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Stadtmenü-Genießer-Woche: Ein Besuch im Restaurant Zeik

Unter dem Motto „Shell we Meat“ serviert Maurizio Oster im Rahmen des ersten Hamburger „Stadtmenüs“ Auster, Ferkel und kulinarische Herbstgefühle

Text und Fotos: Laura Lück

 

Auster, Speck, Nudel: drei Begriffe, dazwischen vertikale Trennstriche. Das Zeik präsentiert sein Menü im reduzierten Stil, der sich auch durch andere Gourmet-Küchen zieht. Macht man jetzt so – von Haebel bis Klinker. Reduziert, regional, und transparent soll es sein; der Trend geht zur Rückbesinnung auf das Wesentliche. Die schlichte Beschreibung verrät gerade genug, um Appetit zu wecken, lässt aber auch Raum für Spannung beim Gast.

Als Küchenchef Maurizio Oster den ersten Gang serviert, lüftet sich das Geheimnis um die drei geschmacklichen Hauptakteure. Eine Vorspeise, die letztlich gar nicht mehr schlicht klingt: Ravioli mit Austergelee-Füllung in würzigem Speckschaum mit Speckcrumble-Garnitur. Ein Volltreffer! Und Maurizios persönliche Interpretation des Mottos „Shell we Meat“, unter dem die teilnehmenden Hamburger Restaurants diese Woche im Rahmen des „Stadtmenüs“ zum Probierpreis kochen.

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Dessert und Gerichte im Zeik trösten über das Herbstwetter hinweg

Was die Karte auch nicht verrät: Vor, zwischen und nach den Gängen gibt es laufend schöne Überraschungen. Wunderhübsch angerichtete Amuse Gueules zum Aperitif, ein weiterer Gruß aus der Küche oder eine süße Sorbet-Baiser-Einstimmung vorm Dessert. Auch das obligatorische Brot kommt in zwei Mini-Gängen: Einmal Knäckebrot mit Dip und eingelegten Rettich-Häppchen, danach ofenwarme Brötchen zu cremiger Thymianbutter. Schöne Spielereien, die Spaß und Appetit machen. Vor allem auf das zarte Ferkel und Kürbispüree in Nussbutter.

Das schmeckt nach Herbst, der sich vor den Türen des gemütlichen Restaurants mit Dimmlicht und Kerzenschein langsam breit machen will. Als Johanna das Dessert serviert (Pflaume, Rum, Vanille) und die warme Soße am Tisch auf die Teller gießt, wird das nasskalte Wetter noch erträglicher und es riecht ein bisschen nach Weihnachtsmarkt und Kaminabend. Der Chef beendet den Abend mit Petit Fours und bringt Schokoküchlein und Eierlikörpralinen persönlich an den Tisch.

An diesem Dienstag ist nur ein weiterer Tisch besetzt. Nichts Ungewöhnliches, der Wochentag gilt schließlich nicht als erste Wahl für einen Fine-Dining-Abend. Unser Tipp: Buchen Sie im Zeik doch mal einen Tisch außerhalb der gängigen Date-Nights. Das kulinarische Feuerwerk hebt nämlich verlässlich die Stimmung und hilft so mitunter besser durch die zweite Hälfte einer regnerischen Herbstwoche.

Restaurant Zeik: Sierichstraße 112 (Winterhude)

 

Stadtmenü Hamburg – alle weiteren Teilnehmer:


haebel: Paul-Roosen-Straße 31 (St. Pauli)
Zeik: Sierichstraße 112 (Uhlenhorst)
Rive Fish & Faible: Van-der-Smissen-Straße 1 (Altona)
Chapeau!: Moorfuhrtweg 9 (Winterhude)
Kinfelts: Am Kaiserkai 56 (HafenCity)
Die Gute Botschaft: Alsterufer 3 (Rotherbaum)
Lenz: Poppenbütteler Chaussee 3 (Duvenstedt)
Parkview: Fontenay 10 (Rotherbaum)
Bistro am Fleet: Heiligengeistbrücke 4 (Neustadt)
Petit Bonheur: Hütten 85-86 (Neustadt)
Brechtmanns Bistro: Erikastraße 43 (Eppendorf)


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Top 10 – Das sind die schönsten Grillplätze in Hamburg

Zu einem gelungenen Sommertag gehört grillen einfach dazu. Welche Orte in Hamburg sich perfekt für einen Grillausflug eignen, erfahrt ihr in unserer Top-10-Liste

Text: Anne Guttmann
Foto (o.): Samuel Zeller via Unsplash, Symbolbild

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung – zuletzt aktualisiert 7/2019

 

1) Alsterwiese Schwanenwik

An der Schwanenwikwiese direkt an der Außenalster treffen sich viele Grillbegeisterte, denn sie bietet ein Stückchen Natur mitten in der Stadt. Von hier aus sieht man nicht nur Segler und Ruderer über Alster schippern, sondern hat auch einen wunderbaren Panoramablick auf Hamburg. Die Schwanenwik ist eine zwischen St. Georg und der Uhlenhorst gelegene Straße, die zum Alstervorland gehört. Ihren Namen hat sie von den sich dort tummelnden Schwänen, aber auch viele andere Wasservögel fühlen sich dort wohl.

