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Zelt, Schlafsack, Natur: Camping im Umland

Sommerszeit, Urlaubszeit. Doch wohin soll’s dieses Jahr bloß gehen? Corona-bedingt fällt bei vielen die Fernreise noch einmal aus. Die Alternative: Camping im Umland. Also ab in die Natur und gleich nebenan die Seele baumeln lassen

Text: Noa Niss

 

Camping Land an der Elbe

Camping Land an der Elbe in Stove bei Hamburg

Camping Land an der Elbe in Stove bei Hamburg

Direkt am Stover Strand findet ihr das, bereits 60 Jahre bestehende, Camping Land. Ein kleiner Familienbetrieb, der mit zwei parkähnlichen, naturbelassen Stellplätzen zum Selberaussuchen die perfekte Mischung aus Ruhe und Abenteuer bereithält. Neben Sanitäranlagen, Waschmaschinen und Trockner bekommt ihr im Supermarkt nebenan alles, was das Herz für euren Aufenthalt begehrt. Und auch zum Erleben gibt es hier viele Action-Angebote wie Wassersport, Motorboot-Ausflüge oder auch etwas gemütlichere Angelplätze.

Camping Land
Stover Strand 7, 21423 Drage

 

Naturcamping Buchholz

Naturcamping Buchholz

Naturcamping Buchholz am Ratzeburger See

Nicht weit entfernt von der Lüneburger Heide befindet sich der wunderschöne Naturcampingplatz Buchholz. Für einen Ausgleich zum Stadtleben also genau das Richtige. Hier liegt am Ratzeburger See, mitten im Naturparadies der Lauenburgischen Seenplatte, der Campingplatz. Also Idylle pur. Und auch darüber hinaus gibt es noch viele Ausflugsziele drum herum. Ob zum nahe gelegenen Milchbauern, durch die wilde Natur, in die schöne Stadt Scharbeutz an der Ostsee oder mit dem Kanu über den See, die Möglichkeiten sind groß und auch vor Ort ist mit Sanitärgebäude, Waschmaschine und Restaurant ausgesorgt.

Naturcamping Buchholz
Am Campingplatz 1, 23911 Buchholz

 

Campingplatz Rote Schleuse

Camping Rote Schleuse in Lüneburg

Camping Rote Schleuse bei Lüneburg

Ganz in der Nähe vom schönen Lüneburg und nur 45 Minuten entfernt von Hamburg liegt der Campingplatz Rote Schleuse. Schon 1955 wurde er in einem Waldgebiet eröffnet und liegt seit dem im romantischen Ilmenautal umgeben von einer großen Wiese. Hier können Gäste problemlos mit Caravan oder Wohnmobil stehen und auch Zelt-Liebhaber finden Platz zwischen kleinen Bäumen im Schatten. Ein echter Geheimtipp. Denn die Atmosphäre ist wunderbar familiär, es ist ruhig und idyllisch und neben dem historischen Haupthaus mit Wintergarten befindet sich sogar ein biologischer Badeteich für warme sonnige Tage

Camping Rote Schleuse
Platzhirsch OHG, Rote Schleuse 4, 21335 Lüneburg

 

Campingplatz am Waldbad

Camping Waldbad in Ebstorf in der Lüneburger Heide

Camping Waldbad bei Ebstorf in der Lüneburger Heide

Wie der Name schon vermuten lässt, befindet sich der naturbelassene Campingplatz Waldbad inmitten von Bäumen und Gräsern am Rande eines großen Waldes voller Buchen und Eichen. Der Platz liegt nahe Ebstorf und ist somit nur eine Stunde mit dem Auto von Hamburg entfernt. Ob mit dem Camper oder dem Zelt, hier ist reichlich Platz und auch in den sonnigen Stunden viele schattige Nischen für Besucher, die ihren Urlaub eher abgelegen und für sich erleben möchten. Wer nicht den ganzen Tag durch den herrlich duftenden Wald spazieren möchte, kann sich auch Fahrräder ausleihen und die Umgebung erkunden oder ins campingeigene Schwimmbecken springen.

