviert… So wie es eben nur Mamas hinbekommen. /AB

Vu: Kleine Freiheit 68 (St. Pauli)

Zipang – Asia-Fusion

Von der Einrichtung über die Dekoration bis zu den Speisen wird den Gästen hier eine Mischung aus japanisch-westlicher Fusion angeboten. Mittags gibt es das traditionelle japanische Teishoku, ein gesetztes Menü mit einem größeren Hauptgericht und festgelegten japanischen Kleinigkeiten dazu – genau so verbringen auch viele Japaner ihre Lunchpause in Tokyo. Zum Abendessen dürfen die Gäste zwischen einem Fünf- oder Sieben-Gänge-Menü und einer dazu passenden Weinbegleitung zwischen vier und sechs Gläsern wählen. Die Bestandteile der Menüs verändern sich nach dem saisonalen Zutatenangebot alle zwei bis drei Monate. Wer à la carte bestellen möchte, kann sich sein Wunsch- menü aus Vorspeise, Hauptspeise, Sushi oder Sashimi und Dessert zusammenstellen. /AB

Zipang: Eppendorfer Weg 171 (Hoheluft-West)

 

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SZENE-HAMBURG-Essen+Trinken-To-GoDiese Topliste stammt aus dem Gastro Guide: Essen + Trinken to go, 2018/2019 – der Guide ist zeitlos in unserem Online Shop erhältlich!


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Top 5 – Ramen wie in Japan esst ihr in diesen Restaurants

Die Liebe zu der japanischen Nudelsuppe Ramen ist nach wie vor groß. Zu Recht. Ramen trösten nach einem stressigen Tag, bei Dauerregen oder einfach nur so – eben echtes Soul Food

Foto: Miguel Maldonado / Unsplash 

 

1) Aomame Ramen

Hier kann man seine Beine falten und im Schneidersitz an Tatami-Tischchen speisen. Wem das zu unbequem ist, kann natürlich auch die übliche Stuhl-Tisch-Variante wählen. Der ausgesprochen nette Laden besticht durch sein nerdig-charmantes Interieur. Sehr geschmackvoll wird hier die asiatische Popkultur zelebriert. Die japanischen Nudelsuppen schmecken herrlich aromatisch und auf der Karte stehen ungewöhnliche Drinks wie eine koreanische Milchbrause. Hier verbringt man gern Zeit.

Aomame Ramen: Veringstraße 155 (Wilhelmsburg)

2) Ramen Bar Zipang

Die Hanseperle aus dem Gastro Guide 2019 ist eines der besten Ramen-Restaurants der Stadt. Die Vor- und Zubereitung für die einzelnen Variationen brauchen hier einen ganzen Tag. Die Brühe ist weder zu fettig noch zu würzig, die selbst gemachten Nudeln haben Biss und sämtliche weiteren Zutaten wie das ultrazarte Schweinefleisch, das knackige Gemüse und das samtige Eigelb sind sorgfältig ausgewählt. Das schmeckt man.

Ramen Bar Zipang: Eppendorfer Weg 62 (Eimsbüttel)

3) Supa Panda Ramen

Warum serviert der chinesische Panda japanisches Essen? Wer weiß, der rennende Bär auf dem Logo jedenfalls verspricht rasante Bedie- nung. Und die Karte eine unglaubliche Vielfalt: Die berühmten Nudeln sind mit und ohne Brühe zu haben, Sushi in Varianten, die selbst Kenner überraschen, und Bowls in buntester Abwechs- lung. Besonderheit: japanische Reiskuchen, die nach grünem Tee schmecken.

Supa Panda Ramen: Weidestraße 129 (Barmbek) 

4) Takumi Ramen Station

Das kleine Restaurant versteckt sich im Souter- rain. Aber das passt zum Ambiente, das ange- lehnt ist an eine Izakaya, eine typische japanische Kneipe. Die Ramen sind wie sie sein sollten: Die Brühe, als Basis ist perfekt, großartige Nudeln und Beilagen, die durch ihren Eigengeschmack punkten und für sich stehen können. Fazit: Alle, die das japanische Nationalgericht lieben, werden auch das Takumi lieben.

Takumi: Große Rainstraße 20 (Ottensen)

5) Ume No Hana

Vietnam und Japan sind 4.000 Kilometer von- einander entfernt. In diesem Hamburger Restau- rant kommen sie sich näher: Hier steht neben dem japanischen Trend-Food Ramen auch deren vietnamesische Schwester Pho auf der Karte, die erstgenannte mit ihrem eher kräftigen, würzigen Geschmack, die zweite leichter und heller – eine so gut wie die andere.

 Ume no Hana: Thadenstraße 15 (St.Pauli)

 


Diese Topliste stammt aus dem Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN und ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


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Appetit auf mehr?

 

 

Momo: Esst mehr Ramen!

Die Schanze hat jetzt auch ihre Ramen-Bar. Und die ist alles andere als fad!

Ganz schön verschachtelt, mit Betonung auf schön, ist die neue Ramen-Bar in der Margaretenstraße an der Grenze zur Schanze. Es geht treppauf und treppab. Das hat was. Ohne Reservierung (kann man erst ab 4 Personen) wird man zu den Stoßzeiten nach einer kurzen Wartezeit in die Kellerbar geführt. Schwarze Wände, warmes Holz und HipHop – hier kann man erst mal ankommen, sich aufwärmen und aus der Karte einen Aperitiv wählen. Als uns die Bedienung dann nach oben bringt, wissen wir schon, was wir wollen und können gleich bestellen.

Schwupps haben wir auch schon die traditionelle Vorspeise Edamame (4 Euro) auf dem Tisch. Die Sojabohnen puhlend schauen wir uns um. Wir sitzen im mittleren von drei Räumchen an einem Zweiertisch in der oberen Etage. Neben uns eine aufwendige japanische Wandbemalung. Das Team hat sich bei der Inneneinrichtung sehr viel Mühe gegeben. Graffiti-Künstler sollen extra eingeflogen worden sein.

Schwupps stehen auch schon unsere Ramen vor uns, auf Shoyu- und Miso-Basis, alles andere als fad. Wir verschwenden keinen weiteren Gedanken ans Interieur und sind mit den Sinnen ganz beim Essen. Angenehm bissfeste Nudeln baden in einer kräftigen Brühe, das Eigelb zerfließt, die recht dicken Chashu-Scheiben (Schweinebauch, 12 Euro) sind butter-zart.

Japanischer Kartoffelsalat? Haben wir noch nie gegessen. Er kommt serviert als eine feste Kugel an geraspelten Möhrchen, mit deutlicher Gewürzgurkennote und hohem Mayonnaiseanteil (5 Euro). Ja. Kann man machen. Momo, die dritte Ramen-Bar in Hamburg, bringt das Soulfood gekonnt in die Schanze und hat dabei sehr viel richtig gemacht.

Text: Alessa Pieroth

Foto: Pascal Kerouche

Momo-Ramen: Margaretenstraße 58 (Eimsbüttel), Di-So 18–22 Uhr www.momo-ramen.de

 


 Dieser Text ist ein Auszug aus der Titelgeschichte von SZENE HAMBURG, Februar 2018. In unserem Magazin finden Sie noch mehr interessante Beiträge über den Stadtteil. Es ist seit dem 26. Januar 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!