Alsterwiese Schwanenwik

 

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2) Altonaer Volkspark

Dieser Park ist stolze 105 Jahre alt und Hamburgs größte öffentliche Grünfläche. Weil er so groß ist, ist der Volkspark auch an Wochenenden ein beliebtes und ruhiges Ausflugsziel. Sein Zentrum, die große Wiese, bietet viel Platz zum Grillen sowie einen Biergarten. Erkunden lassen sich hier außerdem der an der Stadionstraße gelegene Dahliengarten mit über 11.000 einzelnen Blumen. Bei Spaziergängen finden Besucher hier auch einen Waldlehrpfad, einen Kletterturm, einen Kinderspielplatz mit Seilbahn, einen Bolz- und Minigolfplatz. Der Volkspark Altona lohnt sich also nicht nur für Grillausflüge, sondern ist auch ein Ort, der einfach entdeckt werden will.

Altonaer Volkspark


3) Elbpark Entenwerder

Der Elbpark Entenwerder ist nicht weit von der Stadt entfernt, doch für viele noch ein Geheimtipp. Die ehemalige Zollstation für Binnenschiffe ist seit 1997 eine naturbelassene Parkanlage direkt an der Elbe, die unter anderem von der S-Bahn Rothenburgsort gut zu erreichen ist. Auch ein kleiner Fahrradausflug durch die HafenCity führt schnell ins Grün des Parks. Direkt am Elbufer schwimmt außerdem das Café Entenwerder 1 auf einem Ponton. Schon von weitem fällt der goldene Pavillon aus gelochtem Messing auf: ein zu einem Restaurant umgebautes Kunstwerk mit drei Ebenen, das 16 Meter in die Höhe ragt.

Elbpark Entenwerder

 

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4) Elbstrand Övelgönne

Bei heißen Temperaturen verspricht der Elbstrand in Övelgönne angenehme Abkühlung – und auch das Grillen ist in ausgewiesenen Bereichen erlaubt. Dafür kann man mit der Fährlinie 62 in Richtung Neumühlen direkt von den Landungsbrücken an den Strand fahren, und nach ein paar entspannten Stunden erholt in die Stadt zurück. Zugegeben: Der Elbstrand ist so beliebt, dass hier gerade an Wochenenden einiges los ist. Damit sich wirklich ein Urlaubsgefühl einstellt, bieten sich Ausflüge unter der Woche an oder früher am Tag.

Elbstrand Övelgönne

 

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5) Hammer Park

Mitten im dicht besiedelten Wohngebiet Hamm-Nord liegt der Hammer Park. Auf den weitläufigen Rasenflächen ist für alle genug Platz, um beim Grillen oder anderen Aktivitäten vom Stadtstress abzuschalten, zum Beispiel auf den großen Liegewiesen. Besucher können sich die Zeit beim Tischtennis, Minigolf und Schach vertreiben oder dem Kräuter- und Heckengarten einen Besuch abstatten.

Hammer Park

 

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6) Haynspark

Direkt am Alsterufer in Eppendorf befindet sich der Haynspark, in dem Besucher auf den ausgewiesenen Plätzen grillen dürfen. Im Bootshaus direkt im Park können sie sich aber auch Ruder- und Tretboote ausleihen oder im Kajak eine Alsterrunde drehen. Für die Erfrischung der Kinder sorgt ein Planschbecken. Ein besonderer Ort im Park ist der Monopteros, ein Steinpavillon nach antikem griechischem Vorbild, in dem manchmal sogar ein Streichquartett spielt.

Haynspark


7) Michelwiese

Wer in Hamburg Ruhe sucht, ist in der Neustadt eigentlich nicht richtig – doch die Wiese unterhalb der Kirche St. Michaelis verspricht überraschend viel Erholung, direkt zwischen der Kirche und dem Verlagshaus Gruner + Jahr. Das Beste: Es ist ausdrücklich erwünscht, hier zu grillen. Dafür hat die Stadt eigene Grillstationen eingerichtet. Für einen Euro können Hungrige einen Elektrogrill zehn Minuten lang benutzen. Wer Glück hat, kann sein Essen genießen, wenn der Sonnenuntergang den Hafen in rotgoldenes Licht taucht.

Michelwiese

 

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8) Öjendorfer Park

Im Osten Hamburgs befindet sich der drittgrößte Park der Stadt. In seinem Zentrum liegt der Öjendorfer See, der mit einem Sandstrand und zwei Badestellen immer einen Ausflug wert ist – und sogar doppelt so groß ist wie die Binnenalster. Am See finden Besucher einen Kiosk, Grillplätze und einen Spielplatz sowie Toiletten, Duschen und kostenlose Parkplätze. Mit Kindern kann man hier zum Beispiel Zeit beim Ponyreiten oder Minigolfspielen verbringen.

Öjendorfer Park


9) Rissener Kuhle

Früher wurde in der hier Kies abgebaut – heute bietet die Rissener Kuhle viel Platz für Grillfeste mit der Familie oder mit Freunden. Besucher grillen entweder mit mitgebrachten Utensilien, vor Ort gibt es aber auch vier eingemauerte Grills und Feuerstellen, die jedem zur Verfügung stehen. Mitten im Wald erstreckt sich eine riesige Spiellandschaft für die Kleinen, und die Größeren spielen auf dem Bolzplatz oder den weitläufigen Rasenflächen. Toiletten sind ebenso vorhanden wie Müllbehälter.

