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FOODSzene – ZEIK mir deine Welt

Generationenwechsel – Was braucht es, um junge Menschen für den Beruf des Kochs zu begeistern? Zeik-Chef Maurizio Oster ist sich sicher: Perspektiven und Raum für persönliche Entfaltung.

Protokoll und Fotos: Jasmin Shamsi

Maurizio Oster, Inhaber und Küchenchef im Zeik, hat schon in den bekanntesten Hamburger Restaurants gekocht: im Vlet an der Alster und in der Speicherstadt, in der Meatery, im Ono, im Jahreszeiten Grill und im Haerlin. Der Wunsch nach einem eigenen Restaurant war von Anfang an groß, der Weg dorthin allerdings kein einfacher. 2018 ist er in die Fußstapfen von Spitzenkoch Axel Henkel getreten und hat dem Zeik einen kompletten Neuanstrich verpasst. An seiner Seite kocht Robin Bender, der zuletzt im Se7en Oceans tätig war. Der 30-jährige Küchenchef erzählt über seine Lehrzeit und den Wunsch, diese in Zukunft fortschrittlicher zu gestalten.


„Die Ausbildung zum Koch ist meiner Meinung nach häufig nicht mehr zeitgemäß.“

Robin Bender und Maurizio Oster kochen im ZEIK Restaurant in Hamburg Gut Ding will auch im Zeik Restaurant in Hamburg © Jasmin Shamsi

Robin Bender und Maurizio Oster © Jasmin Shamsi

 

Die Ausbildung zum Koch ist meiner Meinung nach häufig nicht mehr zeitgemäß. Ich war ein paar Mal als Gast bei Prüfungen dabei. Wenn da ein Lehrling vom Prüfer eine Standpauke kriegt, weil er die Fleischsauce nicht mit Mehl abgestäubt hat, stellen sich bei mir die Nackenhaare auf. Gerade mit Blick auf Unverträglichkeiten und Intoleranzen muss man umdenken und Alternativen anbieten können – obwohl eine klassische Mehlschwitze schon was Feines ist. Als Inhaber eines eigenen Restaurants spreche ich da aus Erfahrung, ich muss tagtäglich möglichst flexibel auf die unterschiedlichsten Wünsche eingehen. Diese Erfahrungswerte sollten auch Gegenstand der Ausbildung sein, nur so bleibt man auf der Höhe der Zeit.

Ich habe in einem relativ einfachen Hotel in Neumünster gelernt und musste mir viel selbst beibringen. Gleich im ersten Lehrjahr habe ich mir ein Buch von Sternekoch Christian Jürgens gekauft. Dieses Buch hat mir Welten eröffnet! In der Realität habe ich allerdings nur Rumpsteaks mit Bratkartoffeln rausgeschickt. Da wusste ich, dass ich mehr will. Abends nach getaner Arbeit habe ich Rezepte aus dem Buch nachgekocht und mich ausprobiert. Ich war froh, als ich nach zweieinhalb Jahren mit der Ausbildung fertig war.

 

„Erst wenn du ein Produkt verstanden hast, kannst du es richtig zubereiten.“

 

Meine Beobachtung ist, dass Berufsschülern oft das nötige Wissen über die einzelnen Produkte fehlt. Ein Beispiel: Für die meisten ist eine Kartoffel eine Kartoffel, dabei gibt es etliche Kartoffelsorten! Erst wenn du ein Produkt verstanden hast, kannst du es richtig zubereiten. Als ich noch im Vlet in der Speicherstadt tätig war, hatte ich einen sehr lehrreichen Moment mit Thomas Sampl, dem damaligen Küchenchef. Er bat ein paar Berufsschüler, sich fünf verschiedenen Kartoffelsorten genauer zu widmen. Sie sollten aus jeder Sorte einmal Püree, Rösti, eine Suppe etc. zubereiten, um deren spezielle Eigenschaften in Augenschein zu nehmen. Den meisten war bis dahin nur die Jumbo-Kartoffel geläufig. Die muss wenig geschält werden und sie lässt sich gut zu Pommes oder Püree verarbeiten. Heute geht vieles über die Optik. Aber Kochen ist nicht nur Optik und auch nicht nur Geschmack. Dieser spezielle Duft, wenn man eine Sauce ansetzt, das Geräusch, wenn man etwas anbrät, die Wärme, die beim Kochen entsteht – da werden alle Sinne beansprucht.

