Wenzel

(18.2.) Musik, Wenzel, kukuun, 19 Uhr

Wenzel. Da klingelt bei euch nichts? Wer den deutschen Liedermacher und Poeten noch nicht kennt, der sollte am Sonnabend ins kukuun spazieren. Denn dort ist Wenzel  mit seinem Programm „Wenn wir warten“ zu Gast. Warum sich das lohnt, verrät uns kukuun-Booker und Kapelle Herrenweide-Band-Mitglied Sönke Tongers.

kukuun

Freut sich auf den Abend mit Wenzel. Und über die guten Vorverkaufszahlen. Denn Wenzel hat das verdient. Musik-Missionar Sönke Tongers vom kukuun

„Über 15 Jahre ist es her, dass ich in der Fabrik einem Konzert von Billy Bragg beiwohnen durfte. Thema des Abends: Woody Guthrie. An der Seite des britischen Protest-Songwriters erschien ein komischer Kauz, der Guthrie’s Lieder an Klavier, Gitarre und Akkordeon spielerisch ins Deutsche übertrug, ohne ihnen die Scharfzüngigkeit oder den Humor zu nehmen. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit.

So verliebte ich mich in Hans-Eckardt Wenzel. Oder auch einfach „Wenzel“, der, obwohl zehn Jahre jünger, in einem Atemzug mit den beiden anderen großen deutschen Liedermachern Hannes Wader und Konstantin Wecker genannt werden darf.

Wenzel ist trauriger Clown, Dichter, politisch-soziales Gewissen, Multi-Instrumentalist und ein gleichermaßen unterhaltsamer wie berührender Geschichtenerzähler.

In seinen Liedern und drumherum. Leidenschaftlich und augenzwinkernd tanzt seine musikalische Welt zwischen Fernweh, Liebe, Gesellschaftskritik und Tod. Verpackt in kluge, poetische Texte, getragen von seinem ganz eigenen wundervollen Humor. Es gibt kaum Songwriter die Wenzels inhaltliche und musikalische Bandbreite auch nur annähernd abdecken. 

Im Osten der Republik ist Wenzel eine echte Größe, an seinem 60. Geburtstag begeisterte er einen ausverkauften Admiralspalast in Berlin. Hier bei uns im Norden erlebt man ihn weiterhin in intimer Atmosphäre, und genau so funktioniert ein Wenzel-Konzert mit all seiner Liebe, dem Entertainment und der Systemkritik ohne wedelnden Zeigefinger, am allerbesten.

Mit ihm einen Künstler ins kukuun zu buchen, den ich von ganzem Herzen bewundere und verehre, macht mich wirklich stolz und glücklich.“

Tickets (ab 22 Euro) gibt es im VVK oder an der Abendkasse. / Foto Wenzel: Markus Altmann

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18.02.17, 19 Uhr