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Neue Gastro-Liebe: Herzstück eröffnet in Eimsbüttel

Zwei kreative Köpfe, eine richtig gute Location und jede Menge positive Energie: Die Gastronomen Hannes Schröder (u. a. Küchenfreunde) und Vesper-Gründer Christian Buchleiter machen ab 4. August gemeinsame Sache

 

Nach dem Heimatdeli „was wir wirklich LIEBEN“ in der Hegestraße und dem Kraftwerk in Bahrenfeld folgt nun der nächster Standort in Eimsbüttel. An der Ecke Osterstraße/Eppendorfer Weg, an der das Vesper schon seit 24 Jahren zu Hause ist, eröffnen beide am Dienstag, 4. August, ihr „Herzstück“.

In der neuen Location mit Sonnenterrasse werden ab nächster Woche dienstags bis samstags von 9 bis 24 Uhr hochwertige Speisen, Kaffee und Kuchen sowie leckere Drinks – from farm to table, in gehabter „was wir wirklich LIEBEN“-Qualität.

 

Drei-Tageszeiten-Modell

 

In der neuen Küche, die auf Effizienz und Nachhaltigkeit ausgelegt ist, werden aus regionalen und saisonalen Zutaten köstliche Gerichte gezaubert. Das Drei-Tageszeiten-Modell, welches von morgens bis abends glücklich und satt macht, wird hier kreativ umgesetzt: Zum Frühstück gibt es eine Auswahl an Müsli, Stullen, Franzbrötchen, Rüherei oder auch vegane Alternativen. Die Lunchkarte, die jede Woche wechselt macht Veganer und Vegetarier genauso glücklich wie Fleischliebhaber.

Von geröstetem Blumenkohl mit eingelegten Kirschen und Ziegenkäse über hausgebeizten Fjordlachs bis zu Hannes‘ Lieblingsgericht, Wiener Schnitzel mit Heidekartoffel-Salat, findet man abends auf der Speisekarte ebenfalls für jeden Geschmack etwas.

Den 4. August rot im Kalender markieren und ab nach Eimsbüttel ins Herzstück!

Herzstück: Osterstraße 10-12 (Eimsbüttel)


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Top 5: Das beste Kimchi der Stadt

Das Nationalgericht Koreas gibt es an diesen fünf Adressen saftig, lecker und in spannenden Kombinationen zubereitet

Foto: Jakub Kapusnak via Unsplash

 

Restaurant Kimchi

 

kimchi-restaurant-hamburg

 

Hamburgs Kimchi-Paradies: In dem familiengeführten koreanischen Restaurant kommt die namensgebende Spezialität in allen erdenklichen Zubereitungsarten auf den Tisch. Hinter Kimchi Joen verbirgt sich etwa ein traditioneller Vorspeisen-Pfannkuchen mit scharfem eingelegtem Chinakohl. Außerdem auf der Karte: Kimchi in Eintöpfen, Suppen, Frühlingsrollen oder gedämpften Teigtaschen.

Restaurant Kimchi: Heußweg 10 (Eimsbüttel), Telefon 49 38 71, Mo 17–23, Di–Fr 12–15, 17–23, Sa–So 12–23 Uhr

 

Han-Mi

 

 

Das Han-Mi ist eine echte Hamburger Institution. Mit seinen Tischgrills und den Traditionsgerichten wie Bibimbab oder Ginsengeintopf mit gefülltem Stubenkücken lockt das Lokal auch täglich viele koreanisch stämmige Gäste an. Auch der Kimchi schmeckt hier besonders gut, ob als Vorspeise oder Suppeneinlage. Empfehlung: der gebratene Kimchi mit Schweinebauch – extra scharf, aber richtig lecker!

