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Top 10 – Hier gibt’s Hamburgs beste Franzbrötchen

Das Glück besteht aus Zimt, Zucker, Plunderteig und hört auf den Namen Franzbrötchen. Frisch und noch warm aus dem Ofen haben wir es am liebsten: Hier bekommt ihr die besten Franzbrötchen der Stadt

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung, zuletzt aktualisiert 6/2019
Beitragsfoto: Sabrina Pohlmann

 

1) Altes Mädchen

Ein Braugasthaus muss gutes Bier verkaufen – Ehrensache. Aber Franzbrötchen? Immer wieder sonntags könnt ihr euch im Alten Mädchen selbst von beidem überzeugen. Denn beim Frühschoppen landen hier die heißen Anwärter auf den Titel „Hamburgs bestes Franzbrötchen“ frisch aus der hauseigenen Backstube auf euren Tellern.

Altes Mädchen: Lagerstraße 28b (Sternschanze)

 

 

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2) Bäckerei Braaker Mühle

Bei der Bäckerei Braaker Mühle werden Franzbrötchen-Puristen und Schokoliebhaber gleichermaßen glücklich: In dem knusprigen wie matschigen Plunder verbirgt sich je nach Wahl entweder die Geschmacksklassiker-Kombi aus Zimt und Zucker oder eine süße Versuchung aus bestem Kakao. Wir nehmen natürlich einfach beide!

Bäckerei Braaker Mühle: Barmbeker Straße 48 (Winterhude)


3) Bäckerei Körner

Es heißt, über Geschmack lässt sich nicht streiten. Zum Glück braucht man das bei der Bäckerei Körner auch gar nicht, denn die dortige Franzbrötchen- Fangemeinde ist ziemlich groß und sich vor allem einig: Was hier als perfekte Fusion von butterigem, lockerem Teig und saftiger Füllung aus der Backstube kommt, ist absolute Spitzenklasse.

Bäckerei Körner: Blankeneser Landstraße 13 (Blankenese)


4) Berkenthiner Dorfbackstube

Auf den Wochenmärkten gibt es einige Delikatessen zu entdecken. Auf dem Goldbekmarkt sind das vor allem die fantastischen Franzbrötchen am Stand der Berkenthiner Dorfbackstube, besser bekannt als „Jürgen“. Die werden zwar – wir konnten es kaum glauben – in Lübeck hergestellt, können den guten Stücken aus Hamburg aber auf jeden Fall das Wasser reichen.

Berkenthiner Dorfbackstube: Wochenmarkt am Goldbekufer (Winterhude)


5) Café Luise

Im Café Luise wird noch wie zu Omas Zeiten gebacken: liebevoll per Hand und mit besten Zutaten. Kein Wunder, dass die Franzbrötchen dort nicht einfach nur gut sind, sondern sogar preisgekrönt! Hochwertige Butter bildet im saftigen Plunderteig die perfekte Harmonie mit Zimt und Zucker.

Café Luise: Erdkampsweg 12 (Fuhlsbüttel)

 

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6) Café Reinhardt Bäckerei und Konditorei

Das Alstertal ist besonders im Frühling einen Besuch wert, Franzbrötchen-Fans reisen aber auch ganzjährig nach Poppenbüttel. Weil es dort – so sagt man – die besten der Stadt bei Reinhardt gibt. Dort könnt ihr in gemütlicher Atmosphäre den ganzen Tag frühstücken und es euch auf der Terrasse oder vor dem Kamin gut gehen lassen.

Café Reinhardt Bäckerei und Konditorei: Poppenbüttler Hauptstraße 37 (Poppenbüttel)


7) Die Kleine Konditorei

Nachhaltigkeit kann so gut schmecken! In der Kleinen Konditorei legt man nicht nur Wert auf die Qualität der Backwaren, sondern auch auf den schonenden Umgang mit der Umwelt. Die Franzbrötchen sind so schon ein Traum, ein gutes, grünes Gewissen lässt sie jedoch gleich noch besser munden. Dass dafür Menschen sonntags Schlange stehen, überrascht uns nicht wirklich.

Die Kleine Konditorei: Lutterothstraße 9–11 (Eimsbüttel)


8) Elbgold

Dass es bei Elbgold fantastischen Kaffee gibt, ist hinlänglich bekannt – die sagenhaften Franzbrötchen hingegen: Bis jetzt ein echter Geheimtipp! Fluffiger Teig trifft hier auf Zimt, Zucker und Butter und ergibt genau die richtige Konsistenz zwischen knusprig-karamellig und sabschig.

Elbgold: Lagerstraße 34c (Sternschanze)

 

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9) Ihr Finkenwerder Bäcker

Wen es mal auf eine Fahrradtour ins Alte Land verschlägt, sollte auf jeden Fall beim Finkenwerder Bäcker vorbeischauen. Zu nachtschlafender Zeit backt Besitzer Jan dort schön saftige Franzbrötchen sowie seine Eigenkreation, den Flensburger. Das ist ein weniger süßes Franzbrötchen mit Rosinen und Schmalz im Teig. Lecker!

Ihr Finkenwerder Bäcker: Steendiek 13 (Finkenwerder)


10) Ludwig Daube

Daube blickt mittlerweile auf 130 Jahre Erfahrung im Backen von Franzbrötchen zurück – und diese Erfahrung schmeckt man: Mit genau dem richtigen Verhältnis aus Teig und Füllung sowie Zucker und Zimt kommen hier täglich echte Qualitätsbackwaren aus dem Ofen, so wie sie vielleicht sogar schon Oma genossen hat.

Ludwig Daube: Hamburger Straße 206 (Barmbek-Süd)


Ab dem 3.4.2019 im Handel: Der neue SZENE Hamburg GastroguideDer Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN ist seit April 2019 für 9,90 Euro im Handel und zeitlos im Online-Shop erhältlich!


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Appetit auf mehr? 

Rindchen schlemmt – Restaurant Zipang

Ein netter, behaglicher Japaner: So authentisch schmeckt das Umami-Erlebnis im Eppendorfer Weg.