Rissener Kuhle


10) Stadtpark

Der Stadtpark gehört einfach zu den Klassikern unter den Grillorten in Hamburg. Auf den weitläufigen Flächen des Parks findet man fürs Familiengrillen, die große Geburtstagsfete oder das aufregende Date das passende Plätzchen, um seine Picknickdecke auszubreiten. Die zwei ausgewiesenen Grillzonen, Festwiese und Liegewiese, sind nicht unbedingt ein Geheimtipp, aber gehören mit den vielen gut gelaunten Menschen im Sommer einfach zu Hamburg.

Stadtpark

 

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Wichtig beim Grillen in Hamburg:

Nicht überall in Hamburg ist Grillen erlaubt. Um die Natur zu erhalten, gibt es ausgewiesene Zonen, in denen das Grillen erlaubt ist. Der Grill muss mindestens 50 Zentimeter über dem Boden und weit genug entfernt von Bäumen und Sträuchern stehen. Offene Grill- und Feuerstellen sind verboten. Wichtig ist auch, die abgekühlte Kohle nach dem Grillen in dafür vorgesehene Behältnisse zu geben oder mit Wasser komplett zu löschen und dann zu entsorgen.


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Top 10 – Mittagstisch: So wird eure Pause zum Genuss

Einen besonders guten Mittagstisch findet ihr an diesen zehn Orten – denn gutes Essen in tollem Ambiente sorgt für eine schöne Pause und hebt die Laune immer, versprochen!

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung – zuletzt aktualisiert 6/2019

/ Foto (o.): Caroline Attwood via Unsplash

 

1) Andronaco – Tolle Gerichte ohne viel Schnickschnack

Der Italiengroßhandel ist schon lange kein Geheimtipp mehr: Nach dem Einkauf von Nudeln, Pesto und Primitivo lässt es sich vorzüglich und günstig speisen. Das Angebot reicht von Antipasti und Pizza über Penne all’arrabbiata und Lasagne bis zu Gamberoni auf Rucola oder Pulpo vom Grill. Alles schmeckt „come in Italia“! Der sympathische Großhändler zaubert auf die Schnelle und ohne viel Schnickschnack tolle Gerichte auf die Teller. Anschließend muss noch ein schneller Espresso und ein süßes Tiramisu drin sein – che buono!

Andronaco: Am Sandtorkai 44 (HafenCity)


2) Brook – Saisonale Produkte modern verarbeitet

Das Brook ist nicht nur abends eine sichere Empfehlung, die moderne und frische Bistroküche ist auch als Mittagstisch eine gute Wahl für Feinschmecker. Am Rande der Speicherstadt liegt das kleine Restaurant von Berit Schablinski und ihrem Mann. Die setzen strategisch auf marktfrische und saisonale Produkte auf dem Teller – mit einem modernen Twist. Das Mittagsangebot gibt es von 12 bis 15 Uhr. Man hat die Wahl zwischen einem Tagesgericht (um die 10 Euro) und dem tagesaktuellen Mittagsmenü (etwa 18 Euro).

Brook: Bei den Mühlen 91 (Altstadt)

 

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3) Café Paris Atelier – Für Feinschmecker

Eine ganz feine Adresse und zudem recht unbekannt ist die Kantine des Café Paris: Links neben dem Café Paris befindet sich der konspirative Eingang zum Atelier. Freitags zwischen 12 und 16 Uhr gibt es gegen Vorlage einer Essensmarke ein gutes Angebot (zwischen zwei Gängen darf gewählt werden, alkoholfreie Getränke sind inklusive). Die Essensmarken (für 16,50 Euro) gibt es unter anderem im Netz auf der Seite des Café Paris.

Café Paris – Atelier: Rathausstraße 4 (City)


4) Literaturhauscafé – Entspannt und kultiviert

Im schönen Ambiente des Literaturhauses lässt sich die Mittagspause entspannt, günstig und kultiviert verbringen. Hier werden Vegetarier wie Fleischverliebte fündig, daneben gehört zu jedem Hauptgericht eine tagesfrische Suppe. Der Mittagstisch wechselt wöchentlich und kostet zwischen 9 und 15 Euro (inklusive Suppe). Das Angebot gilt von Dienstag bis Samstag von 12 bis 16 Uhr.

Literaturhauscafé: Schwanenweiß 38 (Uhlenhorst)


5) Peacetanbul – Sympathisch und mit Kreativluft

Das Peacetanbul ist mittags eine sympathische Adresse für alle, die auf Kampnagel ein wenig Kreativluft schnuppern wollen. An den Tischen sitzen nicht selten die Regisseure und Dramaturgen mit den Kampnagel-Intendanten. Das nette Serviceteam serviert das Mittagessen zwischen 12 und 15 Uhr, zum Verdauen lohnt anschließend ein Spaziergang am Osterbekkanal.

Peacetanbul: Jarresstraße 20 (Winterhude)

 

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6) Lux Kantine – Günstige Suppen und Salate

Die Lux Kantine im Rathaus Altona hat viele treue Fans, und das aus vielen Gründen.Von Frühstück über Mittag kann man hier aus einem abwechslungsreichen Speisenangebot wählen. Externe zahlen 80 Cent Aufpreis. Neben drei Menüs gibt es sehr günstige Suppen und knackigen Salat zur Auswahl. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 11.15 bis 13.45 Uhr.

