Rindchen schlemmt – Pavoni

Ein Italiener für Fortgeschrittene – Das Pavoni steht für absolute Kompromisslosigkeit.

Nachdem Mario Zini sein legendäres „La Scala“ in Eppendorf aufgegeben hatte, war die Trauer bei etlichen Freunden einer authentischen, unverfälschten Küche in dieser Ecke der Stadt groß. Um so größer war bei uns die Freude als wir feststellten, das just ums Eck in der Löwenstraße seit drei Jahren ein großartiger italienischer Küchenkünstler den Löffel schwingt: Enrico Pavoni geheißen und voller – berechtigtem – Stolz das Lokal nach sich selbst benannt habend.

Wie alle herausragenden Köche seines Landes ist auch Pavoni vor allem eines: Verfechter absolut kompromissloser Produktqualitäten. Denn die italienische Küche ist ja neben der japanischen unter den ganz Großen der Welt diejenige, bei der das Ausgangsprodukt am meisten im Mittelpunkt steht und am unverfälschtesten auf dem Teller landet. Da die Karte nahezu täglich variiert und sehr stark auf saisonale Highlights setzt ist es eher müßig, hier einzelne Gerichte zu empfehlen.

Was immer brillant ist, sind die gemischten Antipasti (ca. 19 Euro): lauter kleine, liebevoll komponierte Gesamtkunstwerke, die einen diametralen Gegensatz zur öligen Einheits­öde mancher unter grün-weißroter Flagge segelnden Italie­ner-Karikatur abgeben. Das Gleiche gilt für die auf hervorragenden Qualitäten der häufig haus­gemachten Grundpasta basierenden ­Nudelgerichte (14 bis 20 Euro). Herausragend auch alle Kompositionen, ob Carpaccio, Tatar oder Filet, rund um das renommierte Fassone-Rind. Dazu gesellt sich eine recht passable Auswahl von Gewächsen teilweise bekannter, teil­weise ­noch unentdeckter Winzer. Das ist alles nicht supergünstig, aber eingedenk der gebotenen Qualitäten nachvollziehbar und fair kalkuliert.

Dazu sitzt man in dem sehr kleinen Laden oder dem überaus lauschigen Gastgarten auch noch sehr nett und wird hauptsächlich von der Familie des begnadeten Herdartisten freundlich und kenntnisreich bedient. Kurzum: Wir sind ausgesprochen glücklich, einen solch sympathischen Hort der italienischen Hochküche entdeckt zu haben. 

Pavoni, Löwenstraße 12, Tele­fon 84 70 55 56, Di-So 17.30– 23 Uhr; www.casapavoni.de



Gerd Rindchen im Rindchen's Weinkontor. Foto:

Gerd Rindchen im Rindchen’s Weinkontor.

Gerd Rindchen ist Gründer von Rindchen’s Weinkontor. Seit 25 Jahren verkostet er Weine nach dem Prinzip „Bestes Preis-Genuss-Verhältnis“. In der SZENE HAMBURG wendet er dieses Prinzip jeden Monat auch auf die Küchen dieser Stadt an.


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, August 2018. Das Magazin ist seit dem 28. Juli 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


 

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FoodSZENE – Wer bleibt, wer geht, was kommt?

Hannah Plettenberg ist seit über zehn Jahren in der Gastronomie und Hotellerie als Beraterin, Trainerin, Trendforscherin und Coach tätig. Balzac Coffee, Kölln Haferland oder der Dortmunder Fernsehturm zählen zu ihren Kunden. Die Gastronomieberaterin ist eine der wenigen erfolgreichen Frauen in diesem Business.

SZENE HAMBURG: Welche Gastro-Konzepte sind in den letzten Jahren in Hamburg gut gelaufen?

