BierSZENE. 5 Gründe, warum Dosenbier geiler ist als ihr denkt

Moin Hamburg,

in anderen Ländern wird es längst als einer der Biertrends des Jahres gefeiert, bei uns hingegen schaut man noch immer in skeptische Gesichter, wenn man es seinen Gästen fernab von Fußball und Festivals einschenkt – die Rede ist von Dosenbier. Den schlechten Ruf hat Bier aus der Büchse meiner Meinung nach völlig zu Unrecht, denn die Dose bringt unschlagbare Vorteile gegenüber der Bierflasche mit sich.

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1) Mach dir Frische auf

Dass Biere aus der Dose geschmacklich so oft danebenliegen, liegt daran, dass man Bier in Blechbüchsen bislang vor allem in der Getränke-Billigabteilung von Supermärkten findet. Grundsätzlich sorgen Dosen aber dafür, dass weniger Sauerstoff und keine UV-Strahlen (super für den flüchtigen Hopfen) an das Bier kommt. Die guten Hopfentropfen bleiben in den „Mini-Fässchen“ also länger frisch und behalten ihren Geschmack.

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2) Kein Bock auf warmes Bier

Bierdosen lassen sich im Kühlschrank deutlich schneller kühlen als Glasflaschen.

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3) Umweltschützer aus dem Bierregal

Weniger Müll durch fehlende Kronkorken und ablösbare Etiketten; ein geringeres Eigengewicht als Bierflaschen, was beim Transport für einen kleinen CO2-Abdruck sorgt; 100 Prozent recyclebar – Getränkedosen sind wahre Umweltschützer.

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4) Schwere Bierkästen adé

Mit den leichteren Dosen müsst ihr euch auf dem Weg nach Hause oder in den Stadtpark nicht mehr so abschleppen.

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5) Stabiles Ding

Wer eine Bierflasche und eine -Dose fallen lässt, erkennt schnell den entscheidenden Unterschied: Während die Bierflasche mit hoher Wahrscheinlichkeit in zig Scherben zersplittert, ist die Dose oftmals noch ganz.

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Einer der deutschen Vorreiter in Sachen gutes Bier aus der Dose ist Broy aus München. Wer deren guten Stoff selbst einmal probieren will oder noch Fragen zum Thema Dosenbier hat, kann die Macher am 1. April 2017 beim Spring Beer Day in den Hamburger Schanzenhöfen treffen. Ich bin natürlich auch am Start.

Bis dahin: Prost und eine schöne Zeit!

Euer Daniel

 Fotos: Broy

 


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder. Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen@bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß! 

BierSZENE. Auf ein Bier mit Sascha von Hopper Bräu

„Craft Beer ist Einstellungssache“. Im Gespräch mit dem Hamburger Braumeister Sascha Bruns

Sascha Bruns ist Chef-Brauer und Kreativkopf bei Hopper Bräu – eine Hamburger Craft-Beer-Brauerei, dessen Bier es bereits bis an die Zapfhähne Japans geschafft hat. Höchste Zeit, dass auch ich mich mit ihm auf ein Bier und ein paar Fragen treffe.

Hopperbraeu

Craft Beer? Ist eine reine Einstellungssache. Foto: Hopperbräu

Warum bist du Brauer geworden?

Durch Zufall. Ich hatte mein Studium abgebrochen und zur großen Freude meiner Eltern keinen Plan B. Ich bin dann mit meiner damaligen Freundin nach Berlin gezogen und habe gehofft, dass die Stadt irgendetwas für mich bereithält. In Berlin angekommen bin ich über Schoppe Bräu gestolpert. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich ein IPA getrunken und war völlig überrascht, wie krass Bier schmecken kann. Bier war bis dato nur ein Begleitgetränk für mich. Schopper Bräu hat zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise einen Auszubildenden gesucht. So habe ich mir am nächsten Tag Gummistiefel gekauft und bin Brauer geworden.

War dir dann auch von Anfang an klar, dass du irgendwann eine eigene Brauerei haben möchtest?

Eine Brauerei zu gründen, das ist eigentlich gar nicht auf meinem Mist gewachsen. Hättest du mich vor drei oder vier Jahren gefragt, wo ich heute perspektivisch stehe, hätte ich nie gesagt, dass ich in Hamburg eine Brauerei habe. Der Anstoß dazu kam von meinem Geschäftspartner Lars, den ich in Berlin beim Biertrinken kennengelernt habe.

Hopperbräu

An der Craft Beer Quelle. Foto: Hopperbräu

Was waren bis jetzt die größten Hürden für euch?