Text: Gerd Rindchen

Japanern haftet ja immer der Ruf an, dass sie, sofern sie ein Restaurant betreiben, diese relativ teuer gestalten. Dem kleinen, feinen Zipang im Eppendorfer Weg kann man das nur bedingt nachsagen. Zwar sind die À-la-carte- Gerichte nicht ganz günstig oder eher klein (Tempura!). Das monatlich wechselnde Abendmenü – und definitiv das Signature Dish des Hauses – schlägt aber als Fünfgangmenü nur mit moderaten 47 Euro und als Siebengangmenü mit 65,50 Euro zu Buche.

Hier zeigt Küchenchef Toshiharu Minami sein ganzes profundes Können. Bei uns beginnt die 5er Combo mit einem überaus delikaten Gruß aus der Küche: aromensatte, marinierte grüne Bohnen mit getrockneten Garnelenstückchen und ein Fingerhut leckerstes Misosüppchen. Umami pur zum Einstieg. Der folgende „Japanische kleine Garten“ bietet Edamame-Cream mit ein paar Scheibchen frisch gehobeltem Schwarzem Trüffel – eine fein-subtile Kreation, flankiert von mild-würzigem Bambus-Kohle-Kuchen.

Ein Quell der Freude auch der Vorspeisen-Korb: Sechs völlig eigenständige Appetithäppchen, die die Aromenvielfalt der japanischen Küche auf tolle Weise abbilden, sind hier liebevoll arrangiert. Sehr fein und saftig à point gegart folgt dann das Filet vom St. Petersfisch mit Garnele. Im Hauptgang setzen dann noch mal supersanft geschmorte, äußerst zarte und aromatische Ochsenbacken mit japanischer Schwarzwurzelsauce einen tollen Akzent.

50 Euro für einen kulinarischen Superabend

Da ich nicht so der mega Dessert-Fredi bin, frage ich schüchtern an, ob ich nicht statt des ausgelobten Desserts zum Abschluss das „Sushi Chef’s Choice“ aus dem Siebengangmenü bekommen könnte. Kein Problem: Für einen überaus moderaten Aufschlag von zwei Euronen kann ich mich sogleich an einer kleinen, aber überaus edlen Sushi-Auswahl – eine der besten, die ich bislang in Hamburg hatte – erfreuen. Am Ende kommen knapp 50 Euro für einen kulinarischen Superabend zusammen. Und dann gibt es auch noch einen recht preisgünstigen Mittagstisch.

Recht beherzt kalkuliert (Vive la Klischee!) sind allerdings die Weine: Die günstigsten offenen Weine kosten 9,50 Euro pro 0,2 Liter und 35 Euro pro Flasche – dafür sind aber ordentliche Rheinhessen-Betriebe wie Sander und Dreißigacker mit ihren Basisweinen am Start. Wir legen dann lieber noch was drauf und gönnen uns für 41,20 Euro pro Pulle den exzellenten 2016 Weißburgunder & Chardonnay von Landerer aus Baden, der den Abend toll begleitet. Grandios ist übrigens die Auswahl an offen ausgeschenkten Reisweinen – da werde ich mich beim nächsten Besuch heranwagen.

Eppendorfer Weg 171 (Hoheluft-West); www.zipang.de


Gerd Rindchen im Rindchen's Weinkontor. Foto:

Gerd Rindchen im Rindchen’s Weinkontor.

Gerd Rindchen ist Gründer von Rindchen’s Weinkontor. Seit 25 Jahren verkostet er Weine nach dem Prinzip „Bestes Preis-Genuss-Verhältnis“. In der SZENE HAMBURG wendet er dieses Prinzip jeden Monat auch auf die Küchen dieser Stadt an.


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, März 2019. Das Magazin ist seit dem 28. Februar 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich!


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Appetit auf mehr?

Top 8 – Tapas Bars in Hamburg

„Tapa“ ist eigentlich nur das spanische Wort für Deckel, steht aber mittlerweile für kleine Beilagen, die zum Getränk gereicht werden. Die Appetithäppchen sind in der spanischen Esskultur fest etabliert. Und auch aus der Hamburger Gastroszene sind Tapasläden mittlerweile nicht wegzudenken. Das ist unsere Bestenliste.

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung; zuletzt aktualisiert 2/2019
Beitragsfoto: Cyclonebill auf Flickr CC 2.0 (verändert)

1) Avelino Tapas y Vino

Wir Hamburger können von der mediterranen Küche einfach nicht genug bekommen. Im Herzen der Altstadt werden unsere Wünsche erhört. Der kleine, efeuumrankte Laden serviert hausgemachte Gerichte und eine feine Auswahl an Tapas in buntem Ambiente.

Katharinenstraße 31 (Altstadt); www.avelinotapas.de


2) Café Altamira

Das Altamira in Bahrenfeld ist eine Hamburger Institution in Sachen Tapas. Über 70 verschiedenen Tapas, passende Weine, ein großer Wintergarten und ein flinker Service – Atmosphärisch wie kulinarisch ist es nach wie vor eine lohnenswerte Anlaufstelle.

Thomasstraße 4 (Bahrenfeld); www.cafealtamira.de

Bei Altamira gibt es neben Tapas auch eine schöne Weinauswahl. Foto: Altamira

Das Altamira überzeugt mit seiner Weinauswahl. Foto: Altamira

Altamira Tapas in Hamburg Foto: Altamira

Salat mit Avocadocrème… mhh! Foto: Altamira


3) Café Ribatejo

In dem rustikalen Café trifft sich Ottensen zu Wein und Sagres. Grobe Holzbänke und der kalte Steinboden vermitteln eine urige Atmosphäre. Zum Abend hin wird es hier lebendig und die Temperatur steigt. Das kulinarische Angebot besteht aus verschiedenen warmen und kalten Tapas, Fisch, Fleisch und Pasta, die richtig gut schmecken.

Bahrenfelder Straße 56 (Ottensen); www.ribatejo.de

Tapas im Café Ribatejo

Im Café Ribatejo geht’s urig zu.


4) Claudio’s Restaurant & Bar

Von diesen Tapas träumen wir nachts. Neben klassischen spanischen Tapas werden in dem absolut cool eingerichteten Restaurant auch saftige Steaks und weitere Gerichte der mediterranen Küche serviert. Mitten im szenigen Karoviertel finden wir uns im siebten Tapas-Himmel wieder.