 

„Manchmal gehört auch Verzicht dazu“

 

Wer in der Ausbildung wertgeschätzt und gefördert werden möchte, muss die entsprechende Leistung bringen. Manchmal gehört auch Verzicht dazu. Ich habe zum Beispiel bei einer Beförderung auf einen Teil meines Gehalts verzichtet und meinen Arbeitgeber stattdessen darum gebeten, die Kosten für meinen Ausbilderschein zu übernehmen. So konnte ich mich weiterqualifizieren und habe in meine Zukunft investiert. Ich warte auf den richtigen Moment, um bei uns ausbilden zu können. Das ist mir wichtig, auch aufgrund des akuten Fachmangels. Da gerade überall Not am Mann ist, werden Leute in Positionen eingesetzt, für die sie noch gar nicht bereit sind. Darunter leidet die Qualität der Betriebe – vor allem im Service. Es hat eben doch einen Grund, warum es Rangfolgen gibt. Erfahrung kommt durch Zeit.

www.zeik.de


Who the fuck is…

Foto: Philipp Jung

Unsere Kollegin Jasmin Shamsi schlemmt sich für uns durch Hamburg. Als Foodredakteurin schlägt ihr Herz für Kultur und Kulinarik – die zwei großen Ks, für die sie brennt. Für uns spürt sie die Geschichten über Macher und Marken auf und serviert sie brühwarm und immer neu gewürzt – online und in jeder Ausgabe der SZENE HAMBURG.


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, März 2019. Das Magazin ist seit dem 28. Februar 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Appetit auf mehr?

Top 10 – Hier gibt’s Hamburgs beste Franzbrötchen

Wer hat das Franzbrötchen erfunden? Und wann? Waren es Bäcker im 19. Jahrhundert, als Hamburg unter französischer Besatzung stand? War es der Franz’sche Bäcker 1825 im damals dänischen Altona? Oder trifft eine ganz andere der vielen Franzbrötchen-Theorien zu? Das wissen wir bei der SZENE auch nicht – aber wir wissen, wo es die besten Franzbrötchen gibt. Mhhh!

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung, zuletzt aktualisiert 2/2019
Beitragsfoto: Sabrina Pohlmann

1) Backecht

Die Franzbrötchen werden bei Backecht wie alle anderen Brote und Brötchen handwerklich hergestellt. Sie schmecken leicht nach Marzipan, das ist zwar nicht das Original, dafür schmeckt es vorzüglich!

Grindelhof 64 (Rotherbaum); www.backecht.de

Franzbrötchen von Backecht gehören zu den besten in Hamburg


2) Café Luise

Das Café Luise in Fuhlsbüttel ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Kein Wunder, die Franzbrötchen sind eine perfekte Symbiose aus Zimt und karamellisiertem Zucker. In dem Familienunternehmen werden auch Brot, Brötchen, Kuchen und Torten mit frischen Zutaten ohne Zusatzstoffe gebacken. Neben der Bäckerei mit Verkaufsraum und wenigen Tischen gibt es die Gute Stube – ein richtig nettes Café, in dem auch Frühstück serviert wird.

Erdkampsweg 12 (Fuhlsbüttel); www.cafe-luise-baeckerei.de


3) Café Reinhardt

Dass hier nix aus der Backfabrik kommt, ist dem Franzbrötchen anzusehen. Das wird in der hauseigenen Bäckerei des Café Reinhardts nämlich gedrückt statt gedreht und landet bei Bäckerei-Wettbewerben immer weit oben. Vollkommen zu Recht, denn das zuckrige Gebäck kann mit der genau richtigen Menge an Zimt auftrumpfen, ist außen knusprig und innen herrlich matschig-fluffig. Love it!

Poppenbüttler Hauptstraße 37 (Poppenbüttel); www.cafe-reinhardt.de


4) Die kleine Konditorei

Seit 1964 beglückt die Konditorei die Hamburger mit handgemachten Franzbrötchen, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurden. Zu Recht! Das Prachtstück besticht durch den fluffigen Teig und die genau richtige Menge Zimt. Geradezu perfekt.

Lutterothstraße 9 (Eimsbüttel); www.kleine-konditorei.com


5) Elbgold

Die hausgemachten Franzbrötchen von Elbgold sind eine Hommage an die Backkunst. Lecker klebrig, perfekt zimtig! Aufgeschnitten sehen die Franzbrötchen hier übrigens aus wie kleine Kunstwerke: Der Zimt ziert den Teig, als sei er mit dünnem Pinsel zärtlich aufgemalt. Wir brauchen Nachschub! Schnell!