Han-Mi: Kleine Seilerstraße 1 (St. Pauli), Telefon 78 01 07 77, Mo–Sa 11.30–15, 17.30–23, So 17–23 Uhr

 

Man Nam

 

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Dürfen wir vorstellen: unser Kimchi Bokkum. Gebratener Kimchi mit Zwiebeln und Schweinefleisch. 🌶 Die koreanische Küche ist für ihre Schärfe bekannt und vor allem für Kimchi. Kimchi ist scharf eingelegte Chinakohl, der je nach Alter immer saurer wird. Sehr saurer Kimchi wird gerne gebraten oder in einem Eintopf oder Suppe gekocht. __________ #restaurantmannam #mannamhamburg #hamburg #restaurantsinhamburg #koreanischeküche #koreanischesrestaurant #koreanischesessen #kimchi #kimchibokkeum #friedkimchi #scharfesessen #hamburgahoi #supportyourlocals #karolinenstrasse #karoviertel #stpauli #만남식당 #한식 #함부르크 #gutenappetit #traditionalkoreanfood #food #soulfood #lecker

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Seit über zehn Jahren und damit lange bevor Kimchi in Deutschland Trendstatus bekam, serviert das Man Nam koreanische Küche im Karoviertel. Wer sich angeschlagen fühlt, genehmigt sich am besten den Kimchi Jigae, einen scharfen Kimchi-Eintopf mit Tofu und Schweinefleisch. Der bringt ordentlich ins Schwitzen und hat schon so manche Erkältung abgewehrt – würzig und schmackhaft ist er obendrein.

Man Nam: Karolinenstraße 1 (St. Pauli), Telefon 43 09 71 71, Di–Do 12–15, 18–23, Fr 12–15, 18–24, Sa 18–24, So 18–23 Uhr

 

Kini

 

 

Unter bunten Lampions sitzt es sich am schönsten in großer Runde zusammen. Das Restaurant ist spezialisiert auf Anjus, die koreanische Form der Tapas, die geteilt am besten schmecken. Der Kimchi kommt hier pur, im Pancake, mit Bratreis oder gedämpftem Tofu ins Schälchen. Dazu darf nach koreanischer Tradition eine Flasche Soju (Süßkartoffelschnaps) oder Makgeolli (Reiswein) auf dem Tisch nicht fehlen.

Kini: Susannenstraße 15 (Sternschanze), Telefon 430 02 20, Mo–Do 12–22.30, Fr 12–23, Sa 12.30–23, So 15–23.30 Uhr

 

Seoul 1988

 

 

Allein für die urige Einrichtung, mit der die koreanischen Betreiber das Flair Seouls der 80er Jahre einfangen wollten, lohnt sich der Besuch. Wie in Korea üblich werden Essen und Rechnung per Knopfduck bestellt. Beim Mittagstisch gehören zur Hauptspeise immer vier kleine Beilagen dazu, die einzeln in kleinen Schälchen serviert werden. Sie wechseln täglich – bis auf den super leckeren Kimchi, den gibt es immer.

Seoul 1988: Müggenkampstraße 86 (Eimsbüttel), Telefon 60 85 48 20, Mo–Fr 11.30–15, 17–24, Sa 12–24 Uhr


Diese Topliste stammt aus dem Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN und ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


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Bestes italienisches Restaurant: Casa di Roma

Stammitaliener mit Leidenschaft: Das Casa di Roma ist Testsieger in der Kategorie Italien

 

Text: Frank Sill 

Wer einmal da war, kommt sicher wie­der. So wie ich – seit Jahren Wiederho­lungstäter. Wenn ich Lust auf richtig gute italienische Küche habe, ist das Casa di Roma erste Wahl. Die Speisen sind von hoher Qualität und jedes Mal auf dem gleich hohen Niveau zubereitet. Einer der Gründe, warum man besser vorher einen Tisch reservieren sollte. Das Restaurant ist sehr familiär geführt, dies spürt man sofort.

Egal ob Stammgast oder Neuling: Jeder wird herzlichst be­grüßt, der Service ist unglaublich zuvor­kommend und freundlich. Auf jeden Wunsch wird Rücksicht bei der Zube­reitung genommen. Wir entscheiden uns heute für die gegrillten Calamarreti (15,90 Euro), die sehr scharf angebraten, angenehm gewürzt und butterweich sind. Die Burrata (14,90 Euro) ist wie sie sein muss: Nach dem Anschnitt zerfließt sie cremig über die sehr frischen Och­senherztomaten.