Camping Waldbad
Hans-Rasch-Weg, 29574 Ebstorf


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Camping war gestern. Wir glampen jetzt!

Das miefige Zelt, dessen Aufbau Stunden dauert. Die unbequemen und wackeligen Regiestühle. Klöternde Alutöpfe auf dem zischenden Gaskocher. Camping-Urlaub kann herrlich oldschool sein. Muss er aber nicht. Denn mit Glamping gibt’s ja einen neuen Trend

Text: Andreas Daebeler

 

Beim Glamping wird dem Bedürfnis nach Natur und einem Outdoor-Erlebnis mit der gewissen Prise Luxus entsprochen. Das Kunstwort Glamping besteht aus den beiden englischen Begriffen „glamourous“ und „camping“. Die Idee hat sich in den vergangenen Jahren in der Tourismusbranche etabliert. Glamper lieben es nicht nur ein wenig komfortabler, sondern sie suchen sich auch gern eine Location abseits des Mainstreams. Außergewöhnlich soll es sein.

Lichterketten-Glamping: Der Retro-Campingwagen Kutschi wartet beim Elbe-Glamping in Stove; Foto: Campingplatz Stover Strand

Lichterketten-Glamping: Der Retro-Campingwagen Kutschi wartet beim Elbe-Glamping in Stove; Foto: Campingplatz Stover Strand

 

Safarizelte, Baumhäuser und Strandkörbe

 

Angesagt sind etwa exotische Behausungen wie zum Beispiel Safarizelte, die in der Zeit der Entdecker unter anderem in Afrika und Indien benutzt wurden. Die modernen und fest installierten Varianten verfügen oft über einen Holzboden und sind mit stylishen Möbeln eingerichtet. Auch Baumhäuser zählen zu den trendigen Übernachtungsplätzen des Glampings. Dazu muss man allerdings schwindelfrei sein.

Romantiker buchen sich einen der liebevoll zurechtgemachten Retro-Camper, die etwa bei Elbe-Glamping in Stove am Strand zu finden sind. Da gibt’s dann gleich auch noch das Hollandrad für die Tour auf dem Deich zu leihen – Nostalgie pur, nur 30 Minuten von Hamburg entfernt. Auch auf dem Dach des Hotels Pierdrei in der HafenCity wird mittlerweile geglampt. In sieben Metern Höhe stehen drei Wohnwagen in der 155 Quadratmeter großen „Camping City“, die ein besonderes Flair haben. Sie sind kunterbunt bemalt mit den Motiven „Flower“ oder „Hippie“, einer ist im Retrolook designt. Alle haben Zugang zu einem gemeinschaftlichen Sanitärbereich mit Warmduschen rund um die Uhr. Danach hat sich schon so mancher Camper auf einem Campingplatz gesehnt. Wer bucht, campt mitten in Hamburg-City.

 

Darum Glamping

 

Bereits seit Jahren ist schon das klassische Camping, das Reisen mit dem Wohnmobil, dem Wohnwagen oder dem ausgebauten Campingbus immer angesagter. Vor allem in Pandemiezeiten hat sich dieser Trend noch einmal verstärkt. Man will raus, an der frischen Luft sein, unabhängig reisen, weg vom Massentourismus. Hinzu kommt der Trend des „Cocoonings“, der seit Jahren anhält. Dabei zieht man sich zurück und findet einen Platz für sich selbst. Es ist ein bisschen, als würde man sich „einigeln“ – nur in kuschelig.

Der Alleskönner von liv.be: Strandkorb, Picknickplatz und Outdoor-Bett; Foto: liv.be

Der Alleskönner von liv.be: Strandkorb, Picknickplatz und Outdoor-Bett; Foto: liv.be

 

Auch nur für eine Nacht

 

Entgegen dreiwöchiger Campingferien mit Zelt oder Wohnmobil, ist Glamping auch für nur eine oder zwei Nächte begehrt. Ein Wochenendausflug mit Campingflair plus Komfort kommt vielen Menschen gerade recht. Und das Beste: Man braucht nicht mal eine eigene Aus-rüstung zu besitzen, sondern setzt sich einfach in das gemachte (und gemütliche) Nest.