Lagerstraße 34c (Sternschanze); www.elbgold.com

Foto: Elbgold

Bei Elbgold kann man das Franzbrötchen mit Kaffee aus eigener Röstung kombinieren


6) Franz & Friends

Der Name ist Programm: Bei Franz & Friends dreht sich alles um die Hamburger Zimtschnecke. Hier gibt es die größte und ausgefallenste Auswahl, die Franzbrötchen sind mit Kürbiskernen, Bananen oder Apfelmus belegt. Ein echter Genuss!

Wandelhalle, Glockengießerwall 8 (Altstadt)


7) Junge Die Bäckerei

Ein Glück gibt es Junge Die Bäckerei 45 mal in Hamburg. So muss man nicht lange nach den richtig guten Franzbrötchen suchen. Wahre Franz-Fans lieben das süße Gebäck von Junge für das matschige Innere und die knusprige, karamellisierte Oberfläche. Noch süßer ist die Variante mit Schokolade. Junge hat alles richtig gemacht.

Mönckebergstraße 16 (Altstadt); www.jb.de


8) Mutterland

Der beliebte Hamburger Feinkostladen hat natürlich neben leckeren Spezialitäten auch ein “Franz” im Angebot. Allerdings sieht das Franzbrötchen eher aus wie eine schöne Zimtschnecke. Kein Problem für uns, denn in Saftigkeit bleibt das Gebäck von Mutterland ungeschlagen.

Ernst-Merck-Straße 9–11 (St. Georg); www.mutterland.de

Franzbrötchen Top 10: Mutterland

Der Spezialitätenladen “Mutterland” bietet auch Franzbrötchen an.


9) Rohlfs Bäckerei

Rohlfs Bäckerei versorgt die Liebhaber in und um Hamburg mit frischen Franzbrötchen. Die werden am Abend vorbereitet, reifen über Nacht und werden am nächsten Morgen in den Filialen abgebacken. Das schmeckt, so saftig und zimtig wie wir es lieben.

Winterhuder Marktplatz 13 (Winterhude); www.rohlfs-baeckerei.de


10) Schmidt und Schmidtchen

Seit 1950 hat sich die Traditionsbäckerei Schmidt in Ottensen stetig vermehrt. Zum Glück gibt es die extrem leckeren Franzbrötchen nach Hamburger Original-Rezept heute an vielen Standorten in ganz Hamburg. Auf dem Schulterblatt kann man sein Franzbrötchen ganz gemütlich im Café genießen.

Schulterblatt 73 (Sternschanze); www.schmidt-und-schmidtchen.de


Diese Topliste stammt aus dem Gastro Guide. Der Gastro Guide SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019 ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


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Appetit auf mehr? 

Top 8 – Tapas Bars in Hamburg

„Tapa“ ist eigentlich nur das spanische Wort für Deckel, steht aber mittlerweile für kleine Beilagen, die zum Getränk gereicht werden. Die Appetithäppchen sind in der spanischen Esskultur fest etabliert. Und auch aus der Hamburger Gastroszene sind Tapasläden mittlerweile nicht wegzudenken. Das ist unsere Bestenliste.

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung; zuletzt aktualisiert 2/2019
Beitragsfoto: Cyclonebill auf Flickr CC 2.0 (verändert)

1) Avelino Tapas y Vino

Wir Hamburger können von der mediterranen Küche einfach nicht genug bekommen. Im Herzen der Altstadt werden unsere Wünsche erhört. Der kleine, efeuumrankte Laden serviert hausgemachte Gerichte und eine feine Auswahl an Tapas in buntem Ambiente.

Katharinenstraße 31 (Altstadt); www.avelinotapas.de


2) Café Altamira

Das Altamira in Bahrenfeld ist eine Hamburger Institution in Sachen Tapas. Über 70 verschiedenen Tapas, passende Weine, ein großer Wintergarten und ein flinker Service – Atmosphärisch wie kulinarisch ist es nach wie vor eine lohnenswerte Anlaufstelle.

Thomasstraße 4 (Bahrenfeld); www.cafealtamira.de

Bei Altamira gibt es neben Tapas auch eine schöne Weinauswahl. Foto: Altamira

Das Altamira überzeugt mit seiner Weinauswahl. Foto: Altamira

Altamira Tapas in Hamburg Foto: Altamira

Salat mit Avocadocrème… mhh! Foto: Altamira


3) Café Ribatejo

In dem rustikalen Café trifft sich Ottensen zu Wein und Sagres. Grobe Holzbänke und der kalte Steinboden vermitteln eine urige Atmosphäre. Zum Abend hin wird es hier lebendig und die Temperatur steigt. Das kulinarische Angebot besteht aus verschiedenen warmen und kalten Tapas, Fisch, Fleisch und Pasta, die richtig gut schmecken.

