BierSZENE – Die schönsten Craft-Bier-Gärten der Stadt

Entschuldigung! Aber was haben wir bitte für einen geilen Start in den Sommer dieses Jahr in Hamburg!? Wo ihr das in Hamburg am besten bei feinstem Kreativbier genießen könnt, habe ich euch hier mal sorgsamst zusammengetragen.

 

Überquell

Auf der Terrasse des Überquells kommt zusammen, was zusammen gehört: Solide Craft Biere, leckere Pizza und eine fancy Location mit hip-rustikalem Charme und Blick auf den Hafen. Hier lässt sich in entspannter Gesellschaft wunderbar ein Feierabendbierchen genießen. Also: Herkommen, hinfläzen, Birkenstocks aus und Bier trinken.

St. Pauli Fischmarkt 28-32; Mo-Do 17–23 Uhr, Fr-So ab 12 Uhr; www.ueberquell.com

Bunthaus

Im letzten Herbst hat die Elbinsel-Brauerei Bunthaus ihren ersten Schankraum im alten Wasserwerk mitten auf dem neuen Kulinarischen Campus eröffnet. Seitdem strömt hier donnerstags und freitags ab 18 Uhr feinstes Craft Beer aus den Hähnen. Besonders gut: die Sauerbiere der Brauer Jens Block und Jens Hinrichs. Auf der Terrasse, umgeben vom Grün des Inselparks, lässt sich die Woche besonders schön ausklingen.

Kurdamm 24; Do + Fr 18–0 Uhr; www.bunthaus.beer

Altes Mädchen

Biergarten "Altes Mädchen" in Hamburg; Foto: Henning Angerer

Foto: Henning Angerer

Wer an einem lauen Sommerabend gerne ein lauschiges Plätzchen in der Schanze hätte, ist auf der Terrasse des Alten Mädchen ziemlich gut aufgehoben. Mit Blick in die Ratsherrn Brauerei kann man hier aus 30 verschiedenen Bieren vom Fass und 70 Flaschenbieren aus aller Welt wählen. An schönen Tagen gibt es Burger, Süßkartoffelpommes und Co. aus dem Foodtruck.

Lagerstraße 28B; Mo-Sa 18–0 Uhr; www.altes-mädchen.de

Malto

Seit ein paar Monaten fließt im Malto an der Max-Brauer-Allee nicht nur richtig gutes Bier, in dem kleinen Biergarten im Hinterhof kann man auch wunderbar lässige Abende genießen. Ein paar köstliche Kleinigkeiten kann man zu den guten Hopfentropfen von Birrificio Shanghait hier auch wegschnabulieren.

Max-Brauer-Allee 88; Mo-So 10–21 Uhr; malto.shanghait.beer

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel

Beitragsfoto: Überquell


Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Daniel Ehlich

Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE – Craft Beer auf Reisen

1700 Kilometer, ein Mann, ein Fahrrad und ein Kasten Hamburger Bier. Kreativling und Bierliebhaber Nico Heimann ist noch bis Anfang Juni für das „Projekt Bottle Post on Pedals“ auf großer Fahrradtour durch Frankreich, Belgien, die Niederlande und Deutschland. Seine Mission: Die Leidenschaft für handwerklich gebrautes Bier mit anderen Menschen teilen. Da sind wir doch dabei!

Eine Art Kulturaustausch für Biernerds – so könnte man wohl beschreiben, was bei „Bottle Post on Pedals“ zurzeit passiert. Nico Heimann ist seit knapp zwei Wochen im Namen der Braugasthäuser Dolden Mädel in Berlin und Binz, Altes Mädchen in Hamburg sowie das Fritz in Greifswald und Stralsund unterwegs. 26 Tage und 1700 Kilometer sind für die Tour geplant. Auf seinem Weg durch Frankreich, Belgien, die Niederlande und Deutschland macht er Halt bei befreundeten Brauereien – um sie zu besuchen und um Flaschen seines Bieres, das er im Anhänger umherfährt, gegen deren Biere zu tauschen.

 Ein Wegbier mit Geschmack

Gebraut wurde das Bier von den Küchenchefs der verschiedenen Braugasthäuser unter der Leitung von Ian Pyle, Kreativbraumeister der Ratsherrn Brauerei in Hamburg. Die Idee war es, ein Bier zu kreieren, das grundsätzlich jedem schmeckt und doch etwas ganz Besonderes und Mutiges hat. Nicht zu hopfenbetont, nicht zu malzig, vielleicht etwas Beeriges, fast Säuerliches – und definitiv gut trinkbar. Schnell landete die Brew-Crew mit diesen Vorlieben in der belgischen Bierküche. So entstand ein Farmhouse Ale, das sich durch Frische und einen schlanken Körper auszeichnet. Kurzum: Sommer im Glas, den man zurzeit in jedem der Partner-Braugasthäuser am Hahn findet.

