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Das Studio, das Hamburg zur Filmstadt macht(e)

Die Gründung von Studio Hamburg, zunächst noch als Real-Film, gilt als Initialzündung für die Branche an der Elbe. In Tonndorf werden Klassiker der Film- und Fernsehgeschichte produziert. Längst geht es nicht mehr nur um Kino und TV. Geschäftsführer Johannes Züll setzt für die Zukunft auf eine Strategie, die alle Märkte bedient – auch Streaming-Plattformen

Text: Andreas Daebeler

 

Ohne Studio Hamburg gäbe es keinen „Tatortreiniger“, kein „Großstadtrevier“, keinen „Blochin“ und keine Edgar-Wallace-Verfilmungen. Wenn es um Film, Fernsehen und Medien geht, nimmt das Unternehmen mit seinem Studiogelände im Hamburger Stadtteil Tonndorf in Deutschland eine Schlüsselrolle ein. Und ist ein Beweis dafür, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine große Bedeutung für die Filmwirtschaft hierzulande hatte und hat. Denn Studio Hamburg ist eine Tochter der NDR Media GmbH.

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1947 gegründet: Studio Hamburg (Foto: Staatsarchiv Hamburg, Studio Hamburg)

 

Der Beginn in der Nachkriegszeit

 

Die Anfänge des Studios gehen bis in die Nachkriegszeit zurück: 74 Jahre ist es her, dass Gyula Trebitsch und Walter Koppel die Weichen stellen und mit dem Film „Arche Noah“ die erste Produktion auf den Weg bringen. Damals noch unter dem Namen Real-Film. Regie führt seinerzeit Werner Klingler und die Bedingungen sind für Filmschaffende im noch weitgehend zerstörten Hamburg alles andere als einfach. Es muss viel improvisiert werden, so wird unter anderem in einem kleinen Tanzsaal eines Gasthauses in Ohlstedt gearbeitet, wo nicht mal eine Totale gedreht werden kann, so eng geht es zu. „Arche Noah“, in dem die Geschichte einer Trümmerfrau erzählt wird, die alles verloren hat, ihrem Leben ein Ende setzen will und von zwei jungen Männern gerettet wird, gilt heute als Initialzündung für Hamburg als Filmstadt.

 

Von Jürgen Roland bis Axel Milberg

 

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Der Gründer Gyula Trebitsch (l.) und damaliger Geschäftsführer Claus Kühn (Foto: Staatsarchiv Hamburg, Studio Hamburg)

Mit dem Umzug in eine Villa nebst Werkstätten in Tonndorf bekommt das Studio sein Zuhause. Eines, das fortwährend wachsen wird. Zeitgleich beginnt ein heute legendärer Hamburger Regisseur seine Arbeit: Jürgen Roland ist zunächst Regieassistent von Eugen York und wird später mit „Stahlnetz“, dem „Großstadtrevier“ und vielen weiteren Produktionen für Furore sorgen. Stars wie Curd Jürgens, Heinz Rühmann und Hans Albers geben sich die Klinke in die Hand. Klassiker des deutschen Films wie „Des Teufels General“ und „Der Hauptmann von Köpenick“ entstehen. Und Produktionen für das unter Filmschaffenden in den 1950er-Jahren noch verpönte Fernsehen gewinnen an Bedeutung. „Gestatten, mein Name ist Cox!“ mit Günter Pfitzmann, „Gertrud Stanitzki“ mit Inge Meysel und Krimiserien wie „Hafenpolizei“ und „Polizeifunk ruft“ werden zu Lieblingen des Publikums.

1970 wird mit „Taxi nach Leipzig“ in Verantwortung des NDR der allererste „Tatort“ gedreht – der Beginn einer der größten Erfolgsgeschichten im deutschen Fernsehen überhaupt. Noch heute produziert Studio Hamburg regelmäßig „Tatorte“, unter anderem aus der Borowski-Reihe mit Axel Milberg. Neben dem NDR sind auch viele andere Sender im Studio Hamburg präsent. So ist etwa das ZDF mit einem Landesstudio vertreten, auch RTL und Sat.1 haben auf dem Gelände Produktionsstätten.