Tschaikowskyplatz 2 (St. Pauli); www.claudios.hamburg

Die Tapas von Claudio's gehören zu Hamburgs Top 10. Foto: Michael Kohls

Bei Claudio’s gibt’s nicht nur Tapas, sondern auch Steaks und coole Einrichtung. Foto: Michael Kohls


5) El Iberico

In dem spanischen Tapasrestaurant in Ottensen wird mit dem Besten aus zwei Welten gearbeitet. Die Küche bereitet sowohl traditionelle spanische als auch deutsche Gerichte zu. Neben himmlischen Tapas stehen also auch Doradenfilet und Jacobsmuscheln auf der Karte. Qualität und Geschmack sind top!

Friedensallee 34a (Ottensen); www.el-iberico.com


6) Gil

Das Gil auf St. Pauli ist eine willkommene Alternative zu den klassisch rustikalen Tapas-Läden. In dem schön schlichten Eckrestaurant bereitet Chefkoch Nestor Camps Gil nicht nur traditionelle sondern auch modern interpretierte Tapas zu. So sorgen Artischockenherzen, Lammkottelets und Sardellen für eine gelungene Kombi auf dem Tisch.

Silbersacktwiete 6 (St. Pauli); www.gilhamburg.de

Das Gil ist eines von Hamburgs zehn besten Tapasrestaurants. Foto: Die Tapas von Gil gehören zu den besten in Hamburg. Foto: Alexander Gómez Silva

Das Gil überzeugt auch durch seine erfrischend schlichte Einrichtung. Foto: Alexander Gómez Silva


7) Madrigal

Das Madrigal ist eine ausdrückliche Empfehlung für alle Freunde spanischer Tapas. Die Speisekarte strotzt nur so vor leckeren Kleinigkeiten und landestypischer Kost der iberischen Halbinsel: Rosmarinkartoffeln, kandierter Ziegenkäse, Datteln im Speckmantel, Hühnchen in Limettensauce. Fabelhaft!

Friedensallee 7 (Ottensen); www.madrigal-altona.de


8) Tapas y Más

Das Tapas y Más quillt über vor spanischer Lebensfreude. Es gibt eine große bunte Auswahl an Tapas und leckeren Wein dazu. Das finden wir richtig gut! Die Speisekarte lehrt übrigens, dass die traditionelle spanische Küche nicht nur aus Tapas besteht.

Schanzenstraße 72 (Sternschanze); www.tapasymas.eatbu.com


Diese Topliste stammt aus unserem Gastro Guide. Der Gastro Guide SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019 ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


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Appetit auf mehr?

Top 7 – Wer backt Hamburgs beste Croissants?

In einem Punkt sind die Franzosen wahre Champions: beim Backen duftenden Gebäcks! Wir sagen euch, wo man in Hamburg die besten Croissants bekommt.

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung, zuletzt aktualisiert 2/2019
Beitragsfoto: Die Pâtisserie / Andrea Thode

1) Café Kafayas

Das niedliche Café hat köstliche (herrlich weiche und innen schön „matschige“) Croissants zu 1,50 Euro zu bieten. Dazu gibt es ein gutes Frühstücksangebot und einen Mittagstisch.

Semperstraße 64 (Winterhude); www.kafayas.de


2) Café Paris

Was für eine Atmosphäre: Frühstücken wie in Frankreich im quirligen Jugendstilcafé beim Rathaus, neben zarten Croissants (2,40 Euro) gibt es original Pariser Croques. Der Morgen kann leicht in den Nachmittag übergleiten, wenn beim großen Frühstück für zwei Croissants, Schinken, Käse, Konfitüre, Räucherlachs, Kaffee und Crémant vor einem auf dem Tisch stehen (32,50 Euro).

Rathausstraße 4 (Altstadt); www.cafeparis.net

 

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3) Die Pâtisserie

Der Pariser Bäckermeister Pierre Ouvrard und seine Frau Nissa liefern himmlische Buttercroissants, Mandelcroissants und Pain au chocolat, das ist das „echte“ französische Schokocroissant. In der kleinen Patisserie ist man wahrlich im (Pariser) Back-Himmel, denn gebacken wird nach original französischen Rezepten: magnifique!

Bahrenfelder Straße 231 (Ottensen); www.die-patisserie.de

 

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4) Eclair au Café

Ein Pariser beglückt Ottensen in einem winzigen Laden mit französischem Backwerk: Buttercroissant für 1,50 Euro, die Rohstoffe dafür kommen original aus Frankreich. Bei gutem Wetter sitzt man vor der Tür und beobachtet das Treiben. Es kommt noch besser: Inzwischen gibt es eine größere Filiale in Eimsbüttel, in der auch gebacken wird. Merci!

Kleine Rainstraße 6 (Ottensen); www.eclairaucafe.de

 

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5) Ihr Finkenwerder Bäcker

Köstlich und buttrig-zart, so wird über die Croissants dieses Bäckers mit eigener Backstube geschwärmt. Eine Fahrt mit der Hafenfähre zum Bäckermeister Jan Henning Körner lohnt sich nicht nur für die leckeren Croissants.

Steendiek 13 (Finkenwerder); www.baecker-jan.de


6) Konditorei Pritsch

Bei Kurt Pritsch Junior zählt wie schon bei seinem Vater das Handwerk: Baguettes und Croissants (je 1,50 Euro nach einem gehüteten Rezept aus Châtre) sind in der kleinen Bäckerei-Konditorei und im Café legendär und werden jeden Tag frisch gebacken. Nicht nur Uhlenhorster schwören darauf, Cafés in ganz Hamburg kaufen beim Konditormeister. Frühstück gibt es vor 9 Uhr.

Papenhuder Straße 39 (Uhlenhorst); www.baeckerei-pritsch.de


7) Springer Bio-Backwerk

Der Hamburger Biobäcker versorgt die Hansestadt mit vorzüglichen Laugencroissants: Außen kross, innen butterweich, leicht salzig im Geschmack. Zu kaufen gibt es die Köstlichkeiten (sowie normale Buttercroissants) in verschiedenen Filialen von Bergedorf bis Altona. Die Backstube mit Verkauf ist in Wandsbek-Hinschenfelde.

Claus-Ferck-Straße 3 (Volksdorf); www.springer-bio-backwerk.de


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Appetit auf mehr?

Top 5 – Wer backt Hamburgs beste Pizza?