Besonders zu empfehlen für nur eine Nacht mit Outdoor-Feeling und Blick in die Sterne ist der Schlafstrandkorb liv.be mit seiner weichen Matratze als Schlafunterlage. Während des Tages können die Matratzen-Teile zu einer Sitzbank geklappt werden und ein kleiner Tisch bietet Platz zum Abstellen. Der lässt sich mit einem Handgriff entfernen und mit einem weiteren wird die Matratze ausgeklappt zu einem komfortablen Doppelbett. Jetzt heißt es zurücklegen, in den Himmel schauen und genießen. Erste Restaurants, Campingplätze und Hotels in ganz Deutschland bieten schon eine solche Übernachtung in einem Schlafstrandkorb an. Manche stehen direkt am Strand. Zeit für echte Entspannung mit Komfort – eine ganz besondere Art des Glampings.

Zu Gast in der „Camping City“ des Pierdrei: der Schlafstrandkorb liv.be; Foto: liv.be

Zu Gast in der „Camping City“ des Pierdrei: der Schlafstrandkorb liv.be; Foto: liv.be

 

Glamping@home

 

Immer mehr Leute nutzen den eigenen Garten zum Aussteigen – gerade in Corona-Zeiten.  Wer sich als „Dauer-Glamper“ versuchen möchte, der holt sich den Schlafstrandkorb liv.be nach Hause. Schließlich ist der Korb ein Alleskönner: Tagsüber spielen und relaxen mit den Kindern oder Freunden, abends den Sonnenuntergang genießen und nachts die Sterne bewundern. Outdoor-Bett, Gästezimmer, Picknick- oder Spielplatz – das hat was. Der Strandkorb bietet bei Wind und Wetter blitzschnell ein Dach über dem Kopf. Und das Gefühl von Urlaub. Auch ohne Meer.


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Caroline: „Läuft das jetzt noch zehn Jahre so weiter?“

Tagein, tagaus wirbeln knapp zwei Millionen Menschen durch Hamburg. Begleitet von hvv switch fischen wir sie für einen Moment aus ihrem Alltag und lauschen ihren Geschichten. Diese Woche sind wir Caroline begegnet.

Protokoll: Max Nölke

 

„Am Wochenende war ich mit ein paar Freunden das erste Mal wieder auf einem kleinen Festival. Wir waren mit meinem Bus unterwegs, den ich mir vor drei Monaten gekauft habe. Den musste ich erstmal entrosten, er ist noch überhaupt nicht ausgebaut, im Fußboden ist ein Loch und außer einem Teppich und einer Matratze ist da gar nichts drin. Aber trotzdem war es unheimlich schön.

Draußen schlafen, gemeinsam aufstehen, schwimmen gehen, zusammen kochen und abends auf einen kleinen Dancefloor im Wald: Es hat sich angefühlt wie aus einer anderen Zeit. Und auf einmal sitze ich am Montagmorgen wieder in der Bibliothek und schreibe Bachelorarbeit. Wenn ich könnte, würde ich sofort in meinen Bus steigen und Richtung Portugal fahren.

Oft habe ich das Gefühl, dass ich im Hier und Jetzt mit meinem Leben sehr gut bin, aber dass es nirgends drauf hinausläuft. Wenn ich dann versuche, mir einen Überblick zu verschaffen, kommen mir immer wieder die Gedanken: Läuft das jetzt noch zehn Jahre so weiter oder kommt da noch was? Und was kommt da überhaupt?

 

„Psychologen wissen gar nicht mehr”

 

Um einige Dinge besser zu verstehen, habe ich vor ein paar Jahren mit Psychologie angefangen. Ich wollte auch wissen, warum so vieles blöd zwischen uns Menschen läuft. Tatsächlich ist das Studium dann aber sehr viel theoretischer und wissenschaftlicher, als ich gedacht hatte. Gefällt mir aber auch. Ganz ehrlich, Psychologen wissen gar nicht so viel mehr über andere Menschen. Wir bekommen bloß Theorien als Handwerkszeug mit auf den Weg.

