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07.06. | Theater | Nichts. Was im Leben wichtig ist | Junges Schauspielhaus

Theater, live – und draußen: An den ersten drei Juniwochenenden zeigt das Junge Schauspielhaus Stücke seines Repertoires im sogenannten „Heckentheater“ im Hamburger Stadtpark: Heute läuft Klaus Schumachers gefeierte Inszenierung des Jugendbuchklassikers „Nichts. Was im Leben wichtig ist“.

In der fiktiven dänischen Kleinstadt Tæring steht der 13-jährige Pierre Anthon plötzlich von seinem Stuhl auf und weigert sich, weiterhin in die Schule zu gehen. Er nistet sich von nun an in einem Pflaumenbaum ein und behauptet, dass nichts auf der Welt eine Bedeutung habe. Seine Mitschüler fühlen sich davon derart provoziert, dass sie ihm um jeden Preis das Gegenteil beweisen wollen: Sie fangen an, alles, was ihnen etwas bedeutet, zu „opfern“. So wächst ein „Berg von Bedeutung“ an: Was leicht und spielerisch mit den grünen Lieblingssandalen eines Mädchens beginnt, wird zunehmend schwer und eskaliert, als die Jugendlichen voneinander immer höhere Einsätze fordern – bis hin zur Jungfräulichkeit eines Mädchens und dem kleinen Finger eines Gitarre spielenden Jungen. Je größer und schmerzlicher die Opfer, umso mehr wachsen die Rachefantasien an. Es entspinnt sich eine Gewaltspirale zwischen den Jugendlichen, die in der Katastrophe mündet.

Die Inszenierung wird für die Freiluftaufführungen natürlich etwas umgestaltet. Und die Vorstellung findet selbstverständlich unter strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen statt.

/ IR

Junges Schauspielhaus
7.6.2020


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