Lux Kantine: Platz der Republik 1 (Altona-Altstadt)


7) Kantine der Stadtreinigung – Ehrliche Kost im überraschenden Ambiente

Es klingt überraschend, aber die Stadtreinigung konnte einen Koch gewinnen, der zuvor im Marriott Hotel am Herd stand. Auf den Tisch kommt ehrliches, frisches Essen in ordentlicher Portionsgröße. Neben Männern in orangener Kluft speisen hier die Mitarbeiter der Verwaltung. Das Essen bewegt sich zwischen 4 und 6 Euro. Externe zahlen 5 bis 8 Euro.

Kantine der Stadtreinigung: Bullerdeich 21 (Hammerbrook)


8) Mensa der HFBK – Hier findet jeder etwas

Nicht nur für Kunststudenten eignet sich das international inspirierte Gourmet-Mittagsangebot, das in der Kantine der Hochschule für bildende Künste serviert wird. Zwischen 12 und 15 Uhr gibt es täglich wechselnde Gerichte mit und ohne Fleisch, auch vegan – und vor allem mit spürbarer Liebe zubereitet. Der Kiosk hält zudem Rettungsbrotstullen, Kuchen und frischen Saft bereit. Alles ohne Fertigprodukte und Geschmacksverstärker.

Mensa der HFBK: Lerchenfeld 2 (Uhlenhorst)

 

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9) Henriks – James Bond lässt grüßen

Das Henriks ist ein bisschen wie ein Restaurant aus einem James-Bond-Film: glamourös und extravagant. Der Besuch lohnt sich aber nicht nur wegen der Szenerie, sondern weil Küchenchef Claas-Henrik Anklam unverschämt gut kocht. Mittags können sich das auch Normalsterbliche leisten (zwischen 13,90 und 17,90 Euro). Zugleich ist das Henriks eine gute Adresse, um wertvolle Geschäftskontakte zu knüpfen.

Henriks: Tesdorpfstraße 8 (Rotherbaum)


10) Kantine im Schauspielhaus – Mittagspause mit Theater-Flair

Im Kellersaal des Schauspielhauses gibt es montags bis freitags einen abwechslunsgreichen Mittagstisch „für hungrige Bürotiger, Shopper oder Touristen“. Schauspieler und Mitarbeiter wird man hier nicht treffen, trotzdem spürt man das Flair des renommierten Schauspielhauses. Das Angebot wechselt wöchentlich und hält solide Kost wie Kohlrouladen oder Gnocchi mit Kräutersauce bereit.

Kantine im Schauspielhaus: Kirchenallee 39 (Mitte)


SZENE-HAMBURG-Essen+Trinken-To-GoDiese Topliste stammt aus dem Gastro Guide: Essen + Trinken to go, 2018/2019 – der Guide ist zeitlos in unserem Online Shop erhältlich!


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Appetit auf mehr? 

FoodSZENE – ZEIK mir deine Welt

Was braucht es, um junge Menschen für den Beruf des Kochs zu begeistern? Zeik-Chef Maurizio Oster ist sich sicher: Perspektiven und Raum für persönliche Entfaltung.

Protokoll und Fotos: Jasmin Shamsi

Maurizio Oster, Inhaber und Küchenchef im Zeik, hat schon in den bekanntesten Hamburger Restaurants gekocht: im Vlet an der Alster und in der Speicherstadt, in der Meatery, im Ono, im Jahreszeiten Grill und im Haerlin. Der Wunsch nach einem eigenen Restaurant war von Anfang an groß, der Weg dorthin allerdings kein einfacher. 2018 ist er in die Fußstapfen von Spitzenkoch Axel Henkel getreten und hat dem Zeik einen kompletten Neuanstrich verpasst. An seiner Seite kocht Robin Bender, der zuletzt im Se7en Oceans tätig war. Der 30-jährige Küchenchef erzählt über seine Lehrzeit und den Wunsch, diese in Zukunft fortschrittlicher zu gestalten.


„Die Ausbildung zum Koch ist häufig nicht mehr zeitgemäß.“

Robin Bender und Maurizio Oster kochen im ZEIK Restaurant in Hamburg Gut Ding will auch im Zeik Restaurant in Hamburg © Jasmin Shamsi

Würden gerne selbst ausbilden: Robin Bender und Maurizio Oster

 

Die Ausbildung zum Koch ist meiner Meinung nach häufig nicht mehr zeitgemäß. Ich war ein paar Mal als Gast bei Prüfungen dabei. Wenn da ein Lehrling vom Prüfer eine Standpauke kriegt, weil er die Fleischsauce nicht mit Mehl abgestäubt hat, stellen sich bei mir die Nackenhaare auf. Gerade mit Blick auf Unverträglichkeiten und Intoleranzen muss man umdenken und Alternativen anbieten können – obwohl eine klassische Mehlschwitze schon was Feines ist.

Als Inhaber eines eigenen Restaurants spreche ich da aus Erfahrung, ich muss tagtäglich möglichst flexibel auf die unterschiedlichsten Wünsche eingehen. Diese Erfahrungswerte sollten auch Gegenstand der Ausbildung sein, nur so bleibt man auf der Höhe der Zeit.

Ich habe in einem relativ einfachen Hotel in Neumünster gelernt und musste mir viel selbst beibringen. Gleich im ersten Lehrjahr habe ich mir ein Buch von Sternekoch Christian Jürgens gekauft. Dieses Buch hat mir Welten eröffnet! In der Realität habe ich allerdings nur Rumpsteaks mit Bratkartoffeln rausgeschickt. Da wusste ich, dass ich mehr will. Abends nach getaner Arbeit habe ich Rezepte aus dem Buch nachgekocht und mich ausprobiert. Ich war froh, als ich nach zweieinhalb Jahren mit der Ausbildung fertig war.

