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Club Award – die besten Bühnen der Stadt

Das Hamburger Clubkombinat zeichnet die besten Musikbühnen der Stadt aus. Auch in diesem Jahr kann das Publikum für seinen Lieblingsladen abstimmen.

Text: Ole Masch

Neues Jahr, neue Runde. Am 24. Januar verleiht das Clubkombinat den Hamburger Club Award. Zum neunten Mal werden die begehrten Trophäen an (dann) ausgezeichnete Musikbühnenbetreiber und Veranstalter vergeben. Bereits Ende November startete die Bewerbungsphase für Kategorien wie Musikclub des Jahres, stärkste Newcomerförderung oder das beste Konzert. Eine Jury bestehend aus über 200 Personen der Hamburger Musik- und Medienwirtschaft, unter anderem von SZENE HAMBURG, wählt die Preisträger per Punktevergabe.

 

Green Clubs und die „zerbrochene Gitarre“

 

Erstmals in diesem Jahr, wird der Preis für den Green Club des Jahres vergeben. „Die Einführung dieser Kategorie ist der Versuch, das Engagement der Clubszene für eine zukunftsfähige Entwicklung sichtbar( er) zu machen“, erklärt Clubkombinat-Geschäftsführer Thore Debor. „Es gewinnt derjenige, der die Fachjury in den sechs Handlungsfeldern Licht, Technik und Energie, Gastronomie & Catering, Reinigung & Hygiene, Produktion & Büro, Mobilität und besonderes Engagement zur Integration von Umweltthemen, überzeugt.“

Der Vorstand des Clubkombinats verleiht zudem einen Ehrenpreis an eine Person oder Institution, die sich besonders für die Hamburger Clubkultur und ihr Fortbestehen eingesetzt hat und den Negativpreis „Zerbrochenen Gitarre“, der auf Missstände in der Clublandschaft aufmerksam macht.

Und natürlich darf in diesem Jahr auch das Publikum selbst abstimmen und den beliebtesten Musikclub des Jahres küren. Auf den Seiten des Clubkombinats sind Hamburgs Clubgänger ab sofort aufgefordert, für ihren Lieblingsladen abzustimmen. Das Voting läuft bis 20. Januar. Vier Tage später folgt die große Preisverleihung mit einer Gala im Docks.


Dieser Beitrag stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2019. Das Magazin ist seit dem 21. Dezember 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop und als ePaper erhältlich! 


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50 Jahre Gruenspan – Ein Club, der überdauert

50 Jahre Gruenspan: Die Musikindustrie taumelt, der Club an der Großen Freiheit steht wie eine Eins – und feiert Jubiläum

Text: Erik Brandt-Höge
Foto: Alessa Pieroth

Das Haus an der Ecke Simon-von-Utrecht-Straße hat schon einiges hinter sich. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde es unter anderem als Tanzsalon, Badeanstalt und Lichtspielhaus genutzt, bevor es 1968 zum Gruenspan kam, einer bis heute bestehenden Institution in der Hamburger Musiklandschaft.

Eine der frühen Sternstunden des St. Pauli-Clubs: Als er Ende der 1970er der erste weltweit war, der mit eigener Lasertechnik hantierte. Optimale Voraussetzungen für die damaligen Disko-Nächte im Gruenspan, die zunächst von Progressive Rock, später, in den 80ern, von elektronischer Musik geprägt waren. Natürlich machten auch die Räumlichkeiten an sich etwas her, in denen bereits Bryan Adams, Linkin Park, Alice In Chains, R. E. M., die Pet Shop Boys und Jack Johnson aufschlugen.

 

 

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Backstein-Industrie-Charme an den Wänden, verschnörkelte Säulen und Balkonbrüstungen, seitlich abgerundete Decken, warme Farben: Im Gruenspan konnte und kann sich einer schnell wohl fühlen. Auch das SZENE HAMBURG-Team hat das an zwei besonderen Abenden erlebt. Während des Reeperbahn Festivals 2017 und 2018 durften wir im Gruenspan Bands wie Superorganism, All Them Witches, Brett, Bazookas, Yoke Lore und Darwin Deez präsentieren.

Deshalb auch in eigener Sache: Glückwunsch zum Geburtstag. In einer Zeit, in der Labels, Vertriebe, Fachmagazine und -läden um ihre Existenzen bangen, ist dieser Club ein Ort, an dem Musik wertig bleibt.

Gruenspan: Große Freiheit 58 (St. Pauli)

Nächste Termine: 23.11, Revival Rock Party, ab 21 Uhr; 27.11., Matinée & Tag der offenen Tür, ab 12 Uhr (für geladene Gäste) & ab 15 Uhr



 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, November 2018. Das Magazin ist seit dem 27. Oktober 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

 


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