Da gab es viele – manche größer, manche kleiner. Anfangs war es schwierig, eine Brauerei zu finden, die nach unseren Rezepten brauen möchte und nicht einfach ihr Standardpils in unsere Flaschen abfüllt. Dann noch eine zu finden, die das für einen vertretbaren Preis macht – das war nicht einfach. Die Genehmigungsprozesse für den Bau der Hopper-Bräu-Hallen toppen aber alles. Der Papierkram war unglaublich! Als nächstes schreiben wir einen Ratgeber mit dem Titel „Wie baue ich eine Brauerei?“. (lacht)

Wie kommt ihr auf die Idee für die Biere?

Die Einflüsse kommen von überall. Grundsätzlich trinken wir natürlich auch eine Menge Bier von anderen Brauereien und schauen, wo die aktuellen Trends hingehen. Dann passiert es aber auch, dass ich etwas Leckeres esse und mich frage, welches Bier wohl dazu passt. Und manchmal gibt es einfach nur einen coolen Hopfen, mit dem ich Lust habe, etwas zu machen.

Hopperbräu

Verpackung und Inhalt. Stimmt beides. Foto: Hopperbräu

Wie lange braucht ihr von der Idee bis zum fertigen Bier?

Manchmal geht das ganz schnell. Generell gehen wir so vor: Wir haben eine Idee für ein neues Bier und setzen diese in verschiedene Probesude um. Wenn die fertig sind, laden wir zu einem kleinen, öffentlichen Tasting, bei dem die Probesude verkostet und bewertet werden. Der Probesud, der es durch das Tasting schafft, wird auf der großen Anlage gebraut. Das haben wir bisher bei all unseren Bieren so gemacht. Ein spannender Prozess.

Ging euch ein Bier schon einmal so richtig daneben?

Ein Probesud auf jeden Fall, ja. Da geht öfter mal was in die Hose. In der Theorie ist das dann eine geile Kombination, in der Realität hingegen nicht genießbar. Das ging uns bei einem IPA so, bei dem wir mit Hopfensorten experimentiert haben. Schrecklich!

Wie sehen die Zukunftspläne für Hopper Bräu aus?

Für mich ist Craft Beer dann spannend, wenn jede Brauerei ein großes Portfolio verschiedener Biere hat. Das zu gewährleisten ist aber nicht so einfach. Denn viele Biere heißt auch viele Brautanks. Das wiederum heißt, dass du einen starken Vertrieb haben musst. Für all das möchten und müssen wir weiterwachsen.

Hopperbräu

Immer im Blick: Der Hopfen. Foto: Hopperbräu

Was hältst du von der Craft-Beer-Szene in Deutschland?

Die Hamburger Craft-Beer-Szene ist für mich geprägt von hoher Qualität und sie wird auch zunehmend mutiger. Man muss einfach sagen, dass Berlin ein Stück verrückter und schnelllebiger ist – das drückt sich dann natürlich auch in deren Bieren der Stadt aus. Der Brauszene in Deutschland täte insgesamt mehr Dynamik gut. Bereits jetzt gibt es sehr gute Craft-Beer-Brauereien und solche, die es versuchen. Für mich ist das genau richtig. Am Ende entscheidet schließlich immer der Konsument. Genau deshalb ist eine Sache auch besonders wichtig: Wir müssen lernen, wie der Markt funktioniert. Ein gutes Bier zu brauen ist da nur der erste Schritt. Vertrieb und Marketing sind super wichtig. Denn jetzt, wo die Leute abgegrast sind, die Craft Beer geil finden und offen sind für Neues und gute Produkte, kommen die anderen, die noch überzeugt werden müssen. An die zu kommen, wird eine Herausforderung.

In welcher Region der Welt wird zurzeit das beste Bier gebraut?

Traditionell gesehen sind belgische Biere für mich nach wie vor unschlagbar. Kreativ-verrückte Craft Biere findet man in Skandinavien – Lettland, Litauen und Estland haben da einige großartige Brauereien. Aber auch Italien ist in Sachen Bier gerade krass unterwegs. Ein augenscheinliches Weinland mit einer großen Craft-Beer-Szene, die bereits viel weiter ist als Deutschland. Wirklich beeindruckend.

Was ist Craft Beer für dich?

Craft Beer ist Einstellungssache. Es geht um die Haltung, die hinter einem Bier steht. Mache ich Bier, auf das ich Bock habe und das besonders ist oder mache ich ein Bier, das massentauglich ist? Für mich ist Craft Beer Ausdruck von Kreativität und Unabhängigkeit. Die Größe der Brauerei ist dabei für mich nicht entscheidend. Natürlich ist Craft Beer aber auch zu einem Marketingbegriff geworden, den sich manche Brauereien gerne aufs Etikett schreiben. Das allein macht ein Produkt aber noch nicht gut.

 

Mehr über Hopper Bräu erfahrt ihr auch hier.


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder. Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen@bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß! 