Bahrenfelder Straße 56 (Ottensen); www.ribatejo.de

Tapas im Café Ribatejo

Im Café Ribatejo geht’s urig zu.


4) Claudio’s Restaurant & Bar

Von diesen Tapas träumen wir nachts. Neben klassischen spanischen Tapas werden in dem absolut cool eingerichteten Restaurant auch saftige Steaks und weitere Gerichte der mediterranen Küche serviert. Mitten im szenigen Karoviertel finden wir uns im siebten Tapas-Himmel wieder.

Tschaikowskyplatz 2 (St. Pauli); www.claudios.hamburg

Die Tapas von Claudio's gehören zu Hamburgs Top 10. Foto: Michael Kohls

Bei Claudio’s gibt’s nicht nur Tapas, sondern auch Steaks und coole Einrichtung. Foto: Michael Kohls


5) El Iberico

In dem spanischen Tapasrestaurant in Ottensen wird mit dem Besten aus zwei Welten gearbeitet. Die Küche bereitet sowohl traditionelle spanische als auch deutsche Gerichte zu. Neben himmlischen Tapas stehen also auch Doradenfilet und Jacobsmuscheln auf der Karte. Qualität und Geschmack sind top!

Friedensallee 34a (Ottensen); www.el-iberico.com


6) Gil

Das Gil auf St. Pauli ist eine willkommene Alternative zu den klassisch rustikalen Tapas-Läden. In dem schön schlichten Eckrestaurant bereitet Chefkoch Nestor Camps Gil nicht nur traditionelle sondern auch modern interpretierte Tapas zu. So sorgen Artischockenherzen, Lammkottelets und Sardellen für eine gelungene Kombi auf dem Tisch.

Silbersacktwiete 6 (St. Pauli); www.gilhamburg.de

Das Gil ist eines von Hamburgs zehn besten Tapasrestaurants. Foto: Die Tapas von Gil gehören zu den besten in Hamburg. Foto: Alexander Gómez Silva

Das Gil überzeugt auch durch seine erfrischend schlichte Einrichtung. Foto: Alexander Gómez Silva


7) Madrigal

Das Madrigal ist eine ausdrückliche Empfehlung für alle Freunde spanischer Tapas. Die Speisekarte strotzt nur so vor leckeren Kleinigkeiten und landestypischer Kost der iberischen Halbinsel: Rosmarinkartoffeln, kandierter Ziegenkäse, Datteln im Speckmantel, Hühnchen in Limettensauce. Fabelhaft!

Friedensallee 7 (Ottensen); www.madrigal-altona.de


8) Tapas y Más

Das Tapas y Más quillt über vor spanischer Lebensfreude. Es gibt eine große bunte Auswahl an Tapas und leckeren Wein dazu. Das finden wir richtig gut! Die Speisekarte lehrt übrigens, dass die traditionelle spanische Küche nicht nur aus Tapas besteht.

Schanzenstraße 72 (Sternschanze); www.tapasymas.eatbu.com


Diese Topliste stammt aus unserem Gastro Guide. Der Gastro Guide SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019 ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


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Appetit auf mehr?

Top 7 – Wer backt Hamburgs beste Croissants?

In einem Punkt sind die Franzosen wahre Champions: beim Backen duftenden Gebäcks! Wir sagen euch, wo man in Hamburg die besten Croissants bekommt.

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung, zuletzt aktualisiert 2/2019
Beitragsfoto: Die Pâtisserie / Andrea Thode

1) Café Kafayas

Das niedliche Café hat köstliche (herrlich weiche und innen schön „matschige“) Croissants zu 1,50 Euro zu bieten. Dazu gibt es ein gutes Frühstücksangebot und einen Mittagstisch.

Semperstraße 64 (Winterhude); www.kafayas.de


2) Café Paris

Was für eine Atmosphäre: Frühstücken wie in Frankreich im quirligen Jugendstilcafé beim Rathaus, neben zarten Croissants (2,40 Euro) gibt es original Pariser Croques. Der Morgen kann leicht in den Nachmittag übergleiten, wenn beim großen Frühstück für zwei Croissants, Schinken, Käse, Konfitüre, Räucherlachs, Kaffee und Crémant vor einem auf dem Tisch stehen (32,50 Euro).

