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„Es ist wichtig, wütend und empört zu sein“

Seit 25 Jahren arbeitet Sibylle Ruschmeier beim Frauen Notruf Hamburg. Seither hat sich einiges verändert, doch längst nicht genug. Ein Gespräch über Mythen, Vorurteile und den andauernden Kampf um Gerechtigkeit

Interview: Anarhea Stoffel

SZENE HAMBURG: Sibylle Ruschmeier, 1980 wurde der Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen in Hamburg gegründet. Was waren die übergeordneten Ziele?

Sibylle Ruschmeier: 1980 war die Zeit des Aufkommens der sogenannten Neuen Deutschen Frauenbewegung. Damals waren es vor allem politische Aktionen, zu denen sich engagierte Frauen zusammengefunden haben. Dabei ging es zuerst einmal viel darum, die Gewalt gegen Frauen als alltägliche Männer-Gewalt klar und deutlich zu benennen und für die Rechte von Frauen und Mädchen öffentlich sichtbar zu kämpfen. Schlagkräftige Parolen damals waren „Vergewaltiger wir kriegen euch“ und „Wir holen uns die Nacht zurück“. In den Achtzigern sind dann bundesweit ganz viele autonome Frauenhäuser und Frauennotrufe entstanden. Der Frauen Notruf in Hamburg hat seine Wurzeln in dieser Neuen Deutschen Frauenbewegung. 

„Gesellschaftliche Strukturen begünstigen diese Gewalt“

Sie sind heute ein Team von sieben Mitarbeiterinnen aus verschiedenen beruflichen Bereichen. Welche Voraussetzungen sind dringend nötig für Ihre Arbeit?

Natürlich einmal eine gute Ausbildung für traumasensible Beratungsarbeit und auch ein Verständnis für die gesellschaftlichen Zusammenhänge, die die Gewalt gegen Frauen und Mädchen bedingen und begünstigen. Weil wir ja sexualisierte Gewalt gegen Frauen nicht als ein individuelles Einzelschicksal verstehen, sondern immer den gesellschaftlichen Kontext mit im Blick haben. Ich glaube, es ist auch wichtig, wütend und empört zu sein über das Unrecht der sexualisierten Gewalt, die Frauen und Mädchen und anderen Minderheiten tagtäglich widerfährt. Und Humor ist eine wertvolle Ressource. Wir lachen hier schon auch oft und viel.

„Viele falsche Vorstellungen bestehen nach wie vor in der Gesellschaft über die Taten, wie sie ablaufen, über die Täter, die Opfer und die Folgen.“

Sibylle Ruschmeier

Warum ist für Sie die Öffentlichkeitsarbeit so wichtig?

Zum einen natürlich, um die Beratungs- und Unterstützungsangebote bekannt zu machen. Damit dann auch Betroffene und Vertrauenspersonen den Weg hierher finden und sich Hilfe und Unterstützung holen können. Und zum anderen ist es aber noch immer unglaublich wichtig, über Vergewaltigung aufzuklären. Viele falsche Vorstellungen bestehen nach wie vor in der Gesellschaft über die Taten, wie sie ablaufen, über die Täter, die Opfer und die Folgen. Diese falschen Vorstellungen wirken sich eigentlich alle zum Nachteil der betroffenen Frauen und Mädchen aus. Vergewaltigungsmythen und die sogenannte Vergewaltigungsmythenakzeptanz sind eben sehr verbreitet und halten sich wahnsinnig hartnäckig. Jede Frau, jedes Mädchen spricht über Schuldgefühle und Schamgefühle, und es hilft, das eingeordnet zu bekommen. Dass es nicht ihre Schuld ist, sondern dass da gesellschaftliche Strukturen und Bedingungen dafür zuständig sind, die diese Gewalt begünstigen, bagatellisieren und leugnen.

