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SZENE HAMBURG im Juli 2019: Schmelztiegel St. Georg

St. Georg ist der Stadtteil der Gegensätze, der Diversität und der Communitys. Ein Viertel, auf das so viele Adjektive wie auch Superlative passen – geprägt durch die beiden Welten, die hier aufeinandertreffen:

Zum einen die exklusive Alsterlage, mit den pompösen Stadthäusern und Luxushotels sowie die Lange Reihe mit ihren Designer-Shops und hippen Restaurants. Zum anderen die Nähe zum Hauptbahnhof, Treffpunkt und Heimstätte der Einsamen und Verlorenen; der Hansaplatz, der glattgebügelt wird, sodass die Drogenabhängigen, Obdachlosen und alle, die nicht ins gutbürgerliche Sonntagsbild passen, in die Seitenstraßen ausweichen müssen. Doch nur, weil sie nicht mehr durch den Blick der teuren Eigentumswohnungen sichtbar sind, sind die Schwierigkeiten des Viertels nicht verschwunden.

Ein Stadtteil der Subkulturen und Milieus wächst aus sich heraus zusammen. Das zeigt die hohe Dichte der sozialtätigen Vereine und Organisationen vor Ort. Einer davon ist der Verein Basis und Woge, der sich für Benachteiligte in allen Lebensbereichen einsetzt. Wir haben uns von dem Leiter der Jugendsozialarbeit erzählen lassen, was St. Georg für ihn bedeutet. Ebenso von vier weiteren Menschen, die stark im Viertel verwurzelt sind. Entwurzelt hingegen werden mittlerweile immer mehr langjährige Bewohner. Stichwort: Gentrifizierung.

 

Bitte nicht glatt schleifen!

 

Was sich verändern muss, damit das Viertel lebendig bleibt, weiß Michael Joho vom Einwohnerverein. Er kämpft gegen die Verdrängung, für die Vielfalt. Dazu gehören auch die hier praktizierten Religionen. Unser Redakteur hat sich unter die portugiesischen Katholiken gemischt, um herauszufinden, wie sie ihren Glauben in St. Georg leben.

Neben dem St.-Marien-Dom ist die HAW, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften, eine weitere große Institution im Viertel. Wir haben uns vor Ort umgesehen, was die rund 17.000 Studierende eigentlich treiben – und das ist eine ganze Menge.

St. Georg ist ein Mikrokosmos der Gesellschaften und so richtig greifen kann man ihn (zum Glück) nicht, gerade weil er so viele Ecken und Kanten hat. Und genau deshalb: Bitte nicht glatt schleifen!

Text: Hedda Bültmann, Redaktionsleitung SZENE HAMBURG
Foto (o.): Jérome Gerull


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Foto: Sophia Herzog

Hedda Bültmann, unsere Redaktionsleiterin, hat den Kopf voller Ideen und bei der SZENE HAMBURG das Ruder in der Hand. Mit ihrem Spirit, Tatendrang und Ideen prägt sie unser Stadtmagazin. Lust auf Austausch? Ihr erreicht sie unter hedda.bueltmann@vkfmi.de


Szene-Hamburg-Juli-2019-CoverDieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, Juli 2019. Titelthema: Schmelztiegel St. Georg.
Das Magazin ist seit dem 27. Juni 2019 im Handel und zeitlos im 
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SZENE HAMBURG AUGUST 2018 – Sind wir #sozial?

Einfach mal machen: Sich kümmern, um einen Freund oder einen Fremden – das tut nicht weh und kostet nichts. Klar, Zeit und manchmal auch Kraft, aber ist es das nicht wert?

Denn jeder von uns braucht hin und wieder Unterstützung. Vor allem im ­Alter. So wie unsere Eltern oder Großeltern, wenn sie nicht mehr alleine wohnen können, und sich die Frage stellt, was dann? Alternativen zum konventionellen Altenheim, hat unser Redakteur Erik besucht. Und mit zwei Damen gesprochen, die sich mit 86 und 90 Jahren für eine Wohnform entschieden haben, die Unabhängigkeit mit Gemeinschaft verbindet.

Was bedeutet eigentlich sozial? Wir haben sechs Hamburger nach ihrer Definition gefragt.

Solidarisch geht es auch in der Wohngemeinschaft Stadt.Land.Fluss in Ochsenwerder zu: 30 Erwachsene mit ihren 19 Kindern haben sich zusammengeschlossen – Familien, Alleinerziehende, ­Geflüchtete, Rentner, sie alle unterstützen sich gegenseitig im Alltag. Allerdings hat es viel Durchhaltevermögen gebraucht, damit diese inklusive Vision gelebt werden kann.

In diesen sozialen Projekten könnt ihr euch engagieren.

Natürlich muss es nicht immer gleich das große Ganze sein, Helfen geht auch in kleinen Schritten. Die Organisation „tatkräftig“ sucht helfende Hände für Projekte, die maximal einen Tag dauern. Perfekt für alle, die gerne etwas tun, sich aber nicht auf Dauer verpflichten möchten. Der wachsende Zulauf zeigt, dass ehrenamtliches Engagement für viele hier selbstverständlich ist.

Der Faktencheck zeigt, wie sozial unsere Stadt tatsächlich ist.

Doch wie sozial unsere Stadt, nicht nur gefühlt, sondern tatsächlich ist, zeigt der Faktencheck im Städtevergleich mit Berlin und München.

Aber was genau bedeutet eigentlich sozial? Laut einer Definition des Duden ist es „dem Gemeinwohl, der Allgemeinheit dienend“. Das heißt in der Praxis was? Wir haben in der Redaktion lange darüber diskutiert. Und beschlossen, diese Frage von sechs Hamburgern beantworten zu lassen.

Herausgekommen ist dabei, so unterschiedlich die Leben auch sind, was zählt ist Fürsorge, Achtsamkeit und ein respektvolles Miteinander. Genau. Denn „Zusammen ist man weniger allein“.

SZENE HAMBURG im Schnelldurchlauf:

Text: Hedda Bültmann, Redaktionsleitung SZENE HAMBURG
Beitragsbild: Katja Anna Krug (Unsplash)


Foto: Sophia Herzog

Hedda Bültmann, unsere Redaktionsleiterin, hat den Kopf voller Ideen und seit Mai 2018 bei der SZENE HAMBURG das Ruder in der Hand. Vielleicht ist euch schon die ein oder andere Veränderung im Magazin aufgefallen? Die ist dem Spirit von Hedda zu verdanken. Lust auf Austausch? Ihr erreicht sie unter hedda.bueltmann@vkfmi.de


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, August 2018. Das Magazin ist seit dem 28. Juli 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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