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Gastronomie darf wieder öffnen

Das Warten hat ein Ende: Ab Mittwoch, den 13. Mai 2020 dürfen Restaurants und Cafés unter bestimmten Auflagen ihre Türen wieder öffnen.

 

Nach knapp zwei Monaten Corona-bedingter Schließungen können die Gastronomen unter bestimmten Auflagen wieder ihre Gäste begrüßen. Das gab der Hamburger Senat im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag bekannt.

Bei der Wiedereröffnung muss sichergestellt werden, dass in den Gaststätten ein Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Tischen eingehalten wird. Außerdem müssen sich Gäste beim Restaurantbesuch mit ihren Kontaktdaten registrieren, damit mögliche Infektionsketten nachverfolgt werden können.

Obwohl die Lockerungen im ersten Moment für die Gastronomie sinnvoll erscheinen, sind viele Hamburger Gastronomen skeptisch. Axel Bode, Inhaber vom Restaurant Witwenball, nennt die Wiedereröffnung unter Auflagen „eine Fahrt ins Ungewisse“. Es sei nicht abzusehen, ob die Gäste schon bereit sind, sich wieder in ein Restaurant zu wagen. Und selbst wenn Leute kämen, sei fraglich, ob sich eine Auslastung von 50 Prozent überhaupt rechne: „Die Öffnung unter diesen Umständen ist auch ein unternehmerisches Risiko.“

 

„Niemand kann mit der halben Auslastung die Fixkosten decken.“

 

Auch Koral Elci von der Kitchen Guerilla zweifelt an der Sinnhaftigkeit der Lockerungen: „Niemand kann mit der halben Auslastung die Fixkosten decken.“ Man könne ja auch keine „halbe Küche“ besetzen. Die Lockerungen seien nett gemeint, aber nicht durchdacht. Elci schlägt vor, dass Gastronomen Sondergenehmigungen erteilt werden, um öffentliche Plätze – zum Beispiel Parkplätze – bestuhlen zu dürfen, um eine höhere Auslastung zu erreichen.

Die Gastronomie ist eine der am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Branchen. Rund 90 Prozent der Arbeitnehmer sind in Kurzarbeit. /NF

 

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