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Goldrausch am Ende des Regenbogens

Anfang August in Hamburg, Zeit für die Pride Week. In diesen Tagen wird einmal mehr ein Fokus auf die LGBTQI+-Community gelegt und das ist gut so. Doch wer die Sommermonate nur dazu nutzt, sein Image zu polieren, betreibt Rainbow-Washing meint Markus Gölzer in seiner Kolumne

„Offen gesagt“, eine Kolumne von Markus Gölzer

Der Regenbogen ist ein krummer Hund. Das fängt schon beim Namen an. Tatsächlich ist er kein Bogen, sondern ein Kreis, der sich nur vom Flugzeug aus zu erkennen gibt. Auf Fahnen macht er sich gerade für Vielfalt. Und übertreibt es gern mal. Er zeigt nicht nur Flagge für die LGBTQI+-Community, sondern auch für Werbemaßnahmen vieler Großunternehmen und Verbände. Gute Sache, die verstärkte Präsenz des Symbols für Diversität. Umso unguter, wenn Organisationen nur der Goldtopf am Ende des Regenbogens interessiert.

Mehr Schein als Sein

Ihre Haltung: Wir unterstützen die Sichtbarkeit der queeren Bewegung. Außer, sie braucht unsere Unterstützung. So untersagte die UEFA während der Fußball-EM 2021 beim Spiel des DFB-Teams gegen Ungarn, dass die Allianz-Arena in Regenbogenfarben erstrahlt. Man wollte der ungarischen Regierung nicht in ihre homo- und transphobe Gesetzgebung reingrätschen. Oder um es mit der UEFA zu sagen: „Politische Neutralität“ bewahren. Als wäre für Menschenrechte einzutreten, eine politische Aussage. Nach lauter werdender Kritik tauchte die UEFA ihr eigenes Logo in Regenbogenfarben und verspielte endgültig ihre Glaubwürdigkeit.

Rainbow-Washing

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Markus Gölzer ist textender Exil-Bayer und lebt seit über 20 Jahren auf St. Pauli

Im Vergleich zu anderen Naturphänomenen bleibt der Regenbogen angenehm einschätzbar: Er erscheint in der CSD-Saison von Juni bis August überall – von der Kreditkarte bis zum Klopapier. Was denn jetzt? Symbol für Vielfalt, Stolz und Kampf um Akzeptanz oder Verkaufsförderungsmaßnahme? Ein Blick auf die Seite eines Unternehmens macht klar, ob es sich jenseits optischer Täuschungen für Diversität einsetzt. Mit internen Schulungen zum Thema LGBTQI+, geschlechtsneutralen Toiletten oder finanzieller wie öffentlicher Unterstützung von queeren Organisationen. Ganzjährig, auch und gerade in homophoben Ländern. Alles andere ist Rainbow-Washing und sollte mit Liebesentzug nicht unter bis zum nächsten Christopher Street Day geahndet werden.


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„Vielfalt ist ein Gewinn“

                 

Seit 2003 kämpft der Verein Hamburg Pride gegen Vorurteile und Diskriminierungen gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und für eine rechtliche Gleichstellung in allen Bereichen. Die Co-Vorsitzenden Nicole Schaening und Christoph Kahrmann über die Notwendigkeit der Pride Week, die Pläne für 2022 und was die Stadt dringend für mehr Diversität tun muss

Interview: Ilona Lütje

SZENE HAMBURG: Nicole Schaening und Christoph Kahrmann, 42 Jahre CSD – wozu braucht es eine Pride Week auch heute noch?

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Nicole Schaening und Christoph Kahrmann von die beiden Vorstandsvorsitzenden von Hamburg Pride (Foto: Privat)

Nicole Schaening und Christoph Kahrmann: Ganz einfach: Wir sind in Sachen Akzeptanz von LGBTIQ+ in der Gesellschaft noch nicht am Ziel. Natürlich hat sich die Gesamtsituation für queere Menschen in der Bundes­republik verbessert, trotzdem gibt es noch viele Vorurteile und leider auch vermehrt queerfeindliche Angriffe, das heißt körperliche Angriffe und Beleidigungen gegenüber queeren Menschen. Von Teilen der Gesellschaft werden LGBTIQ+ noch nicht als gleichberechtigt akzeptiert, und die Pride Week und der CSD schaffen Sichtbarkeit.