 

„Erst wenn du ein Produkt verstanden hast, kannst du es richtig zubereiten.“

 

Meine Beobachtung ist, dass Berufsschülern oft das nötige Wissen über die einzelnen Produkte fehlt. Ein Beispiel: Für die meisten ist eine Kartoffel eine Kartoffel, dabei gibt es etliche Kartoffelsorten! Erst wenn du ein Produkt verstanden hast, kannst du es richtig zubereiten. Als ich noch im Vlet in der Speicherstadt tätig war, hatte ich einen sehr lehrreichen Moment mit Thomas Sampl, dem damaligen Küchenchef. Er bat ein paar Berufsschüler, sich fünf verschiedenen Kartoffelsorten genauer zu widmen. Sie sollten aus jeder Sorte einmal Püree, Rösti, eine Suppe etc. zubereiten, um deren spezielle Eigenschaften in Augenschein zu nehmen. Den meisten war bis dahin nur die Jumbo-Kartoffel geläufig. Die muss wenig geschält werden und sie lässt sich gut zu Pommes oder Püree verarbeiten.

Heute geht vieles über die Optik. Aber Kochen ist nicht nur Optik und auch nicht nur Geschmack. Dieser spezielle Duft, wenn man eine Sauce ansetzt, das Geräusch, wenn man etwas anbrät, die Wärme, die beim Kochen entsteht – da werden alle Sinne beansprucht.

 

„Manchmal gehört auch Verzicht dazu.“

 

Wer in der Ausbildung wertgeschätzt und gefördert werden möchte, muss die entsprechende Leistung bringen. Manchmal gehört auch Verzicht dazu. Ich habe zum Beispiel bei einer Beförderung auf einen Teil meines Gehalts verzichtet und meinen Arbeitgeber stattdessen darum gebeten, die Kosten für meinen Ausbilderschein zu übernehmen. So konnte ich mich weiterqualifizieren und habe in meine Zukunft investiert.

Ich warte auf den richtigen Moment, um bei uns ausbilden zu können. Das ist mir wichtig, auch aufgrund des akuten Fachmangels. Da gerade überall Not am Mann ist, werden Leute in Positionen eingesetzt, für die sie noch gar nicht bereit sind. Darunter leidet die Qualität der Betriebe – vor allem im Service. Es hat eben doch einen Grund, warum es Rangfolgen gibt. Erfahrung kommt durch Zeit.

www.zeik.de


Foto: Philipp Jung

Unsere Kollegin Jasmin Shamsi schlemmt sich für uns durch Hamburg. Als Foodredakteurin schlägt ihr Herz für Kultur und Kulinarik – die zwei großen Ks, für die sie brennt. Für uns spürt sie die Geschichten über Macher und Marken auf und serviert sie brühwarm und immer neu gewürzt – online und in jeder Ausgabe der SZENE HAMBURG.


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, März 2019. Das Magazin ist seit dem 28. Februar 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Appetit auf mehr?

Rindchen schlemmt – Unaufdringliche Perfektion

Im Restaurant Brook stimmen Preis und Leistung.

Text: Gerd Rindchen

In Hamburg gibt es erfreulicherweise eine ganze Reihe von Köchen, die ohne viel Aufhebens um ihre Person seit Jahren exzellent vor sich hin kochen. Zu dieser erfreulichen Kategorie gehört auch Lars Schablinski, der seit Jahren gemeinsam mit seiner Angetrauten Berit, die – der Klassiker – den Service leitet, das Restaurant Brook vis-à-vis der Speicherstadt betreibt. Was immer hier auf der Karte landet, ist handwerklich absolut perfekt, aufwendig aus guten Zutaten bereitet, mit einem ­gerüttelt Maß an Kreativität und für Innenstadtverhältnisse sehr fair ausgepreist.

Die Karte wechselt häufig und bietet sowohl Klassiker für mürbe Hanseaten als auch Experimentierfreudiges für juvenile Entdeckerseelen. Aktuell spannende Vorspeisen sind beispielsweise der Kaninchenrücken mit Süßkartoffel-Rösti und Mango-­Senfcreme (13,50 Euro) oder die gebratene Blutwurst mit zweierlei Blumenkohl, Granny Smith und Honig-Jus (12,50 Euro). Unter den Hauptgerichten ragt ein fulminanter, perfekt à point bereiteter Hirschrücken mit Steckrüben-Zimtpürée, Rosenkohlblättern, ­Maronen und Herbstpilzen ­he­raus, bei dem auch deutlich wird, dass Schablinski zu den liebevollsten Bereitern toller Saucen zählt. Echt knorke ist auch das kurzgebratene Thunfischfilet auf Mittelmeer-Artischockengemüse mit Pesto (24 Euro) und die halbe Vierländer Ente in Honig-Jus mit Pommes Macaire, Rotkraut und Romanesco (23,50 Euro) würde man auch nur ungern von der Tischkante stoßen.

Dazu gibt es noch eine kleine, aber sehr gut zusammengestellte Weinauswahl, die beispielsweise den vorzüglichen Südtiroler Sauvignon der Kellerei Erste + Neue für 7,50 Euro pro 0,2 Liter offen anbietet. Bei den Flaschenweinen ziert einer meiner absoluten Lieblings-Chianti die Karte: der tolle 2015er „Felsina“ für faire 39 Euro. Den haben die Fleischgerichte verdient!