„Kleidung ist nicht die Ursache, sondern das Täterverhalten“

Was müsste sich Ihrer Meinung nach ändern, damit sich diese gesellschaftlichen Strukturen verbessern?

Insgesamt müsste genauer hingeschaut werden. Die Bereitschaft müsste größer sein, sich damit auseinanderzusetzen und auch die eigene Abwehr der Thematik zu hinterfragen. Die Vergewaltigungsmythenakzeptanz ist auch deshalb so hartnäckig, weil sie das scheinbar Unerklärliche erklärt. Also ein ganz plattes Vorurteil, welches es aber leider gibt: Eine Frau, die sich so anzieht, muss sich nicht wundern. Da könnte ich ja im Umkehrschluss glauben, wenn ich mich nicht so anziehe, dann bin ich sicher. Das ist nicht der Fall. Sie sind nicht sicher, wenn Sie sich nicht so anziehen, weil die Kleidung nicht die Ursache ist, sondern das Täterverhalten. Unabhängig davon, wie Sie angezogen sind, egal, wie alt Sie sind, egal, welche Tageszeit, egal, welcher Ort. Er entscheidet sich dazu. Es ist seine Entscheidung, Ihnen Gewalt anzutun.

Es ist natürlich schwierig, denn immer hingucken kann man ja auch nicht. Man muss sich auch mal sicher fühlen. Aber zumindest in den Berufen, die ganz offensichtlich mit Betroffenen zu tun haben, sollte es mehr Fortbildung über Traumafolgen, Traumareaktionen, über sogenanntes Opfer- und Täterverhalten geben.

Es gibt mittlerweile so viel Wissen dazu. Es ist eigentlich da, es ist nur wahnsinnig schwierig, es in den Lehrplänen zu verankern.

„Die Arbeit mit den Frauen ist eine, die ich sehr mag“

Sie erleben in diesem Monat Ihr 25- jähriges Jubiläum beim Frauen Notruf. Wie kamen Sie zu diesem Beruf?

Das war zum Ende meines Soziologie-Studiums. Da habe ich mich mit der Thematik sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen befasst, vor allem mit der damaligen Berichterstattung über Gerichtsverfahren. Es gab damals große Prozesse über sexualisierte Gewalt gegen Kinder, die Wellen geschlagen haben. Und das hat mich alles sehr fassungslos und wütend gemacht, weil ich bis dahin gar nicht mit dem Thema in irgendeiner Ausbildung konfrontiert worden bin. Seither hat mich das Thema mit all seinen Ungerechtigkeiten irgendwie nicht mehr losgelassen. Und so habe ich dann nach Beendigung meines Studiums, damals noch als Aushilfe im Büro, hier angefangen.

„Die Vergewaltigungsmythenakzeptanz ist auch deshalb so hartnäckig, weil sie das scheinbar Unerklärliche erklärt.

Sibylle Ruschmeier

Die Arbeit mit den Frauen ist eine Arbeit, die ich sehr mag. Es ist ein toller Beruf und ein großes Privileg, finde ich, so im Einklang mit meinen persönlichen und ethischen Überzeugungen arbeiten zu können. Ich habe in der Beratungsarbeit so viele tolle, kreative, starke und beeindruckende Frauen und Mädchen kennengelernt und von ihnen natürlich auch sehr viel gelernt. Mit den Frauen zu arbeiten ist nicht der belastende Teil. Das Gefühl zu haben, da ändert sich nie was in diesen Institutionen, das ist ermüdend.

Die helle Seite ist wichtig

Einige Geschichten gehen vermutlich nah, trotzdem sind Sie seit 25 Jahren Teil des Teams. Wie schaffen Sie es, weiterzumachen, Distanz zu wahren?