Auch die Politik ist gefragt: Wir fordern zum Beispiel, dass Artikel 3 des Grundgesetzes endlich um die Merkmale „sexuelle und geschlechtliche Identität“ ergänzt und dass das Transsexuellengesetz abgeschafft wird. Auch international ist vieles zu tun: Es gibt ja immer noch Länder, in denen queeren Menschen die Todesstrafe droht. Wir finden: Nur wenn man die gesellschaftlichen Probleme aufzeigt, lässt sich aktiv etwas dagegen unternehmen. Verschweigen führt zu ignorieren.

Zwei Jahre Fahrraddemo, weniger Kommerz, weniger Party – tat das dem CSD vielleicht sogar gut?

Auf jeden Fall tat es der LGBTIQ+-Community gut, dass trotz Corona ein CSD stattfinden konnte! Wir haben gezeigt, dass wir auch innerhalb kurzer Zeit eine Demo auf die Beine stellen können. Tatsächlich hat der rollende CSD 2021 die Teilnehmer:innen knapp 17 Kilometer durch die Stadt geführt – und damit auch in Stadtteilen Sichtbarkeit demonstriert, in denen die queere Community sonst kaum stattfindet. 2022 möchten wir – wenn Corona dies zulässt – wieder eine reguläre CSD-Demo organisieren.

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Die fröhlichste Demo der Stadt (Foto: Sebastian Lelek)

Wie sieht es in diesem Jahr aus? Welche Pläne gibt es und welches Motto habt ihr?

Wir haben sehr große Pläne: Wir eröffnen die Pride Week am 30. Juli mit der feierlichen Pride Night auf Kampnagel. Es wird auch wieder das Pride House auf St. Georg mit vielen Veranstaltungen und Austausch­möglichkeiten zwischen Community, Stiftungen und Politik geben.

Der Höhepunkt ist dann natürlich die CSD-Demo am 6. August. Dafür planen wir eine reguläre Demo, mit vielen Zehntausend Teilnehmer:innen, politischen Botschaften und auch Trucks.

Das Motto lautet diesmal: „Auf die Straße! Vielfalt statt Gewalt.“ Ein kraftvolles Motto, das auf die Probleme in Hamburg und bundesweit aufmerksam macht: Im vergangenen Jahr kam es zu mehreren queerfeindlichen Angriffen, darunter auch an der Reeperbahn auf dem Kiez, also in sogenannten vermeintlich sicheren Räumen für queere Menschen.

Wir wollen uns damit nicht nur mit den Opfern von Hasskriminalität solidarisieren, sondern auch ein höheres Problembewusstsein von Seiten städtischer Behörden einfordern. Unsere Botschaft: Vielfalt ist für jede Gesellschaft immer ein Gewinn.

„Vielfalt und die Akzeptanz von LGBTIQ+ ist das ganze Jahr über unser Herzensthema“

Wie kann Hamburg Pride der Community auch außerhalb der Pride Week zur Seite stehen?

Vielfalt und die Akzeptanz von LGBTIQ+ ist das ganze Jahr über unser Herzensthema, nicht nur während der Pride Week. Wir sind permanent mit Politik, Stiftungen und Unternehmen zu queeren Themen in Austausch und vernetzen innerhalb der Hamburger Community. Und wir unterstützen auch Aktionen abseits der Pride Week: Im November haben wir uns zum Beispiel an der Aktion „Der Kiez ist bunt“ auf der Reeperbahn als Reaktion auf eine Reihe von queerfeindlichen Angriffen beteiligt.

Daneben fördern wir jedes Jahr mehrere Projekte der queeren Community, zuletzt eine queere Tanzperformance und den Dyke*March. Natürlich nutzen wir auch unsere Social-Media-Kanäle, um die Community über lokale und bundesweite Entwicklungen – etwa Gesetzgebung, Hasskriminalität, Aktionstage – zu informieren.

Was macht Corona mit der queeren Community? Sinken mit der Präsenz auch die Toleranz in der Gesellschaft sowie Mut, Selbstbewusstsein und Stolz in der queeren Community?

Corona stellt die queere Community – wie andere Gesellschaftsschichten auch – vor große Herausforderungen. Die LGBTIQ+-Szene lebt davon, sich zu treffen, auszutauschen. Gerade Massenveranstaltungen wie der CSD, aber auch Jugendtreffs, kulturelle Veranstaltungen, persönliche Beratungen, Gesprächsgruppen oder ein lockeres Treffen auf ein gemeinsames Bier konnten und können nur sehr eingeschränkt stattfinden.

