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Hamburgs Programmkinos starten Spendenaufruf

Die Corona-Krise gefährdet die Existenz der Programmkinos. Unter dem Motto „The Show Must Go On“ haben sich die Kinos zusammengeschlossen und einen Spendenaufruf gestartet.

 

Was wäre Hamburgs Kinolandschaft ohne seine Programmkinos? Die kleinen Lichtspielhäuser zaubern Filme jenseits des Mainstreams und aus allen Ecken der Welt auf ihre Leinwände. Und nicht nur das: Sie veranstalten Hintergrundgespräche, Podiumsdiskussionen und Film-Festivals. Damit das auch nach Corona so bleiben kann, sind die Kinos jetzt auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Aktuell sind aufgrund von Corona-Schutzmaßnahmen alle Kinos geschlossen. Die Betreiber haben seit Wochen keine Einnahmen, aber die Fixkosten laufen weiter. Wie bei vielen anderen Kulturbetrieben auch, haben die Programmkinos keine großen Rücklagen, auf die sie in der jetzigen Situation zurückgreifen könnten. In einem Online-Spendenaufruf bitten die Betreiber daher um finanzielle Unterstützung, um „die Hamburger Kinolandschaft in ihrer Vielfalt und Fülle zu erhalten, wie wir sie aus den letzten Jahren und Jahrzehnten kennen“ heißt es in dem Aufruf.

Ziel ist es, eine Spendensumme von insgesamt 400.000 Euro einzusammeln. Die Spendeneinnahmen werden dann an die teilnehmenden Hamburger Programmkinos aufgeteilt. Jedes Kino bekommt die gleiche Summe, um einen Teil ihrer Ausgaben decken können. Beteiligte Kinos sind: Abaton, Alabama, B-Movie, Blankeneser Kino, 3001, Elbe Kino, Filmraum, Koralle, Lichtmess, Magazin, Passage, Savoy, Schanzenkino, Studio Kino und das Zeise Kino. /NF

Unterstützen könnt ihr die Aktion unter www.startnext.com/hamburgerkinos

 

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Zero Waste – Noch mehr Stückgut

Knapp ein Jahr nach der Eröffnung hauen sie die gute Nachricht raus: Stückgut eröffnet eine zweite Filiale. Schon bald lässt sich auch in der Rindermarkthalle unverpackt einkaufen.

Die Welt versinkt im Müll. Allein die Deutschen produzieren laut Bundesumweltamt jährlich 45 Millionen Tonnen, das sind rund 559 Kilo pro Einwohner. Um hier ein grünes Zeichen zu setzen, hat im Januar 2017 mit Stückgut Hamburgs erster Unverpackt-Laden in Ottensen seine Türen geöffnet. Per Crowdfunding hatten Christiane Bors, Insa Dehne, Sonja Schelbach und Dominik Lorenzen zuvor rund 43.000 Euro gesammelt, um ihren Traum von einem nachhaltigen Supermarkt zu verwirklichen. Hier gibt es (fast) alles – außer: Verpackungen. Und das kommt an. „Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen“, freut sich Geschäftsführerin Insa Dehne. „Offenbar sehnen sich die Menschen danach, ihren Plastikverbrauch einschränken zu können.“

Jetzt planen die Macher ihre zweite Filiale. Im Frühjahr soll sie in der Rindermarkthalle eröffnen. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Auf rund 100 Quadratmetern soll es auch dort Lebensmittel sowie Kosmetik und Haushaltsprodukte geben – alle verpackungsfrei und möglichst aus der Region. Denn schließlich geht es um Nachhaltigkeit und dafür braucht man keine weiten Wege. Wer einkaufen möchte, bringt sich seine Verpackungsbehälter mit – oder erwirbt einfach welche im Laden. Abfüllen, wiegen, fertig.

Der bestehende Laden in Ottensen bleibt von den neuen Plänen unbeeinträchtigt. Aktuell sucht das Stückgut-Team bereits nach Verstärkung für die neue Filiale. Es gibt viel zu tun: „Wir müssen die Ladeninneneinrichtung fertigstellen, Behälter und Ware bestellen und und und“, sagt Insa Dehne. „Aber diesmal wissen wir ja schon viel besser, wie es geht und was wir brauchen; das macht es etwas leichter.“ Auf Startnext hat das Stückgut- Team bereits ein neues Crowdfunding gestartet.

Text: Ilona Lütje

Unterstützt Stückgut auf Startnext unter www.startnext.com/stueckgut2

 


 Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG, Februar 2018. Das Magazin ist seit dem 26. Januar 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!