Ohne den italienischen Klassiker können wir nicht. Wer ihn am besten drauf hat, verraten wir hier.

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Beitragsfoto: Jill

1) Die Pizzeria

In dem klitzekleinen Pizzarestaurant in Eppendorf sieht man den Teller vor lauter Pizza nicht. Da der Boden hauchdünn ist, schafft man hier ganz alleine eine der Riesenpizzen. Belegt sind sie entweder mit Scampi, frischem rohen Thunfisch oder Anchovis und Kapern. Das schmeckt so gut, wir kommen gerne wieder.

Eppendorfer Landstraße 165 (Eppendorf); www.diepizzeria.eu


2) Jill

Bei Jill in den altehrwürdigen Schanzenhöfen dreht sich alles um Pizza, aber nicht um irgendwelche. Hier wird der knusprig-fluffige Teig mit allerlei Belag in Bio-Qualität im original neapolitanischen Ofen gebacken. Heraus kommt richtig gute Pizza. Lauschige Sommerabende kann man wunderbar im Biergarten genießen.

Bartelsstraße 12 (Sternschanze)


3) Pauli Pizza

Die winzige Pizzeria auf St. Pauli ist richtig sympathisch. Sitzplätze sucht man vor allem abends vergeblich, dafür kann man sich auf geschmacklich hervorragende Pizza verlassen. Die kleine oder große Margherita bildet die Basis, die restlichen Zutaten können wild nach individuellen Wünschen kombiniert werden.

Talstraße 22 (St. Pauli)


4) Pizza Bande

Die rustikale Pizzeria in einer Seitenstraße der Reeperbahn ist richtig entspannt. Bei einem Blick in die offene Küche kann man bei der Fertigstellung der selbst zusammengestellten Pizza zuschauen. Die Zutaten kommen frisch von lokalen Gemüsehändlern. Ein Paradies für Veganer und Vegetarier, da es genügend Alternative zur klassischen Salami Pizza gibt!

Lincolnstraße 10 (St. Pauli); www.pizza-bande.de

die Pizza Bande in Hamburg

Pizza von der Pizza Bande in Hamburg


5. Überquell

Eine eigene Brauerei, eine große kunterbunte Terrasse und Pizza aus original neapolitanischen Pizzaöfen – Was will man mehr? In den Riverkasematten auf St. Pauli kommen Margherita und Co auf den Tisch und sind schon optisch ein Hingucker. Der Teig ist fluffig und die Zutaten frisch. Wir sind Fans.

St. Pauli Fischmarkt 28–32 (St. Pauli); www.ueberquell.com

Überquell Biergarten in Hambrg Foto: Jupiter Union

Foto: Überquell

 


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Appetit auf mehr?

Top 10 – Das sind die besten Asia-Restaurants Hamburgs

Asia-Glück in Hamburg – Sushi, Sashimi und Streetkitchen haben viel mit Vertrauen zu tun. In diesen zehn Asia-Restaurants werdet ihr mit Sicherheit einen tollen Abend haben

Text: Anissa Brinkhoof und Stevan Paul
Foto (o.): Matthew Hamilton via Unsplash, Symbolbild

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung, zuletzt aktualisiert 7/2019

 

1) Bok – Frau Lees Glück

Nirgendwo bekommen Hungrige asiatisches Essen zu so einer Qualität, in so großen Portionen zu so wenig Geld. Es gibt Suppen, Sushi, Reisbandnudelgerichte, Hauptspeisen mit Huhn, Rind oder Ente, vegetarische Gerichte und eine kleine Auswahl besonders empfohlener vietnamesischer und koreanischer Speisen. Die Karte ist mittlerweile groß und an den Asia-Mainstream-Geschmack angelehnt. Aber auch für die, die gar kein Geld haben, engagieren sich die Restaurants von BOK: Seit neun Jahren wird in jedem Imbiss mittags um 12 Uhr kostenloses Essen ausgegeben, beispielsweise in Altona. An kalten Wintertagen sind das täglich über 20 warme Gerichte. Ein großes Glück für viele, dass es das Bok in Hamburg gibt und dass Frau Lee eine Frau ist, die ihr Glück so gerne teilt. /AB

Bok: Schanzenstraße 36 (Sternschanze)

 

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2) Herr He – Ein Stück China in Hamburg

Der Asien-Testsieger in der SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN 2018/2019 kocht konstant großartig. Es gibt einen guten, einfachen Mittagstisch und abends laufen die Köche in ihren gestärkten Uniformen und weißen Kochhüten dann zur Hochform auf. In Hamburg kann man kaum besser chinesisch essen! Im Herr He gibt es eine große frische Auswahl an klassischen Dim Sums oder auch ausgefallene Gerichte wie Hühnersuppe mit Datteln, feurig-knusprige Rippchen, gebackener Barsch mit Herrn Hes süß-saurer Spezialsauce oder Hummer mit gerösteten Nudeln. Die zarte Ente zur chinesischen Nudelsuppe wird knusprig und separat serviert. /SP

Herr He: Ernst-Merck-Straße 10 (St. Georg)


3) Man Wah – Drei Generationen Asia-Glück

Das Man Wah sei ein Schnellrestaurant, sagen die Geschäftsführer, weil der Service so schnell funktioniere und die Speisen einzeln frisch zubereitet werden. Die Tische sind immer voll im Restaurant und weil die Wartenden wissen, dass es hier fix geht, stellen sie sich einfach in der Schlange an. Für wirklich alle Gäste empfiehlt Frau Lee die hausgemachten Dim Sum mit verschiedenen Füllungen. Und für alle China-Experten empfiehlt sie die Spezialitäten des Hauses: Hühnerfüße oder Schweinedarm. /AB

Mah Wah: Spielbudenplatz 18 (St. Pauli)

 

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4) Matsumi – Wie in Japan …

Grit Vehren und Hideaki Morita möchten die Speisen in ihrem Restaurant exakt so anbieten, wie es die originale japanische Küche vorgibt, ohne Anpassung an europäische Geschmacksgewohnheiten. Die verwendeten Rezepte basieren auf alten Kochanweisungen, deren Umsetzung tagelange Vorbereitung erfordert. Zwei Köche reisen jährlich zwei Mal nach Japan, um sich dortige Geschmäcker einzuprägen und neue Entwicklungen kennenzulernen. Japan-Neulinge können im Matsumi ein Einsteigermenü bestellen und das Servicepersonal erklärt detailliert Zutaten und Geschmäcker. Gewiss gehört dazu auch etwas Mut, aber die Belohnung ist nicht weniger als eine kulinarische Weiterbildung. /AB