Die Penne mit Garne­len (19,50 Euro) in einer frischen und leichten Tomatensoße sind auf den Punkt zubereitet. Unser Highlight und unbedingt zu empfehlen: die Kalbsleber (21,90 Euro) mit frischem Salbei. Die Köche beherrschen ihr Handwerk. Das Casa di Roma ist ein Ort für fröhliche Gespräche und schöne Flirtmomente. Und das sehr stilvolle Ambiente lädt dazu ein, bei einem Dessert oder Es­presso auch noch etwas länger sitzen zu bleiben.

Casa di Roma 
Lange Reihe 76 (St. Georg), Telefon 040 280 30 43,
Mo-So 11.30-24 Uhr 


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Bestes Restaurant in der Kategorie Iberien: Portomarin

Als wäre man in Santiago de Compostela: Das Portomarin ist Testsieger in der Kategorie Iberien

 

Text: Kathrin Schreiber

Portomarin ist ein Ort in der Nähe von Santiago de Compostela und die Heimat von Jesús A. Díaz Sindín, der gemeinsam mit Patricia Pérez y Hilker ein Portomarin in Hamburg aufgebaut hat. Das Hamburger Portomarin liegt mitten in Winterhude und ist jederzeit eine Reise wert. Weil wir noch auf jemanden warten, fragen wir nach dem Aperitif-Angebot. Das wird uns sehr gut erklärt. Wir starten mit der Empfehlung Yzaguierre Wermut (5,50 Euro), weißem Port (5,50 Euro) und Cava (6,50 Euro). Speziell den Wermut sollte man nicht verpassen. Und weil wir immer noch warten und der Aperitif ausgezeichnet ist, testen wir gleich noch eine Runde.

Es gibt eine gute Auswahl an Vorspeisen, vegetarisch, Fleisch und Fisch – die Entscheidung treffen wir bei Oliven, frischem Brot und würzigem grasigen Olivenöl. Ich frage nach der Lieblingsvorpeise der Servicekraft, die Antwort kommt ohne Zögern: „Ganz klar Mar y monte!“ Das hat gut funktioniert, denn Mar y monte sind Gambas und Chorizo mit Artischocken-Honig-Creme und Römersalatherzen (14,50 Euro). Eine gute Wahl für alle, die intensive Aromen mögen.

Die helle vegetarische Linsensuppe mit Datteln (9,50 Euro) wird in einem dunklen Teller serviert – das sieht klasse aus und schmeckt ganz hervorragend. Der wilde Tintenfisch mit wilden roten Garnelen und weißen Bohnen aus Navarra (14,75 Euro) ist fast schon ein kleines Hauptgericht. Auf die Frage nach vegetarischen Optionen für das Hauptgericht ist die Antwort: „Was mögen Sie? Gibt es sonst noch etwas zu beachten? Wir stellen Ihnen etwas zusammen und die anderen Gäste werden neidisch sein!“

Das vegetarische Gericht (17 Euro) sieht ansprechend aus und ist mit gefüllten Maultaschen kreativ angerichtet. Trotzdem hätte ich niemals mein „Slowmeat“ vom Iberico-Schwein mit Papas Arrugadas, Mojo-Soßen, Baby-Leaf-Salaten und Honig-Lavendel- Butter (28,50 Euro) dagegen eingetauscht. Dafür war es einfach zu zart und mit einer perfekten Kruste. Der Kabeljau auf Gemüse-Calamares-Bett mit Reis ist gut auf der Haut gebraten (26 Euro), leicht, sättigend und köstlich mit der Soße.

Zum Dessert (8,75 Euro) gibt es viele kleine Teilchen – süß, frisch und abwechslungsreich. Mittlerweile ist der Abend rum und wir sind die letzten Gäste. Trotzdem haben wir nicht das Gefühl, gehen zu müssen. Wir tun es aber trotzdem, um den Wirtsleuten den wohlverdienten Feierabend zu gönnen. Danke für einen schönen Abend!