 

Talentförderung

 

Johannes Züll ist Vorsitzender der Geschäftsführung bei Studio Hamburg. Er äußert sich zur Bedeutung des Unternehmens für die Filmbranche hierzulande, wenn es um Innovation, neue Impulse und die Förderung junger Talente geht: „Als eines der größten Produktions- und Dienstleistungsunternehmen für Film und Fernsehen in Deutschland steht das bei uns ganz weit oben auf unserer Agenda. Wir fördern junge Talente möglichst ‚on the job‘ und wir sind präsent in der Nachwuchsförderung.“ Das zeige sich auch am über mehr als 20 Jahre verliehenen Studio Hamburg Nachwuchspreis, der zuletzt 2019 vergeben wurde. Und seit diesem Jahr als Partner von First Steps, einer Initiative, die junge Talente mit Könnern der Szene zusammenbringt.

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Dreh von „Die Pfefferkörner“ (Foto: Marion von der Mehden)

 

Film und Fernsehen

 

Züll hat auch Antwort auf die Frage, was aktuell anliegt und an welchen wichtigen Produktionen Studio Hamburg beteiligt ist. „Trotz Corona-bedingter Einschränkungen arbeiten unsere Produzentinnen und Produzenten unter Volldampf “, so der Geschäftsführer. Aktuell laufe im Kino grade „Ich bin dein Mensch“, ausgezeichnet mit vier Deutschen Filmpreisen (Lola) und gleichzeitig auch der deutsche Beitrag für den Oscar.

Auch der zweite „Pfefferkörner“-Film mit dem Titel „Die Pfefferkörner und der Schatz der Tiefsee“ sei bereits zu sehen. Mit „Die Toten von Marnow“ sei zudem eine der erfolgreichsten High-End-Dramaserien in diesem Jahr ausgestrahlt worden. „Die Serie erhielt zwei Fernsehpreise“, sagt Züll nicht ohne Stolz. Die Miniserie „Unorthodox“ habe ebenfalls viele Erfolge gefeiert, unter anderem sei sie 2021 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet worden. „Auch in der Dokumentation, im Naturfilm oder im Entertainment sind wir an vielen erfolgreichen Produktionen beteiligt“, so der Geschäftsführer. Denn bei Studio Hamburg werden neben Filmen auch Erfolgsformate wie „Wer weiß denn sowas?“ mit Kai Pflaume produziert.

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Am preisgekrönten Film „Ich bin dein Mensch“ ist Studio Hamburg beteiligt (Foto: Christine Fenzl)

 

Ein großes Unternehmen

 

Aktuell bezeichnet sich die Studio Hamburg Gruppe, zu der etliche Tochterfirmen gehören, als eines der führenden deutschen Unternehmen auf dem Mediensektor. Der jährliche Umsatz wird auf 300 Millionen Euro taxiert. Rund 800 Festangestellte und Hunderte freie Mitarbeiter sind für die Gruppe, die außer in Hamburg auch in Köln, München, Berlin und sogar in London vertreten ist, im Einsatz. Das Dach der Unternehmensgruppe bildet die Studio Hamburg GmbH als Holding. Darunter gliedert sich das Unternehmen in die zwei Geschäftsbereiche Produktion und Distribution sowie Atelier und Technik. Unter dem Dach der Produktion sind die Firmen Cinecentrum, Polyphon und Serienwerft sowie die der Studio Hamburg Produktion Gruppe zugehörigen Produktionsfirmen Letterbox Filmproduktion, Real Film Berlin, Doclights, Nordfilm, Riverside Entertainment, B.vision Media, Amalia Film und Studio Hamburg UK versammelt. Unter den Geschäftsbereich Atelier & Technik fallen Studio Berlin, Studio Hamburg Ateliersbetrieb, Studio Hamburg Postproduction, Studio Hamburg MCI und Studio Hamburg Synchro.