Bottle on Pedals

Jeden Tag ein neuer Brauer: Auf seiner Reise schließt Nico viele Freundschaften mit anderen Biernerds.Foto: Bottle post on Pedals

Foto: Bottle on Pedals

Große Liebe: Der Drahtesel macht ganz schön was mit. Foto: Bottle post on Pedals

Auf seiner Tour begleiten kann man Nico Heimann auch – via Facebook und Instagram. Hier teilt er täglich Fotos und Videos seiner fast einmonatigen Reise und spricht über Bier, Brauereien und Berge, die er mit seinem Drahtesel erklimmen muss.

Ich finde, ein tolles Projekt, das Durst auf mehr macht.

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel


Daniel Ehlich

Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE – Schnaps trifft Craft Beer

Die Craft-Beer-Szene in Hamburg wächst und wächst. Ich habe für euch Simon und Nienke in ihrer neuen Oorlam Bar besucht. In den Kohlhöfen in der Neustadt packen die beiden bestes Buddelship-Craft-Beer und handwerklich gebrannten Jenever auf die Karte.

Aus 15 Zapfhähnen strömt in der neuen Oorlam Bar in der Hamburger Neustadt köstliches Craft Beer von einer der Top-Brauereien: Buddelship. Kaum verwunderlich, denn Anfang April wurde die Bar von niemand Geringerem als Brauerei-Chef Simon Siemsglüß mit seiner Freundin Nienke Oostra eröffnet. Die ist wiederum die Inhaberin des Spirituosen-Labels Filosoof Jenever. Die feinen Jenever, die die Holländerin in kleinen Margen brennt, gibt es deshalb selbstverständlich auch auf der Getränkekarte.

Das perfekte Paar: Craft Beer & Jenever

„Wir wollten eine Bar in Hamburg eröffnen, in der man zur Abwechslung beides trinken kann: tolles Craft Beer und guten Schnaps.“, erklärt mir Nienke bei meinem Besuch. Dass Bier und Jenever – ein Wacholderschnaps aus den Niederlanden und Belgien –  bereits einzeln gut schmecken, war mir klar. Ein Kracher wird es aber, wenn man sie als Pairing genießt. Das frisch gezapfte Porter „Gotland 1394“ ist süßlich-herb und schmeckt nach Kaffee, dunkler Schokolade und Schwarzbrot. Der Jenever Wieke, den ich dazu gereicht bekomme, hat eine fruchtige Süße, geprägt von den verwendeten Wachholderbeeren. Noten von Seegras und Vanille gesellen sich ebenfalls dazu. Diese sorgen dafür, dass sich das Bittere des Bieres noch ein bisschen in die Länge zieht. Eine bombastische Kombi, die ihresgleichen sucht.

Craft Beer und Jenever-Schnaps

Ein ungleiches, aber harmonisches Paar: Craft Beer von Buddelship und Jenever-Schnaps. Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

In der Hamburger Craft-Beer-Szene ist noch Luft nach oben

Das Oorlam ist nach dem Birrificio Shanghait bereits die zweite Bier-Bar, die innerhalb kurzer Zeit in Hamburg ihre Türen für Craft-Beer-Nerds und Bier-Neulinge öffnet. Angst haben, dass man sich in der Craft-Beer-Szene gegenseitig das Geschäft wegnimmt, brauche aber keiner haben, so Nienke. „In Amsterdam gibt es viel mehr kleine Bier-Bars als hier – und gleichzeitig laufen sie besser.“

Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

Jenever in der Oorlam-Bar

In der Oorlam-Bar wird Jenever serviert – Wacholderschnaps. Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

Für Simon muss in der Hansestadt ohnehin noch viel Pionierarbeit geleistet werden: „Solange nicht auch in Standardkneipen Craft Beer am Hahn ist, ist eigentlich noch nichts passiert“, so der Braumeister. „Craft Beer ist noch längst nicht im Mainstream angekommen – und das ist unser Ziel.“ Viele vergessen, dass Craft Beer vor allem auch lokales Bier sein sollte. Es sei absurd, dass das meiste Bier, das in Hamburg getrunken wird, nicht hier gebraut werde. „Für mich ist Astra keine Hamburger Brauerei, sondern Carlsberg mit einer anderen Marketingstrategie. Solange Astra als lokale Brauerei gesehen wird bedeutet das für mich, dass da noch kein Umdenken bei der großen Masse stattgefunden hat.“ Bis dahin heiße es weitermachen. Eine Sicht der Dinge, die ich nur zu gerne unterstütze.

In diesem Sinne: Trinkt mehr Craft Beer, ihr Lieben! Prost!