Portomarin 
Dorotheenstraße 180 (Winterhude ), Telefon 040 46 96 15 47,
Di–Sa 18–21 Uhr 


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Bestes französisches Restaurant: Brasserie La Provence

Savoir-vivre im Norden: Die Brasserie La Provence ist Testsieger in der Kategorie Frankreich

 

Text: Dagmar Ellen Fischer

Wer je in Südfrankreich war, weiß es: Sich nicht in die Provence zu verlieben, ist fast unmöglich. Seit 14 Jahren lockt in Ottensen die Brasserie La Provence mit einer Nachbildung südfranzösischer Lebensart. Die Inhaber importieren maßgebliche Bestandteile vom Original und machen in diesem Sehnsuchtsort vergessen, dass man in der norddeutschen Großstadt sitzt. Der zum Wein des Monats gekürten Empfehlung sollten selbst erfahrene Weintrinker tunlichst folgen – es gibt garantiert Neues zu schmecken, wie zum Beispiel den sensationellen Weißwein Château de Saint Martin (9 Euro).

Die klassische Zwiebelsuppe (11 Euro) kommt ohne Geschirr aus, sie wird in einem kleinen Brot serviert. Fisch gibt es als gebratene Rotbarbenfilets (15 Euro) oder als Gratin aus frischem Kabeljau mit Kartoffeln und Gemüse-Brunoise im Glas (14 Euro). Auf das berühmte Malheur mit dem weichen Kern im Schokoladenkuchen versteht sich die französische Küche konkurrenzlos gut (10 Euro).

Filmplakate, Chansons und eine dezente Beleuchtung lassen südländisches Lebensgefühl zu – na ja, jedenfalls unter den Gästen – im oft bis auf den letzten Platz ausgebuchten, geräumigen Restaurant. Dass die wenigsten Preise auf der Website mit jenen auf der Rechnung übereinstimmen – wen interessiert’s, von französischem Laisser- faire ist die Rede, nicht von deutscher Gründlichkeit. Wer also wollte der Brasserie ihren Titel als bester Franzose Hamburgs streitig machen?

Brasserie La Provence 
Eulenstraße 42 (Ottensen),
Telefon 040 30 60 34 07,
Di – Sa ab 18 Uhr 


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Bestes Restaurant in der Kategorie Gourmet: Wolfs Junge

Durchdacht, nicht verkopft: Das Wolfs Junge ist Testsieger in der Kategorie Gourmet

 

Text: Stevan Paul

Auf einem Kasten-Tray aus weichem Holz ist buntes Essiggemüse in einer rauen Tonschale angerichtet, begleitet von gehobeltem Entenschinken und Scheiben einer filigranen Roulade vom Hahn auf Porzellan – getoppt mit gebackenen Hahnenkämmen. Der Gruß aus der Küche mutet an wie ein winterliches Bento aus der Tradition der japanischen Kaiseki-Küche, in der die Speisen selbst, wie auch das ausgesuchte Geschirr und die Präsentation, von den Jahreszeiten erzählen.

Wir sitzen in einem jener jungen Restaurants, die Hamburg mittlerweile in Vielzahl kulinarisch prägen: dankenswerter Weise denken immer mehr Köche neuer Generation bewusst regional und saisonal, ohne sich dabei in ihrer Kreativität ausgebremst zu sehen. Das beweist an diesem Abend im gradlinig designten Wolfs Junge auch der nächste Gang: auf dem Grund einer Schale findet sich hausgemachter Seitan auf cremigem Kartoffelpüree, genial begleitet von knackig kühlen Forellen-Kaviar-Perlen und einem bei Niedrigtemperatur gegarten Onsen Ei, mit typisch cremiger Struktur.