Mittags gibt es im Brook eine Zusatzkarte mit preiswerten Tagesmenüs. Man sollte aber rechtzeitig kommen, denn spätestens um 15.10 Uhr weist der äußerst resolute Service unmissverständlich darauf hin, dass ja eigentlich schon seit zehn Minuten geschlossen sei.

Bei den Mühren 91 (Altstadt); www.restaurant-brook.de


Gerd Rindchen im Rindchen's Weinkontor. Foto:

Gerd Rindchen im Rindchen’s Weinkontor.

Gerd Rindchen ist Gründer von Rindchen’s Weinkontor. Seit 25 Jahren verkostet er Weine nach dem Prinzip „Bestes Preis-Genuss-Verhältnis“. In der SZENE HAMBURG wendet er dieses Prinzip jeden Monat auch auf die Küchen dieser Stadt an.


Dieser Beitrag stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2019. Das Magazin ist seit dem 21. Dezember 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop und als ePaper erhältlich! 


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Wissen, was gut ist #5 – Gärtnerei Sannmann

Wir haben regionale Lebensmittel-Erzeuger besucht, die uns Rede und Antwort stehen. Hier kommt Teil 5 unser Serie “Wissen, was gut ist”.

Gärtnermeister Thomas Sannmann engagiert sich mit Herzblut für hochwertige und regionale Lebensmittel. Seit über 200 Jahren betreibt die Gärtnerei Sannmann ihren landwirtschaftlichen Betrieb im Landschaftsschutzgebiet der Vier- und Marschlande. Seit 1986 wird hier auch nach Demeter-Richtlinien angebaut. Ob Kräuter, Fruchtgemüse oder Wildsalate: Gemeinsam mit seinem Team baut Sannmann mehr als 40 Produkte in bester Bioqualität an.

Das ganzjährig angebotene Sortiment findet man auf der Homepage der Gärtnerei. Dazu gehören auch alte, fast vergessene Tomatensorten wie die Vierländer Platte. Die Produkte können sowohl vor Ort als auch in ausgewählten Naturkost-Fachgeschäften, auf Hamburger Bio-Wochenmärkten oder über den Onlineshop bezogen werden.

“Wir wollen der Erde mehr zurückgeben, als wir nehmen.”

Mit der Verwendung natürlicher Dünge- und Pflanzenschutzmittel und dem Anbau einer vielfältigen Fruchtfolge garantiert Sanmann einen gesunden, nährstoffreichen Boden. Er ist überzeigt, dass das die wichtigste Grundlage einer jeden Gärtnerei ist. “Unser Gärtner-Motto ist Lebenskraft für Mensch und Erde. Mit dem Demeter-Anbau wollen wir gesunde Lebensmittel erzeugen und der Erde mehr zurückgeben, als wir nehmen.”

Thomas Sannmann freut sich über jeden neugierigen und interessierten Kunden, dem er seine Philosophie näherbringen kann. Zeit für Austausch gibt es bei den regelmäßig stattfindenden Festen, Führungen und Veranstaltungen in seiner Gärtnerei. Der Hofladen, in dem man frisches, saisonales Gemüse, Saatgut und Jungpflanzen findet, hat jeden Samstag von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

Text: Mira Eggerstedt
Foto: Philipp Schmidt

Ochsenwerder Norderdeich 50, 21037 Hamburg; www.sannmann.com


Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019. Das Magazin ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


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Appetit auf mehr?

Sharing is caring #3 – Deftiges Abendbrot

Gibt es etwas Schöneres, als in geselliger Runde zu essen und dabei Stück für Stück, Bissen für Bissen zu teilen? Wir glauben nicht. Hier kommt Teil 3 unserer Serie “Sharing is Caring”.

Wir Deutschen lieben unsere Brotzeit! Umso besser, wenn die Platte richtig fett belegt ist und mit guten Leuten geteilt wird. Drauf kommt, was schmeckt und für eine gute Grundlage sorgt: Landbrot, Zwiebelmett und ordentlich Käse! Ein kühles Bier dazu ist Pflicht. Na dann: Ein Prooosit auf muckelige gemeinsame Stunden!

Hier gibt’s Abendbrot wie wir es kennen und lieben

1) Altes Mädchen

Bei einem kühlen Zwickel und einer großen Käse-Wurst-Platte, die mit allerlei feinen Dingen gespickt ist, kann man im Alten Mädchen wunderbar versacken. Auch die Stullen sind großartig. Alle Fleischprodukte kommen übrigens vom Biohof Landwert aus Stahlbrode in Vorpommern-Rügen.

Lagerstraße 28b (St. Pauli), www.altes-maedchen.com

2) Alles Elbe

Richtig gemütlich bei Alles Elbe! Hier gibt’s Abendbrot wie bei Muddern. Zur Auswahl stehen Schinken, Salami, Sülze, Käse und hausgemachte vegane Dips. Dazu gibt’s kerniges Schwarzbrot, Horster Butter und Spreewaldgürkchen. Haben wir was vergessen? Ach ja, Bier! Gibt es hier natürlich auch, und zwar selbst gebrautes und handgemachtes aus Deutschland und Tschechien.