Matsumi: Colonaden 96 (Neustadt)

 

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5) Momo Ramen – Hochgejubelte Ramen-Kenner

Restaurant und Bar zugleich, mit Gemälden von Graffity-Künstler Bash, cooler Musik, Sake, Craft Beer und einer fast zweiseitigen Aperitiv- und Cocktailkarte. Auf der Speisekarte finden sich unter anderem Vorspeisen wie Kimchi, Edamame, Gyoza und der Schweinebauch Chashu. Dazu gibt es noch 15 verschiedene Ramen, die einem das Servicepersonal gerne erklärt: Mit Miso, Hühner- oder Schweinebrühe, Tofu, Huhn, Schweinebauch oder Tantanmen. Die vegane Ramen mit Tofu-Hack ist als Reaktion auf die Hamburger Bedürfnisse entstanden und nicht nach japanischem Vorbild – in Tokyo schmeckt man sich beispielsweise erst sehr langsam an veganes Kochen heran. /AB

Momo Ramen: Margaretenstraße 58 (Eimsbüttel)


6) O-ren Ishii – Hier würde Tarantino essen

Das O-ren Ishii ist ein Familienbetrieb in der Hamburger Altstadt und begann 2007 mit einer rein vietnamesisch ausgerichteten Speisekarte. Inzwischen wird südostasiatische Vielfältigkeit angeboten. Hier kann man es sich in der Mittagspause mit pfannengerührtem Rinderhack mit Chili-Zitronengrasmarinade und Reisnudeln, scharfem Glasnudelsalat, Erdnuss-Curry mit Jackfruit oder geschmortem Hühnchen mit Pho-Nudeln, Bananenblüten und Wasserspinat richtig gutgehen lassen. Das O-ren Ishii trifft mit der wöchentlich wechselnden Speisekarte, auch mit jeweils einem vegetarischen Gericht, genau den Appetit aller, die in der Umgebung arbeiten – weil die Gerichte nicht zu schwer sind, es haus- gemachte Limonaden dazu gibt und auch bei vollem Haus die Bestellung wirklich fix auf dem Tisch steht. /AB

O-ren Ishii: Kleine Reichenstraße 18 (Altstadt)

 

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7) Raw Like Sushi & More – Grits Slow Sushi in Bestform

Grit Vehren gründete 1997 als erste Deutsche in Hamburg ein Sushi-Restaurant und richtete es mit Dielenboden, gepolsterten Holz- stühlen und Kronleuchtern so ein, dass ihre Gäste in gemütlicher Atmosphäre auch länger blieben. Schon früh entschied sie sich, auch Sushi im California-Style, warme Speisen sowie vegane und vegetarische Gerichte anzubieten. Jeden Monat seit der Eröffnung entwickelt sie neue Maki-Variationen – und auch wenn sich Zutaten wiederholen, stand seitdem keine Kombination zwei Mal auf der Speisekarte. Ganz neu auf der Speisekarte stehen Black Rolls, Sushi-Rollen aus naturschwarzem Reis mit nussigem Geschmack und Poké Bowls – das sind hawaiianisch inspirierte Schüssel- gerichte mit Reis, Fisch und vielen frischen Zutaten – neue Ideen von Grit, die zu probieren definitiv einen Besuch wert sind! Die Atmosphäre ist unverändert kuschlig. /AB

Raw Like Sushi & More: Martinistraße 5 (Eppendorf)


8) Vous – Zwei Berliner in Winterhude

Was passiert, wenn zwei Berliner Freunde ein asiatisches Fusion-Restaurant in Hamburg eröffnen? Es wird lässig. Nicht hanseatisch-lässig, sondern richtig lässig. Denn Duc Hai und Trung Vo wollen keine Ablenkung in ihrem Restaurant, die Gäste sollen sich auf das Essen und sich selbst konzentrieren. Deshalb stehen hier auf der Speisekarte neben ein paar Hauptgerichten vor allem auch asiatische Tapas, von denen vier bis fünf ausreichen, um zwei Personen pappsatt zu machen: Sommerrollen mit Entenfilet und Hoisin-Kokoscreme, Tiger Prawns umhüllt in Wantanteig mit Tamarinde-Honig- Sauce, knuspriger Tofu mit Zitronengras und Erdnussauce oder Tintenfisch mit Mango-Aioli-Dip. /AB

Vous: Gertigstraße 7 (Winterhude)

 

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9) Vu – Sanft und abgerundet im Geschmack

Die Brüder Bao und Chuong Vu eröffneten hier ihr eigenes Restaurant und die Eltern helfen in der Küche – das Vu ist ein echtes Familienunternehmen und Herzensprojekt. Die Speisekarte ist fast minimalistisch, aber dass man hier lieber wenige Gerichte und dafür in höchster Qualität servieren möchte, versteht jeder Gast. Als Vorspeise gibt es Sommerrollen oder vietnamesische Dampfknödel mit Pulled Pork, Schweinebauch oder selbstgemachtem Tofu gefüllt. Als Hauptspeise kann man zwischen vietnamesischen Baguettes, Salat, Glasnudelsuppe oder Pho wählen – und die sind der unangefochtene Star des Hauses. Alle Brühen schmecken sanft, abgerundet, aber sehr vielschichtig und werden mit Nudeln und Rind, Schweinebauch, Huhn oder auch Tofu als Einlage serviert… So wie es eben nur Mamas hinbekommen. /AB

Vu: Kleine Freiheit 68 (St. Pauli)


10) Zipang – Asia-Fusion

Von der Einrichtung über die Dekoration bis zu den Speisen wird den Gästen hier eine Mischung aus japanisch-westlicher Fusion angeboten. Mittags gibt es das traditionelle japanische Teishoku, ein gesetztes Menü mit einem größeren Hauptgericht und festgelegten japanischen Kleinigkeiten dazu – genau so verbringen auch viele Japaner ihre Lunchpause in Tokyo. Zum Abendessen dürfen die Gäste zwischen einem Fünf- oder Sieben-Gänge-Menü und einer dazu passenden Weinbegleitung zwischen vier und sechs Gläsern wählen. Die Bestandteile der Menüs verändern sich nach dem saisonalen Zutatenangebot alle zwei bis drei Monate. Wer à la carte bestellen möchte, kann sich sein Wunsch- menü aus Vorspeise, Hauptspeise, Sushi oder Sashimi und Dessert zusammenstellen. /AB

Zipang: Eppendorfer Weg 171 (Hoheluft-West)

 

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SZENE-HAMBURG-Essen+Trinken-To-GoDiese Topliste stammt aus dem Gastro Guide: Essen + Trinken to go, 2018/2019 – der Guide ist zeitlos in unserem Online Shop erhältlich!


