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Marathon in Hamburg erleben – und mehr

Es wird wieder gelaufen in der Stadt. Am 24. April 2022 startet der 36. Hamburg-Marathon. Rund um die Strecke können dabei nicht nur die Läufer:innen angefeuert werden, es gibt auch viel zu erleben. Hier kommen zehn Tipps für den Marathonsonntag

Während beim diesjährigen Hamburg-Marathon fast 30.000 Läufer:innen an den Start gehen, werden sie von deutlich mehr Menschen an der Strecke unterstützt. Was es drumherum zu erleben gibt, zeigen wir hier: 

Start & Ziel an den Messehallen

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Auf der Marathon-Messe können sich Sportler:innen nochmal mit allem Notwenigen versorgen (Foto: unsplash/Hobi industri)

Die Ersten und die Letzten kommen und gehen sehen, das geht natürlich am besten an Start und Ziel direkt unterm Fernsehturm. Während sich die Läufer:innen um 9:30 Uhr auf den Weg machen, kann man von hier aus wunderbar auf einen Kaffee ins Karolinenviertel schlendern und ist pünktlich um 11:30 Uhr zurück, wenn die ersten im Ziel erwartet werden.
Kleiner Tipp: Auf der Marathon-Messe gibt es kurz vor dem Marathon rund um den Lauf alles, was Läufer:innen brauchen – insbesondere günstige Laufschuhe.

Marathon-Messe
22. April 2022 12 bis 19 Uhr & 23. April 9 bis 19 Uhr

Nach der Party-Nacht Marathon gucken

Kilometer 2 & 11

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Nach der langen Kiez-Nacht auf den Fischmarkt und dabei auch noch Marathon gucken, das geht nur in Hamburg (Foto: Johanna Zobel)

Samstagabend auf dem Kiez, Sonntagmorgen für Kaffee und Fischbrötchen auf den Fischmarkt – ein Klassiker. Doch an diesem Sonntag geht noch mehr: Beseelt von einer guten Nacht kann man auf dem Heimweg noch die ersten Sportler:innen anfeuern. Zwischen 8:30 Uhr (Rollstuhlfahrer:innen) und 10:15 Uhr (die letzten Läufer:innen) führt der Marathon über die komplette Reeperbahn. Und wer besonders viel Ausdauer hat, kann bis 11:30 Uhr auch noch an den Landungsbrücken Athlet:innen abfangen.

An den Landungsbrücken raus

Kilometer 11

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Die Landungsbrücken: Ein beliebter Spot zum Marathon gucken (Foto: unsplash/Christian Lue)

„An den Landungsbrücken raus, dieses Bild verdient Applaus“, ist zwar eine der bekanntesten Liedzeilen der Hamburger Band Kettcar, doch hoffentlich nicht das Motto der Läufer:innen. Aber egal was man hier tut, die Landungsbrücken sind und bleiben einer der beliebtesten Orte in Hamburg – nicht nur für Tourist:innen. Beim Marathon ist hier fast immer gute Stimmung. Schließlich sind die Landungsbrücken einer von 23 Spots, an denen Bands die Marathonis nach vorne treiben. Traditionell ist dabei am Alten Elbtunnel Samba angesagt. 

Neue Eindrücke im Museum für Kunst und Gewerbe

Kilometer 14

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DRIFT: Shylight, 2006 im Museum für Kunst und Gewerbe (Foto: Henning Rogge)

Sport ist ein Kulturgut, genauso wie das gute alte Museum. Wer nach dem Läufer:innengucken noch im mehr Eindrücke sammeln will, für den lohnt sich ein Ausflug ins Museum für Kunst und Gewerbe. Aktuell werden hier mit „Die Sprache der Mode“ und „Dressed“ gleich zwei Ausstellungen zum Thema Mode und Textil gezeigt. Hinzu kommt mit „Drift“ eine Installation anlässlich des fünften Geburtstags der Elbphilharmonie. Und natürlich setzt auch das MK&G ein Zeichen gegen den Angriffskrieg auf die Ukraine. Im ganzen Haus sind daher Plakate und Fotografien zu sehen, die sich auf unterschiedlichste Art und Weise mit dem Wunsch nach Frieden und dem Land Ukraine auseinandersetzen.