 

Breit aufgestellt

 

Dass Studio Hamburg sich breiter aufstellen muss, weil heute nicht mehr unbedingt für die Primetime im linearen Fernsehen produziert wird, dass hingegen Mediatheken und Serien immer wichtiger werden, ist für den Studio-Hamburg-Chef offenkundig eher Chance als Problem. „Der Markt wandelt sich und der Markt wächst. Wir freuen uns und sind stolz, dass wir mit unseren Tochterunternehmen für alle Marktteilnehmer, die Öffentlich-Rechtlichen, die privaten TV-Sender, aber auch die Streaming-Plattformen arbeiten dürfen“, so Johannes Züll.

studio-hamburg.de


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Hamburger des Monats – Der LKA-Beamte Uwe Chrobok

In 40 Jahren beim Landeskriminalamt Hamburg hat Uwe Chrobok einiges miterlebt. Ein Gespräch über Berufsethik und die enorme Entwicklung der DNA-­Analyse

Interview: Ulrich Thiele
Foto: Jakob Börner

 

SZENE HAMBURG: Herr Chrobok, zugespitzt formuliert, suchen Sie und Ihr Team keine Mörder, sondern ob überhaupt ein Mord oder ein Fremdeinwirken stattgefunden haben könnte. Wie gehen Sie dabei vor?

Uwe Chrobok: In aller Regel wer­den wir von Streifenwagenbesatzungen angerufen, wenn es bei einem Todesfall dubiose Umstände gibt. Je nach Lage entscheiden wir dann, ob wir ausrücken und uns die Situation vor Ort ansehen. Wenn wir hinfahren, gehen wir so vor wie die Mordkommission und die Spurensicherung: unter Vollschutz, mit weißem Anzug, Handschuhen, Mundschutz, Kapuze, um nicht einen eventuellen Tatort zu kontaminieren. Dann untersuchen wir den Leichnam so, wie ein Rechtsmediziner es auch tut.

Wie viele Fälle untersuchen Sie im Jahr?

Von insgesamt rund 18.000 Sterbefällen in Hamburg untersuchen wir ungefähr ein Drittel.

In einigen Fällen erhalten Sie auch Nachricht vom Hausarzt, wenn er ein mögliches Fremdeinwirken feststellt.

Genau. Die Schutzpolizei wird vom Hausarzt informiert, dass eine natürliche Todesursache nicht bestätigt werden kann, weil dem Tod zum Beispiel ein Sturz vorausgegangen ist, oder weil jemand im Zuge einer Operation gestorben ist und es durchaus einen Zusammenhang geben könnte. Dann wird der Sterbefall zwar gemeldet, wir stellen den Leichnam aber sicher, er kommt ins Institut für Rechtsmedizin, und wir übernehmen die Aufklärung.

 

Die sogenannte Kausalkette

 

Laut Statistik sind nur rund zwei Prozent der Todesbescheinigungen fehlerfrei. Wie kommt es dazu?

Es kommt häufig vor, dass die Ärzte einen natürlichen Tod bescheinigen, weil die Todesursache natürlich und isoliert betrachtet auch nachvollzieh­bar erscheint. Gleichwohl kann sich ein scheinbar natürlicher Todesfall aber auch anders darstellen.

Mein Pa­radebeispiel ist ein realer Fall: Es gibt einen Verkehrsunfall, der Beifahrer ist danach von Hals ab gelähmt, dadurch bettlägerig und bedarf der Pflege. Nach einem halben Jahr erkrankt er an einer Lungenentzündung. Der Patient verstirbt an dieser Lungenentzündung und die Todesursache ist, rein medizinisch betrachtet, natürlich. Dann aber kommen die Zusammenhänge ins Spiel: Warum ist er an dieser Lungenentzündung überhaupt erkrankt?