Hannah Plettenberg: Stepha Zanella ist mit ihrem vegan-vegetarischen Frühstücks- und Brunch-Restaurant Mamalicious (Foto oben) seit 2011 auf dem Markt und damit sehr erfolgreich. Sie hat zum richtigen Zeitpunkt erkannt, ihr Konzept der Nachfrage anzupassen. Das Tschebull in der Mönckebergstraße ist eine Institution. Es bietet eine Auswahl an österreichischen Klassikern auf höchstem Niveau – das kommt gut an. Dann ist da noch das Kukuun auf der Reeperbahn, das seit Jahren im Clubbereich einer der kreativsten und facettenreichsten Konzepte bietet. Ob Groß- oder Einzelunternehmer: Für niemanden ist es heute leicht, auf dem Markt zu bestehen.

Welche beliebten Fehler bringen Neueröffnungen garantiert zum Scheitern?

Da könnte ich einige nennen. Der falsche Standort oder das „Vorbeiplanen“ des Angebots an der Nachfrage gehören dazu. Auch ein beliebter Fehler: dass das erste Warenlager in der Finanzierung nicht mit eingeplant wurde und der Laden pleite ist, noch bevor er eröffnet hat.

Confiertes Lachsfilet im Tschebull.

Regionale Erzeugung und kurze Vertriebswege: Wird sich diese Entwicklung langfristig durchsetzen?

Wir interessieren uns immer mehr dafür, was in unseren Speisen drin ist und woher sie kommen. Das liegt daran, dass wir uns mit den Menschen hinter den Produkten identifizieren möchten. Auch die Großküchen dieser Stadt verwenden mehr und mehr regionale Produkte. Wir möchten lieber den Bauernhof aus der Region oder die Metzgerei in der Nachbarschaft unterstützen, bevor wir den „Großen“ das Geld in den Rachen schmeißen.

Lassen Sie uns einen Blick in die Glaskugel werfen: Wer bleibt, wer geht, was kommt?

Das ist schwer zu sagen. Ein perfektes Erfolgsrezept gibt es nicht. Viele Gastronomen wechseln nach der Eröffnung zu schnell ihr Konzept, weil ein Produkt nicht läuft. Dabei können auch der richtige Standort oder das passende Personal dazu beitragen, dass es funktioniert. Ich habe außerdem festgestellt, dass Gemüse schon lange keine Nebenrolle mehr spielt und die Kreativität der Köche herausfordert. Lange frühstücken zu gehen, könnte sich auch zu einem Trend entwickeln.

Was ist mit den zig Burgerläden, die es mittlerweile an jeder Ecke der Stadt gibt? Nutzen sich manche Konzepte ab?

Klar, irgendwann hat man sich an den Speisen satt gegessen und an den Innendesigns sattgesehen. Dann gibt es Raum für neue Ideen und neue Trends. Fest steht: Um sich langfristig am Markt behaupten zu können, braucht es einen guten Service, freundliches und beständiges Personal und eine überzeugende Qualität des Essens.

Interview: Jasmin Shamsi
Foto: Alessa Pieroth


Who the fuck is…

Foto: Philipp Jung

Unsere Kollegin Jasmin Shamsi schlemmt sich für uns durch Hamburg. Als Foodredakteurin schlägt ihr Herz für Kultur und Kulinarik – die zwei großen Ks, für die sie brennt. „Sie hängen eng miteinander zusammen und befinden sich im ständigen Austausch“, sagt sie. Für uns spürt sie die Geschichten über Macher und Marken auf und serviert sie brühwarm und immer neu gewürzt – online, in jeder Ausgabe der SZENE HAMBURG und auf Instagram unter @szenehamburg.essentrinken 


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, August 2018. Das Magazin ist seit dem 28. Juli 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN: Unsere Testsieger 2018

Es kann nicht nur einen geben! 600 Restaurants haben wir auf Herz, Nieren und Tofu getestet. Italien, Griechenland und Asien – Fleisch, Fisch und Veggie: Diese 17 sind unsere Spitzenreiter.