Rathausstraße 4 (Altstadt); www.cafeparis.net

 

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3) Die Pâtisserie

Der Pariser Bäckermeister Pierre Ouvrard und seine Frau Nissa liefern himmlische Buttercroissants, Mandelcroissants und Pain au chocolat, das ist das „echte“ französische Schokocroissant. In der kleinen Patisserie ist man wahrlich im (Pariser) Back-Himmel, denn gebacken wird nach original französischen Rezepten: magnifique!

Bahrenfelder Straße 231 (Ottensen); www.die-patisserie.de

 

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4) Eclair au Café

Ein Pariser beglückt Ottensen in einem winzigen Laden mit französischem Backwerk: Buttercroissant für 1,50 Euro, die Rohstoffe dafür kommen original aus Frankreich. Bei gutem Wetter sitzt man vor der Tür und beobachtet das Treiben. Es kommt noch besser: Inzwischen gibt es eine größere Filiale in Eimsbüttel, in der auch gebacken wird. Merci!

Kleine Rainstraße 6 (Ottensen); www.eclairaucafe.de

 

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5) Ihr Finkenwerder Bäcker

Köstlich und buttrig-zart, so wird über die Croissants dieses Bäckers mit eigener Backstube geschwärmt. Eine Fahrt mit der Hafenfähre zum Bäckermeister Jan Henning Körner lohnt sich nicht nur für die leckeren Croissants.

Steendiek 13 (Finkenwerder); www.baecker-jan.de


6) Konditorei Pritsch

Bei Kurt Pritsch Junior zählt wie schon bei seinem Vater das Handwerk: Baguettes und Croissants (je 1,50 Euro nach einem gehüteten Rezept aus Châtre) sind in der kleinen Bäckerei-Konditorei und im Café legendär und werden jeden Tag frisch gebacken. Nicht nur Uhlenhorster schwören darauf, Cafés in ganz Hamburg kaufen beim Konditormeister. Frühstück gibt es vor 9 Uhr.

Papenhuder Straße 39 (Uhlenhorst); www.baeckerei-pritsch.de


7) Springer Bio-Backwerk

Der Hamburger Biobäcker versorgt die Hansestadt mit vorzüglichen Laugencroissants: Außen kross, innen butterweich, leicht salzig im Geschmack. Zu kaufen gibt es die Köstlichkeiten (sowie normale Buttercroissants) in verschiedenen Filialen von Bergedorf bis Altona. Die Backstube mit Verkauf ist in Wandsbek-Hinschenfelde.

Claus-Ferck-Straße 3 (Volksdorf); www.springer-bio-backwerk.de


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Appetit auf mehr?

Top 5 – Wer backt Hamburgs beste Pizza?

Ohne den italienischen Klassiker können wir nicht. Wer ihn am besten drauf hat, verraten wir hier.

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung; zuletzt aktualisiert 2/2019
Beitragsfoto: Jill

1) Die Pizzeria

In dem klitzekleinen Pizzarestaurant in Eppendorf sieht man den Teller vor lauter Pizza nicht. Da der Boden hauchdünn ist, schafft man hier ganz alleine eine der Riesenpizzen. Belegt sind sie entweder mit Scampi, frischem rohen Thunfisch oder Anchovis und Kapern. Das schmeckt so gut, wir kommen gerne wieder.

Eppendorfer Landstraße 165 (Eppendorf); www.diepizzeria.eu


2) Jill

Bei Jill in den altehrwürdigen Schanzenhöfen dreht sich alles um Pizza, aber nicht um irgendwelche. Hier wird der knusprig-fluffige Teig mit allerlei Belag in Bio-Qualität im original neapolitanischen Ofen gebacken. Heraus kommt richtig gute Pizza. Lauschige Sommerabende kann man wunderbar im Biergarten genießen.

Bartelsstraße 12 (Sternschanze)


3) Pauli Pizza

Die winzige Pizzeria auf St. Pauli ist richtig sympathisch. Sitzplätze sucht man vor allem abends vergeblich, dafür kann man sich auf geschmacklich hervorragende Pizza verlassen. Die kleine oder große Margherita bildet die Basis, die restlichen Zutaten können wild nach individuellen Wünschen kombiniert werden.

Talstraße 22 (St. Pauli)


4) Pizza Bande

Die rustikale Pizzeria in einer Seitenstraße der Reeperbahn ist richtig entspannt. Bei einem Blick in die offene Küche kann man bei der Fertigstellung der selbst zusammengestellten Pizza zuschauen. Die Zutaten kommen frisch von lokalen Gemüsehändlern. Ein Paradies für Veganer und Vegetarier, da es genügend Alternative zur klassischen Salami Pizza gibt!