Euer Daniel

Oorlam: Kohlhöfen 29 (Neustadt), Telefon 0176 34367697, Mi-Fr 16–22, Sa-So 12-22 Uhr; www.facebook.com/Oorlambar

Beitragsfoto: Felix Valentin / Jupiter Union


Daniel Ehlich

Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

Spring Beer Day – 5 Brauereien, die ihr nicht verpassen solltet

Am Samstag, den 21. April startet Hamburg mit dem Spring Beer Day in die Bierfestivalsaison 2018. Angestoßen wird mit über 90 frühlingsfrischen Hopfensmoothies von 22 Brauereien aus Deutschland und Europa. Da sich nur die richtig harten Jungs und Deerns unter euch durch alle probieren werden können, zeige ich euch in meiner neuen Kolumne, welche Biere und Brauereien ihr auf keinen Fall verpassen dürft.

 

1) Ugly Duck Brewing: Achtung, Ente im Anflug!

… und sie bringt tolle Biere mit. Die dänische Biervielfalt wirft mit dieser Brauerei ihren mächtigen Schatten auf Hamburg und zeigt uns deutschen Craft-Beer-Nachzüglern, was biertechnisch im Frühling so gehen kann.

Mein Tipp: Alles mit Früchten. Die waren schon im letzten Jahr DER HAMMER!

Ugly Duck Craft Beer

Letztes Jahr schon super: Ugly Duck. Foto: Ugly Duck

2) Bierfabrik Berlin: Gib mir Holz, Baby!

Wer meine Kolumne kennt, weiß bereits wie es weitergeht: Sebastian Mergel, Mitgründer und Braumeister der Bierfabrik, ist gelernter Winzer. Daher kommt sein Tankbier häufig mit Holzfässern in Kontakt. Das gibt den Bieren ihren einzigartigen Geschmack.

Mein Tipp: Die fassgelagerten Sauerbiere.

Berliner Bierfabrik

Das Bier aus der Berliner Bierfabrik wird meist in Holzfässern gelagert. Foto: Berliner Bierfabrik

3) BrewDog: Equity for punks!

Mit diesem Slogan startete BrewDog aus Ellon (Schottland) vor kurzem schon zum fünften Mal den Aufruf, Teil der großen BrewDog-Family zu werden. Jeder hatte die Möglichkeit, in die Brauerei zu investieren. Wer diese Chance verpasst hat, kann sich beim Spring Beer Day zumindest für einen Moment so fühlen, als ob er dazugehöre.

Mein Tipp: NEIPA und Frucht Ale.

Brew Dog Craft Beer

Auch beim Spring Beer Day: Schottisches Frucht Ale. Foto: Brew Dog

4) Straßenbräu: Gib mir Vielfalt!

226 unterschiedliche Biere in 2,5 Jahren – das zeichnet diese Brauerei aus und macht ihr in Berlin so schnell keiner nach. Braumeister Sebastian Pfister lebt hier seine kreative Ader völlig aus.

Mein Tipp: Fruchtbier und IPAs.

Vielfalt zeichnet diese Brauerei aus. Foto: Straßenbräu

5) Sudden Death Brewing: Absolutes Powerplay!

Olli und Ricky vom Timmendorfer Strand lieben zwei Dinge: Eishockey und Bier. Durch ihre regelmäßigen NHL-Besuche bei den Boston Bruins entdeckten sie ihre Leidenschaft für gutes Bier – und fingen in Deutschland direkt an zu brauen.

Mein Tipp: Pale Ale und IPA.

Sudden Death Craft Beer

Besonders gut schmeckt das Pale Ale von Sudden Death. Foto: Sudden Death

In diesem Sinne: Prost, Frühling!

Euer Daniel

Info: Spring Beer Day: 21.04., Lagerstraße 28b, 12–23 Uhr; Eintritt: 5 Euro


Daniel Ehlich

Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE: 5 Gründe, warum ihr unbedingt Hamburger Craft Beer trinken solltet

Wir Hanseaten gehören ja grundsätzlich eher zu den skeptischen Geschöpfen des Landes. Deshalb hat die Craft-Bier-Bewegung in Hamburg auch etwas später Einzug gehalten als in anderen Metropolen. Trotzdem entwickelt sich in unserer schönen Stadt gerade eine grandiose Craft-Bier-Szene, die in Zukunft unsere Gastronomie und unsere Art, Bier zu trinken maßgeblich beeinflussen könnte. Wie ihr das unterstützen könnt und warum das ganz toll wäre, erfahrt ihr hier.