Museum für Kunst und Gewerbe
Sonntags von 10 bis 18 Uhr, Eintritt 12 Euro (ermäßigt 8 Euro), alle unter 18 Jahren haben freien Eintritt

Brunch im Café Paris

Kilometer 15,5

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Perfekt zum brunchen: Das Café Paris (Foto: Café Paris)

Es ist 10:15 Uhr, die Spitze der Läufer:innen ist gerade durch und jetzt wartet man noch auf die oder den Liebste:n, aber dann muss auch mal was gefrühstückt werden. Wieso nicht genau hier der Strecke den Rücken zuwenden und im Café Paris direkt hinterm Rathaus richtig lecker brunchen? Das gemütliche Café gehört dabei zu den besten Spots der Stadt für einen gemütlichen Brunch

Café Paris
Geöffnet ab 9:30 Uhr

Alsterspaziergang

Kilometer 16 – 20 & 38,5 – 39,5

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Nichts geht über einen gemütlichen Sonntagsspaziergang an der Alster (Foto: Isabel Rauhut)

Und er sah, dass das Wetter gut war – hoffentlich. Der April in Hamburg hält zwar immer die ein oder andere Überraschung bereit, doch aktuell verspricht der Sonntag zumindest nicht, verregnet zu werden. Daher lohnt parallel zum Marathon auch immer ein Spaziergang an der Alster. Während sich die Läufer:innen 10 bis 12:30 Uhr (Ostseite) und von 11:30 bis 15:00 Uhr (Westseite) an Hamburgs blauer Mitte entlang quälen, können sich diejenigen, für die das Café Paris nicht gepasst hat, gemütlich schlendern oder sich im Literaturhaus Café verwöhnen lassen. 

Literaturhaus Café
Geöffnet ab 9:30 Uhr (Reservierung empfohlen)

Neue Perspektive auf die Stadt

ab Kilometer 22

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Auf dem Wasser durchs Grüne – eine ganz neue Perspektive auf die Stadt (Foto: Felix Willeke)

Sonntag in Hamburg ist auch immer Familienzeit. Für viele geht es deswegen zum Fußball spielen, Minigolfen oder einfach zum Spazieren in den Stadtpark. Für die etwas andere Perspektive lohnt ein Abstecher auf die Liebesinsel. Am hiesigen Bootsverleih lassen sich neben Tretbooten auch Ruderboote und Kanus leihen, um Hamburg vom Wasser aus zu erkunden. 

Bootsvermietung auf der Liebesinsel
Geöffnet bei gutem Wetter ab ca. 9:30 Uhr

Familiäre Atmosphäre

Kilometer 30,5

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Frisches vom Grill und gute familiäre Stimmung gibt‘s in Ohlsdorf fast in jedem Jahr (Foto: pixabay)

Marathon in Hamburg und Ohlsdorf, das ist eine wahre Liebesbeziehung. Während die Strecke in den vergangenen Jahren immer wieder angepasst wurde, blieb der nördlichste Punkt immer gleich: Die Querung der Alster „am Hasenberge“. Direkt am S- und U-Bahnhof Ohlsdorf trifft sich der Hamburger Norden zum Marathon gucken. Hier gibt es frisch Gegrilltes von der Freiwilligen Feuerwehr und dem THW, dazu extrem viel gute Laune und familiäre Stimmung. 

Eppendorf und der „Mann mit dem Hammer“

Kilometer 36 – 38

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Wenn am Eppendorfer Baum die Beine brennen, helfen gute Stimmung und grüße von oben (Foto: Alice von der Laden)

Wenn der sprichwörtliche „Mann mit dem Hammer“ kommt, dann braucht es erst recht Unterstützung. Spätestens ab Kilometer 37 setzen bei vielen Marathonis Krämpfe und Erschöpfung ein. Gut, dass der Hamburg-Marathon hier sein stimmungsmäßiges Epizentrum bereit hält: den Eppendorfer Baum. Geht es bei Kilometer 36 an der Eppendorfer Landstraße um 11:15 Uhr schon mit den ersten Bands los, erreicht die Stimmung an der U-Bahn Eppendorfer Baum ihren Höhepunkt. Bis kurz vor drei werden hier auch die letzten Läufer:innen nach vorne gepeitscht.