Lincolnstraße 10 (St. Pauli); www.pizza-bande.de

die Pizza Bande in Hamburg

Pizza von der Pizza Bande in Hamburg


5. Überquell

Eine eigene Brauerei, eine große kunterbunte Terrasse und Pizza aus original neapolitanischen Pizzaöfen – Was will man mehr? In den Riverkasematten auf St. Pauli kommen Margherita und Co auf den Tisch und sind schon optisch ein Hingucker. Der Teig ist fluffig und die Zutaten frisch. Wir sind Fans.

St. Pauli Fischmarkt 28–32 (St. Pauli); www.ueberquell.com

Überquell Biergarten in Hambrg Foto: Jupiter Union

Foto: Überquell

 


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FoodSZENE – Fachkräftemangel in der Gastronomie

Fachkräftemangel – Die Umsätze steigen, die Erträge sinken: Das Gastgewerbe in Hamburg steht heute vor großen Herausforderungen. Eine Branche ohne Zukunft? Patrick Rüther über die Hürden und Chancen im Gastgewerbe.

Interview: Jasmin Shamsi
Beitragsfoto: Julia Schwendner

Steigende Betriebs-, Personal- und Energiekosten erhöhen den Druck im Gastgewerbe. Immer mehr Gastronomen geraten ins Straucheln und stellen außerdem fest, dass sich der bürokratische Aufwand in den letzten Jahren erhöht hat. Zum Beispiel, was die Dokumentationspflicht seit der Einführung des Mindestlohns oder die starre Regelung der täglichen Höchstarbeitszeit betrifft. Das größte Problem aber bleibt der mangelnde Nachwuchs an Fachkräften. Einer, der sich mit diesem Thema bestens auskennt, ist Patrick Rüther: Volljurist, Vorstandsvorsitzender vom Leaders Club, Mitinhaber von der Bullerei, dem Überquell und der Tellerrand Consulting GmbH. Auch das Alte Mädchen hat er mitbegründet. Wir haben mit ihm über die Hürden und Chancen im Gastgewerbe gesprochen.

SZENE HAMBURG: Patrick, wie viele Leute beschäftigt ihr in der Bullerei?

Patrick Rüther: Aktuell arbeiten 110 Mitarbeiter bei uns, davon circa 68 in Vollzeit und der Rest in Teilzeit oder als Aushilfe. Wir beschäftigen allein 20 Köche und sechs Kochazubis, daneben Service und Barmitarbeiter, Mitarbeiter für die Reservierung, den Eventverkauf, Empfangsmitarbeiter, einen Hausmeister und zwei Logistiker für die Warenannahme.

 

„Der Fachkräftemangel ist in vielen Fällen ein hausgemachtes Problem“

 

Wow, das ist eine Menge! Der Fachkräftemangel im Gastgewerbe ist momentan ein großes Thema. Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Es ist heute wesentlich schwieriger, Personal zu finden. Vor allem Fachkräfte. Weil junge Menschen keine Lust mehr haben auf die lange Ausbildung und die schwierigen Arbeitszeiten. Der Fachkräftemangel ist in vielen Fällen aber auch ein hausgemachtes Problem: schlechte Arbeitsbedingungen – zum Beispiel Köche, die bei Neonlicht im Keller arbeiten müssen oder cholerische Chefs –, eine miserable Bezahlung, unprofessionelle Führung, zentrale Verteilung von Trinkgeldern – hat sich einer was eingesteckt? – tragen nicht gerade dazu bei, den Ruf der Branche zu verbessern.

Welche Lösungsansätze gibt es deiner Meinung nach?

Ich finde das Konzept der Refugee Canteen ziemlich clever, weil die Lehrzeit von Köchen und Servicekräften auf eine Grundausbildung verkürzt wird. Die klassische Ausbildung an Hotelfachschulen ist teilweise einfach antiquiert und zielt an den Bedürfnissen vieler Betriebe vorbei: Man muss verschiedene Küchenposten oder Servier- und Anrichtemethoden lernen, die man heute in der Praxis meist gar nicht mehr braucht. Wer sich für einen Job in der Gastronomie interessiert, sollte einen schnellen und effizienten Einstieg finden. Auch Teilzeitmodelle sind sinnvoll, weil sie einen weiteren Anreiz bieten, zum Beispiel für junge Eltern.

 

„Die Gastronomie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Hamburg“

 

Mit wem würdest du darüber gerne mal diskutieren?

