(8.+9.6.) Stadtleben, 48h Wilhelmsburg, diverse Orte

Musik verbindet, hält zusammen, kann Bäume versetzen – alles bekannt. Die uralten Faustregeln, die so easy klingen, sind nur gar nicht so easy umzusetzen, zumindest nicht im Alltag. Fernab von XXL-Benefizveranstaltungen und mit Superstars gespickten Culture- Clash-Events braucht es schon sehr viel gesellschaftliches Engagement, um Musik wirklich zum gewünschten Bindeglied zu machen. Ein Paradebeispiel, wie es gelingen kann, ist 48h Wilhelmsburg.

In diesem Jahr findet die neunte Runde des interkulturellen Musikspektakels statt, und wie immer dreht sich alles um ein Für- und Miteinander, ein Kennenlernen und Zusammenkommen von Nachbarn und Besuchern. An Plätzen, an denen man sich in Wilhelmsburg eben so trifft, von der Bankfiliale über die Kirche bis zum Kanal, werden Musiker aus verschiedenen Kulturen und Genres sowie aus allen denkbaren Altersklassen auftreten. Sämtliche Bands und Solokünstler wohnen oder arbeiten auf den Elbinseln, haben also ein echtes Heimspiel und wollen, dass sich 48h Wilhelmsburg für die Anreisenden genauso anfühlt.

Los geht es am Freitagabend im Wilhelmsburger Bahnhofsviertel und zieht sich über viele weitere Konzertorte wie das Kulturfloß Schaluppe, die Honigfabrik, das Café Nova, die KulturKapelle im Inselpark, den Uferpark am Reiherstiegknie, das Café Madeira und den Pavillon am Weimarer Platz bis zu den Ursula-Falke-Terrassen, wo die 48h-Sause schließlich endet. Das Organisationsteam wünscht sich logischerweise etwas Hilfe vom Publikum, das für 5 Euro ein Unterstützerbändchen bei den Veranstaltungen kaufen kann. Ein Hut für die Künstler geht auch rum.

/ Erik Brandt-Höge / Foto: Jan Linnemann

Diverse Orte in Wilhelmsburg
8.+9.6.18