(1.6.) Musik, KAFVKA, Hafenklang, 21 Uhr

Eines ist sicher: Die politischen Ansagen der Berliner-Band KAFVKA auf ihrem kürzlich erschienenen zweiten Album „2084“ sind nicht schwächer, die Gitarren nicht leiser als auf ihrem Debüt „Hände Hoch!“ (2016). „Es ist 2018. Bleibt alles scheiße.“ Soweit die harte textliche Feststellung auf dem neuen Werk. Und der Blick in die Zukunft fällt nicht rosiger aus, im Gegenteil.

In den Songs der Gruppe, die zu gleichen Teilen nach dem Schriftsteller Franz Kafka und dem einstigen MTV-Moderator Markus Kavka benannt hat, wird alles zu einer orwellschen Dystopie. Globalisierung, Rassismus, Massentourismus und -konsum, europäische Stellungnahme in der Flüchtlingskrise, AfD: Der rote Faden der Band ist eine scharfe Kritik am ausbeuterischen System. Die Jungs von KAFVKA liefern schlichtweg explosive Kunst ohne Filter.

/ JK

Hafenklang
1.6.18, 21 Uhr