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Hamburger Craft-Beer: Das sind unsere Top Five

Für Gelegenheits-Biertrinker und heimliche Sommeliers bietet Hamburg eine riesige Auswahl an regionalem Craft-Beer. Ob hanseatisch interpretiertes Pale Ale aus dem Hause Ratsherrn oder amerikanisches India Pale Ale: Diese zehn Biere schmecken extrem nach Fernweh – aber enthalten auch einen ordentlichen Schuss Hamburg-Liebe.

*Reihenfolge alphabetisch und nicht nach Wertung 

 

1.) Alt Kanzler Rauchbier (Wildwuchs)

Die kleine Wildwuchs-Brauerei hat anscheinend nicht nur für Bier, sondern auch für Whiskey eine Leidenschaft. Das Alt Kanzler Rauchbier ist so ziemlich genau das, was man sich unter diesem Namen vorstellt. Diese flüssige Hommage an Altkanzler Helmut Schmidt ist ein trübes Altbier, das mit Noten von rauchigem Highland-Whiskey verfeinert wurde. Und das Beste: Da die Jungs und Deerns von Wildwuchs ein echtes Hamburger Original kreieren wollten, kommt der verwendete Cascade-Hopfen natürlich auch direkt aus der Hansestadt. Ein Muss für jedes Nordlicht!

Wildwuchs Brauwerk Hamburg 

2.) Amerikanischer Traum (Landgang Brauerei)

Wer schonmal eine längere Zeit in Nordamerika unterwegs war, der weiß: India Pale Ale (IPA) ist ein Politikum. Entweder man liebt den bitteren, hopfigen aber auch fruchtigen Geschmack dieses besonderen Bieres – oder man hasst ihn. Wer nach einem klassischen IPA mit einer hanseatischen Note sucht, der wird bei der Landgang Brauerei fündig. Der Geschmack von Grapefruit und roten Beeren sorgt für eine besonders fruchtige Komponente. Der Geruch erinnert stark an Pinie. Doch bei IPA ist Vorsicht geboten: Hoher Suchtfaktor!

Landgang Brauerei 

3.) California Common (Hambräu)

Etwas sanfter geht es beim California Common von Hambräu zu. Mit dem Common bringt die Moorfleeter Brauerei die kalifornische Sonne direkt nach Hamburg in die Flasche. Der Name ist hier Programm. Eine süße, malzige Note und eine leichte Würze machen das California Common zu einem wahren Alleskönner. Perfekt für Einsteiger und solche, die ihr Bier gerne wie die Craft-Beer-Gründerväter aus Kalifornier trinken: Entspannt und smooth.

Hambräu

4.) Dry Hopped Pilsener (Ratsherrn)

Die Deutschen lieben ihr Pils! Wer klassischer Pilstrinker ist, der findet den optimalen Einstieg in die Craft-Beer-Szene mit diesem neu interpretierten Klassiker von Ratsherrn. Das Dry Hopped kommt einem klassischen Pils sehr nah, schmeckt im Abgang aber bedeutend hopfiger. Quasi ein “Next Level Pils”. Wer es nicht allzu ausgefallen mag und trotzdem nach einem besonderen Bier sucht, sollte das Dry Hopped Pilsener unbedingt ausprobieren. Schmeckt frisch gezapft am besten!

Ratsherrn Hamburg 

5.) Mister O (Buddelship)

Die ultimative Hopfeninfusion! Das Double IPA Mister O aus dem Hause Buddelship ist das ideale Bier für alle, denen es gar nicht hopfig genug sein kann. Zu dem fast schon harzigen, ultra-hopfigen Geschmack gesellen sich intensive Aromen von Mango und Grapefruit. Eine wahre Offenbarung für IPA-Liebhaber. Mit 80 Internationalen Bittereinheiten und einem Alkoholgehalt von 7,9 Prozent hat dieses Craft-Beer nämlich ordentlich Wumms. Besonders wissenswert: Da das Mister O mit Reis gebraut wurde, erhält das Double IPA einen asiatischen Touch. Mal schauen, ob ihr das rausschmecken könnt.

Buddelship

 

Tipp der Redaktion: Wenn ihr von IPA, Pale Ales und anderen hopfigen Köstlichkeiten gar nicht genug bekommen könnt, solltet ihr unbedingt bei Beyond Beer in Eimsbüttel vorbeischauen. Neben dem lokalen Angebot findet ihr dort auch eine große Anzahl internationaler Craft-Beers. Ob USA, England oder Belgien. Neben vielen kleinen Brauereien sind bei Beyond Beer auch echte Veteranen der Craft-Beer-Szene, wie Sierra Nevada, erhältlich. Für Bierliebhaber ist ein Besuch Pflicht!

 

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Neueröffnung: Hamburgs erste Ratsherrn Bar

Das gepflegte Feierabend-Craft-Beer trinkt man jetzt im Mühlenkamp. 43 Sorten fließen aus den Zapfhähnen der neuen Ratsherrn Bar – Blick auf den Osterbekkanal inklusive

Text: Laura Lück
Fotos: Seren Dahl

Ratsherrn Bier gehört zu Hamburg wie Labskaus und Alsterschwäne. Zumindest das Pils mit dem Typen mit der Halskrause bekommen Hamburger in fast jedem Kiosk und den meisten Bars zwischen Blankenese und Billstedt. Dass die Marke erst jetzt die Eröffnung der ersten eigenen Ratsherrn Bar der Stadt feiert, ist fast irritierend – zu bekannt sind die leckeren Craft-Beer-Sorten und die kultige Brauerei in den Schanzenhöfen.

 

Ratsherrn_Brauerei-3-b_c-Seren-Dahl

 

Auch der neue Standort überrascht, hätte man doch eher auf die typischen Szenenviertel getippt: St. Pauli, Ottensen, Schanzen- oder Karoviertel. Betritt man die direkt am Osterbekkanal gelegene Location im Mühlenkamp, ergibt aber sofort alles Sinn. In der unteren der zwei Etagen fühlt man sich zwischen Schiffslampen mit Metallgitterfassung und warmen Holztönen wie im Bauch eines Bootes. Ausblick aufs Wasser gibt’s aber trotzdem. Die schwimmende Außenterrasse ist wohl künftig einer der schönsten Plätze fürs sommerliche Feierabendbier. Die vorbeifahrenden Stand-Up-Paddlern und Kanufahrern bekommen hier auch Sechserträger für die Bierpause über die Reling gereicht.

Ratsherrn_Brauerei-2_c-Seren-Dahl 43 Bierspezialitäten sprudeln in der Ratsherrn Bar aus 24 Zapfhähnen. Wem die Entscheidung schwerfällt, kann sich vertrauensvoll an das gut geschulte Personal wenden. Dieses empfiehlt nämlich nicht nur dem Geschmack entsprechendes Gebrautes von Hoptail bis Herrengedeck, sondern auch die zum jeweiligen Bieraroma passenden Speisen.

Gäste genießen hier kreative Stullen aus der Backstube des Braugasthauses Altes Mädchen oder Pastrami vom eigenen, am Bodden ansässigen Landwerthof. Freitag bis Sonntag öffnet die Bar außerdem schon ab 11 Uhr und lockt mit einem Frühstücksangebot am Wasser.

Ratsherrn Bar: Mühlenkamp 2 (Winterhude)


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