Kürbis, Zucchini, Fenchel und vieles mehr: Spitzenkoch Sebastian Junge baut das Gemüse für Wolfs Junge selbst an (Bild: Mareike Suhn)

Die Küche im Wolfs Junge scheint grenzenlos, wie die folgenden Gänge zeigen. Etwa beim durchscheinend pointiert gegarte Stück vom Kabeljau, in süffiger Beurre Blanc Sauce mit Salz-Zitrone, fermentierten und frisch gehobelten Pilzen. Oder dieser unglaubliche Nose-to-tail-„Zwischengang“: hausgemachte Blutwurst mit Apfel und Senfsaat, die Blutwurst fein gewürzt, mit fleischigen Stücken von Zunge und Herz. Es geht, auch bei diesen beiden Tellern des von uns gewählten 5-Gang-Menüs (65 Euro), um eine Grundhaltung: alles wird verwertet, alles ist von Wert. Es ist eine Küche, in der man verstanden hat, dass Kochen auf dem Feld beginnt, im Stall. Der Bauer, der Fischer, der Jäger sind wichtig.

Dabei ist man im Wolfs Junge leiser als in vergleichbaren Restaurants in Hamburg und Berlin. Angenehm unaufdringlich und beiläufig wie der aufmerksame Service selbst werden hier die Werte des Teams um Sebastian Junge erst mal über Handwerk und Können vermittelt. Wer hinhört und nachfragt, kann aber viel lernen – über Erzeuger, Lieferanten und Wertschätzung. Dann erfährt man auch, wo das Teriyaki-Style geschmorte Huhn zum Gua Bao-Dampfbrötchen herkommt. Der Taiwanesische Klassiker wird hier mit koreanisch inspiriertem, wunderbar mildem Kimichi aus heimischen Gemüsen serviert.

Wie das gepickelte und fermentierte Gemüse zum Auftakt kommen auch diese von Biobetrieben aus dem nahen Hamburger Umland – und einer eigenen Gartenparzelle in Ochsenwerder. Dort baut Junge selbst Gemüsesorten nach biologisch-dynamischem Prinzip an. Zum Highlight des Abends gerät das butterzart gegarte Schwein vom Demeter Hof Klostersee in Grömlitz: ein saftiges Referenz-Schwein, an dem sich künftige Zubereitungen werden messen müssen.

Die formidable Weinbegleitung (44 Euro) macht den Abend rund wie der Streifen Dessertkuchen zum Abschluss, eine feine Schnitte aus Biskuit mit eingemachten Beeren und Holundercreme, dazu herb-säuerliches Rote-Bete-Sorbet. Still und leise hat sich Wolfs Junge seit der Eröffnung im Sommer 2018 zur Top-Adresse in Sachen hyperregionaler und nachhaltiger Genusskultur entwickelt, lässig und kreativ!

Am 14.7.2020 wird das Wolfs Junge nach längerer Pause wieder eröffnet!

Wolfs Junge 
Zimmerstraße 30, (Uhlenhorst),Telefon 040 20 96 51 57,
Di–Fr 12–14.30, Di–Sa 18–23 Uhr, (Küchenannahme bis 21 Uhr)

 


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Top 5: Das beste Eis in Hamburg

Dafür brauchen wir nicht mal blauen Himmel: Ein, zwei, drei Kugeln von unseren Lieblings-Eisdealern passen immer

 

Eis & Innig

 

Im Eis & innig kommen nur natür­liche Zutaten in die Eismaschine, das heißt auch keine künstlichen Aromen oder Farbstoffe. Heraus­ kommen außergewöhnliche Sorten wie Salzkaramell, dunkles Schokoladensorbet oder Klassiker wie Himbeere und Mango. Die Zutaten dafür stammen übrigens häufig vom nahe gelegenen Isemarkt – regionaler geht’s nicht!

Eis & Innig: Klosterallee 102 (Hoheluft-Ost), Telefon 30 77 96 96, Mo–So 13–18 Uhr

 

Eis kalte Schnauze

 

In dieser Eismanufaktur kann man bei der Herstellung verschiedenster Eissorten live dabei sein und sie anschließend auch direkt probieren. Neben den klassischen Sorten wie Schoko oder Erdbeer hat die Eisdiele in Rissen auch saisonale und sogar orientalische Eisköstlichkeiten zu bieten. Tipp: Im Winter gibt es hier auch leckere Waffeln, Kuchen und sogar Glühwein.