Wichtig ist es, eine gute Ausbildung zu haben, in der man lernt, professionell damit umzugehen. Auch ein gutes Team, das vertrauensvoll zusammenarbeitet, sich austauscht ist hilfreich. Und eine deutliche Grenze zwischen Arbeit und Privatem zu ziehen ist wichtig. Es ist gut für einen Ausgleich im Privaten zu sorgen, sich also zu Hause, in der Freizeit weniger mit den dunklen Seiten der Menschheit zu beschäftigen. Die helle Seite, die es ja auch gibt, mehr in die Waagschale zuwerfen, hilft sehr.

Wie kann man Sie und den Verein als Privatperson unterstützen?

Das kann ideelle oder finanzielle Hilfe sein. Man kann über unsere Homepage regelmäßige Informationen erhalten und es gibt auch einen Förderverein, in dem man Mitglied werden kann. Und man kann außerdem Materialien anfordern und in Arztpraxen oder an anderen Stellen verteilen. Wir freuen uns natürlich immer über Menschen, die sich für unsere Arbeit interessieren und die mit uns an der Seite der betroffenen Frauen und Mädchen stehen.

Der Frauen Notruf Hamburg ist telefonisch unter 040 25 55 66 erreichbar


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„Wer singt, ist stärker“

Katharina Hagenas „Herzkraft“ ist eine literarische Erkundung der Wirkmacht des Singens. Ein Gespräch über Frauenbilder in Märchen und Mythen, Unmittelbarkeit und darüber, warum die Hemmschwelle zum Singen in Deutschland höher ist als in anderen Ländern

Interview: Ingrun Thiele

SZENE HAMBURG: Frau Hagena, die Unterdrückung der Frau spielt in Ihrem Buch eine wichtige Rolle, etwa am Beispiel von Märchen und Mythen – Sirenen, Wasserfrauen, Nymphen. Sie hinterfragen an einer Stelle, ob die Meerhexe in Hans Christian Andersens „Die kleine Meerjungfrau“ wirklich böse ist und haben ein alternatives Ende erfunden. Sollten Märchen generell modernisiert werden, um das Frauenbild anzupassen?

Katharina Hagena: Prinzipiell finde ich, dass man gar nichts umschreiben muss, sondern lieber die Texte genauer lesen sollte. Kunstmärchen wie die von Hans Christian Andersen sind letztlich sehr in ihrer Zeit verhaftet, dort lernen wir etwas über die bürgerlichen Fantasien des 19. Jahrhunderts. Eine singende Meerjungfrau, die ihre Stimme gegen Beine eintauscht und hofft, durch Heirat eine Seele zu bekommen? Ernsthaft? Glücklicherweise ist aber ein guter Text klüger als sein Autor, und wir sehen darin heute Dinge, die vielleicht im vorvorigen Jahrhundert noch nicht sichtbar waren. Echte Volksmärchen hingegen sind so reduziert und so stark, dass sie ohnehin genug Raum zum Interpretieren lassen. Und nicht nur in eine Richtung.

„Singen hat etwas befreiendes“

Frauenfiguren in Märchen sind nur ein Teil Ihres Buches über das Singen. Sie richten Ihren Blick querfeldein auf die Kulturgeschichte, Soziologie, Physiologie, auch Singtherapien werden erwähnt. Hätten Sie noch mehr Themen in petto gehabt?

Auf jeden Fall, unendlich viele. Aber ich muss selbst eine gewisse Notwendigkeit verspüren, um ein Buch schreiben zu können. Das geschieht, wenn mich ein Thema so umtreibt, dass ich versuchen muss, mich ihm schreibend zu nähern. Schreiben ist immer eine Art Wahrheitssuche. Ich bin nicht systematisch vorgegangen, sondern habe darüber geschrieben, welche Aspekte des Singens mich begeistern und bewegen. Dadurch ist „Herzkraft“ sehr persönlich und eher eklektizistisch.

In welchen Lebenslagen singen Sie persönlich gern?

Ich glaube, wenn mein Herz sehr voll ist. Oft habe ich auch das Gefühl, dass man singend diesen Grauschleier, der manchmal auf einen herabsinkt, zerreißen kann, das hat etwas Befreiendes. Aber wenn er zu dicht ist, bleibt mir auch mal die Stimme weg.