Am liebsten mit jemandem aus der Wirtschaft, mit Hamburg Marketing zum Beispiel. Die Gastronomie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Hamburg, das wird immer wieder übersehen. Wenn Hafenkonzerne ihre Mitarbeiter auf die Straße setzen, ist der Aufschrei groß und die Stadt bemüht sich, sie schnellstmöglich wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Geht eine Gastronomie pleite, interessiert das kein Schwein. Unsere Nachbarn machen es vor: In Kopenhagen kann man sehr schön beobachten, was passiert, wenn man die Gastro-Branche langfristig fördert und wertschätzt. Die dänische Hauptstadt zählt mittlerweile zu den wichtigsten kulinarischen Hotspots weltweit.

Geld oder Sicherheit – was ist den Mitarbeitern von heute wichtiger?

Bei einigen meiner Mitarbeiter kann ich die typischen Merkmale der Generation Z beobachten: Die Work-Life-Balance ist wichtig, aber einen noch höheren Stellenwert hat die Bezahlung. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass es in der Branche viele Quereinsteiger gibt, die ihre Zukunft in der Gastronomie nur übergangsweise planen. Da spielt Geld anfangs eine größere Rolle. Die über 25-Jährigen ticken da noch ein bisschen anders: Sie bringen sich ein, wollen Teil des Ganzen sein und arbeiten teamorientiert. Das versuchen wir nach Möglichkeit stark zu fördern.

www.tellerrand-consulting.com

Gastro Startup Sessions im Alten Mädchen

Gründer, Quereinsteiger, junge Gastronomen und Interessierte erhalten am 12. und 13. Februar die Möglichkeit, sich bei den „Gastro Startup Sessions“ über die kulinarischen Hotspots der Welt auszutauschen, gestandenen Profis aus der Branche auf Augenhöhe zu begegnen sowie konkrete Hilfe beim richtigen Umgang mit Personal(-Recruitment), Behörden und sozialen Medien zu erhalten. In Vor­trägen, Panels und Workshops werden u. a. Tipps für Neugründungen gegeben sowie aktuelle Trends vorgestellt. Organisiert wird das Netzwerktreffen vom Leaders Club, durch das zweitägige Programm führen Tim Koch und Patrick Rüther.

www.leadersclub.de/gsu-sessions/


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 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Februar 2019. Das Magazin ist seit dem 26. Januar 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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FoodSZENE – „Blutleere Gastronomie braucht kein Mensch“

Jasmin unterwegs – Schanzen-Gastronom Gerrit Lerch hat Anfang November 2018 sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Interview: Jasmin Shamsi

SZENE HAMBURG: Galopper des Jahres, Jolly Jumper und seit Neuestem das Chambre Basse – das alles gehört zu deinem Imperium und zum Haus 73. Wie hängen die Bars zusammen?

Im Galopper des Jahres gibt es mittlerweile 16 Hähne mit unterschiedlichen Bieren, regelmäßige Bier-Degustationen und öffentliche Brauerstammtische. Der Jolly Jumper bietet freitags und samstags Clubfeeling mit guter Musik und gut gelaunten Gästen und das Chambre Basse, das ich seit Anfang 2018 zusammen mit David Struck und Felix Piechotta betreibe, ist eine schicke Cocktailbar, in die man sich zurückziehen kann, wenn man den Trubel vom Schulterblatt abschütteln möchte.

Die beiden Kultkneipen BP1 und Bedford, mit denen du ab 1998 eine neue Ära in der Schanze eingeläutet hast, musstest du 2014 schließen. Was hat sich seitdem getan?

Diese beiden Läden abgeben zu müssen, war tragisch und auch ein wenig sinnbildlich für die Entwicklung im Viertel. Subkultur hat es schwer, sich im ständigen Profitstreben zu behaupten. Mit Herzblut betriebene Bars geben einem Viertel Identität, Farbe und Charakter. Blutleere Gastronomien braucht kein Mensch.

 

„Das Hier und Jetzt bei lauter Gitarrenmusik feiern“

 

An welchem Punkt würdest du die Uhr noch mal zurückdrehen, wenn du könntest?

Ich vermisse einen Laden, in dem man zu jeder Nachtzeit gleichgesinnte und spannende Menschen trifft, die in selbstzerstörerischer Art das Hier und Jetzt bei lauter Gitarrenmusik feiern. Am besten auf dem Tresen! So war es halt im BP1. Trotzdem: Ich will überhaupt nichts rückgängig machen. In der Schanze fühle ich mich immer noch zu Hause.

Wo siehst du schwarz für die Schanze?

Gäste, die sich nicht benehmen können, haben schon immer genervt. Belanglose Gastronomien genauso. Geldgeile Vermieter, die durch überhöhte Mieten der Subkultur die Tür vor der Nase zuschlagen sind ein absolutes Ärgernis. Und von Kiosken, die ohne jede Infrastruktur unsere Gäste abgreifen und mit billigen Longdrinks abfüllen, halte ich auch nicht viel.