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Hidden Kitchen – Hanseatische Klassiker und vegane Knaller

Essen nach dem Baukastenprinzip – In der neuen Hidden Kitchen werden die Gerichte individuell zusammengestellt – Wohlfühlstimmung inklusive.

Text: Lilli Gavric
Beitragsfoto: Lukas Schröder

Man läuft glatt dran vorbei, so unauffällig versteckt sich die Hidden Kitchen auf dem Kiez. „Kommt durchaus vor, dass Gäste anrufen und verzweifelt fragen: ‚Wo seid ihr denn?‘, lacht der Kellner, als ich ihn auf den Standort anspreche. Daher also der Name des lütten Bistros, das seit knapp acht Monaten eröffnet ist. So gut getarnt, dass es bis heute ein Geheimtipp ist. Das Konzept: Die Verwendung von saisonalen, regionalen Produkten mit Fokus auf vegane Gerichte. Dahinter steckt ein junges kleines Unternehmen, das sich eine abwechslungsreiche Küche auf die Fahnen geschrieben hat. Es stellt sich dem Kampf gegen Plastikmüll, verzichtet möglichst auf unnötige Verpackungen und setzt dank der App „Too Good To Go“ auch ein Zeichen gegen die Nahrungsmittelverschwendung. Über diese wird von Restaurants Überproduziertes am Ende des Tages vergünstigt an Kunden abgegeben.

In der Location zwischen Hans-Albers-Platz und Davidwache finden Gäste an drei großen Tischen für Gruppen sowie zwei Zweiertischen Platz. Der schönste Ort ist der an der breiten Fensterfront. Auf einer Empore sitzt es sich hier etwas privater und man ist doch mittendrin. Von der Decke hängen Lampen mit großen kugelförmigen Glühbirnen an einem dicken Tau, die den Raum in gedämpftes Licht tauchen und Hafencharme versprühen. Die Einrichtung ist wie der Laden selbst: unaufgeregt, simpel und gemütlich. Ein langer Flur erlaubt einen Blick in die offene Küche.

Das Motto der Abendkarte: „Soulfood, hanseatische Klassiker und vegane Knallergerichte“. Alle Komponenten – Gerichte, Toppings, Dips – sind miteinander kombinierbar. Es gibt Salate aus Couscous, Linsen und asiatischen Wan Tans, Toppings in verschiedenen Varianten, klassische Rippchen oder auch ein in Bier gebadetes Backhähnchen, genannt „besoffener Hahn“.

Neben der Abendkarte gibt es noch eine Wochenkarte mit jeweils drei festen Gerichten. Ich wähle gebackenen Blumenkohl mit Kartoffelstampf, Rotkraut und Apfel-Chutney (9,90 Euro). Das hausgemachte „Dinkel-Würz-Brot“ ist leider aus, stattdessen empfiehlt mir der gut gelaunte Kellner geröstetes Graubrot mit dem Dip der Woche aus Avocado, Sauerrahm und Koriander. Dazu einen perligen Riesling. Letzterer kommt sehr unkonventionell in einem hohen Wasserglas daher, nun ja. Ein Weinglas wäre schöner. Gegen meine Bestellung ist nichts einzuwenden. Der Kartoffelbrei ist schön cremig, die Blumenkohlröschen auf den Punkt gebacken. Das Apfel-Chutney passt dazu hervorragend, es ist schön fruchtig und nicht zu süß. Platz für Nachtisch bleibt keiner mehr.

Inzwischen hat sich der Laden gefüllt, Freunde des Hauses kommen vorbei, man kennt sich. Die Stimmung ist erfrischend ungezwungen, man mopst sich schon mal eine Süßkartoffel- Pommes vom Nachbartisch. Ein Laden zum Runterkommen mitten auf dem trubeligen Kiez. Und für einen Verdauungsspaziergang ist die Elbe ganz nah.

Friedrichstraße 3 (St. Pauli); www.hidden-kitchen-hamburg.de


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Februar 2019. Das Magazin ist seit dem 26. Januar 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Appetit auf mehr?

Rindchen schlemmt – Unaufdringliche Perfektion

Im Restaurant Brook stimmen Preis und Leistung.

Text: Gerd Rindchen

In Hamburg gibt es erfreulicherweise eine ganze Reihe von Köchen, die ohne viel Aufhebens um ihre Person seit Jahren exzellent vor sich hin kochen. Zu dieser erfreulichen Kategorie gehört auch Lars Schablinski, der seit Jahren gemeinsam mit seiner Angetrauten Berit, die – der Klassiker – den Service leitet, das Restaurant Brook vis-à-vis der Speicherstadt betreibt. Was immer hier auf der Karte landet, ist handwerklich absolut perfekt, aufwendig aus guten Zutaten bereitet, mit einem ­gerüttelt Maß an Kreativität und für Innenstadtverhältnisse sehr fair ausgepreist.

Die Karte wechselt häufig und bietet sowohl Klassiker für mürbe Hanseaten als auch Experimentierfreudiges für juvenile Entdeckerseelen. Aktuell spannende Vorspeisen sind beispielsweise der Kaninchenrücken mit Süßkartoffel-Rösti und Mango-­Senfcreme (13,50 Euro) oder die gebratene Blutwurst mit zweierlei Blumenkohl, Granny Smith und Honig-Jus (12,50 Euro). Unter den Hauptgerichten ragt ein fulminanter, perfekt à point bereiteter Hirschrücken mit Steckrüben-Zimtpürée, Rosenkohlblättern, ­Maronen und Herbstpilzen ­he­raus, bei dem auch deutlich wird, dass Schablinski zu den liebevollsten Bereitern toller Saucen zählt. Echt knorke ist auch das kurzgebratene Thunfischfilet auf Mittelmeer-Artischockengemüse mit Pesto (24 Euro) und die halbe Vierländer Ente in Honig-Jus mit Pommes Macaire, Rotkraut und Romanesco (23,50 Euro) würde man auch nur ungern von der Tischkante stoßen.