So genau weiß ich auch noch gar nicht, was ich letztendlich damit machen möchte. Ich glaube einfach, dass ich ein Bedürfnis habe, andere Menschen zu verstehen. Das ist so ein bisschen mein Antrieb.“


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Vanlife: Ein Haus auf vier Rädern

Urlaub mit dem Camper: Unsere Autorin hat ihre Reise auf vier Rädern dokumentiert

Text: Marie Filine Abel

 

Ohne Plan und ohne Ziel: Ganz spontan können wir in unseren Ford Transit steigen und losfahren – wohin es geht, wissen wir oft erst, wenn wir dann auf dem Weg sind. Einen schöneren Urlaub können wir uns kaum vorstellen.

Einen ausgebauten Bus zu besitzen, bedeutet für uns großes Glück. Gerade in Zeiten von Corona. Fällt meinem Freund Jan und mir die Decke auf den Kopf, steigen wir einfach in unser Haus auf vier Rädern. Unser mobiles Haus trägt den Namen Rumo – angelegt an einen Roman von Walter Moers. Im letzten Urlaub in Italien wurde eingebrochen. Ein traumatisches Erlebnis. Seitdem haben auch wir – wie so viele Busbesitzer – einen Namen für unseren Bus.

 

Weniger ist mehr

 

In unserem Bus ist alles da, was wir brauchen: Eine fahrende Bibliothek, ein Gaskocher, ein Bett und viel Stauraum. Letzteres ist besonders wichtig, denn auf fünf Quadratmetern wird es sehr schnell unordentlich. In unserem Bus herrscht gerne Chaos und er sieht nicht so aus, wie so viele andere in den sozialen Medien. Das sogenannte Vanlife ist Trend und Lifestyle: Unter dem Hashtag finden sich auf Instagram mittlerweile 7.411.418 Beiträge. Auch wir haben es uns schön gemacht: Lichterketten und viele Kissen machen Rumo gemütlich.

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Teamarbeit: Jan fährt, Marie navigiert, dann wird getauscht (Foto: Marie Filine Abel)

Bisher haben wir noch immer keinen Kühlschrank. Das ist bei knapp 30 Grad im Schatten oft herausfordernd. Wir behelfen uns dann mit Kühlpacks und einer Kühlbox, die über den Zigarettenanzünder mit Strom versorgt wird. Wir haben auch kein Fließendwasser. Deshalb sind immer zwei Wasserkanister an Bord. Die reichen zum Kochen und Spülen. Zum Abwaschen nutzen wir biologisch abbaubare Seife, wir wollen trotz roter Umweltplakette gut zur Umwelt sein. Dazu gehört natürlich auch, dass wir die Orte, an denen wir stehen, sauber hinterlassen.

 

Wildes Campen ist verboten

 

Busurlaub in Deutschland ist für uns etwas völlig Neues. Bisher waren wir ausschließlich im europäischen Ausland unterwegs, in Schweden, Italien und Kroatien. Die deutsche Campingplatz-Atmosphäre lernen wir erst 2020 kennen. Viel schöner ist es doch in der freien Natur – leider gibt es in Deutschland kein „Allemansrätt“: Im skandinavischen Raum dürfen alle frei zelten und campen. Paradoxerweise mussten wir feststellen, dass dort an den schönsten Orten deutsche H-Milch-Packungen ins Grüne geworfen wurden. Das hat uns schon oft wütend gemacht.

Normalerweise stehen wir hauptsächlich frei, das heißt ohne Campingplatz. Dafür gibt es verschiedene Apps, in denen gute Spots von anderen Campern in elektronischen Karten eingezeichnet werden. Das hat aber zur Folge, dass die vermeintlich geheimen Orte mittlerweile auch überlaufen sind und die Polizei vermehrt Kontrollen durchführt. In Deutschland ist es nämlich nicht erlaubt, wild zu campen – egal ob mit dem Bus oder dem Zelt.