Dann greift die sogenannte Kausalkette: Wäre der Unfall nicht gewesen, hätte er keinen hohen Querschnitt erlitten, wäre nicht bettlägerig geworden und wäre durch die Bettlägerigkeit nicht an der Lungen­ entzündung erkrankt.

Mit welchen Folgen?

Es entstehen juristische Kniffe: Der Fahrer, der den Verkehrsunfall verursacht hat, wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Da der verletzte Mensch aber später daran gestorben ist, hat sich die Rechtsart in der Form geändert, dass aus der fahrlässigen Körperverletzung eine fahrlässige Tötung geworden ist.

Wie kam der Fall heraus?

Der verstorbene Mann wurde eingeäschert. Vor jeder Einäscherung ist, anders als bei einer klassischen Beerdigung, noch mal eine amtsärztliche Leichenschau vorgeschrieben. In Hamburg sind es die Rechtsmediziner, die diese Leichenschau durchführen, und die uns in diesem Fall gemeldet haben: Verkehrsunfall mit hohem Querschnitt in der Vorgeschichte – das kann daher kein natürlicher Tod sein. Wäre er beerdigt worden, wäre das nicht herausgekommen.

 

„Wir gehen mit schwierigen Themen ganz offen um“

 

Gibt es Methoden gegen solche Lücken?

Im Moment gibt es in Hamburg keine Methoden, die das sicherstellen können. Andere Bundesländer arbeiten nach einem anderen System. Bremen hat das Prinzip, dass alle Verstorbenen solange bei den Bestattungsunternehmen bleiben, bis eine amtsärztliche Un­tersuchung durchgeführt wurde.

Das Hauptproblem an dieser Methode ist aber, dass, wenn der Leichnam vom Fundort entfernt wird, ohne dass die Polizei dort tätig gewesen ist, alles verändert ist und die Spurensicherung nicht mehr richtig arbeiten kann. Der Fundort muss „eingefroren“ werden, bis wir uns den Tatort zusammen mit der Spurensicherung gründlich angesehen haben.

Was schlagen Sie vor?

Für Hamburg wäre die Ideallösung, dass die Amtsärzte gemeinsam mit der Polizei, die Leichenschau für jeden Verstorbenen vor Ort durchführen würden.

Sie sind oft mit dem Tod konfrontiert. Wie gehen Sie mit der Schwere Ihres Berufs um?

Wir haben die Möglichkeit, an unsere Seelsorger oder psychosoziale Notfallbetreuung heranzutreten. Wir in unserem speziellen Sachgebiet gehen mit schwierigen Themen ganz offen und ehrlich um. Aber nicht jeder kann mit jeder Art des Versterbens gleich gut umgehen.

Ich mag überhaupt keine Fälle, in denen Menschen von einer Bahn überfahren wurden. Wenn Leute sich vor einen Zug geworfen haben in suizidaler Absicht, birgt die Feuerwehr die Leichenteile. Ich muss dann in diesen Leichenteilen zum Beispiel nach einem Ehering suchen, was es mir ermöglicht, diese Person zu identifizieren. Andere haben damit überhaupt kein Problem.

 

Der „CSI“­-Effekt

 

Ihre Arbeit beinhaltet spezielle Herausforderungen. Wie sieht es mit Nachwuchs aus?

Wer zu uns will, hospitiert zunächst für rund zwei Wochen bei uns, in denen wir gucken, ob derjenige überhaupt geeignet ist und die Aufgabe ernst nimmt. Ich habe auch schon Leute abgelehnt, die die Voraussetzungen nicht mitgebracht haben.