Dieses Zusammenkommen spielt für das Selbstverständnis vieler queerer Menschen eine Riesenrolle, denn sie vermitteln: Wir queere Menschen entsprechen vielleicht nicht der heteronormativen Mehrheit, aber niemand ist allein, wir sind viele, und wir gehören zusammen. Wenn diese Treffen wegfallen und man nur noch alleine zu Hause rumsitzt, kann das natürlich auf das Selbstbewusstsein, gerade jüngerer queerer Menschen, drücken. Langfristig gesehen ist auch zu befürchten, dass eine geringere Sichtbarkeit der LGBTIQ+-Szene mit steigender Intoleranz einhergeht.

„Hamburg steht in Sachen Diversity grundsätzlich gut da“

Wie zufrieden seid ihr mit dem Feedback aus der Politik? Bewegt der CSD etwas?

Der CSD – und damit meinen wir bundesweit – trägt entscheidend dazu bei, Diskriminierung, Ungerechtig­keiten und Unrecht in Bezug auf die LGBTIQ+-Community in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Die CSD-Bewegungen sind mittlerweile so groß und erscheinen in nahezu sämtlichen Nachrichtenformaten, dass die Politik sich nicht davor wegducken kann.

Ein Beispiel ist die 2015 eingeführte Ehe für alle: Die Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare wurde auch auf öffentlichen Druck hin, also auf Druck von der Straße, verabschiedet. Trotzdem sind wir natürlich nicht am Ziel.

Wie gut ist Hamburg denn in Sachen Diversity und wo seht ihr noch Luft nach oben?

Hamburg steht in Sachen Diversity grundsätzlich gut da, keine Frage. Das Klima ist mehrheitlich sehr offen und von Akzeptanz geprägt. Trotzdem sehen wir in den sozialen Medien immer wieder diskriminierende, abwertende Kommentare, wenn es um queere Themen geht. Daran müssen wir noch arbeiten. Beleidigende Kommentare dürfen nicht hingenommen werden und da sind wir alle gefordert, unseren Beitrag dazu zu leisten – auch die heteronormative Mehrheit.

Natürlich freuen wir uns, dass Behörden während der Pride Week die Regenbogenfahne hissen und dass sich Politiker:innen auf dem CSD zeigen, aber die Politik muss sich daran messen, was konkret an Unterstützung geleistet wird. Und da gibt es noch Luft nach oben, zum Beispiel bei der Finanzierung von queeren Projekten wie Hilfsangeboten und Beratungsstellen.

hamburg-pride.de


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Pride Week Guide 2022

Endlich, nach zwei Jahren Pandemie-Pause wird es während der Pride Week vom 30. Juli bis zum 7. August wieder bunt in Hamburg! Eine Woche lang finden zahlreiche Partys, Talks, Konzerte, Theaterstücke, Workshops und viele weitere Events statt, um die  LGBTQIA+ Community zu feiern. Das Highlight und ein echtes Muss ist die Christopher Street Day-Demonstration, die dieses Jahr zum 42. mal in Hamburg unter dem Motto: „Auf die Straße! Vielfalt statt Gewalt!“ stattfinden wird.
In unserem Pride Week Guide findet ihr neben der CSD Demo viele weitere spannende Events, die während der buntesten Woche des Jahres in Hamburg stattfinden. Also packt eure Regenbogen Flaggen aus und feiert schön. Happy Pride Week!

Text: Katharina Stertzenbach

Hier beginnt die Party: Pride Night 2022

Eröffnet wird die Hamburger Pride Week mit der legendären Pride Night Party auf Kampnagel am Samstag, den 30. Juli. Los geht’s um 19.30 Uhr mit einem Sektempfang, danach startet das Bühnenprogramm unter anderem mit Acts von Marcella Rockefeller und Lucy von den No Angels, sowie einer Liveperformance von den House of Brownies. Auch der Aktivist und Performer Gianni Jovanovic ist dabei.

