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#MeetFrida: Kunst im öffentlichen Raum

#MeetFrida am Jungfernstieg, im Park Fiction, im Eichenpark und in einer Pop Up Gallery im Hanseviertel

Text: Isabel Rauhut

 

MeetFrida3_ARt_Gallery_Kultursommer_Foto_Team_SZENE_JG-8#MeetFrida wurde im Sommer 2020 aufgrund von Corona als neuartige Initiative zur Förderung von Künstler:innen in Deutschland ins Leben gerufen. Seitdem zeigt das Projekt die Online-Galerie www.meetfrida.art mit diversen Kunstkampagnen im urbanen Umfeld, aufstrebende Kunstpositionen in Malerei, Fotografie und Skulptur von Künstlern aus ganz Deutschland.

Neben der digitalen Plattform steht #MeetFrida für weitere vielfältige Kunstprojekte: Im Rahmen des Kultursommer Hamburgs wurde auf der Reesendammbrücke am Jungfernstieg, im Park Fiction auf St. Pauli und im Eichenpark am Alstervorland die MeetFrida ARt Gallery platziert. Werke von insgesamt 30 Hamburger Künstler:innen sind hier seit dem 17. Juli einen Monat lang virtuell zu entdecken.

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Foto: SZENE HAMBURG / JG

Der Name ARt Gallery spielt auf die digitale Umsetzung der Ausstellung in AR (Augmented Reality) an: Der Handy-Bildschirm wird zum Museumseingang. Bildende Kunst kann so interaktiv erlebt und in eine Gruppenausstellung eingetaucht werden. Sichtbarkeit im realen Raum erhält die Ausstellung über einen rosa Kubus, der den Ort markiert und per QR-Code den Zugang zum digitalen Museum ermöglicht. Besucher:innen können per Handy den Code scannen und die AR-Ausstellung öffnet sich direkt im Browser, eine App ist nicht nötig.

 

Kunst on- und offline

 

Mit einer Pop-up Gallery im Hanseviertel in der Hamburger Innenstadt sind on top die Werke von insgesamt 10 Hamburger Künstler:innen auch offline zu sehen. Die Gruppenausstellung läuft noch bis zum 31. Juli. Wen es nicht in die Innenstadt zieht: Die Pop-Up-Ausstellung gibt es – natürlich – auch als 3D in einer App.

In einer Aktion ab dem 10. August gibt’s dann, wie auch schon 2020, weitere Kunst im öffentlichen Raum: Dabei werden 40 Großflächen in vier Hamburger Stadtteilen nach dem Motto „Kunst statt Werbung“ mit 18/1 Kunstplakaten in Hamburg plakatiert. Die Aktion erschafft eine Outdoor-Galerie auf Zeit und macht Kunst für jeden zugänglich. Anhand einer digitalen Karte auf www.meetfrida.art werden Interessierte von Ort zu Ort geführt und erhalten umfassende Informationen zu Künstler:innen und Werken.

meetfrida.art


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Anfachen Award -Toleranz auf St. Pauli

Der Plakatwettbewerb „Anfachen Award“ widmet sich in diesem Jahr dem Thema Toleranz in der Gesellschaft. Gewinnermotive des Plakatwettbewerbs sind bis zum 8. Februar 2018 auf St. Pauli zu sehen.

Der Plakatwettbewerb „Anfachen Award“ widmet sich in diesem Jahr dem Thema Toleranz in der Gesellschaft. Die 25 Gewinnermotive stehen an öffentlichen Orten in Hamburg. Sie deuten die thematische Vorgabe individuell und wollen auf ästhetische Weise zum Nachdenken anregen. Die Plakate stellen die Frage: Sind wir nur so lange tolerant, bis die eigene Komfortzone berührt wird?

Bis zum 8.2.2018 sind die Plakate rund am Nobistor, am Millerntorplatz 1 und am Millerntor-Stadion zu sehen. Darüber hinaus sind sie an weiteren Orten ausgestellt: Mönckebergstraße 1; Hachmannplatz; Kirchenallee; Kennedybrücke; Jungfernstieg; Ballindamm/Lombardsbrücke; und vor der Kunsthalle Hamburg (hier nur bis zum 23.01.).

Keine Toleranz für Toleranz-Wettbewerb?

Einige Plakate scheinen bereits herausgefordert zu haben. Ein Motiv, das vermeintlich einen „Schwarzen Block“ zeigt, wurde innerhalb von wenigen Tagen bereits zweimal zerstört. An anderer Stelle gab es aber auch emotionale Zustimmung durch abgelegte Rosen. Eine der Gewinnerinnen, Katharina Gschwendtner, kommentiert die Stimmung in Hamburg und die Wirkung der Kunstaktion: „Das Anfachen-Projekt stößt auf Interesse und Begeisterung. Es ist einfach schön, an den oft erst zu entschlüsselnden Motiven hängenzubleiben. Und es macht Spaß, die Poster-Ideen zu vergleichen, die Facetten des Toleranzgedankens zu erleben.“

Ein Plakat, das vermeintlich den Schwarzen Block darstellt, wurde an mehreren Orten mehrfach zerstört.

Der Anfachen Award

Der internationale Plakatwettbewerb „Anfachen Award“ des gemeinnützigen Vereins Frappant will Emotionen und Gedanken entfachen, für wichtige Themen sensibilisieren und zum Handeln bewegen. Er findet bereits zum zweiten Mal in Hamburg statt.

Die Jury des Wettbewerbs bildeten Suze Barrett, Hamburg; Mieke Gerritzen, Amsterdam; Dennis Koot, Den Haag; Prof. Yang Liu, Berlin und Dr. Reinhold Wittig, Göttingen. Die Schirmherrschaft übernahmen Prof. Klaus Staeck, Heidelberg und Tom Geismar, New York.

Text: Melina Seiler

www.anfachenaward.de

St. Pauli
Bis 8.2.18