1) Best beer is fresh beer

Bier ist ein Frischeprodukt, das Umwelteinflüsse wie Wärme, Sonne, Luft und Bakterien nicht mag; sein Geschmack kann sich dadurch verändern und im schlimmsten Fall wird es schlecht. Dies betrifft vor allem unfiltrierte, helle, hopfenbetonte Biere, wie zum Beispiel New England IPAs, IPAs, Pilsener und Lagerbiere. Also: Bier am besten ohne lange Transportwege bei Eurem Hopfendealer des Vertrauens vor Ort trinken. Frischeres und damit köstlicheres Bier habt ihr noch nie gekostet.

2) Support your local brewery

In Sachen kleine Brauereien herrschte in Norddeutschland über Jahrzehnte Ebbe. Bierbrauen lag hier oben vollständig in den Händen großer Industriebrauereien. Seit 2010 ändert sich das glücklicherweise langsam. Qualitativ hochwertige und vielseitige Biere sind bei Biertrinkern in der Region Hamburg wieder gefragt. Dies führte in den vergangenen Jahren zum größten Wachstum an Brauerei-Neugründung im bundesweiten Vergleich. Damit das auch so bleibt, brauchen die kleinen Brauereien mit Liebe zum Brauhandwerk eure Unterstützung.

3) Make Hamburg great again

Noch vor 500 Jahren war Hamburg bekannt für seine Biervielfalt. Bier galt als das wichtigste Exportprodukt unserer Stadt. So sprach man auch vom „Brauhaus der Hanse“. 2018 liegen wir bei der Anzahl der Hamburger Brauereien gerade so wieder im zweistelligen Bereich. Um jedoch europäische Städte wie London, Amsterdam oder Stockholm einzuholen, muss noch viel Bier aus Hamburger Hähnen getrunken werden. (Ja, das war ein Motivations-Appell!)

4) Support your local pub

Endlich nimmt in der Hamburger Gastronomie das Thema Craft Beer Fahrt auf. Das Alte Mädchen in den Schanzenhöfen feierte jüngst seinen fünften Geburtstag. Seit 2017 bereichert aber auch der Überquell Brewpub am Hafen die Szene, im Februar feierte das Malto in Altona Eröffnung und seit dem 5. April fließt auch im Oorlam in der Neustadt richtig gutes Bier. Bis Jahresende werden sich zudem die Wildwuchs Brauerei in Wilhelmsburg sowie ein bis zwei weitere Brewpubs dazu gesellen. Viele spannende Projekte, die so oder so Eure Unterstützung verdienen.

5) Past, present and future

Muss die Hamburger Bierzukunft eigentlich unbedingt wieder glanzvoll sein? Nun, nicht nur der Tradition unserer Stadt sind wir das eigentlich schuldig. Wir haben hier viel Raum für Innovation – etwas, das in der DNA einer Hafenstadt wie Hamburg fest verankert ist. Bier ist ein tolles Produkt, auch um als Speisebegleiter zu glänzen. Zudem kommen jedes Jahr zwei bis drei neue Bierstile, meist aus Übersee, hinzu, wie zuletzt die American Wild Ales oder das NEIPA. Innovation an den Braukessel ist also gefragt und dass auch Hamburg Neues kann zeigen Biere wie das Sour IPA „Rote Hanse“ von Bunthaus oder die „Rauchbirne“ – ein Rauchbier mit Birnenpüree – von Ratsherrn. Schritte in die richtige Richtung, aber da geht definitiv noch mehr, Hamburg!

In diesem Sinne: Prost! Auf die Frauen!

Euer Daniel


Foto: Altes Mädchen // Beitragsbild: Jennifer Meyer / Jupiter Union

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE – Neueröffnung: Bierbar Malto in Altona

Die guten Hopfentropfen von Birrificio Shanghait gab es in der Vergangenheit ausschließlich im Jimmy Elsass – bis jetzt. Denn seit kurzem hat die Hamburger Craft-Bier-Marke ihren eigenen Brewpub in Altona eröffnet. Biersommelier Daniel Elich hat für die SZENE Brauer Francesco und der neuen Bierbar einen Besuch abgestattet.

Gute Aussichten für die Hamburger Craft-Beer-Kultur: die Biere von Birrificio Shanghait bereichern die Szene. Foto: Jennifer Meyer / Jupiter Union

Ein kleiner, puristisch eingerichteter Laden erwartet mich als ich die Tür zum Malto in der Max-Brauer-Allee öffne. Umso wärmer und herzlicher fällt die Begrüßung von Francesco und Antonio aus. Kaum habe ich es mir an der Bar gemütlich gemacht, versorgen mich die beiden mit meinem ersten frisch gezapften Bier an diesem Abend: ein American Pale Ale, gebraut von Francesco himself. Mega weiche Konturen, leicht bitter-süß und dabei herrlich tropisch fruchtig. Hammer Start. I like!