Eine Überraschung gibt es on top, denn in der Pride Night werden in diesem Jahr gleich zwei Pride Awards verliehen. Anschließend kann auf zwei Dancefloors nach der Verleihung die ganze Nacht durchgetanzt und gefeiert werden.
Wo? Kampnagel, Wann? 30. Juli, ab 19:30 Uhr

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PRIDE NIGHT: Die Eröffnungsparty der Hamburger Pride Week (Foto:No Revisions/ unsplash)

Workshops, Lesungen und Diskussionen im Pride House

Vom 31. Juli bis zum 4. August finden mehr als 20 Lesungen, Diskussionsveranstaltungen oder Workshops im Integrations- und Familienzentrums (IFZ) und im Jugendzentrum Schorsch statt. Am 1. August lädt zum Beispiel der Pride Salon zu einer Sonderausgabe ins Pride House ein.

Der Pride Salon ist ein moderiertes Gesprächsformat für alle, die sich über queere Themen austauschen möchten. Hier ist jede:r Expert:in, jede Idee und jeder Gedanke findet im Pride Salon seinen Platz. Der Schnack beginnt um 19 Uhr.
Wo? Rostocker Straße 7 (im IFZ) Wann? 31. Juli – 4. August (verschiedene Veranstaltungen)

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Let’s talk (Foto: Raphael Renter / unsplash)

Schiffsparty bei der Pride Ahoi

Bei der Hamburger Pride Week darf eine Party-Parade auf dem Wasser natürlich nicht fehlen. Die findet am 31. Juli in Form einer bunten Schiffsparade auf der Elbe statt. Bei der Pride Ahoi wird ausgelassen auf den Schiffen gefeiert, die über die Elbe schippern.
Wo? Landungsbrücken Wann? 31. Juli, 17 Uhr

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Gefeiert wird auch auf der Elbe (Foto: Sebastian Lelek)

Herbert List meets Hamburg Pride

Die Ausstellung „ Das Magische Auge“ im Bucerius Kunstforum von Herbert List zeigt die ganze Bandbreite des Schaffens des schwulen Hamburger Fotografens: Von surrealistischen Stillleben und bildgewordenen Liebeserklärungen an Griechenland und Italien, bis zu den Bildern junger Männer, mit denen List seinen Freundeskreis verewigte und ein Bekenntnis zur eigenen Homosexualität ablegte.

Peer-Olaf Richter vom Herbert List Nachlass führt exklusiv am 4. August zur Hamburg Pride mit LGBTIQA+ bezogenen Einblicken in die queere Lebenswelt und Arbeitsweise des Künstlers durch die Ausstellung.
Wo? Bucerius Kunstforum Wann? 4. August, 18 Uhr

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Alternative zum Party Programm (Foto: Markus Spiske/ unsplash)

Regenbogentag auf dem DOM

Wo könnte man besser eine bunte Parade feiern als auf dem Hamburger Sommer DOM? Zwischen Naschis und Achterbahnen wird eine Stunde lang über das ganze DOM Gelände getanzt und jede:r kann sich natürlich anschließen. Die DOM-Parade trifft sich ab 18:30 Uhr vor dem Riesenrad und startet dann um 19 Uhr von dort aus. Angeführt wird das Spektakel von der Sambagruppe Sambahia. Ein Traktor versorgt die Truppe mit den richtigen Beats. Anschließend wird im großen Biergarten des DOCK12 weiter gefeiert.
Wo? Sommer DOM Wann? 4. August, 18.30 Uhr vor dem Riesenrad

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Regenbogentag auf dem Dom (Foto: Sebastian Lelek)

Tanzen, bis die Demo kommt beim Electro Pride

Im Uebel & Gefährlich wird am CSD-Freitag auf Electro Beats beim Electro Pride gefeiert. Wer weiß, vielleicht bleiben einige Partygäste wirklich bis zum Folgetag. Die Türen der beliebten Partylocation stehen auf jeden Fall bis um 7 Uhr am nächsten Morgen offen.
Wo? Uebel und Gefährlich Wann? 5.-6- August, ab 23:59-7 Uhr

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Die Nacht wird bunt im Uebel und Gefährlich (Foto: Jason Leung / unsplash)