Der 356-Seiten starke Gastro-Guide ist ab sofort im Handel oder Online erhältlich und dreht sich von der ersten bis zur letzten Seite um Genuss in Hamburg und der Metropolregion. Ein echt dickes Ding!

Die Testsieger im Überblick

  • Kategorie: Asien

Herr He
„Hamburgs neue Perle unter den China-Restaurants.“
Ernst-Merck-Straße 10 (St. Georg)

  • Kategorie: Fisch

Liman
„Es mag klingen, aber gehen Sie für den Nachtisch ins Liman. Und für den Fisch.“
Mühlenkamp 16 (Winterhude)

  • Kategorie: Iberien

Claudio’s
„Nach Brot und Aioli geht es ab: Feinste Tapas mit Amor.“
Tschaikowskyplatz 2 (St. Pauli)

  • Kategorie: International & Kreativ

Trific
„Was alle Gäste eint, ist eine unaufgeregte Normalität und der Sinn für richtig gute, ehrliche Qualität.“
Holzbrücke 7 (Altstadt)

Das Trific ist leider seit 31. Mai 2018 geschlossen.

  • Kategorie: Griechenland

Dionysos
„Es geht auch sehr gut ohne Gyros.“
Eppendorfer Weg 67 (Eimsbüttel)

  • Kategorie: Veggie & Vegan

Piccolo Paradiso
„Hier schmeckt man die Liebe auf dem Teller.“
Dorotheenstraße 180 (Winterhude)

  • Kategorie: Italien

Bianc
„Mediterranees Miniaturwunderland mit Stern-Ambitionen.“
Am Sandtorkai 50 (HafenCity)

  • Kategorie: Orient & Indien

Fardi
„Die Mezze holen alle Sterne vom levantinischen Himmel.“
Hofweg 72 (Uhlenhorst)

  • Kategorie: Weltweit

Salt&Silver – Zentrale
„Traut euch! Mut wird hier mit Geschmack belohnt.“
Hafenstraße 136-138 (St. Pauli)

  • Kategorie: Szene Lädden

Brechtmanns Bistro
„Ohne Tamtam: Eppendorf kann viel mehr als Schickimicki.“
Erikastraße 43 (Eppendorf)

  • Kategorie: Fleisch

[m]eatery
„Gehobenes Steak-House mit den besten Servicekräften der Stadt.“
Drehbahn 49 (Neustadt)

  • Kategorie: Gutbürgerlich

Speisewirtschaft Opitz
„Gut? Nein. Überhaupt nicht. Göttlich.“
Mundsburger Damm 17 (Hohenfelde)

  • Kategorie: Frankreich

Le Plat du Jour
„Die Küche kennt exakt ihre Position und vollzieht sie auf höchstem Niveau Vive la France.“
Dornbusch 4 (Hamburg-Altstadt)

  • Kategorie: Speckgürtel Nord

Landhaus Schulze-Hamann
„Wir quatschen und lachen alle miteinander, als wären wir zu Hause bei Familie Schulze-Hamann.“
Segeberger Straße 32 (Blunk)

  • Kategorie: Speckgürtel Süd

Lieblingsplatz
„Der Name ist Programm – absolut empfehlenswert.“
Moorstraße 41 (Seevetal)

  • Kategorie: Speckgürtel Ost

Gutsküche Wulksfelde
„Genial regional: Hier werden Produkte mit bester Qualität von einer prämierten Küche verarbeitet.“
Wulksfelder Damm 15-17 (Tangstedt)

  • Kategorie: Lüneburg-Spezial

Viscvle
„Angesagte Schanzen-Atmosphäre am Stint.“
Salzstraße am Wasser 2 (Lüneburg)

  • Kategorie: Edel

Hier haben wir auf einen Testsieger verzichtet. Die Sterne- und Spitzenrestaurants in Hamburg sind einfach unvergleichlich.

