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StrassenBLUES: Home Street Home

Die Obdachlosenhilfe StrassenBLUES und ImmoScout24 wollen mit „Home Street Home“ Wohnraum für obdachlose Menschen in Hamburg sichtbar machen

Text: Marco Arellano Gomes

 

Der Obdachlosenhilfeverein StrassenBLUES hat ein neues Projekt am Start: „Home Street Home“ heißt es und hat zum Ziel, Wohnraum für obdachlose Menschen über das Immobilienportal ImmoScout24 sichtbarer zu machen. Gemeinsam mit der Treuhandstiftung DOJO Cares und weiteren Obdachlosenorganisationen wie One Warm Winter sorgt StraßenBLUES in Hamburg dafür, dass Angebot und Nachfrage zueinanderfinden. Vermieter können hierzu Wohnungsinserate für diejenigen bereitstellen, die diese dringend brauchen. Bei obdachlosen Menschen im Leistungsbezug (Arbeitslosengeld II) übernimmt das Jobcenter die Kosten der Unterkunft, die den Bemessungsgrenzen zufolge bis zu 50 Quadratmeter groß und maximal 500 Euro kalt kosten darf. Es gilt als unstrittig, dass obdachlose Menschen leichter in ein selbstbestimmtes Leben zurückfinden, wenn sie wieder eine feste Wohnung haben. „Als Marktführer für Immobilien in Deutschland möchten wir hier ansetzen und helfen“, sagt Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer von ImmoScout24. Die Hoffnung ist, dass Menschen wie Volker, ehemaliger Tischler, 66, seit sieben Jahren obdachlos, wieder dauerhaft Wohnraum erhalten. „Wohnen ist ein Menschenrecht“, so Nikolas Migut, Gründer und Vorsitzender des Hamburger Vereins StrassenBLUES e. V. Unterstützt wird das Projekt von Prominenten wie Stefanie Giesinger, Joko Winterscheidt, die bei Zustandekommen eines Wohnverhältnisses und durch den Kauf von Möbeln unterstützen.

strassenblues.de


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Mojo Store und Hamburger Künstler unterstützen Obdachlose

Um es auf den winterlichen Straßen der Stadt auszuhalten, sammelt der Mojo Store in Kooperation mit Hamburger Künstlern Spenden für „Hoods gegen die Kälte“

Text: Felix Kirsch

 

Der extrem kalte Winter, gepaart mit den pandemischen Bedingungen, bringt Obdachlose an ihre Grenzen. Schon jetzt wurden so viele Wohnungslose tot aufgefunden, wie im gesamten Vorjahreswinter. Um den Schwächsten der Gesellschaft zu helfen und sie warm zu halten, haben sich Hamburger Künstler zusammengetan und ein lobenswertes Projekt auf die Beine gestellt: Mit „Hoods gegen die Kälte“ kämpfen die Hamburger Designer Ronja Fischer, Live.Artclub, Nils Poppe und Krashkid in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Modelabel Mojo Store und einer Partnerproduktionsstätte in Serbien gegen den Unterkühlungstod auf der Straße.

Die Idee: Menschen kaufen einen Designer-Hoodie und finanzieren damit automatisch einen weiteren, extra dicken Hoodie. Dieser soll durch den Duschbus „GoBanyo“ an obdachlose Menschen in Hamburg verteilt werden. Die Special-Pullover sind mit dickem Fleece gefüttert und können zumindest dabei helfen, die eisigen Hamburger Nächte zu überstehen. Nach eigenen Angaben sollte das Projekt aus  Nachhaltigkeits-Gründen vorfinanziert werden. Und das mit Erfolg: Innerhalb eines Tages haben etliche Supporter eine stolze Summe in das Projekt investiert und es somit schon jetzt realisiert.

 

Spendenziel schon erreicht

 

Über die Plattform Start Next sammelten die Projektgründer mehr als 9000 Euro von knapp 100 Supportern – und das innerhalb eines Tages. Deshalb können die Hoodies also bald produziert und auf der Straße verteilt werden. Ganz im Sinne der Parität werden überschüssige Einnahmen von den Projektleitern gespendet. Die Realisierung des Projektes soll noch im Februar erfolgen. Wer einen der begehrten Hoodie ergattern möchte und damit etwas Gutes tut, kann das Projekt noch bis zum 21. Februar unterstützen.


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