Eis kalte Schnauze: Wedeler Landstrasse 34 (Rissen), Telefon 334 50 67 0, April–September: Mo–Sa 11.30–19, So 13.30–18 Uhr, Oktober–März: Mo–Fr 14–17.30, So 14–18 Uhr

 

Hej Eis

 

Wer das außergewöhnliche Eisver­gnügen sucht, ist bei Hej Eis genau richtig. Neben typischen Klassikern hält die Eisdiele Sorten wie Limette­ Chili, Karamell­Miso oder (Ham­burger aufgepasst!) Franzbrötchen bereit. Das handgefertigte Eis besteht dabei ausschließlich aus natürlichen Zutaten. Da ist mit gutem Gewissen dann auch noch eine zweite oder dritte Kugel drin.

Hej Eis: Schwenckestraße 56 (Eimsbüttel), Te- lefon 307 481 84, Mo–So 12–19.30 Uhr

 

Luicella’s Ice Cream

 

Dieser Laden bringt Spannung und Überraschungen in die Hamburger Eiswelt. Ausgefallene Sorten wie Blau­beer­weiße­-Schokostückchen oder Zitrone­-Basilikum machen einfach glücklich und auf jede Portion gibt es übrigens noch einen kleinen Löffel einer anderen Sorte zum Probieren obendrauf. Das ist so gut, dass mittler­weile fünf Läden die Hamburger mit dem „Eis für alle Fälle“ versorgen.

Luicella’s Ice Cream: Eppendorfer Landstraße 10 (Eppendorf), voraussichtlich Mo–So 12–18 Uhr

 

Milk Made Ice Cream

 

In der kleinen Ottenser Eismanufak­ tur werden mehr als 150 verschie­dene, handgemachte Eissorten her­gestellt – und das mit viel Liebe. Dafür kommen nur echte Früchte, echte Vanille und echte Milch infrage, natürlich meist aus der Region. Klingt gut? Dann ab nach Eppendorf zum Schlemmen in den ersten Ice Cream Shop.

Milk Made Ice Cream: Eppendorfer Landstraße 96 (Eppendorf), Di–So 12–19 Uhr


 SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN 2020. Das Magazin ist seit dem 3. April 2020 im Handel und auch im Online Shop erhältlich! 

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Bestes Restaurant Veggie & Vegan: Das Tassajara

Essen mit Ommmm: Das Tassajara ist Testsieger in der Kategorie Veggie & Vegan

 

Text: Ilona Lütje 

Wer in Hamburg vegetarisch oder vegan essen möchte, hat das Tassajara garantiert auf dem Zettel. Schließlich gilt das Restaurant als eines der besten in der Stadt. Seit 43 Jahren wird hier die internationale Vollwertküche mit ayurvedischen und mediterranen Einflüssen serviert. Schon beim Betreten des kleinen Ladens im Souterrain der Eppendorfer Landstraße empfängt uns der Duft von exotischen Gewürzen und eine tiefenentspannte Atmosphäre. Uns liegt ein tiefes Ommmm auf der Zunge.

Bei einem frisch gepressten Saft des Hauses und einer Portion Pakora studieren wir die Karte. Das gebackene Gemüse kommt mit drei verschiedenen Dips auf den Tisch und ist die perfekte Einstimmung auf die Hauptgänge. Auf der einen Seite des Tisches landet dabei eines der Tagesgerichte: Der Thai-Wok (19,90 Euro) bringt schon allein durchs Aussehen auch den überzeugten Fleischliebhaber ins Schwärmen. Knackiges Gemüse und Tofu in einer samtweichen Currysoße werden von schwarzem Reis begleitet und umschmeicheln den Gaumen – Essen für Körper, Geist und Seele verspricht das Tassajara schließlich ja auch.