Schlicht, aber gemütlich: Das Malto glänzt mit Purismus. Foto: Jennifer Meyer / Jupiter Union

Früher Croques. Heute Bier.

Eigentlich seien sie zu viert, berichtet Francesco. Mattia und Pedro fehlen und vervollständigen sonst das Vierergespann der Bierbargründer. Gut 1,5 Monate haben die vier Herren die Räume in Eigenregie renoviert. Wo jetzt aus acht Zapfhähnen richtig gute Kreativbiere fließen wurden noch vor kurzem Croques belegt. Bis die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres Hamburger wieder vor die Tür locken, soll auch der kleine Biergarten zum Hinterhof fertig sein.

Gastronom mit Herz: Brauer und Barbesitzer Francesco ist immer für ein Späßchen zu haben. Foto: Jennifer Meyer / Jupiter Union

Die vier Barbesitzer kommen ursprünglich aus Italien und Spanien, ein Gespür für hochwertiges Essen und gute Getränke steckt also quasi in ihrer DNA. Das merkt man, sofort, wenn Sie erzählen, was sie in den kommenden Monaten noch mit dem Malto vorhaben: Sie wollen einen kleinen Ort schaffen, an dem tolles Bier und außergewöhnliche Weine ausgeschenkt und köstliche Kleinigkeiten gegen aufkommenden Bierhunger gereicht werden.

Läuft bei dir: Antonio ist einer der vier Barbesitzer. Foto: Jennifer Meyer / Jupiter Union

Brauerinnen bevorzugt: Francesco sucht weibliche Unterstützung

Während mir Francesco das zweite Bier serviert (Ein Session IPA. Fruchtig-bitter, könnte aber vielleicht etwas mehr Körper vertragen, der die Aromen trägt.) erzählt er von weiteren Plänen für die Location. Bisher werden nämlich alle Birrificio-Shanghait-Biere auf einer Nanoanlage im Jimmy Elsass gebraut. Doch das soll sich in Zukunft ändern. Sobald wie möglich, möchte der Brauer und eigentliche Mathematiker eine eigene Brauanlage im Keller des Gebäudes. Das Bier könnte dann direkt aus Fässern im Untergeschoss an den Zapfhahn geleitet werden. Einen kürzeren Transportweg gebe es wohl kaum. Fürs Brauen sucht Francesco übrigens noch nach Unterstützung – am liebsten weibliche. „Brauen war früher ausschließlich Frauensache. Heute wird die Szene von Männern dominiert. Das finde ich schade“, so Francesco, mein drittes Bier zapfend. Das Panna Cotta IPA ist wieder meins: Ein sehr weiches Mundgefühl, ein milder bitter-süßer Geschmack, der von hellen Aromen von Ananas und Banane begleitet wird. Wirklich gut gemacht!

Birrificio Shanghait – da scheint dir die Sonne ausm Glas. Foto: Jennifer Meyer / Jupiter Union

Klein, aber oho: Die Karte im Malto ist übersichtlich, kann aber was. Foto: Jennifer Meyer / Jupiter Union

Birrificio Shanghait – for Hamburg only

Francesco hat genaue Vorstellungen, wie er sein Bier an Mann und Frau bringen will: „Ich möchte ein lokaler Anbieter sein. Bier ist ein Frischeprodukt, das – wenn du es auf einem gleichbleibend hohen Niveau anbieten willst – nur kurze Transportwege hinter sich legen kann. Klar freue ich mich auch, andere Gastronomien mit Bier zu beliefern, aber das wird mit meinen Bieren nicht über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus passieren.“ Sehr sympathische Ansichten hat der junge Mann aus L’Aquila aus Mittelitalien – und seine Biere habe ich sicherlich nicht das letzte Mal getrunken.

Malto: Max-Brauer-Allee 88 (Altona), Telefon 0151 65 12 33 91, Di-Do 17–23, Fr-Sa 17–1, So 16–22 Uhr; www.shanghait.beer

Stammgastfreundschaft: Fast täglich kommen Freunde auf ein Bier vorbei. Foto: Jennifer Meyer / Jupiter Union

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel


Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE – Ohne Frauen wäre gutes Bier undenkbar

Bier und Brauen ist reine Männersache? Von wegen! Allein die Geschichte zeigt, dass wir heute wohl kaum so gutes Bier hätten, wenn es keine Frauen gebe. Und auch die Bierfachfrauen von heute haben richtig was auf dem Bierkasten.