 

BierSZENE. Learning by brewing – mit Natalie von Von Freude

Ein grauer Schietwettertag in Hamburg – der perfekte Zeitpunkt für ein großes bisschen Freude! Deshalb habe ich mich mit Natalie Warneke von der Hamburger Craft-Beer-Brauerei Von Freude getroffen, um mehr über sie und ihr Bier zu erfahren.

BierSzene. Learning by brewing – Auf ein Bier mit Natalie von Von Freude

Bereitet Freude an einem dunklen Wintertag. Schmackhaftes Craft Beer. Foto: Sybille Fischer + Jennifer Meyer

Daniel: Vom Job in der Modebranche hin zur Bierdesignerin, was für ein Karrierewechsel! Warum bist du Brauerin geworden?

Natalie: Das ist eigentlich ganz einfach: Ich liebe gutes Essen und gutes Trinken. Und ich liebe Bier. Ich bin an der belgischen Grenze zwischen belgischen Bier und Kölsch aufgewachsen. Als ich für meinen früheren Job in der Modebranche nach Hamburg gezogen bin, habe ich ehrlich gesagt aufgehört, Bier zu trinken. Denn Supermarktpils war nie meins und die Vielfalt hier oben ziemlich mau. Dann kam mir und meinem Mitgründer Martin der Gedanke: Bier kann man ja auch selber machen und zwar in lecker und ohne Kunststoffe zum Filtrieren. Also haben wir am heimischen Herd unser erstes Bier gebraut.

Aufregend – das erste eigene Bier. Wie seid ihr das angegangen?

Die Ideen für den Sud haben wir uns ganz einfach in amerikanischen Heimbrauforen angelesen – und uns dann für ein ­Düsseldorfer Alt entschieden. Martin und ich finden: So muss Altbier sein. Außerdem war uns bei einem obergärigen Bierstil, der nicht gekühlt werden muss, klar, dass wir den in unserer heimischen Küche hinkriegen könnten. Von da an ging das große Experimentieren los, mit Hopfen, mit Malzen, mit neuen Techniken. Unser Bierwissen haben wir uns also Stück für Stück erlesen und zusammengebraut.

BierSZENE Von Freude

Foto: Von Freude

Learning by brewing, also. Sehr schön! Und an welchen Bieren arbeitet ihr gerade?

Im Moment arbeiten wir unter anderem an einem Weizenbier, denn viele Kunden haben uns danach gefragt. Jetzt geht es also darum, wie ein Von-Freude-Weizen schmecken kann und muss. Natürlich aufregender und spannender als das klassische …

Eine gute Idee! Schließlich ist die Auswahl an Weizen in Hamburg noch ziemlich gering.

Ja, das stimmt. Grundsätzlich ist es aber auch so, dass wir immer an einer ganzen Reihe von Bieren gleichzeitig arbeiten, da die Testsude mehrere Wochen brauchen, bis sie fertig sind. Da hat man zwischendurch Zeit, andere Ideen zu entwickeln und auszuprobieren.

Wie sehen denn eure Zukunftspläne aus?

 Wir möchten unsere Bierbasis ausbauen. Momentan sind drei Biere dauerhaft erhältlich, dass sollen mehr werden. Wir wollen außerdem weiter experimentierfreudig bleiben und mit Limited Editions testen, was gut ankommt und was nicht. Zudem planen wir mehr saisonale Biere, wie unser alljährliches Frischhopfenbier und unser Winterbier.

Was macht ihr denn anders als andere Craft-Beer-Brauer?

Wir denken oft anders, da wir eigentlich aus anderen Berufen kommen. Bei der Rezeptentwicklung habe ich zum Beispiel eine ganz eigene Herangehensweise: Ich entwickle meine Rezepte eher wie ein Koch und nähere mich neuen Kreationen von der Aromenseite. Ich überlege, welche Aromen ich spannend finde und baue um diese Aromen dann passende Hopfensorten oder auch einen Hefestamm. Deshalb ist bei mir am Anfang oft nicht klar, welcher Bierstil am Ende rauskommt – und darum passen unsere Biere auch oft nicht eindeutig in eine ‚Bierstil-Schublade’.

Von Freude

Beim Hopfen zählt Regionalität. Oder Vielfalt. Da muss man sich entscheiden.

Das Thema Nachhaltigkeit ist euch sehr wichtig. Was macht euer Bier nachhaltiger als andere Biere?

Bierproduktion ist an sich ziemlich ressourcenintensiv, deshalb fängt Nachhaltigkeit bereits bei den Zutaten an. Für uns heißt das: Wir arbeiten direkt mit den Bauern und Lieferanten zusammen. Wir wissen, wo die Felder für unsere Zutaten sind und können dort auch jederzeit hinfahren. Nur beim Hopfen ist reine Regionalität echt schwierig, denn die Hopfenauswahl vor unserer Haustür ist begrenzt. Da muss man sich also entscheiden: Setzt man auf eine spannende Geschmacksvielfalt oder auf größtmögliche Regionalität. Wir haben uns für die Vielfalt entschieden, das heißt, wir beziehen unseren Hopfen weltweit, achten aber auch dabei auf Nachhaltigkeit im Anbau.