/ Text: Jasmin Shamsi / Fotos: Michael Kohls


Der Gastro Guide SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019 ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


 

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Zebra gefüllt mit Krokodil – das Restaurant Flammen

Im All-you-can-eat-Lokal Flammen geht es um viel Fleisch für wenig Geld. Ein Konzept, das Fragen aufwirft.

Viele Menschen denken, Restauranttester zu sein, sei der schönste Job der Welt. Doch das ist er ebenso wenig wie der Job eines Kreuzfahrttesters. Denn ein „All-you-can-eat-Buffetrestaurant“ kann ungefähr so freudvoll sein wie eine Woche mit 2.000 Senioren auf einem Schiff von Costa Kreuzfahrten. Manchmal ist Restaurants zu testen harte Arbeit, die die Disziplin eines japanischen Mönches verlangt. Nämlich dann, wenn der persönliche Geschmack so gar nicht mit dem des Publikums übereinstimmen will.

So wie im Fall des Restaurant Flammen. Das Konzept des im Mai neu eröffneten deutschen Ablegers einer seit 2009 erfolgreich expandierenden dänischen Restaurantkette sieht so aus: Der Gast kann für 24,50 Euro am Buffet aus einer Auswahl von mindestens 15 Sorten Fleisch und 50 Variationen von Salat- und Obstbeilagen wählen. Punkt. Denn damit ist das Konzept beschrieben. Kein Dry Aged, kein regionales Biofleisch, kein vegetarisches Gericht. Kein Mittagstisch. Kein Kinderteller. Fisch gibt es nur in Form eines einsam am Rande des Buffets drapierten geräucherten Lachses.

Kein Elysium der Fleischeslust

Das Ambiente ist gepflegt, das Design zeitgeistig modern, man wird gleich dänisch freundlich geduzt. So fühlt es sich wohl an, in der Esszimmerausstellung von Ikea zu essen.

Ganz klar: Hier geht es um Fleisch. Viel Fleisch. Der geneigte Karnivore kann so oft er möchte aus solide zubereiteten Klassikern wie Rinderfilet, Braten vom Black Angus Rind, Lamm und Schwein wählen, aber auch aus exotischen Angeboten wie Känguru oder Zebra, gefüllt mit Krokodil. „Halt!“ möchte man da rufen. Wenn schon, dann muss man ja wohl Krokodil mit Zebra füllen?!

Wir würden das gerne mit der freundlichen Servicedame diskutieren, entschließen uns aber lieber mit dem Mann an der Fleischtheke zu sprechen.

Das Fleisch wird ähnlich wie beim brasilianischen Rodizio in dünne Scheiben geschnitten und auf den Teller des Gastes gelegt, was es schwer macht, die echte Qualität des Fleisches einzuschätzen. Wer jemals in Edel-Gastronomien wie dem Theo’s oder dem Butcher’s in das Elysium der Fleischeslust erhoben wurde, der wird dieser Darreichungsform nichts abgewinnen können, denn jede Saftigkeit geht dabei verloren. Aber: Das Lamm und das Rinderfilet sind schmackhaft, die Kruste des Schweinebratens kross und heiß.

Die Salattheke bietet viel Auswahl – wie es aber leider häufig so ist: Wo viel ist, bleibt auch viel liegen. Angebräunte Salatblätter und Krusten an Dressings gehören anscheinend zu Salatbuffets wie Legoland zu Dänemark.

Hat Hamburg das gebraucht?

Spätestens an diesem Punkt hat den Restaurantkritiker das Zen verlassen, denn zu viele Fragen rauschen durch den Kopf. Zuallererst: Ist ein All-you-can-eat-Fleischrestaurant eigentlich noch zeitgemäß? Sollten wir nicht alle weniger, dafür besseres Fleisch essen? Wieso gibt es außer Kartoffeln so überhaupt kein Gemüse? Nicht einmal die üblichen Verdächtigen, etwa grüne Bohnen oder Brokkoli? Ist es nachhaltig, Zebrafleisch vom anderen Ende der Welt nach Hamburg zu schippern?

