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Stadtmenü-Genießer-Woche: Ein Besuch im Restaurant Zeik

Unter dem Motto „Shell we Meat“ serviert Maurizio Oster im Rahmen des ersten Hamburger „Stadtmenüs“ Auster, Ferkel und kulinarische Herbstgefühle

Text und Fotos: Laura Lück

 

Auster, Speck, Nudel: drei Begriffe, dazwischen vertikale Trennstriche. Das Zeik präsentiert sein Menü im reduzierten Stil, der sich auch durch andere Gourmet-Küchen zieht. Macht man jetzt so – von Haebel bis Klinker. Reduziert, regional, und transparent soll es sein; der Trend geht zur Rückbesinnung auf das Wesentliche. Die schlichte Beschreibung verrät gerade genug, um Appetit zu wecken, lässt aber auch Raum für Spannung beim Gast.

Als Küchenchef Maurizio Oster den ersten Gang serviert, lüftet sich das Geheimnis um die drei geschmacklichen Hauptakteure. Eine Vorspeise, die letztlich gar nicht mehr schlicht klingt: Ravioli mit Austergelee-Füllung in würzigem Speckschaum mit Speckcrumble-Garnitur. Ein Volltreffer! Und Maurizios persönliche Interpretation des Mottos „Shell we Meat“, unter dem die teilnehmenden Hamburger Restaurants diese Woche im Rahmen des „Stadtmenüs“ zum Probierpreis kochen.

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Dessert und Gerichte im Zeik trösten über das Herbstwetter hinweg

Was die Karte auch nicht verrät: Vor, zwischen und nach den Gängen gibt es laufend schöne Überraschungen. Wunderhübsch angerichtete Amuse Gueules zum Aperitif, ein weiterer Gruß aus der Küche oder eine süße Sorbet-Baiser-Einstimmung vorm Dessert. Auch das obligatorische Brot kommt in zwei Mini-Gängen: Einmal Knäckebrot mit Dip und eingelegten Rettich-Häppchen, danach ofenwarme Brötchen zu cremiger Thymianbutter. Schöne Spielereien, die Spaß und Appetit machen. Vor allem auf das zarte Ferkel und Kürbispüree in Nussbutter.

Das schmeckt nach Herbst, der sich vor den Türen des gemütlichen Restaurants mit Dimmlicht und Kerzenschein langsam breit machen will. Als Johanna das Dessert serviert (Pflaume, Rum, Vanille) und die warme Soße am Tisch auf die Teller gießt, wird das nasskalte Wetter noch erträglicher und es riecht ein bisschen nach Weihnachtsmarkt und Kaminabend. Der Chef beendet den Abend mit Petit Fours und bringt Schokoküchlein und Eierlikörpralinen persönlich an den Tisch.

An diesem Dienstag ist nur ein weiterer Tisch besetzt. Nichts Ungewöhnliches, der Wochentag gilt schließlich nicht als erste Wahl für einen Fine-Dining-Abend. Unser Tipp: Buchen Sie im Zeik doch mal einen Tisch außerhalb der gängigen Date-Nights. Das kulinarische Feuerwerk hebt nämlich verlässlich die Stimmung und hilft so mitunter besser durch die zweite Hälfte einer regnerischen Herbstwoche.

Restaurant Zeik: Sierichstraße 112 (Winterhude)

 

Stadtmenü Hamburg – alle weiteren Teilnehmer:


haebel: Paul-Roosen-Straße 31 (St. Pauli)
Zeik: Sierichstraße 112 (Uhlenhorst)
Rive Fish & Faible: Van-der-Smissen-Straße 1 (Altona)
Chapeau!: Moorfuhrtweg 9 (Winterhude)
Kinfelts: Am Kaiserkai 56 (HafenCity)
Die Gute Botschaft: Alsterufer 3 (Rotherbaum)
Lenz: Poppenbütteler Chaussee 3 (Duvenstedt)
Parkview: Fontenay 10 (Rotherbaum)
Bistro am Fleet: Heiligengeistbrücke 4 (Neustadt)
Petit Bonheur: Hütten 85-86 (Neustadt)
Brechtmanns Bistro: Erikastraße 43 (Eppendorf)


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Stadtmenü: Sieben Tage Haute Cuisine

Vom 9. bis zum 15. September laden Hamburger Gourmet-Restaurants zum Probier-Menü

Text: Laura Lück
Foto: Parkview – The Fontenay

Wer Lust auf Neue Food-Perlen hat, markiere sich die Woche vom 9. bis 15. September im Kalender. Im Rahmen des Projekts „Stadtmenü“ haben sich elf Hamburger Restaurants vom gemeinsamen Motto „Shell we Meat?“ inspirieren lassen – und Probier-Menüs zum Einheitspreis kreiert, die zwei Welten zusammenbringen: Landtiere und Meeresfrüchte, – von Hummer bis Hochrippe.

Von Neueröffnungen über etablierte Klassiker bis zum Hotelrestaurant sind einige Juwelen der Gastro-Szene dabei. Jeder interpretiert „Shell we Meat?“ dabei individuell – in Form von Mittags- oder Abendmenüs für 49 oder 79 Euro.

 

Premiere in Hamburg

 

In Brechtmanns Bistro in Eppendorf kommt zum Beispiel als Einstieg roher, marinierter Kabeljau mit Limette und Koriander auf den Tisch, gefolgt von einer scharfen thailändischen Garnelensuppe und glasierter Rinderhüfte mit Salatbeilage, bevor Gratin aus Waldbeeren und Mascarpone das süße Finale einläutet.

2014 ging das Stadtmenü-Konzept im Rahmen der Berlin Food Week an den Start. Dieses Jahr feiert es in Hamburg Premiere und lädt dazu ein, dem Lieblingsitaliener untreu zu werden und gehobene Hamburger Küche zum fairen Preis zu entdecken. Ob fürstliches Dinner im Parkview, Fabian Haebels berühmte Nordic-French Cuisine auf St. Pauli oder Jakobsmuscheln im Petit Bonheur – ab sofort kann reserviert werden.

Stadtmenü Hamburg: 9.-15.9.19, verschiedene Restaurants:
haebel: Paul-Roosen-Straße 31 (St. Pauli)
Zeik: Sierichstraße 112 (Uhlenhorst)
Rive Fish & Faible: Van-der-Smissen-Straße 1 (Altona)
Chapeau!: Moorfuhrtweg 9 (Winterhude)
Kinfelts: Am Kaiserkai 56 (HafenCity)
Die Gute Botschaft: Alsterufer 3 (Rotherbaum)
Lenz: Poppenbütteler Chaussee 3 (Duvenstedt)
Parkview: Fontenay 10 (Rotherbaum)
Bistro am Fleet: Heiligengeistbrücke 4 (Neustadt)
Petit Bonheur: Hütten 85-86 (Neustadt)
Brechtmanns Bistro: Erikastraße 43 (Eppendorf)


Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, September 2019. Titelthema: Mobilität – Das bewegt die Stadt. Das Magazin ist seit dem 29. August 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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