Ist Craft Beer denn grundsätzliche nachhaltiger gebraut als Industriebier?

Als Craft-Beer-Brauer verkauft man seine Biere an Menschen, die sich sehr mit Nachhaltigkeit und Genuss beschäftigen. Das merkt man vor allem daran, dass unsere Kunden oft Fragen zu unseren Produkten und zur Herstellung stellen. Deshalb gehen wir ganz offen mit diesen Themen um und machen uns viele Gedanken dazu.

BierSZENE

Das Auge trinkt mit. Foto: Von Freude

Wenn Bier so ressourcenintensiv ist, müssten wir der Natur zu Liebe also eigentlich ganz aufhören, Bier zu trinken?

Oh nein, bitte nicht. (lacht) Es stimmt, Bier ist ressourcenintensiv, aber an sich ein sehr natürliches Produkt; anders als stark verarbeitete industriellen Lebensmittel, die eher einem bunten Chemiebaukasten ähneln und bei dem die Menschen gar nicht mehr wissen, was alles drin steckt. Unser persönliches Reinheitsgebot lautet: Unser Bier ist Natur pur. Natürlich dürfen auch mal Gewürze ein Bier verfeinern, aber die sind dann auch natürlich und auf dem Etikett ausgezeichnet. Also: Bitte weitertrinken!

Mehr über Von Freude erfahrt ihr auch hier.  / Fotos: hfr / Jennifer Meyer + Sybille Fischer


Who the fuck is…Daniel?

Szene Hamburg

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen Bieronkel und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!  @bieronkelHH_

BierSZENE – 4 Fakten zur Hamburger Biergeschichte

Moin Hamburg,

ich komm gerade aus der Zeitmaschine. Ihr Name: Museum für Hamburgische Geschichte. Dort bin ich mal eben ins Mittelalter abgetaucht und habe mir das Hamburg von damals angeschaut. Glasklares Fazit meiner Zeitreise:

Hamburger Biergeschichte ist Stadtgeschichte. Wieso, weshalb, warum? Hier 4 Gründe: 

1.000 Jahre Prost!

Hamburg blickt auf mehr als 1.000 Jahre Biergeschichte zurück. Damit hat die Hansestadt eine der ältesten Brautraditionen in Deutschland. Und nicht nur das: Im 15. Jahrhundert gab es mehr als 500 Hamburger Brauereien und nirgends wurde zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert mehr Bier gebraut. Kaum zu glauben, dass es hier heute nur noch 12 aktive Brauereien gibt, Tendenz (wieder) steigend. Zum Glück!

In Zahlen: Jeder Hanseat trank bis zu 2 Liter Bier am Tag, das macht satte 1.000 Liter im Jahr.

Kein Tag ohne Bier

Bier war als „flüssiges Brot“ im Mittelalter allgegenwärtig: morgens zum Frühstück als schöööne Biersuppe, mittags als Krafttrunk und abends zum (oder statt) Abendbrot. In Zahlen: Jeder Hanseat trank bis zu 2 Liter Bier am Tag, das macht satte 1.000 Liter im Jahr. Heute sind es gerade mal 100 Liter pro Nase. Gut … das Mittelalterbier war meist alkoholfrei, aber Kaffee und Tee hatten damals noch nix zu melden. Außerdem war Bier durch das Abkochen im Brauprozess fast keimfrei und somit perfekt für alle – auch für Kinder.

Flüssiger Exportschlager

Alles Pfeffersäcke? Von wegen! Bierfässer machten Hamburg reich. Vor allem der fässerweise Export nach Holland, Frankreich, England und Co. im Rahmen der Hanse war einer der Wachstumsmotoren und machte Hamburg zur Mittelalter-Metropole. 

Bier gut, alles gut

Ab dem 15. Jahrhundert ging’s abwärts für die Bierwirtschaft. Der Niedergang der Hanse und später auch Kaffee, Tee und Schnaps aus der Neuen Welt machten dem Bier das Leben schwer. Außerdem warnten Moralisten vor den Gefahren von zu hohem Bier- oder besser gesagt Alkoholkonsums. Erst mit der Gewerbefreiheit und technischer Innovationen zur Herstellung untergäriger Biere wie Pilsner erlebte der Biermarkt im 19. Jahrhundert wieder einen Aufschwung.