Das Gegenüber setzt auf Bewährtes und bestellt einen der Klassiker des Tassajara in der veganen Variante: Die Pilzwiese (13,90 Euro) kommt darum ohne Edelpilz-Käsesoße. Gebackene Kartoffeln liegen auf knackigem Salat und Gemüse und wurden mit frischen Champignons, Avocadocreme und Joghurt garniert. Die Gewürze sind fein und stimmig, alle Zutaten frisch, zucker- und fettfrei, und der Duft in der Nase verbreitet tiefes Wohlgefühl. So geht Essen mit Ommmm – ganz ohne Esoterik, dafür auf Gourmetniveau. Tipp: Eine Reservierung ist empfehlenswert, denn das Tassajara ist beliebt und jeden Abend voll.

Tassajara 
Eppendorfer Landstraße 4 (Eppendorf),Telefon 48 38 01,
Mo–Sa 11.30–23 Uhr 

 

 


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Bestes Restaurant in der Kategorie Heimatküche: Das Lenz

Ausfahrt für Genießer: Das Lenz ist Testsieger in der Kategorie Heimatküche

 

Text: Andreas Daebeler 

Ab in den Norden. Dahin, wo Hamburg noch grün ist. Soll ja ziemlich gutes Essen geben im Lenz in Duvenstedt. Ist allerdings erst mal ein ziemlicher Ritt, mit jedem Kilometer im zähfüssigen Verkehr legen wir innerlich die Latte für die Küche höher. Als wir das klassisch, aber zugleich modern eingerichtete Restaurant betreten, ist außer unseren Plätzen nichts mehr frei. Den entspannten Wirt Lenz Leslie Himmelheber kann das nicht schocken. Er begrüßt uns persönlich und sehr herzlich. Ein Gastgeber alter Schule, wir starten prima gelaunt in den Abend.

Erst mal ein Glas Champagner von Alfred Gratien für vernünftige 12,50 Euro. Der Service ist sehr aufmerksam. Durch eine Glasscheibe können wir in die Küche linsen. Für kleine Gäste steht ein Tritt mit drei Stufen parat. Schöne Idee. Regional, saisonal und bodenständig wird im Lenz gekocht, so heißt es. Wir denken sofort an Landgasthäuser, an leckeren Sonntagsbraten. Und starten mit sehr gutem Ziegenkäse nebst Riesengarnelen und Pinienkern-Marinade (16,50 Euro). Auch das klassische Carpaccio mit Parmesan (16,50 Euro) lässt einen großen Abend erahnen.

Dazu trinken wir einen perfekt passenden Chenin Blanc aus Südafrika (0,1 l 3,90 Euro). Wer lieber eine ganze Flasche auf dem Tisch stehen hat, findet auf der Karte eine ordentliche Auswahl an deutschen und internationalen Klassikern zu fair kalkulierten Preisen. Als Hauptgang landet die Vierländer Bio-Ente (36,50 Euro pro Person) auf dem Tisch, wo sie auch gleich kunstfertig tranchiert wird. Der Vogel ist ein Gedicht. Knusprig, wo es sein muss. Ansonsten zart und kein bisschen fettig. Geht nicht besser.

Da treten wir doch gern dem Fanklub für bodenständige, deutsche Küche bei. Der zur Ente gereichte Grünkohl kommt von einem Feld ganz in der Nähe des Restaurants und hat noch eine gute Portion Entenfett gesehen, was den Genuss endgültig in Richtung preisverdächtig abbiegen lässt. Glücklich und satt lassen wir uns dank Leslies Überredungskunst doch noch zu einer köstlichen Crème brûlèe (11,50 Euro) verführen. Was für ein süßer Schlussakkord. Als wir das Lenz verlassen, ist klar: Duvenstedt hat ab sofort auf unserer kulinarischen Landkarte einen festen Platz. Dieser Abend war jeden Kilometer wert. Wir kommen wieder. Sehr bald.

Restaurant Lenz 
Poppenbütteler Chaussee 3 (Duvenstedt), Telefon 60 55 88 87,
Mo-Sa 12-15 und ab 17.30, So ab 12 Uhr 

 

 


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