Rocken den Sudkessel: Cristal und Michèle sind aus dem Team der Berliner Berg Brauerei nicht wegzudenken. Foto: Berliner Berg

Im frühen Mittelalter war das Brauen Hausfrauensache. So trafen sich die Damen des Hauses nachmittags zu regelmäßigen Bier- statt Kaffeekränzchen, um den neuesten Hopfentropfen der Nachbarinnen zu probieren. Ab dem neunten Jahrhundert begannen dann die Nonnen in den Klöstern mit der Braukunst. Eine der bekanntesten: die Benediktinerin Hildegardis von Bingen. Sie erkannte, dass im Bier aufgrund der Wärmebehandlung Bakterien abgetötet werden und es damit die deutlich bessere Alternative zu Wasser war, das damals viele Menschen krank machte. (Good job, Hildi!)

Das Motto von Sophia Wenzel: „Alles, was man braucht, ist Durst!“ Foto: Anatol Kotte

Doch genug zur Geschichte. Schließlich tummeln sich auch in der Gegenwart viele grandiose Frauen mit ordentlich Durst auf Bier. Dazu gehören auf jeden Fall zwei Frauen von Berliner Berg. Michèle Hengst ist Geschäftsführerin in der angesagten Brauerei und mit jeder Menge Leidenschaft für gutes Bier bei der Sache, während Neuzugang Cristal Jane Peck den Berliner Sudkessel mit den wildesten Bierkreationen rockt. Und in Bayern wird die traditionsreiche Brauerei Pyraser von Marlies Bernreuther geführt, die – als sie 2009 die Brauerei von ihrem Vater übernahm – mit 31 Jahren Deutschlands jüngste Brauerei-Inhaberin war. Wer in dieser illustren Runde natürlich nicht fehlen darf? Sophia Wenzel. Die Frohnatur legte den Grundstein ihrer Biervernarrtheit als Sommelière im Alten Mädchen in Hamburg. Mittlerweile begeistert sie aber ganz Deutschland von ihrer Leidenschaft für Kreativbier und gilt als das weibliche Aushängeschild der jungen Craft-Beer-Szene.

Die Brauerinnen von Stone Brewing Berlin Elizabeth Parsons und Ann Marie Ahrens freuen sich wie Bolle auf die Aktion für Pink Boots Society. Foto: Stone Brewing Berlin

Ohne Frauen wäre – allen Vorurteilen zum Trotz – gutes Bier also undenkbar und die deutsche Kreativbierszene um einiges langweiliger. Um darauf hinzuweisen und sowieso, um alle Frauen am Weltfrauentag zu feiern, haben sich deutsche Brauereien übrigens verschiedene Aktionen überlegt. So kommen bei Stone Brewing Berlin am 8. März Brauerinnen aus ganz Deutschland zusammen und kreieren ein einzigartiges Pink Boots Society Bier. Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf geht an die Pink Boots Society und wird für Stipendien und andere Bildungsinitiativen speziell für Frauen in Brauereiberufen genutzt. (Mehr Infos zum Event auf Facebook)

Eine weitere schöne Aktion zum Weltfrauentag gibt es von der Brauerei Brew Dog, mit der sie auf den Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen aufmerksam machen wollen. So bekommen Frauen in ausgewählten Locations 23 Prozent Rabatt auf das Punk IPA. Im Alten Mädchen, im Galopper des Jahres, bei Blumen und Feinkost Schnalke und im Standard in Hamburg können Frauen in den kommenden zwei Wochen das Bier zum Protestpreis trinken. Schön, dass man so eine gute Sache mit köstlichem Bier verbinden kann.

In diesem Sinne: Prost! Auf die Frauen!

Euer Daniel


Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE – Beerfluencer

Diese 6 Bier-Blogger solltest du kennen!

Fashion, Food, Sport – Influencer gibt es auf der ganzen Welt und wohl zu jedem Thema, natürlich auch im Bereich Craft Beer. In dieser BierSZENE stelle ich euch meine absoluten Lieblinge vor.

BEERFLUENCER AUS HAMBURG

Die Hamburger Jungs: beyondbeer

Auf dem Channel rund um die Jungs von Maximilian Marner bekommt ihr alle Infos rund um die skandinavische und englische Kreativbierszene. Per Instagram-Daily-Update verkündet Beyond das Arrival der heißesten Ware aus Nordeuropas Biernirwana. Die kleine, aber feine Biernerdszene Hamburgs gibt sich bei den Jungs regelmäßig die Klinke in die Hand und wird durch diesen Channel gleichzeitig optimal auf dem Laufenden gehalten.

 

BEERFLUENCER AUS DEUTSCHLAND

Die Craftbeer-Göttin: olivia.drinksbeer

Dieses sympathische Thüringer Mädel ist durch Zufall zum Beerfluencer geworden. Olivia Pelz ist in ihrer Wahlheimat Frankfurt am Main auf die Craftbeerbar „Naiv“ gestoßen und fing ganz unbewusst an, Kreativbier zu trinken. Durch die Bierauswahl und den Kontakt zu anderen Bierbloggern auf Instagram, kam Sie erst so richtig auf den Geschmack. Inzwischen folgen Olivia über 4000 Follower – nicht zu Unrecht, wie ich finde. Sie versteht es verdammt gut, Frau und Bier gemeinsam charmant in Szene zu setzen.