Genug Geschichte, zurück in die Zukunft. Und die sieht dank Craft-Beer-Bewegung rosig aus. Mehr Bier für alle! Apropos: Extra für die Ausstellung hat die Störtebeker Braumanufaktur ein Hamburger Rauchweizenbier nach mittelalterlicher Rezeptur gebraut. Klare Sache, was bei mir heute Abend im Glas landet …

In diesem Sinne: Prost und ein schönes Wochenende!

Euer Daniel

Kein Bier ohne Alster. Hamburg – Brauhaus der Hanse“. Die Sonderausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte läuft noch bis 12. März 2017.

 Foto Aufmacher: Henning Angerer


Who the fuck is…Daniel?

Szene Hamburg

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen.

Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen Bieronkel und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!  @bieronkelHH_

BierSZENE mit Daniel Elich – Die Craft-Beer-Trends 2017

Nach dem Rückblick geht’s nun voran. Das sind die Trends 2017 in Sachen Hopfengetränk. Und einer davon lautet: Dosenbier!

Moin Hamburg,

 und frohes Neues! Schon klar, das Jahr ist jetzt bereits ein paar Tage alt, aber für die Craft-Beer-Szene gibt es 2017 tatsächlich viel Neues, Schönes und Leckeres zu berichten.

 BierSZENE 13. Januar.2017

Dosenbier startet ein großes Comeback in Deutschland

„Dosenbier? Wirklich?“, fragt ihr euch jetzt. Ja! Bier aus der Dose hat in Deutschland nicht den besten Ruf. Schließlich findet man Bier in Blechbüchsen bislang vor allem in der Getränke-Billigabteilung von Supermärkten. Dabei bringt die Dose unschlagbare Vorteile gegenüber der Bierflasche mit sich. Nicht nur, dass sie für eine bessere Konservierung der guten Hopfentropfen sorgt – vor allem IPAs kommt das zugute – sie ist auch besser für die Umwelt als schwere Glasflaschen, die durch lange Transportwege euer CO2-Konto belasten. Wer sich fürs neue Jahr also vorgenommen hatte, etwas gegen den Klimawandel zu tun: bitte sehr!

Brauereien wie Beavertown aus London sind übrigens mit dafür verantwortlich, dass Dosenbier gerade wieder salonfähig wird. Mit comichaften Designs, die Superhelden, Zombies und Aliens zeigen, sowie richtig gutem Bier bringt Chefkreativer Logan Plant das Dosenbier unters Volk. Definitiv mein Geheimtipp für 2017.

Um welchen Bierstil man 2017 nicht herum kommt?

Für mich ganz klar: das Sourbeer – in den USA der Bierstil der letzten Jahre. Ähnlich verhält es sich mit Bieren, die einen geringen Alkoholanteil haben, aber trotzdem stark gehopft sind, sogenannte „Session IPA’s“ wie das Neck Oil von Beavertown. Bereits im vergangenen Sommer hat man gemerkt, dass diese Bierstile mehr Anklang bei uns finden. Sollten wir dieses Jahr wieder ein paar warme Sommermonate bekommen, werden diese Stile sicherlich ihren Durchbruch bei uns schaffen.

 BIERSZENE Daniel Elich

Hamburger Bierszene: Newcomer und Bierkenner

Einer der Bier-Newcomer des letzten Jahres ist Nikhil Jani, der Kopf der Circle8Brewery aus Alsterdorf. Beim Winter Beer Day 2016 hat er uns mit seinem Xmas-Ale schwer begeistert. Ich denke, wir dürfen uns in 2017 auf fantastische neue Biere von Nikhil freuen. Seid gespannt!

Außerdem passiert zurzeit einiges am Fischmarkt. Meine ehemaligen Chefs und Gründer des Alten Mädchen, Patrick Rüther und Axel Ohm, planen fürs Frühjahr 2017 ein neues Gastronomiekonzept in den Riverkasematten. Wetten, das hat wieder etwas mit Bier zu tun…

Schön wär’s! Meine Wünsche für 2017.

Am meisten würde ich mich über mehr Vielfalt freuen. „Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Nie war das Sprichwort so richtig wie für die Hamburger Craft-Beer-Szene.

Außerdem hoffe ich auf noch mehr Events zum Thema „Craft“. Ich finde es toll, dass immer mehr Hamburger Wert auf Qualität legen und sich für gute Produkte begeistern lassen. Diese Entwicklung darf 2017 sehr gerne so anhalten.

Prost, auf ein grandioses 2017!

Euer Daniel

 

Fotos: Daniel Elich / Winter Beer Day (oben): Henning Angerer

 

Ihr habt weitere Fragen rund um Bier? Dann immer her damit an bierszene@altes-maedchen.com

 


Szene Hamburg

Daniel Elich (33) Foto: Privat

Who the fuck is…Daniel?

Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen Bieronkel und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!  @bieronkelHH_

 

 

 

 

 

 


Mehr von Daniel

BierSZENE mit Daniel Elich – 2016 in Bieren

Moin Hamburg,

was war 2016 bitte für ein Jahr? Kurios und traurig, voller Höhen und Tiefen, ein Fass randvoll mit gemischten Gefühlen. Zumindest – und immerhin – kann ich eines sicher sagen: Für die Craft-Beer-Szene war 2016 ein gutes Jahr. Denn: Es ist viel passiert …

Zahlreiche neue Biere haben in 2016 das Licht der Welt erblickt.

Mein Favorit des Jahres: der fruchtige, trocken-süße „Dreizack“ aus der Microbrauerei, sprich der kleinen Test- und Experimentierbrauerei von Ratsherrn. Ian Pyle beweist damit mal wieder sein Können in Sachen belgische Bierstile. So muss ein Tripel schmecken! Ein echter Hit ist auch das „Schlanke“ von Wildwuchs aus Lüneburg, mit dem Brauer Friedrich Matthies aka „Fiete“ einen tollen und sehr trinkbaren Tropfen gezaubert hat. Unfiltriert, weich, schlank mit einem Hauch von Südfrüchten (Cascade Hopfen!) – markant, aber ohne herbe Kanten.

bierszene

Das Highlight unter den Events? Der Winter Beer Day in den Schanzenhöfen, unter anderem mit Fräulein Brauer aus Berlin. Foto: Henning Angerer

Mein Event-Highlight 2016?

Eindeutig der Winter Beer Day im November in den Schanzenhöfen! Für mich ein Tag der Superlative: 2.000 Gäste, 18 Brauereien aus Deutschland, Dänemark, USA und Italien – und 60 süffige Winterbiere. So voll, so gut, so biervernarrt wie nie. Genial war auch mein Abstecher in die heiligen Hallen von Heller-Bräu, wo das weltbekannte fränkische Rauchbier „Schlenkerla“ entsteht. Den parallel stattfindenden Bockbieranstich in Bamberg hab ich natürlich direkt mitgenommen. (Bierliebhaber aufgepasst: Hin da, das lohnt sich!) Auch für mein Bierwissens war 2016 ein zünftiges Jahr – mit der Weiterbildung zum Master BeerKeeper, Ausflügen zur Hopfenernte in Hallertau sowie zur Hopfenforschungsanstalt der Barth-Haas Group.

Die ambitioniertesten Projekte in 2016…

…gehen auf das Konto von zwei ausländischen Brauereien: Stone Brewing aus Kalifornien und Brew Dog aus Schottland. Beide haben Ende 2016 nach Berlin expandiert, Stone Brewing nach dem Motto: „think big“. Mit einer 100hl-Anlage in einem alten Gaswerk in Mariendorf versorgen die kalifornischen Craft-Beer-Pioniere mehr als 1.200 Gäste vor Ort und den ganzen europäischen Markt mit ihren Bieren. Brew Dog in Berlin Mitte verköstigt immerhin 200 Gäste und verspricht maximal Abwechslung mit 30 Bieren am Hahn. Außerdem neu in Berlin: Fräulein Brauer, die Biere ohne Chichi, aber mit unheimlich viel Geschmack kreieren.

hopfenernte szene Hamburg

Ernte gut, alles gut: 2016 – ein spitzen Jahr für den Hopfen. Foto: Sybille Fischer

Und was war im Rest vom Norden los?

Viel! Mit ihrer neuen Brauerei in Bahrenfeld beweisen Sascha und Lars von Hopper Bräu (est. 2014) ebenfalls Mut zur Größe. Was für eine Bereicherung für die Hamburger Bierlandschaft! Gleiches gilt für die Wacken Brauerei in und aus Wacken in Holstein, die auf einen Schlag eine 30hl-Brauerei eröffnete und deftig Leben in die Branche bringt.

Kurz gesagt: geile neue Biere, geile neue Brauereien, eine richtig gute Hopfenernte und ein steigender Craft-Beer-Marktanteil gen 2 Prozent – da geht noch was in 2017!

 

Prost & rutscht gut ins neue Jahr.

Euer Daniel

Fotos: Jennifer Meyer (oben), Sybille Fischer (Hopfen), Henning Angerer (Winter Beer Day)

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Szene Hamburg

Daniel Elich (33) Foto: Privat


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 Who the fuck is…Daniel?

Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen Bieronkel und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß! Adresse: instagram.com/bieronkel_

BierSZENE mit Daniel Elich

Neu: Die Craft Beer Kolumne für Hopfen-Liebhaber, -Kenner und -Genießer. Alle 14 Tage exklusiv bei uns!