Ich bin auch als Prüfer bei Bewerbungsgesprächen dabei und stelle immer wieder fest: Viele denken, die Arbeit hier wäre so, wie sie in Fernsehserien dargestellt wird. Die wollen am liebsten Forensiker und Profiler in einem sein und auch noch die bösen Buben selbst überführen.

Gucken Sie Krimiserien oder ärgern Sie sich dann nur?

(lacht) Ich war auch mal großer „CSI“-­Fan. Dieser „CSI“­-Effekt ist tatsächlich wissenschaftlich erwiesen – die Leute sehen sich diese Serie an und erwarten das gleiche Verhalten, das ein Horatio Caine an den Tag legt, auch von uns – also locker die Sonnenbrille abnehmen und dann aus fünf Metern Entfernung die Hautschuppe auf dem Gardinenbrett entdecken. Aber das ist natürlich alles nicht realistisch. Außerdem sind die Amerikaner auch weiter als wir, was die DNA­-Analytik und die Geschwindigkeit der DNA-­Ausmusterung angeht.

Aber auch in Deutschland haben sich die technischen Möglichkeiten entwickelt …

Als ich Mitte der 90er zur Mordkommission kam, steckte die DNA­-Analytik noch in den Kinderschuhen. Wir haben damals immer eine Röhre mit Blut in der Serologie abgegeben und waren schon froh, wenn wir die Blutgruppe definieren konnten.

Heute können wir einen mikroskopisch kleinen Blutfleck am Tatort sichern. Die Möglichkeiten reichen bis zum genetischen Phantombild, allerdings dürfen wir in Deutschland aus Datenschutzgründen nur bestimmte Sequenzen eines DNA-­Strangs untersuchen.

Den Niederländern und den USA ist es erlaubt, aus dem DNA­-Material ein Phantombild zu erstellen. Ich war ein­ mal dabei, als die Software mit Probanden getestet wurde – ich war beeindruckt, wie frappierend die Ähnlichkeit zwischen der realen Person und dem Phantombild war.

 

„Die Berufsethik ist enorm wichtig“

 

Wie sieht Ihre Arbeit in der Identifizierungskommission aus?

Zum Beispiel nach dem Tsunami in Südostasien 2004 waren wir Teil einer internationalen Unit, die die Identifizierung dieser Zigtausenden Menschen durchgeführt hat. Wir haben die so­ genannten Ante­-Mortem­-Daten, also der Daten, die vor dem Tod entstanden sind, beigesteuert. Auch beim Absturz der German Wings vor vier Jahren in den Alpen waren wir in diesem Bereich beteiligt.

Unser letzter Einsatz war das Busunglück auf Madeira. Da war ein Hamburger Ehepaar dabei und wir haben bei der Identifizierung geholfen, indem wir diese Daten hier erhoben haben in Form von Fingerabdrücken und DNA­-Material. Bei dieser Arbeit ist übrigens die Berufsethik enorm wichtig – ein Thema, das mich sehr beschäftigt und über das ich Vorträge halte.

Erzählen Sie.

Bei dem German-Wings-­Absturz sind sehr viele, auch kleine Leichenteile gefunden worden. Ein Beispiel: Nun findet man den Teil einer Fingerkuppe, und dann stellt sich die ethisch-­moralische Frage: Wenn ich diese Fingerkuppe untersuche, habe ich am Ende ein DNA­-Muster, aber keine Fingerkuppe mehr. Was soll ich den Angehörigen sagen? Wir haben die Fingerkuppe Ihrer Tochter gefunden, aber jetzt ist sie nicht mehr da, weil wir jetzt sicher sind, dass das die Fingerkuppe Ihrer Tochter war. Das sind die Fragestellungen, die richtig tief in den Bereich Ethik, Theologie und alles, was damit zusammen­ hängt, hineingehen.

Landeskriminalamt Hamburg: Bruno-Georges-Platz 1 (Winterhude)


Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, September 2019. Titelthema: Mobilität – Das bewegt die Stadt. Das Magazin ist seit dem 29. August 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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