CSD-Straßenfest an der Binnenalster

Es gibt wohl kaum eine schönere Location für das CSD Straßenfest. Drei Tage lang wird die Gegend rund um die Binnenalster zum queeren Party-Hotspot. Dort wird es zwischen Foodtrucks, mobilen Cocktailbars und Infoständen viel zu entdecken geben. Für gute Stimmung und Musik sorgen auf der CSD-Bühne unter anderem Sängerin Blümchen, Kat Graham und viele mehr.
Wo? Jungfernstieg & Ballindamm Wann? 5.-7. August

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CSD Straßenfest rund um die Binnenalster (Foto: Sebastian Lelek)

42. CSD-Demo: Alle hin da!

Die Christopher Street Day-Demo ist das Highlight der Pride Week. Von der Mönckebergstraße bis zum Jungfernstieg zieht die Regenbogen-Parade mit Musik, Tanz und jeder Menge guter Laune durch die Hamburger Innenstadt. Getreu dem Motto der diesjährigen CSD-Demo „Auf die Straße! Vielfalt statt Gewalt!“ sind alle willkommen sich in regenbogenfarbene Outfits zu schmeißen und sich der Demo auf der Straße anzuschließen, mitzufeiern und ein Zeichen für mehr Vielfalt und gegen Gewalt zu setzen.
Wo? Lange Reihe (Höhe Schmilinskystraße) Wann? 6. August, 12 Uhr

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„Auf die Straße – Vielfalt statt Gewalt” (Foto: Sebastian Lelek)

Pink Pauli Festival

Zum krönenden Abschluss der Pride Week wird St. Pauli für eine Nacht pink – und zwar mit Hamburgs größter CSD-Party: dem Pink Pauli Festival. In 15 Clubs rund um und auf dem Kiez kann die legendäre Pride Week noch einmal richtig gefeiert werden. Herzstück des Pink Pauli Festivals wird der Spielbudenplatz auf der Hamburger Reeperbahn sein.
Wo? Spielbudenplatz St. Pauli Wann? 6. August ab 23:59 Uhr

Das Pink Pride Festival findet dieses Jahr zum ersten Mal statt (Foto: Luca Iaconelli / unsplash)

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Vogelball und Butterland – Maskenball und Dockville-Warm-up

Open Air Kurz vor dem MS Dockville Festival wird auf dem Gelände am Wilhelmsburger Reiherstieg unter freiem Himmel und zu elektronischer Musik getanzt.

Fast schon traditionell läutet der August die heiße hanseatische Festivalphase ein. Das erste Wochenende steht ganz im Zeichen des CSD, und so heißt es beim Vogelball endlich wieder „Vorhang auf für schräge Vögel!“. Der queere Maskenball erfreut sich im mittlerweile siebten Jahr größter Beliebtheit und lockt mit heißen Elektro-Beats vor der coolen Hafenkulisse Besucher jeglicher Couleur nach Wilhelmsburg. Natur und Industrie kreieren hier einen einzigartigen Vibe, verrückte Nachteulen treffen auf tanzfreudige Goldkehlchen, Federboas, Konfetti und Feenstaub so weit das Auge reicht. Zu den künstlerischen Performances lässt auch das internationale Lineup keine Wünsche offen: Die US-amerikanische Künstlerin Honey Dijon, Rapper Cakes da Killa oder die Sängerin Noga Erez aus Tel-Aviv sorgen neben weiteren Highlights für die passende klangvolle Untermalung der bunten Piepshow.

Butterland in Sicht.

Kaum ist der Glitzer vom Samstag abgewaschen und die letzte Feder aus dem Haar gezerrt, geht’s schon wieder los am Reiherstieg: Mit dem Butterland steht die größte Tanzveranstaltung auf dem malerischen Gelände an, ein besseres Warm-up fürs Dockville ist kaum vorstellbar. So sollte jeder Sonntag sein, unbeschwert, sommerlich, untermalt von energetischen Beats, nur tanzen, genießen und das Hafenpanorama bestaunen. DJ Pretty Pink schmeißt die heißesten Deep House-Perlen auf die Plattenteller, Kalipo und auch Amount sorgen mit ihren Dance-Tracks für Ekstase auf der Tanzfläche und Lexy und K-Paul sind sowieso Meister darin, die Menge zum Toben zu bringen. Sunday is fun day.

Text: Katrin Flenner
Foto (o.): Pablo Heimplatz

4.8.,Vogelball, 16 Uhr und 5.8., Butterland, 14 Uhr; Dockville-Gelände


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, August 2018. Das Magazin ist seit dem 28. Juli 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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