 

 Moin Hamburg,

Weihnachten naht und ich hoffe, ihr freut euch wie ich auf ein paar herrliche Tage mit Familie und Freunden, mit essen, feiern, schenken, beschenkt werden – und natürlich auf das ein oder andere Bierchen zum Anstoßen. Damit ihr rund um die Festtage biertechnisch perfekt versorgt seid, habe ich mir Daniel Hertrich aus dem Craft Beer Store geschnappt und mit ihm die besten Weihnachtsbiere ausgewählt.

Unten findet ihr: 3 Favoriten von Daniel, 3 Empfehlungen von mir – 6 Hammerbiere für euch!

BierSzene

Zwei Craft Beer-Experten unter sich: Daniel Hertrich aus dem Craft Beer Store in den Schanzenhöfen und Daniel

Vorweg noch ein paar Worte zu meinem Namens- und Biervetter Daniel: Er ist nicht nur Manager im Craft Beer Store, sondern wurde als gebürtiger Franke quasi mit der Bierflasche großgezogen. Und er hat uns sogar eine Kreation von seinem Vater mitgebracht, der in der fränkischen Heimat als „Gypsy Brewer“ unterwegs ist. Sprich, Daniels Vater mietet sich zum Brauen auf Zeit in bestehende Brauereien ein und kann sich so ohne große Investitionen echte Bierträume erfüllen. Jetzt aber: Ran an die Flaschen!

Die besten Weihnachtsbiere

 

Daniels 3 Favoriten

 

1.) Xmas-Ale – Circle8Brewery

Bierszene #2

„Ganz neu und sehr lecker: Brauer Nikhil Jani aus Hamburg Winterhude hat uns letzte Woche sein abgefahrenes Christmas Ale in der 0,75l-Flasche vorbei gebracht. Mit Aromen von Muskatnuss, Orangen, Zimt, Fenchel, Kardamom, Nelken, Sternanis, Zitronen und Koriander schmeckt es wie Lebkuchen im Glas – und ist damit das volle Weihnachtsprogramm mit 4,7 Umdrehungen. Das Ale eignet sich perfekt als Aperitif oder als flüssiger Nachtisch für die Festtage. Hauptsache, ihr genießt es pur, dieses Bier braucht eure volle Aufmerksamkeit.“

2.) Schokobär – VETO

Bierszene #2

„Der Schokobär ist ein Chocolate Stout von der fränkischen Brauerei VETO – und unser ganzer Familienstolz. Mein Vater hat VETO vor einem Jahr gegründet, nachdem wir bereits seit Jahren als Hobbybrauer in der Heimbrauanlage erste Sude getestet haben. Das Besondere am Schokobär: Anders als in England wird dieser Stout nicht mit Schokolade oder Vanille versetzt, sondern entwickelt seine intensiven Kakao- und Kaffeenoten allein durch die verwendeten Malze. Mit dem leichten Duft nach Mon Chéri, dem samtigen Mundgefühl und runden 7 % passt er hervorragend zu Süßspeisen, Lebkuchen oder als Highlight für sich. Wärmt im Bauch und macht Spaß.“

 

3.) Lumberjack – Ratsherrn Brauerei

Bierszene #2

„Wie es sich für ein stilechtes Red Ale gehört, sorgen Karamellmalze für die schöne rote Farbe des Lumberjack. Der Name („Holzfäller“) ist beim Brauen Programm: Das Bier wurde auf Eichenholz-Chips gelegt und erhält dadurch ein richtig rundes Mundgefühl sowie einen winterlich holzigen Abgang. Dazu besticht das unfiltrierte, obergärige Red Ale mit guten 5,5 % und dem Geschmack nach dunklen roten Beeren. Der perfekte Begleiter zu Wildgerichten wie Hirschrücken, Maronen oder zum süßen Bratapfel.“

Meine 3 Empfehlungen

1.) Xocoveza – Stone Brewing

Bierszene #2

Das Mocha Stout von Stone Brewing Berlin ist ein echt scharfes, weihnachtliches Vergnügen mit 8,1 %. Auf der Zunge tanzen winterliche Gewürze und Malze, starke Kaffee- und zartbittere Schokoladenaromen, Vanille, Zimt, Muskat und werden getoppt von einem Hauch Chili im Abgang. Das perfekte Bier für kalte Tage – und durch die Abfüllung in Dosen besonders lange haltbar. Probiert mal Lebkuchen mit Aprikosenfüllung dazu. Das knallt geschmacklich. Versprochen!

2.) Nussferatu – Hopper Bräu

Bierszene #2

Dieses Brown Ale mit geschmeidigen 5,3 % von Hopper Bräu aus Hamburg haut etwas weniger rein als das Xocoveza und besticht durch zarte Marzipan- und Schokoladennoten sowie eine leichte Säure im Abgang. Gebt dem Bier eine Bühne – sprich, trinkt es am besten einfach pur oder zu leichten Speisen. So oder so: Mit diesem nussigen Bier kann man seinen Durst nach Süßem perfekt stillen.

