(24.11.) Kunst, add art: Kunst in Hamburger Unternehmen, ab 16 Uhr

Kunst kann auf vielerlei Arten gefördert werden. Eine davon ist die add art, die zum fünften Mal in Hamburger Unternehmen führt, in Anwaltskanzleien, Content Agenturen, zu Wirtschaftsprüfern in Handelsunternehmen oder in die Geschäftsräume von Banken. Kurzum an Orte, an die man normalerweise nicht gelangt, weil sie öffentlich nicht zugänglich sind.

Hinter den verschlossenen Türen, auf Unternehmensfluren, in Büros und manchmal sogar in eigenen Ausstellungsräumen ist dort Kunst zu sehen. Und damit diese privaten Sammlungen wachsen, gleichzeitig aber auch mit der Öffentlichkeit geteilt werden können, hat Hubertus von Barby die Initiative add art ins Leben gerufen. „Füge Kunst hinzu“ heißt der Name übersetzt und fordert Entscheider auf dezente hanseatische Art auf, sich der Kunst zu widmen.

Tillmans, Roth und neue Talente

Bei manchen Unternehmen, die man in diesem Jahr bei kostenlosen Führungen besuchen kann, ist diese Aufforderung nicht mehr nötig. Dazu gehört die Kanzlei Buse Heberer Fromm, die über die weltgrößte Sammlung von Werken von Dieter Roth (1930–1998) verfügt, den eingeschweißten Wursthorizont und das Schimmelmuseum inklusive. Oder die Hypovereinsbank, die über mehrere Etagen verteilt über 600 Arbeiten zeigt, darunter Fotografie von Wolfgang Tillmans.

Vor allem aber ist der add art die Förderung des Nachwuchses wichtig – und so sind in diesem Jahr so viele junge Künstler von der HAW zu sehen wie nie zuvor: Aus rund 60 Einreichungen wählten die Firmen 21 Positionen aus. Darunter die zeitgenössische Landschaftsmalerei von Ariane Emmerich, Bofeng Lins Erinnerungen an Toronto, Julius Bernsteins in Öl übersetzte Familienfotos die abstrakten Holzschnitte von Philip Angermaier und eine junge Gruppenschau bei Schipper Company mit Animationen, Collagen, Drahtgebilden und surrealen Bildwelten.

/ SD /  Abb.: Simone Kesting, o.T.

Verschiedene Unternehmen
24.11.17, ab 16 Uhr / Anmeldung zu den Führungen