Eine Ruheoase kurz vor dem Ziel

Kilometer 41

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Direkt neben Start und Ziel liegt mit Planten un Blomen eine Oase der Ruhe (Foto: Berndt Andresen)

Man hat schon über 40 Kilometer in den Beinen, läuft bei der Spielbank Hamburg um die Ecke und vor einem taucht der Gorch-Fock-Wall auf, die letzte „Steigung“ beim Hamburg Marathon. Auch wenn das Wort Steigung hier wohl kaum ernsthaft verwendet werden sollte, tut den Läufer:innen jeder Schritt weh und jeder Höhenmeter nervt. Deswegen brauchen sie gerade hier besonders viel Unterstützung. Und wer keine Lust aufs Anfeuern hat, für den wartet mit Planten un Blomen eine echte Ruheoase direkt um die Ecke.

Wer sich selbst nochmal orientieren möchte: Den Strecken- und Zeitplan sowie alle Infos rund um den Marathon gibt es auf haspa-marathon-hamburg.de


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Hamburg zu Wasser

Hamburg, die Stadt am Wasser. Sobald es wärmer wird, zieht es viele raus auf‘s kühle Nass. Wo es besonders viel Spaß zu Wasser macht, sagen wir euch hier:

Paddeln

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Paddeln auf der Alster, ein echter Klassiker (Foto: Felix Willeke)

Das gut alte Kanu ist ein echter Klassiker: Egal ob bei „Zur Gondel“ am Stadtpark oder beim Supper Club, Kanuverleihe gibt es rund um die Alster reichlich. Doch auch abseits der bekannten Spots gibt’s noch einiges zu entdecken. So lassen sich bei Paddel-Meier in den Vier- und Marschlanden die Dove Elbe, beim Bootshaus Bergedorf die Bille oder nördlich der Fuhlsbüttler Schleuse auch die verwunschenen Abschnitte der Alster erkunden. Ps: Bei „Der Anleger“ in Eppendorf kann man sogar Drachenboote mieten – perfekt für das nächste Firmenevent oder das Teambuilding nach langer Zeit im Homeoffice.

diverse Kanuverleihe
Saisonbeginn zwischen Ostern und dem 1. Mai

Segeln

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Die Alster – ein Traum für Segler:innen (Foto: unsplash/Steffen B.)

Neues Jahr bedeutet neue Vorsätze. Wer die zum Frühling schon über Bord geworfen hat, kann sich ja für den Sommer das Segeln vornehmen. Mit der Alster hat Hamburg eines der schönsten Segelreviere zu bieten. Um sich jedoch vom Wind übers Wasser treiben zu lassen, braucht man einen Segelschein.

Segelschule & -verleih Pieper

SUP

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Schon lange mehr als nur Trend: Stand-Up-Paddling (Foto unsplash/Peter Csipkay)

Stand-Up-Paddling (SUP) ist jetzt kein allzu neuer Trend, doch gerade in Hamburg gibt es auf den Kanälen und Wasserflächen unglaublich viele Gelegenheiten für das Ganzkörper-Workout. Egal ob Stadtpark, Alster oder Eppendorfer Mühlenteich: überall sieht man Supper:innen auf’s Wasser gehen. Neben dem SUP CLUB oder dem Sup Port gibt es dazu in der Stadt etliche Anbieter, um sich zum ersten Mal auf dem Board auszuprobieren.

SUP Club Hamburg

Surfen

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Surfen in Hamburg: Es muss nicht immer Meer sein (Foto: unsplash/Joshua Chai)

Surfen in Hamburg? Ja, das geht! Und zwar Windsurfen auf dem Oortkatener See. Der See im Südosten der Stadt ist schon ein etablierter Spot für Windsurfer:innen. Besonders für Anfänger:innen gibt es hier gute Bedingungen. Deswegen bietet Windsurfing Hamburg hier auch regelmäßig Kurse an. Für 185 Euro kann man an nur einem Wochenende den international anerkannten VDWS-Grundschein erwerben. Damit kann dann in allen scheinpflichtigen Revieren gesurft werden – auch außerhalb Hamburgs.