3.) Maple Walnut Stout – Bierfabrik

Bierszene #2

Tiefschwarz, malzig, herb: Dieses Stout ist Sebastian Mergele von der Bierfabrik verdammt gut gelungen. Die Walnuss- und Ahornsirup-Aromen kommen gut raus und das 7,8-prozentige Bier schmeckt leicht süß, leicht säuerlich, einfach rundum lecker. Dazu passt alles Essbare mit Nüssen oder Nuss-Mischungen – salzig oder süß mit Rosinen. Bock auf einen verrückten Food-Pairing-Test? Dann probiert mal eine Nektarine zu diesem Bier.

 

Gewinne, Gewinne!

BierSZENE

Das Beste zum Schluss! Wir verlosen einmal das ganze 6-gängige Weihnachtsbier-Paket inklusive einer Ausgabe von SZENE HAMBURG Essen + Trinken! Wenn ihr Bock auf die irren Hopfentropfen habt, dann schreibt einfach eine Mail an bierszene@altes-maedchen.com (Teilnahmeschluss: 19.12., 10 Uhr). Möge der Biergott mit euch sein.

 

Prost!


Euer Daniel

PS: Alle Biere findet ihr – na klar – im Craft Beer Store in den Schanzenhöfen. Schnell sein lohnt sich, da einige davon nur in limitierter Auflage gebraut wurden.

Fotos: Altes Mädchen

Ihr habt weitere Fragen rund um Bier? Dann immer her damit an bierszene@altes-maedchen.com


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Daniel Elich (33) Foto: Privat

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Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen Bieronkel und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!  @bieronkelHH_

 

 

 

 

 

 

 


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BierSZENE. Die Craft Beer Kolumne von Daniel Elich

Neu: Die Craft Beer Kolumne für Hopfen-Liebhaber, -Kenner und -Genießer. Alle 14 Tage exklusiv bei uns!

Moin Hamburg,

ich bin Daniel, Biersommelier im Alten Mädchen, und ab sofort werdet ihr hier alle zwei Wochen von mir lesen. Das Thema? Bier, Bier und noch mehr Bier. Und mit Bier meine ich vor allem: Craft Beer!

Ich berichte euch von meinen Besuchen bei befreundeten Brauern und Biernerds und halte euch über braufrische Neuentdeckungen auf dem Laufenden. „BierSZENE mit Daniel“ eben.

BIERSzene

Daniel und Ian Pyle sprechen über ihr Lieblingsthema. Craft Beer!

Zu Beginn die Frage aller Fragen: Was ist denn eigentlich dieses Craft Beer, von dem alle reden – und schwärmen? Genau dieses Thema kam auch bei meinem letzten Gespräch mit Ian Pyle, Braumeister und kreativem Kopf der Ratsherrn Brauerei, wieder auf. Mit der Erkenntnis: Eine exakte Definition für Craft Beer gibt es in Deutschland nicht.

Das ist in Amerika ganz anders, berichtet Ian, der einige Jahre in der Craft-Beer-Szene in Philadelphia und Boston gearbeitet hat. Die Brewers Association (US-Berufsverband der Craft-Brauereien) hat dort eine klare Definition verfasst:

Craft Beer stammt von unabhängigen, inhabergeführten Brauereien mit einem Ausstoß von maximal 6 Millionen Barrel, sprich 9,6 Millionen Hektolitern.

Und in Deutschland? Da versteht man Craft Beer als Synonym für die neuen, meist sehr hopfenlastigen Stile. Also IPAs und Pale Ales, denen der amerikanische Westküstenhopfen diese extrem starken tropischen Frucht- und Cassisnoten verleiht. Nach amerikanischer Definition wäre aber auch ein uriges Altbier oder das Bamberger Rauchbier ein Craft Beer. Zu Recht finden Ian und ich.

Aber gute Nachrichten: Es weht frischer Wind in der jungen deutschen Craft-Beer-Szene, die vor allem in Berlin und Hamburg brodelt. Denn mittlerweile erwarten (Craft-)Biertrinker mehr Vielfalt neben IPA und Pale Ale – und sie haben Bock auf weitere ausgefallene Stile wie die belgischen Tripel- und Sauerbiere. Da ist das Potential noch groß. Dazu und zu meinem Gespräch mit Ian gibt’s in Kürze mehr – von mir für euch.

Prost!
Euer Daniel

PS: Ihr habt Bierfragen? Dann immer her damit an Redaktion@VKFMI.de Gute Fragen verdienen gute Antworten.

Fotos: privat

 

Szene Hamburg

Daniel Elich (33) Foto: Privat

Who the fuck is…Daniel?

Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.