„Im Nationalsozialismus wurde sehr viel gesungen“

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„Die Faschisten hätten überhaupt nicht so mächtig werden können,
wenn sie nicht so viele Lieder gehabt hätten“, sagt Katharina Hagena in „Herzkraft“

Obwohl Singen etwas Befreiendes ist, wie Sie sagen, gibt es eine weit verbreitete Hemmschwelle. Wie erklären Sie sich das?

Beim Singen wird das Innerste nach außen getragen. Wir zeigen viel von uns, wenn wir vor anderen singen, machen uns also verletzlich. Das finde ich auch immer wieder schwierig. Viele Menschen singen deshalb lieber für sich allein. Dass Deutsche, die im Ausland aufgefordert werden zu singen, bisweilen verschämt einen spontanen Kehlkopfriss simulieren, hat vielleicht auch etwas mit unserer jüngeren Geschichte zu tun. Im Nationalsozialismus wurde sehr viel gesungen. Die Faschisten hätten überhaupt nicht so mächtig werden können, wenn sie nicht so viele Lieder gehabt hätte. Ein echter Bruch mit diesen Liedern kam erst mit der 68er-Generation, die alles, was in der NS-Zeit gefeiert wurde, hinterfragte. Es entwickelte sich ein Misstrauen gegenüber dem Gesang und dem, was es mit einem macht. Das war auch notwendig. Jetzt wird das zum Glück wieder anders.

Was meinen Sie damit, „was es mit einem macht“?

Singen ist wahnsinnig emotional und kann einen ganz unmittelbar ergreifen. Es ist rauschhaft, lustvoll und beglückend. Es spricht die Sinne an genauso wie die Seele, macht Mut und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

Singen vs. Sprechen

Sie schreiben, Singen sei etwas so Emotionales, dass ein negativer Kommentar zur eigenen Stimme gleich ein negativer Kommentar zum ganzen Menschen sei.

Total! Alle, die sagen, dass sie nicht singen können, hatten mindestens ein kränkendes Erlebnis, meist schon in frühster Jugend. Die Stimme ist so ein großer Teil der Persönlichkeit. Die „Persona“ war in der Antike eine Theatermaske, aber das Wort kommt von personare, hindurchklingen. Das, was durch die Maske dringt, definiert den Menschen. Die Stimme trägt alles in sich, definiert den Menschen, zeigt seine Gefühle, macht ihn aus. Natürlich ist die Stimme nur eines von vielen Fenstern in die menschliche Seele oder Natur. Es ist eben das, durch das ich in diesem Buch schauen wollte.

Und beim Singen ist dieser Effekt noch stärker als beim Sprechen?

Genau, weil das Sprechen eher auf einer rationalen Ebene stattfindet, Singen ist viel emotionaler, und deshalb packt es auch die, die es hören. Singend macht man sich zwar selbst verwundbar, aber auch die Zuhörenden öffnen sich und lassen sich auf die Gefühle ein, die ihnen entgegenströmen. Singen gibt einem daher auch Macht über andere. Es betört, verführt, ergreift. Genau wie bei den singenden Frauen, über die ich schreibe.

„Es geht wahrscheinlich um Wahrhaftigkeit“

Was bedeutet der Titel „Herzkraft“?

Ich habe eine sehr alte und wundervolle Gesangslehrerin. Als Herzkraft bezeichnet sie diese Stärke, die das Singen ausmacht. Es ist das Gefühl, wenn Atem und Stimme ganz leicht beieinander liegen. Es muss aus dem ganzen Körper kommen, nicht nur aus der Kehle. Alles schwebt und fließt. Es ist nicht anstrengend, aber trotzdem passiert ganz viel im Körper. Wenn mir das – sehr selten – gelingt, ruft sie aus: „Jetzt singen Sie mit Herzkraft!“ Und das ist immer das Beste.

