TURING(c)Theater-im-ZimmerThorstenJander

30.10. | Theater | Die Turing-Maschine | Theater im Zimmer

Die klassizistische Villa an der Alster feiert eine Deutschsprachige Erstaufführung: Die Turing-Maschine von Benoît Solès. Das Stück tritt in große Fußstampfen, denn die Uraufführung 2019 am Pariser Théâtre Michel in der Inszenierung von Tristan Petitgirard wurde vierfach mit dem renommierten „Molière“-Theaterpreis ausgezeichnet. Der hier verpflichtete Regisseur Jean-Claude Berutti, Operndirektor am Theater Trier, lässt hoffen, er führte bereits das Stück „Ziemlich beste Freunde“ an den Hamburger Kammerspielen zum Erfolg.

Der britische Mathematiker, Logiker und Kryptograph Alan Turing (1912-1954) konstruierte im Zweiten Weltkrieg eine „Denkmaschine“, die den Enigma-Code der deutschen Wehrmacht entschlüsselte – eine Erfindung, die den Krieg um Jahre verkürzte, dadurch vermutlich mehreren Millionen Menschen das Leben rettete und die eine der wichtigsten Grundsteine der heutigen Künstlichen Intelligenz ist. Turing selbst wurde damals aufgrund seiner Homosexualität zu einer chemischen Kastration verurteilt. Dadurch wurde er depressiv und nahm sich 1954 das Leben. Erst im Jahre 2013 (!) sprach Königin Elisabeth II. postum ein „Royal Pardon“ aus.

/ HED

Theater im Zimmer
30.10. 2020 (Premiere)


Für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.


Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?