BEERFLUENCER AUS DER GANZEN WELT

Die Newcomer: pintgeneral

Die Community der beiden Jungs aus Finnland liegt zurzeit zwar nur bei gut 400 Followern, aber das wird ganz sicher nicht lange so bleiben. Warum? Außergewöhnlich kreative Aufnahmen von Bieren, die super inszeniert sind! Wenn die zwei so weitermachen, ist eine Verzehnfachung der Follower nur eine Frage der Zeit, da bin ich mir sicher.

Auf die Katze gekommen: lorenzothebeercat

Dieser Channel ist im wahrsten Sinne des Wortes auf die Katze gekommen! Jede Bieraufnahme wird von einer oder mehreren genervt reinblickenden Katzen gekrönt. Mega Bilder! Das sehen übrigens auch über 7000 Follower so.

Der Craftbeermessias: igarretoliver

Garrett Oliver, Braumeister der Brooklyn Brewery, hat sich bereits mit Foodpairing beschäftigt, als niemand in Europa nur einen Gedanken daran verschwendet hat. Anfang der 90er bereist Garrett Länder wie England, Belgien und Deutschland, um seine Erfahrung mit Aromen zurück in die USA zu importieren. Ohne ihn wäre das Thema Beerpairing – zumindest in New York – wohl deutlich langsamer in die Gänge gekommen. Mit etwas über 15.000 Followern mag er in Amerika influencertechnisch sicherlich nicht zu den Schwergewichten gehören, jedoch ist seine Bedeutung als Beerfluencer nicht wegzudiskutieren und seine tollen Beiträge für mich nicht wegzudenken.

Das Schwergewicht: eviltwinbrewing

Jeppe Jarnit-Bjergsø, Gründer von Eviltwinbrewing hat den Sprung über den Teich in Rekordzeit geschafft. Der Däne ist eigentlich Lehrer und hat 2010 in Kopenhagen angefangen Bier zu brauen und zu verkaufen. So erfolgreich, dass er inzwischen auch eine Bar in Brooklyn betreibt. Seinem Channel folgen inzwischen knapp 100.000 Follower – ein absolutes Schwergewicht unter den Beerfluencern. Whoa!

Falls ihr nun auch Lust habt, euch zum Trinken von richtig guten Kreativbieren verführen zu lassen, schaut doch mal bei dem einen oder anderen dieser tollen Kanäle vorbei. Ich verspreche: Die machen durstig!

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel


Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE – 5 Craft-Biere, die auch Nicht-Biertrinkern schmecken

Wir haben doch alle diesen einen Freund oder diese eine Freundin, die glauben, dass sie kein Bier mögen. Für mich als Biersommelier ist das natürlich kein haltbarer Zustand und ich glaube fest daran: Bier nicht zu mögen ist nicht möglich, man hat einfach nur noch nicht das richtige getrunken. Deshalb habe ich meine Top 5 der Biere zusammengestellt, die auch Nicht-Biertrinkern schmecken. Versprochen!

1) Salonsozialist von Landgang (Hamburg, Deutschland)
Für Fans von fruchtigen Cocktails

Ein Weizenbock, der durch die gewisse Spritzigkeit und Noten von Banane und weißem Pfirsich eher ein Böckchen ist. Der mundet auch Biertrinkern, die eigentlich keine sind.

Salonsozialist. Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

2) Onkel Herbert von Onkel (Düsseldorf, Deutschland)
Für Weißwein-Trinker

Eine Berliner Weisse mit Rhabarberpüree: Meine Freundin ist eingefleischter Weintrinker, aber für Onkel Herbert macht sie schon mal eine Ausnahme. Weich, leicht säuerlich und dabei fruchtig – herrlich!

Onkel Herbert. Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

3) Grand Cru von Rodenbach (Roeselare, Belgien)
Für Rotwein-Genießer

Dieses „Bier“ wurde wie ein Wein gekeltert und verschnitten. Schon aufgrund der Verarbeitungsweise erinnert wenig an den uns bekannten Biergeschmack. Säuerlich, weich und feinperlig auf der Zunge und der Geschmack von Traube, Sherry und Balsamico ist auch am Start.

Grand Cru. Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

4) Cali-Belgique IPA von Stone Brewing (Berlin, Deutschland)
Für Freunde von tropical Cocktails

Eine spezielle belgische Hefe-Art macht dieses Bier zu einem süß-würzigen IPA mit einem Hauch von Karibik. So ein IPA habt ihr noch nicht getrunken, versprochen!

