Die Känguru-Chroniken, Stephan Möller-Titel, Altonaer Theater

(17.4.) Premiere: Die Känguru-Chroniken, Altonaer Theater, 20 Uhr

Ein anarchisches Selbstgespräch

Als plötzlich ein Känguru an Marc-Uwe Klings Tür klingelt und ihn um Eier bittet, reagiert er angemessen: Er wundert sich. Und die Verwunderung bleibt, denn das radikal antikapitalistische Känguru annektiert kurzerhand die Hälfte seiner Wohnung und schnorrt sich durch den Küchenschrank. Dem frechen Eindringling ist nicht beizukommen, rhetorisch versiert unterläuft es jede bürgerliche Regel und plant nebenbei die jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung. Was vor rund acht Jahren beim Berliner Radio Fritz als satirischer Podcast begann, wuchs sich zum Massenphänomen aus. Drei Bücher sind bislang erschienen, ein Erfolgsgeheimnis ist ihre vielseitige Lesbarkeit: Einerseits schrieb sich der Autor sein Alter Ego vom Leibe, andererseits handelt es sich um eine Parabel über Toleranz. Im April wird das Känguru die Bühne des Altonaer Theaters übernehmen. (BIE)

Altonaer Theater
Museumstraße 17
17.4., 20 Uhr

Foto: G2 Barianak