Windsurfing Hamburg
Wochenend-Surfkurse ab dem 23. April 2022

Tauchen

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Abtauchen in Hamburg, das geht beim dive team (Foto: unsplash/Joseph Northcutt)

Während die einen über den Oortkatener See gleiten, üben die anderen das Fortbewegen Unterwasser. Der See ist einer der Spots für Tauchkurse des dive team Hamburg. Seit mehr als 15 Jahren bildet die Schule neben Anfänger:innen auch Tauchlehrer:innen aus. Zur praktischen Ausbildung im See oder Schwimmbad gehört selbstverständlich auch die theoretische Grundlage. Wer also im Sommerurlaub die Unterwasserwelten entdecken möchte, kann sich in Hamburg perfekt darauf vorbereiten. 

dive team Hamburg

Wasserski & Wakeboard

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Wakeboard und Wasserski mit Neoprenanzug geht das fast immer (Foto: unsplash/Joel Meyer)

Ein Ruck, ein Schreck und schon liegt man vorne über mit dem Gesicht im Wasser. So ging es vermutlich fast allen, die sich das erste Mal auf Wasserski oder ein Wakeboard gewagt haben.

Neben dem Neuländer See in Harburg kann auch vor den Toren der Stadt bestens übers Wasser geflitzt werden: Etwa im Spotz Wakeboard Park in Norderstedt oder in der Cablesport Arena in Pinneberg. Und da besonders Anfänger:innen mit Neoprenanzug unterwegs sind, sind Wassertemperaturen unter 20 Grad alles, nur keine Ausrede.

diverse Spots in und um Hamburg

Green Kayak

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Green Kayak: Sinnvoll for free paddeln in Hamburg (Foto: Florian Besser)

Wer sich auf dem Wasser bewegen und gleichzeitig noch etwas für die Umwelt tun will, ist bei Green Kayak genau richtig. Die NGO aus Kopenhagen kämpft gegen die Müllverschmutzung von Gewässern. Hamburg war die erste Stadt außerhalb Dänemarks, die sich der Idee anschloss: Man leiht sich einen Green Kayak for free und sammelt dafür Müll in den Hamburger Gewässern. Was früher in Hamburg traditionell die Aufgabe der Fleetenkieker war, können heute alle machen: die Gewässer der Hansestadt sauber halten. Green Kayaks können bei fünf Hamburger Bootsverleihern gemietet werden, einfach online unter greenkayak.org buchen.

Green Kayak
in Hamburg bei Paddel-Meier, Zur Gondel, Sub Club, Bootshaus Bergedorf und Seehaus Hamburg

Schwimmen

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Viele Freibäder sind das ganze Jahr geöffnet, wie das Bille-Bad (Foto: Bäderland Hamburg)

Draußen ist es zwar angenehm warm und es fühlt sich nach Frühling an, doch sobald die Sonne weg ist, wird es immer noch empfindlich kalt. Deswegen ist auch an die Öffnung der Naturfreibäder in der Stadt nicht zu denken. In Hamburg gibt es dennoch viele Freibäder, die das ganze Jahr über betrieben werden. Und wenn es dann die ersten Tage mit mehr als 20 Grad gibt und es nachts nicht kälter als 12 Grad wird, ist auch die klassische Freibadsaison nicht mehr in weiter Ferne. 

Hamburger Freibäder
zum Teil ganzjährig geöffnet, ansonsten je nach Wetter (ab 20 Grad)

Rudern

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Rudern geht romantisch, aber auch sportlich (Foto: unsplash/Clay Banks)

Rudern geht in Hamburg immer, ob als romantisches Freizeitvergnügen auf einem alten Holzkahn oder als Sport wie Hamburgs Ex-Bürgermeister Olaf Scholz morgens auf der Alster. Neben dem romantischen langsamen Rudern ist der Sport ähnlich wie auch Tennis, Segeln oder Golf als Elitesport verschrien. Dass das auch anders geht, zeigt der RC Protesia von 1907. Der kleine Club gegenüber Kampnagel bezeichnet sich selbst als der FC St. Pauli unter den Ruderclubs. Hier sind alle jederzeit willkommen, um mal auszuprobieren, ob der Sport auf den schmalen Booten etwas für einen ist.

RC Protesia
Probetermine und Kurse für Anfänger:innen auf Anfrage

Schlafen

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Schlafen im Hafen, da ist der Name Programm (Foto: Schlafen im Hafen)

Neben üblichen Hausbooten gibt es in Hamburg auch immer mehr Unterkünfte auf dem Wasser. Zum Beispiel im Harburger Binnenhafen bei Schlafen im Hafen. Egal ob man Besuch bekommt oder selbst eine Staycation braucht, auf dem Wasser übernachten lässt es sich in Hamburg prima.

Schlafen im Hafen


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