Cali Belgique. Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

5) Schokobär von Veto (Feucht bei Nürnberg, Deutschland)
Für Liebhaber von heißer Schoki mit Schuss

Ein Schokoladen-Stout wie es im Buche steht: leicht süßlich, verdammt schokoladig und dabei unheimlich weich.

 

Schokobär. Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

 

Mindestens eins dieser Biere wird auch Nicht-Biertrinker davon überzeugen, dass Craft Beer eigentlich etwas ziemlich Tolles ist. Einfach ausprobieren. Euer Mut wird belohnt werden, da bin ich mir sicher.

In diesem Sinne: Prost!

Euer Daniel


Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!

BierSZENE: Charity Beer

Diese Biere trinkt ihr für den guten Zweck!

Dass man richtig Spaß dabei haben kann, etwas Gutes zu tun, wissen Hamburger spätestens seit den Clubkindern (tolle Truppe!). Wenn es jetzt nur noch die Möglichkeit gäbe, gut gebrautes Craft Beer zu trinken und gleichzeitig anderen zu helfen … Überraschung! Genau die gibt es. Und ihr könnt bereits an diesem Januarfreitag damit starten. Wer, wie, wo, wann, was? Das erfahrt ihr hier.

Zu den alten Hasen im Charity-Beer-Bereich gehören ohne jede Frage die Macher von Stone Brewing. Foto: Stone Brewing

Zu den alten Hasen im Charity-Beer-Bereich gehören ohne jede Frage die Macher von Stone Brewing. Die Berliner setzen dabei auf lokales Engagement, vor allem in Berlin und Mariendorf wollen sie die Welt täglich ein kleines bisschen besser machen. „Im Dezember haben wir zum Beispiel 1.700 Euro an wirBERLIN gespendet, ein Verein, der sich für mehr Lebensqualität im öffentlichen Raum engagiert“, erklärt mir Colin Lenz von Stone Brewing. „Und bei unserem CANtoberfest gingen für jedes verkaufte Dosenbier 25 Cent an einen gemeinnützigen Verein aus Berlin.“ Auch in Zukunft will sich das Team von Stone Brewing engagieren. So unterstützen sie zurzeit unter anderem die Aktion Alles im Fluss, die sich für saubere Ufer und Gewässer in Berlin einsetzt. Auf jeden Fall eine gute Sache, die man mit einem hohen (aber dennoch natürlich verantwortungsvollem) Konsum von Stone-Bier unterstützen sollte.

In der La Trappe Klosterbrauerei in Berkel-Enschot brauen Trappisten Mönche seit 1884 Klosterbiere. Foto: Felix Valentin

Auch unseren Nachbarn in Holland war Bierbrauen allein nicht genug. In der La Trappe Klosterbrauerei in Berkel-Enschot brauen Trappisten Mönche seit 1884 Klosterbiere. Seit jeher wollen die sie dort auch Gutes mit ihren Bieren bewirken; ein Teil des Ertrags kommt stets einem wohltätigen Zweck zugute. In Zusammenarbeit mit verschiedenen sozialen Einrichtungen bieten sie Menschen mit Abstand zum Arbeitsmarkt Arbeit in der Brauerei an. Außerdem unterstützen sie eine Abtei in Uganda, wo Mönche für die Bevölkerung vor Ort Projekte im Landbau, im Bildungssektor und im Gesundheitswesen ins Leben rufen. Mein Tipp also: Beim nächsten Holland-Trip einen Abstecher in das Kloster wagen. Vor allem der Biergarten ist in den Sommermonaten ein absolutes Highlight.

Hobby Brau. Foto: Henning Angerer

Doch auch in Hamburg bekommen wir das mit dem Charity Beer langsam hin. HobbyBrau, ein bunt gemischter Haufen von Hobbybrauern aus Hamburg, nimmt mit seinen spannenden Mini-Suden mehrmals pro Jahr an Craft-Beer-Veranstaltungen teil, bei denen man verschiedenste Biere gegen eine Spende probieren kann. Die Erlöse gehen immer an eine soziale Einrichtung. Auch heute am Freitag, den 26. Januar 2018, kann man ihre alternativen Biere wieder kosten: Im Salon über dem Galopper des Jahres zeigen die Hobbybrauer, was Vielfalt im Braukessel wirklich bedeutet. Und auch noch ein paar letzte Tropfen der Roten Hanse von And Social Drinkers befinden sich hier am Hahn. Also: Kommt ran da.

In diesem Sinne: Rettet die Erde – sie ist der einzige Planet mit Bier! Stößchen!

Euer Daniel

 


Daniel Elich

Foto: Altes Mädchen

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen @bieronkelHH_ und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!