Campingplätze haben oft etwas Spießiges, insbesondere das Dauercamper-Dasein mit betonierten Wegen, Gartenzaun und -zwerg. Deshalb sind wir Fans von Naturcampingplätzen. Dort gibt es viel Grün und romantische Landschaften. Das ist fast wie Wildcampen – nur mit Luxus: Es gibt Duschen und Toiletten.

 

Auf die Plätze, fertig, los

 

Es ist Donnerstag, 15.34 Uhr und wir sitzen im Bus. Es ist heiß in Hamburg und wir fahren Richtung Ratzeburg. Erst mal stehen wir im Stau, die Schulferien haben begonnen – das hatten wir nicht auf dem Schirm. Wir rufen unterwegs bei drei verschiedenen Campingplätzen am Schaalsee an. Bei allen gibt es die gleiche Antwort: Sie sind komplett ausgebucht – zum Teil bis Mitte August. Wir wissen nicht, ob das jetzt an den Sommerferien oder an Corona liegt.

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An der Ostsee hatten die beiden einen Strand für sich alleine (Foto: Marie Filine Abel)

Auf meinem Smartphone schaue ich nach weiteren Seen und finde einen Naturcampingplatz in Perlin am Dümmer See. Ein weiterer Anruf und wir dürfen kommen. Zwei Nächte müssen wir aber bleiben, wegen der Corona-Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern. Hier sind Tagestouristen noch unerwünscht. Laut Navi brauchen wir 97 Kilometer. Um circa 18 Uhr werden wir am Campingplatz herzlich empfangen und dürfen auf einer sehr großen Zeltwiese stehen. Diese teilen wir uns nur mit einem weiteren Van.

 

Planung ist das A und O

 

Wir fahren noch mal los, um einzukaufen. Weil wir nicht wirklich kühlen können, planen wir unsere Mahlzeiten genau. Am ersten Abend gibt es Nudeln mit Tofu und Zucchini-Sahnesoße. Am nächsten Tag Penne all’arrabbiata und Tomate- Mozzarella-Brote. Beim Frühstück gibt es schon lange eine Routine: Kaffee, Orangensaft, Rührei und Avocado. So kann nichts schlecht werden.

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Frühstücksroutine mit Brötchen vom Campingplatz, Rührei, Avocado und ganz wichtig: Kaffee (Foto: Marie Filine Abel)

Bier und Wein kühlen wir mit Eiswürfeln in einer großen Emaille-Schüssel, die wir leider beim Zurücksetzen des Busses plattgemacht haben. Nach einem Abend unterm Sternenhimmel schlafen wir ein. Am nächsten Morgen gibt es Brötchen direkt an unseren Platz geliefert – ein Service vom Campingplatz. Wir haben keinen Tisch dabei, weil wir lieber auf einer großen Decke auf dem Boden sitzen – Hippies eben. Nach dem Frühstück gehen wir keine fünf Minuten zum See. Hier verbringen wir den gesamten Tag, bis wir abends wieder bei Kerzenschein und Musik aus dem Autoradio auf unserer Decke hocken.

 

Einfach weiterfahren

 

Am Freitagabend klingelt Jans Handy: Freunde wollen mit uns den Samstag an der Ostsee verbringen. Laut Navi sind es zum Schwedeneck im Kreis Rendsburg-Eckernförde nur 177 Kilometer, das schaffen wir. Wir springen morgens noch mal in den See, packen unsere Sachen zusammen und fahren los.

Als wir ankommen, fängt es an zu regnen. Nicht schlimm, der Sonnenschirm bietet Schutz und das Unwetter zieht weiter. Unsere Freunde müssen am Abend wieder zurück, wir können bleiben. Nicht weit entfernt finden wir einen Campingplatz, auf welchem wir nicht mal 24 Stunden stehen. Trotzdem müssen wir knapp 30 Euro bezahlen.

Es hat sich aber gelohnt: Wir hatten am Abend einen Strand für uns alleine. Wer mag, geht dort nackt baden. Am Sonntagmorgen frühstücken wir an der alten Schleuse vom Nord-Ostsee-Kanal an einem ruhigen Parkplatz und machen noch einen Spaziergang. Am liebsten wäre ich weitergefahren, aber wir müssen leider wieder nach Hause.


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