Dazu gibt es noch eine kleine, aber sehr gut zusammengestellte Weinauswahl, die beispielsweise den vorzüglichen Südtiroler Sauvignon der Kellerei Erste + Neue für 7,50 Euro pro 0,2 Liter offen anbietet. Bei den Flaschenweinen ziert einer meiner absoluten Lieblings-Chianti die Karte: der tolle 2015er „Felsina“ für faire 39 Euro. Den haben die Fleischgerichte verdient!

Mittags gibt es im Brook eine Zusatzkarte mit preiswerten Tagesmenüs. Man sollte aber rechtzeitig kommen, denn spätestens um 15.10 Uhr weist der äußerst resolute Service unmissverständlich darauf hin, dass ja eigentlich schon seit zehn Minuten geschlossen sei.

Bei den Mühren 91 (Altstadt); www.restaurant-brook.de


Gerd Rindchen im Rindchen's Weinkontor. Foto:

Gerd Rindchen im Rindchen’s Weinkontor.

Gerd Rindchen ist Gründer von Rindchen’s Weinkontor. Seit 25 Jahren verkostet er Weine nach dem Prinzip „Bestes Preis-Genuss-Verhältnis“. In der SZENE HAMBURG wendet er dieses Prinzip jeden Monat auch auf die Küchen dieser Stadt an.


Dieser Beitrag stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2019. Das Magazin ist seit dem 21. Dezember 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop und als ePaper erhältlich! 


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FoodSZENE – Fachkräftemangel in der Gastronomie

Die Umsätze steigen, die Erträge sinken: Das Gastgewerbe in Hamburg steht heute vor großen Herausforderungen. Eine Branche ohne Zukunft? Patrick Rüther über die Hürden und Chancen im Gastgewerbe.

Interview: Jasmin Shamsi
Beitragsfoto: Julia Schwendner

Steigende Betriebs-, Personal- und Energiekosten erhöhen den Druck im Gastgewerbe. Immer mehr Gastronomen geraten ins Straucheln und stellen außerdem fest, dass sich der bürokratische Aufwand in den letzten Jahren erhöht hat. Zum Beispiel, was die Dokumentationspflicht seit der Einführung des Mindestlohns oder die starre Regelung der täglichen Höchstarbeitszeit betrifft. Das größte Problem aber bleibt der mangelnde Nachwuchs an Fachkräften. Einer, der sich mit diesem Thema bestens auskennt, ist Patrick Rüther: Volljurist, Vorstandsvorsitzender vom Leaders Club, Mitinhaber von der Bullerei, dem Überquell und der Tellerrand Consulting GmbH. Auch das Alte Mädchen hat er mitbegründet. Wir haben mit ihm über die Hürden und Chancen im Gastgewerbe gesprochen.

SZENE HAMBURG: Patrick, wie viele Leute beschäftigt ihr in der Bullerei?

Patrick Rüther: Aktuell arbeiten 110 Mitarbeiter bei uns, davon circa 68 in Vollzeit und der Rest in Teilzeit oder als Aushilfe. Wir beschäftigen allein 20 Köche und sechs Kochazubis, daneben Service und Barmitarbeiter, Mitarbeiter für die Reservierung, den Eventverkauf, Empfangsmitarbeiter, einen Hausmeister und zwei Logistiker für die Warenannahme.

 

„Der Fachkräftemangel ist oft ein hausgemachtes Problem“

 

Wow, das ist eine Menge! Der Fachkräftemangel im Gastgewerbe ist momentan ein großes Thema. Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Es ist heute wesentlich schwieriger, Personal zu finden. Vor allem Fachkräfte. Weil junge Menschen keine Lust mehr haben auf die lange Ausbildung und die schwierigen Arbeitszeiten. Der Fachkräftemangel ist in vielen Fällen aber auch ein hausgemachtes Problem: schlechte Arbeitsbedingungen – zum Beispiel Köche, die bei Neonlicht im Keller arbeiten müssen oder cholerische Chefs –, eine miserable Bezahlung, unprofessionelle Führung, zentrale Verteilung von Trinkgeldern – hat sich einer was eingesteckt? – tragen nicht gerade dazu bei, den Ruf der Branche zu verbessern.

Welche Lösungsansätze gibt es deiner Meinung nach?

Ich finde das Konzept der Refugee Canteen ziemlich clever, weil die Lehrzeit von Köchen und Servicekräften auf eine Grundausbildung verkürzt wird. Die klassische Ausbildung an Hotelfachschulen ist teilweise einfach antiquiert und zielt an den Bedürfnissen vieler Betriebe vorbei: Man muss verschiedene Küchenposten oder Servier- und Anrichtemethoden lernen, die man heute in der Praxis meist gar nicht mehr braucht. Wer sich für einen Job in der Gastronomie interessiert, sollte einen schnellen und effizienten Einstieg finden. Auch Teilzeitmodelle sind sinnvoll, weil sie einen weiteren Anreiz bieten, zum Beispiel für junge Eltern.

 

„Die Gastronomie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Hamburg“

 

Mit wem würdest du darüber gerne mal diskutieren?

Am liebsten mit jemandem aus der Wirtschaft, mit Hamburg Marketing zum Beispiel. Die Gastronomie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Hamburg, das wird immer wieder übersehen. Wenn Hafenkonzerne ihre Mitarbeiter auf die Straße setzen, ist der Aufschrei groß und die Stadt bemüht sich, sie schnellstmöglich wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Geht eine Gastronomie pleite, interessiert das kein Schwein. Unsere Nachbarn machen es vor: In Kopenhagen kann man sehr schön beobachten, was passiert, wenn man die Gastro-Branche langfristig fördert und wertschätzt. Die dänische Hauptstadt zählt mittlerweile zu den wichtigsten kulinarischen Hotspots weltweit.

Geld oder Sicherheit – was ist den Mitarbeitern von heute wichtiger?