Und was würden die beiden munter schmausenden zehnjährigen Mädchen vom Nachbartisch wohl sagen, wenn man ihnen ein Youtube-Video einer Krokodilfarm zeigen würde? Muss das sein? Hat Hamburg das gebraucht? Das scheint der Fall zu sein, denn die Tische sind gut besetzt und die Kritiken auf Facebook nahezu durchweg positiv.

Bleibt also die Frage: Sind Buffets auf Kreuzfahrtschiffen vielleicht doch etwas Schönes?

Text: Ole Müggenburg
Foto: Sophia Herzog

Restaurant Flammen, Straßenbahnring 15 (Hoheluft-Ost), www.restaurant-flammen.de


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FoodSZENE – Was bringt die Zukunft der Gastronomie?

Zum zweiten Mal fand das Das Food Innovation Camp in der Handelskammer Hamburg statt. Das Netzwerktreffen brachte Startups, Investoren und Gastronomen zusammen

Glutenfreies Brot, Insektenriegel, Algenpräparate, Smoothies und Eis – das waren die meist präsentierten Produkte auf dem Food Innovation Camp 2018 in der Handelskammer Hamburg. Organisiert wurde die Netzwerkveranstaltung von Hamburg Startups mit Unterstützung von DS Produkte, QVC und REWE Nord. Neben einem Marktplatz für Food-Startups und der Möglichkeit, die Idee hinter den Produkten kurz und knapp auf einer Bühne vorzustellen, fanden den ganzen Tag Podiumsgespräche zu verschiedenen Themen statt. Im Fokus standen vor allem folgende Punkte: gesunde Ernährung (die schmeckt), bewusste Ernährung in Bezug auf die Qualität der Produkte und versteckte Zucker, Superfoods und Nachhaltigkeit.

Will man eine Idee an die Öffentlichkeit bringen, braucht man Investoren bzw. Multiplikatoren. Der Verzicht auf Plastik – ob in Tüten, Verpackungen oder Strohhalmen – war eines der wichtigsten Anliegen vieler Startups. Dass REWE seit 2016 auf Plastiktüten verzichtet, wurde von vielen Gästen positiv zur Kenntnis genommen. Schließlich muss der Bewusstseinswandel auch bei der Masse ankommen. Podiumsteilnehmer Hans-Jürgen Moog von REWE berichtete von anfänglichen Bedenken, auf den Restbeständen von Plastiktüten sitzenzubleiben. Glücklicherweise erwies sich die Testphase als erfolgreich.

Überall in der Stadt poppen neue Lokale mit spannenden Konzepten auf – aber der Hamburger Gastronomie fehlt das entsprechende Personal. Die Branche habe einen schlechten Ruf, meint Patrick Rüther, der unter anderem die Bullerei, das Alte Mädchen und ÜberQuell mitbegründet hat. Hartes Lehrgeld, rauer Umgangston in der Küche, endlose Nachtschichten, Arbeit am Wochenende, Rückenschmerzen – das seien die gängigsten Vorstellungen von einer Tätigkeit als Koch oder Servicekraft. Dabei könne man es heutzutage allein mit Pünktlichkeit und der Bereitwilligkeit, auch am Wochenende zu arbeiten, schon zum Restaurantleiter machen, so Rüther. Heißt: Aktuell wird so händeringend gesucht, dass von Seiten der Gastronomen ordentlich Eingeständnisse gemacht werden. Als Vorstandsvorsitzender vom Leaders Club, einem Zusammenschluss von weltweit führenden Gastronomen und Entscheidungsträgern der Industrie, weiß Rüther allerdings: Für einen Job in der Gastro muss man brennen. Da helfen auch keine Versprechungen.

Text: Jasmin Shamsi


Who the fuck is…

Foto: Philipp Jung

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