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#stayathome | Film | Elbschlosskeller Dokumentation

Bergfest. Vielleicht würdet ihr heute im Elbschlosskeller abhängen. 24 Stunden lang dröhnen dort auf dem Hamburger Berg sonst Schlager aus der Musikbox, am Tresen sitzen viele Stammgäste, die ihren Kummer in Bier und Schnaps ertränken. Die Souterrain-Kneipe hat eine lange Geschichte. Seit 1952 hat die Familie des Kneipenwirts Daniel Schmidt die Konzession auf St. Pauli.

Die NDR Reportage-Autoren Katrin Brinkmann und Patrick Wulf haben dort Menschen getroffen, denen das Schicksal übel mitgespielt hat. Wie Peter, HIV-positiv, oder die von Drogen und Alkohol ausgezehrte Angie. In Klaipeda, Litauen, geboren, besuchte sie die Musikhochschule. Doch mit 17 wurde sie von drei Männern brutal vergewaltigt. Mit 24 verkaufte sie ihr Vater an Kriminelle, die sie nach Deutschland verschleppten. Monatelang übernachtete die obdachlose Mutter einer fünfjährigen Tochter im Elbschlosskeller.

Schaut die Reportage über die härteste Kiezkneipe Hamburgs, die dieses Jahr mit dem Erich-Klabunde-Preis für sozial engagierten Journalismus ausgezeichnet wurde.

Aktuell, in Zeiten von Corona, dient der Elbschlosskeller als Suppenküche und Kleiderkammer für Obdachlose.

Aufgrund fehlender Einnahmen in Zeiten der Corona-Krise sammelt der Elbschlosskeller zurzeit Spenden über www.gofundme.com/unterstutze-den-elbschlosskeller 

/ IR

Elbschlosskeller
1.4.2020


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