Hein-Hoyer-Straße 63 (St. Pauli), www.alleselbe.de

3) Kropkå

Brot, Brot, Brot! Alle, die es lieben, werden hier ihre wahre Freude haben. Die dick belegten Stullen mit Schinken, Pilzen, Mett, Avocado usw. sind einfach zu köstlich. Das Brot wird nach traditionellem Handwerk im Holzofen gebacken, der Käse kommt von glücklichen Kühen.

Eppendorfer Weg 174 (Hoheluft-West), www.daskropka.de

4) Oberhafen-Kantine

Das Abendbrot in der Oberhafen-Kantine ist zum Niederknien. Eine kleine Auswahl gefällig? Rauchfisch aus dem eigenen Räucherofen, Matjes- und Lachstatar, grobe Bratwürste nach Hausrezept, Hamburger Weißwurst, Roastbeef und vieles mehr. Angerichtet werden die Leckereien in Schüsselchen und Schälchen auf einem großen Holzbrett.

Stockmeyerstraße 39 (HafenCity), www.oberhafenkantine-hamburg.de

5) Pappenheimer Wirtschaft

Die Küche der Wirtschaft ist original fränkisch. Das gilt auch für die Zutaten, die Wurstspezialitäten kommen zum Beispiel direkt vom Metzger aus Nürnberg. Hier wird alles frisch von Hand zubereitet und net zweng (= nicht zu wenig) auf großen Tellern serviert.

Papenhuder Straße 26 (Uhlenhorst), www.pappenheimer-wirtschaft.de



Dazu der Getränketipp vom Profi

Daniel Ehlich

Foto: Felix Valentin / Jupiter Union

Daniel Elich vom Altem Mädchen empfiehlt: „Zum deftigen Abendbrot passt ein Bio-Bier super! Das ‚Organic Wheat Ale‘ von Ratsherrn ist ein frisch-würziges Bier, das mit getreidigen und floralen Noten besticht. Die Naturtrübe verleiht gute Trinkbarkeit, macht es aber trotzdem geschmacklich individuell. Passt hervorragend zur Abendbrot-Platte!“


Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019. Das Magazin ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


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Wissen, was gut ist #1 – Bio-Obst Augustin in Jork

Wer sich mit guten und ehrlichen Lebensmitteln beschäftigt, will wissen, wo sie ihren Ursprung haben. Hier kommt Teil 1 unserer Serie „Wissen, was gut ist“.

Zwischen Stade und Altem Land liegen die Demeter-Höfe, die Bio-Obst Augustin beliefern. Der Obstanbau hat hier aufgrund der Bodenfruchtbarkeit und des Klimas eine lange Tradition. Seit Jahrhunderten sind die Höfe in Familienhand und werden bis heute von Generation zu Generation weitergegeben. 1990 stellten Katrin und Dierk Augustin ihren Apfelhof auf ökologischen Landbau um. Seit 2001 richten sie sich außerdem nach den strengen Vorgaben von Demeter, dem ältesten Bio-Verband Deutschlands. Dabei geht es um den respektvollen Umgang mit Böden, Pflanzen und natürlich auch mit den Menschen. Schließlich tragen auch die Mitarbeiter mit ihrem Engagement zu einer guten Ernte bei. Das soziale Engagement und die Mitarbeiterbindung wird daher bei Familie Augustin großgeschrieben.

„Wir möchten ein Bewusstsein schaffen, das sich am Wohle des Ganzen orientiert.“

Demeter-Anbau bedeutet im Vergleich zu den Vorgaben anderer Öko-Verbände vor allem eins: mehr Aufwand. Er bietet laut Familie Augustin aber auch die Chance, den ökologischen Landbau und den eigenen Betrieb weiterzuentwickeln: „Wir möchten ein Bewusstsein schaffen, das sich am Wohl des Ganzen orientiert. Ein Teil dessen ist für uns die Demeter-Landwirtschaft: Sie versteht den Hof als geschlossenen Kreislauf, der das lebendige Zusammenspiel zwischen Boden, Pflanze, Tier und Mensch fördert“, erklärt Catharina Augustin. Das Ergebnis: besonders geschmackvolle Früchte mit hoher Vitalkraft, die gut für Körper, Geist und Seele sind. Am Ende profitieren nicht nur die Umwelt und der Betrieb vom nachhaltigen Bioanbau, sondern auch die Kundschaft.

Text: Mira Eggerstedt
Beitragsfoto: Philipp Schmidt

Klein Hove 21, 21635 Jork, www.bioaugustin.de


Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019. Das Magazin ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


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Appetit auf mehr?

Sharing is caring #2 – Rustikale Brettljause

Wir verzichten gerne auf aufwendige Gerichte, fancy Haute Cuisine und edles Porzellan, wenn es so entspannt und einfach sein kann. Denn zusammen is(s)t man weniger allein… Hier kommt Teil 2 unserer Serie “Sharing is caring”.

Text: Mira Eggerstedt
Illustration: Katja Paradiek

„An Guadn!“ Alle Bergsteiger und Almhütten-Fans wissen, wovon wir sprechen: Jausen sind einfach genial! Die mit regionalen Käse- und Wurst-Köstlichkeiten üppig belegten Brotzeitbrettl, darunter Bergkäse, Schweinsbraten oder Kaminwurzen, schmecken nicht nur in den Sommer- oder Skiferien. Sie eignen sich auch bestens als Zwischenmahlzeit mit guten Freunden oder nach Feierabend mit den Kollegen. Dazu ein Gläschen Wein – und schon sind wir glücklich!