Bei einigen meiner Mitarbeiter kann ich die typischen Merkmale der Generation Z beobachten: Die Work-Life-Balance ist wichtig, aber einen noch höheren Stellenwert hat die Bezahlung. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass es in der Branche viele Quereinsteiger gibt, die ihre Zukunft in der Gastronomie nur übergangsweise planen. Da spielt Geld anfangs eine größere Rolle. Die über 25-Jährigen ticken da noch ein bisschen anders: Sie bringen sich ein, wollen Teil des Ganzen sein und arbeiten teamorientiert. Das versuchen wir nach Möglichkeit stark zu fördern.

www.tellerrand-consulting.com

Gastro Startup Sessions im Alten Mädchen

Gründer, Quereinsteiger, junge Gastronomen und Interessierte erhalten am 12. und 13. Februar die Möglichkeit, sich bei den „Gastro Startup Sessions“ über die kulinarischen Hotspots der Welt auszutauschen, gestandenen Profis aus der Branche auf Augenhöhe zu begegnen sowie konkrete Hilfe beim richtigen Umgang mit Personal(-Recruitment), Behörden und sozialen Medien zu erhalten. In Vor­trägen, Panels und Workshops werden u. a. Tipps für Neugründungen gegeben sowie aktuelle Trends vorgestellt. Organisiert wird das Netzwerktreffen vom Leaders Club, durch das zweitägige Programm führen Tim Koch und Patrick Rüther.

www.leadersclub.de/gsu-sessions/


Foto: Philipp Jung

Unsere Kollegin Jasmin Shamsi schlemmt sich für uns durch Hamburg. Als Foodredakteurin schlägt ihr Herz für Kultur und Kulinarik – die zwei großen Ks, für die sie brennt. Für uns spürt sie die Geschichten über Macher und Marken auf und serviert sie brühwarm und immer neu gewürzt – online und in jeder Ausgabe der SZENE HAMBURG.


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 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Februar 2019. Das Magazin ist seit dem 26. Januar 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Tazzi Pizza – 450 Grad & 90 Sekunden

Weniger ist manchmal mehr: Statt extravaganter Beläge serviert die neue Pizzeria Tazzi auf St. Pauli neapolitanische Klassiker ohne viel Schnickschnack.

Text & Fotos: Sophia Herzog

Pizza ist eine ernste Angelegenheit – vor allem für die Neapolitaner, die in den Achtzigern die „Associazione Verace Pizza Napoletana“ ins Leben riefen, um die Tradition des beliebten Teigfladens zu wahren. Seit 2017 steht die „Kunst des neapolitanischen Pizzabackens“ sogar auf der Liste der immateriellen Weltkulturgüter, inklusive strenger EU-Normen zu Zutaten und Herstellung. Diese Originalversion ist die Königsdisziplin der Pizza. Das muss schon gut sein, was sich neapolitanische Pizza nennt

Am Pizzaklassiker versucht sich jetzt auch das neu eröffnete Restaurant Tazzi Pizza auf St. Pauli – mit Erfolg. Hinter dem Konzept stecken Harsha, Vijay, Marco und Simone, sie haben die Räumlichkeiten des ehemaligen Le Kaschemme übernommen. Das Besitzerquartett hat sich mit dem Foodtruck „Curry it up“ und der indisch-mexikanischen Fusionsküche des Roots in Ottensen bereits einen Namen gemacht. Für Tazzi Pizza haben sie sich jetzt Holzofen und Pizzaschaufel zugelegt. Eine naheliegende Idee: Als gebürtiger Italiener kann Koch Simone auf genügend Erfahrungen mit der neapolitanischen Backkunst zurückgreifen. Ein bisschen St. Pauli-Flair muss aber trotzdem sein, auf die Außenfassade des Restaurants wurde deshalb mit schwarz-weißem Graffiti der Tazzi-Schriftzug gesprüht. Auch die Inneneinrichtung passt mit viel Holz, roten Backsteinwänden und einer gefliesten Theke in den modernen Stil der umliegenden Gastro-Angebote.

Tazzi Pizza auf St. Pauli ist neopalitanische Pizza aus Hamburg Foto: Sophia Herzog

Immer im Blick: die offene Küche

Wir bekommen an einem trubeligen Samstag gerade noch einen Platz an einer langen Bank im vorderen Bereich des Restaurants – die Einzeltische sind schon besetzt. Das ist zwar nichts für intime Dinner-Dates, dafür fühlt man sich aber gleich wie zu Gast bei einer italienischen Großfamilie, so herzlich und entspannt ist die Atmosphäre. Wir können beobachten, wie die Pizzen im Minutentakt in den großen Holzofen geschoben werden. Im Gegensatz zu anderen Pizza-Restaurants bietet das Tazzi keine spektakulären Kombinationen von Belägen, sondern konzentriert sich auf das Wesentliche: die Klassiker. Einzige Ausnahme bilden dabei einige wenige Specials und die Eigenkreation des Hauses, eine mit Aktivkohle gefärbte Pizza mit Meeresfrüchten (14 Euro). Im heißen Ofen werden die Pizzen nur für 90 Sekunden gebacken und bilden dabei die typischen, leicht angebrannten Luftbläschen im Teig. Der Rand ist herrlich locker und leicht, in der Mitte ist die Pizza dünn und saftig.

Besonders bei der Margherita (8 Euro) kommt die frische Tomatensoße zur Geltung. Dass die angepriesenen karamellisierten Zwiebeln der Thunfischpizza (9 Euro) eher als knackige, rohe Zwiebelstückchen serviert werden, ist im ersten Moment enttäuschend. Da sie der Pizza aber einen angenehmen, leicht säuerlich-scharfen Kick geben, ist das aber schnell verziehen. Dazu passt der obligatorische Negroni mit seiner guten Balance zwischen bitter und süß. Wer von der Auswahl auf der Speisekarte nicht überzeugt sein sollte, kann seinen Lieblingsbelag auf einer Tafel vorschlagen – mit etwas Glück werden hier sogar Pizza-Träume wahr…

Rendsburger Straße 14 (St. Pauli); www.facebook.com/tazzi.pizza


Dieser Beitrag stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2019. Das Magazin ist seit dem 21. Dezember 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop und als ePaper erhältlich! 


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