Ist die Herzkraft auch hörbar, wenn jemand technisch nicht auf hohem Niveau singt?

Ja, das empfinde ich ganz stark so. Viele Sängerinnen und Sänger sind technisch virtuos und brillant und haben große Stimmen und eine tolle Musikalität. Und manche davon berühren mich, andere nicht. Ich weiß nicht genau, woran es liegt. Vielleicht hat es am Ende doch etwas mit der Person selbst zu tun. Ich meine „Person“ im ganz wörtlichen Sinne, also das, was hinter der Maske liegt. Natürlich kommen mir genauso oft die Tränen bei Liedern von Menschen, die gar keine ausgebildeten Stimmen haben, aber eben mit Herzkraft singen. Es geht wahrscheinlich um Wahrhaftigkeit – wie immer eigentlich.

Singen als Friedensbringer

Das heißt, wenn jemand voller Leidenschaft und Inbrunst, dafür aber umso schiefer singt, finden Sie das schön?

Tja, die Schönheit ist ein weites Feld. Wenn ich voller Inbrunst ein Pferd male, ist es leider nicht möglich, das schön zu finden – auch wenn ich das selbst vielleicht so fühle. Und oft ist das beim Singen ähnlich. Aber es gibt auch Gesänge, mit denen sich zum Beispiel Verzweifelte Mut zusingen, mit denen Mütter oder Väter um ihre Kinder trauern, da werden ästhetische Bedenken einfach bedeutungslos, denn der Gesang ist notwendig und roh und unmittelbar. Das ist mehr als schön, auch wenn es unsere Vorstellung von Schönheit erst einmal aushebelt.

Ist es auch möglich, sich in Rage zu singen?

Ja, klar gibt es Hetzgesänge, Lieder, die Aggressionen schüren. Die Macht dieser Lieder liegt aber weniger im Hass, den sie versprühen, als in der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls der Mitsingenden. Und doch glaube ich, Yehudi Menuhin hat recht, wenn er sagt: Wer mit ganzem Herzen singt und zuhört, wie jemand neben ihm mit ganzem Herzen singt, der kann diesen nicht hassen. Nach Menuhin ist Singen zuallererst ein Frieden stiftendes Unterfangen.

„Schlager geben mir nichts“

Was versetzt Sie als Hörerin in Rage?

Es gibt Stücke, bei denen ich mich über mich selbst ärgere. Ich ärgere mich, dass mich irgendein banaler Kitsch rührt und ich ihm irgendwie ausgeliefert bin. Ich höre ein Lied, ich finde es eigentlich richtig doof, und doch habe ich eine körperliche Reaktion, kriege sogar eine Gänsehaut, die wahrhaftig nicht der „Beweis“ für Qualität ist! Diese Art von Exploitation, die dabei stattfindet, hat auch etwas Pornografisches.

Sie meinen Schlager?

Schlager geben mir nichts, aber ich halte sie für harmlos.

Singen und Angst gehen Ihrer Meinung nach auch nicht zusammen – trotzdem kann man sich doch Mut machen durchs Singen, oder?

Es geht physiologisch nicht zusammen. Das, was im Gehirn beim Singen an einer Stelle ausgelöst wird, dämpft an einer anderen die Angstgefühle. Es fängt schon damit an, dass man eine stabile Haltung einnehmen muss, damit überhaupt Töne herauskommen. Das allein hilft schon gegen die Angst. Ich kenne Kinder, die laut singen, wenn sie allein in den Keller gehen oder an großen Hunden vorbei müssen. Wer singt, ist stärker.

Katharina Hagena: „Herzkraft“, Arche, 224 Seiten, 18 Euro. Autorenlesung am 8. Februar 2022 im Literaturhaus, 19.30 Uhr (via Livestream)


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Februar 2022. Das Magazin ist seit dem 29. Januar 2022 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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