Hier gibt’s Köstliches aus Österreich

1) Marend

Die Abendbrotplatten im Marend können sich wirklich sehen lassen. Das Beste: Es gibt sie in drei verschiedenen Größen. So geht man sicher, dass wirklich alle am Tisch satt werden.

Feldstraße 29 (St. Pauli), www.marend.net

2) Gassenhaur

Die Brettljause vom Gassenhaur ist wohl eine der besten in der Hansestadt. Hier kommen hausgebeiztes Rindfleisch, Südtiroler Schinkenspeck, Wacholderschinken, Landjäger, Knoblauchwurst, Bergkäse, Radi und Essiggemüse auf den Tisch. Dazu gibt’s ofenfrisches Brot und Butter. Na, hungrig geworden?

Kastanienallee 32 (St. Pauli), www.gassenhaur.de

3) Alpenkantine

Die Alpenkantine ist die kulinarische Anlaufstelle für alle Eimsbüttler Bergfreunde. Neben leckeren Knödeln und Salaten gibt es hier auch tolle Stullen und ein deftiges Alpengedeck mit Sauerteigbrot, Fenchelsalami und Heumilchkäse. Mahlzeit mitanand!

Osterstraße 98 (Eimsbüttel), www.alpenkantine.de

4) Privatbrauerei Gröninger

Das Althamburger Bürgerhaus ist eines der letzten Barockgebäude in der Hamburger Altstadt. Den deftigen Brotzeitteller mit Tiroler Speck, Pfefferwurst und Käsewürfel lässt man sich am besten bei einem Glas Landwein oder kühlen Pils schmecken.

Willy-Brandt-Straße 47 (Hamburg-Altstadt), www.groeninger-hamburg.de



Dazu der Getränketipp vom Profi

Gerd Rindchen empfiehlt Grünen Veltliner zur Jause. Foto: Bertold FabriciusDer Weingroßhändler Gerd Rindchen empfiehlt: „Zur Jause würde ich einen Grünen Veltiner reichen. Am besten den ‚Urkristall‘ meines österreichischen Freundes Alfred Maurer – ein reines Produkt mit klarer, etwas karger Frucht und mineralischem Nachhall. Alfreds Weine habe ich schon seit 1997 im Programm.“


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Appetit auf mehr?

Sharing is caring #1 – Herzhaftes Smørrebrød

Eine Platte und ein paar Leckereien – mehr braucht es oft nicht! Denn gibt es etwas Schöneres, als in geselliger Runde zu essen? Wir glauben nicht. Hier kommt Teil 1 unser Serie „Sharing is caring“.

Text: Mira Eggerstedt
Illustration: Kaja Paradiek

Ein Skål auf die Butterbrot-Kultur unserer nordischen Nachbarn! Die skandinavische Alternative zur Stulle heißt in Dänemark Smørrebrød und wird üblicherweise mittags gegessen. Grundlage ist meist ein kräftiges Schwarzbrot – was drauf kommt, ist Ansichtssache. Klassische Kombinationen wären Heringssalat, Roastbeef, Lachs und gekochte Eier. Übrigens: Das Smørrebrød wird meist mit Messer und Gabel gegessen. Bei einem Gläschen Aquavit, dem Nationalgetränk der Skandinavier, stimmt man auch gerne mal ein Trinklied an – fürs Gemeinschaftsgefühl, und weil es eigentlich immer einen Grund zum Feiern gibt!

Hier gibt’s skandinavische Leckereien – mittags wie abends:

1) Jussi

In dem skandinavischen Krimibuch- Café bekommt man nicht nur leckeren skandinavischen Kuchen, sondern auch reich belegte, herzhafte Smørrebrøds.

Lehmweg 35 (Eppendorf), www.jussi-krimicafe.de 

2) Speicher 52

Inspiriert von den unterschiedlichsten Landschaften Skandinaviens und Norddeutschlands serviert der Speicher 52 „Neue Nordische Küche“ in gemütlich-modernem Ambiente. Empfehlenswert: das Roastbeef-Smørrebrød mit Röstzwiebeln und Remoulade.

ABC-Straße 52 (Neustadt), www.marriott.de  

3) Brüder Lund

Die Brüder Lund bringen dänische Esskultur in die Hansestadt. Christoffer und Frederik servieren in ihrer nordischen Weinstube hausgemachte Köstlichkeiten wie mehrstöckige Sandwiches und „Nordic Tapas“.

Eppendorfer Weg 283 (Eimsbüttel), www.facebook.com/BruederLund

4) Genusshelden

Nach skandinavischem Vorbild gibt es bei den Genusshelden im Levantehaus hausgebackenes Vollkornbrot, das je nach Gusto üppig belegt wird, z. B. mit Corned Beef, Ei oder Makrelen.

Mönckebergstraße 7 (Hamburg-Altstadt), www.diegenusshelden.de



Dazu der Getränketipp vom Profi:

Jens Lühmann empfiehlt einen Aquavit von Helbing. Foto: Bertold FabriciusJens Lühmann, Spirituosen-Großhändler aus Hamburg, empfiehlt: „Ein schöner Aquavit von Helbing passt bestens zum Smørrebrød. Die aromatischen Noten von Anis, Kümmel und Dill gehören zur skandinavischen Küche und machen sich daher super als Getränke-Begleitung zur herzhaften Platte.“



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