 

„Eine faire Bezahlung ist das Fundament für ein nettes Miteinander“

 

Überall heißt es, der Gastrobranche gehe der Nachwuchs aus. Bist du davon betroffen?

Zum Glück finden wir immer wieder neue Leute, die Lust haben, sich die Nächte um die Ohren zu schlagen. Den Speisegastronomien geht es da anders. Grundsätzlich gilt: Für die Branche muss man gemacht sein. Ich erinnere mich an ein Bewerbungsgespräch für einen Ausbildungsplatz zum Hotelfachmann. Die Frage meines damaligen Personalchefs ist mir bis heute im Kopf hängengeblieben: „Sie wissen schon, dass Sie jetzt immer dann arbeiten, wenn andere Leute feiern?“ Unter ständigem Stress nachts an Wochenenden und Feiertagen zu arbeiten und dafür nur ein mäßiges Gehalt zu bekommen, darauf haben viele keinen Bock mehr. Die Arbeitszeiten sind leider nicht zu ändern. Der Stress ist auch da, aber in einem funktionierenden Team ganz gut erträglich. Eine faire Bezahlung ist aber definitiv das Fundament für ein nettes Miteinander!

Schulterblatt 73 (Sternschanze); www.dreiundsiebzig.de


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Foto: Philipp Jung

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#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


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Appetit auf mehr?

FoodSZENE – Wer bleibt, wer geht, was kommt?

Hannah Plettenberg ist seit über zehn Jahren in der Gastronomie und Hotellerie als Beraterin, Trainerin, Trendforscherin und Coach tätig. Balzac Coffee, Kölln Haferland oder der Dortmunder Fernsehturm zählen zu ihren Kunden. Die Gastronomieberaterin ist eine der wenigen erfolgreichen Frauen in diesem Business.

SZENE HAMBURG: Welche Gastro-Konzepte sind in den letzten Jahren in Hamburg gut gelaufen?

Hannah Plettenberg: Stepha Zanella ist mit ihrem vegan-vegetarischen Frühstücks- und Brunch-Restaurant Mamalicious (Foto oben) seit 2011 auf dem Markt und damit sehr erfolgreich. Sie hat zum richtigen Zeitpunkt erkannt, ihr Konzept der Nachfrage anzupassen. Das Tschebull in der Mönckebergstraße ist eine Institution. Es bietet eine Auswahl an österreichischen Klassikern auf höchstem Niveau – das kommt gut an. Dann ist da noch das Kukuun auf der Reeperbahn, das seit Jahren im Clubbereich einer der kreativsten und facettenreichsten Konzepte bietet. Ob Groß- oder Einzelunternehmer: Für niemanden ist es heute leicht, auf dem Markt zu bestehen.

Welche beliebten Fehler bringen Neueröffnungen garantiert zum Scheitern?

Da könnte ich einige nennen. Der falsche Standort oder das „Vorbeiplanen“ des Angebots an der Nachfrage gehören dazu. Auch ein beliebter Fehler: dass das erste Warenlager in der Finanzierung nicht mit eingeplant wurde und der Laden pleite ist, noch bevor er eröffnet hat.

Confiertes Lachsfilet im Tschebull.

Regionale Erzeugung und kurze Vertriebswege: Wird sich diese Entwicklung langfristig durchsetzen?

Wir interessieren uns immer mehr dafür, was in unseren Speisen drin ist und woher sie kommen. Das liegt daran, dass wir uns mit den Menschen hinter den Produkten identifizieren möchten. Auch die Großküchen dieser Stadt verwenden mehr und mehr regionale Produkte. Wir möchten lieber den Bauernhof aus der Region oder die Metzgerei in der Nachbarschaft unterstützen, bevor wir den „Großen“ das Geld in den Rachen schmeißen.

Lassen Sie uns einen Blick in die Glaskugel werfen: Wer bleibt, wer geht, was kommt?

Das ist schwer zu sagen. Ein perfektes Erfolgsrezept gibt es nicht. Viele Gastronomen wechseln nach der Eröffnung zu schnell ihr Konzept, weil ein Produkt nicht läuft. Dabei können auch der richtige Standort oder das passende Personal dazu beitragen, dass es funktioniert. Ich habe außerdem festgestellt, dass Gemüse schon lange keine Nebenrolle mehr spielt und die Kreativität der Köche herausfordert. Lange frühstücken zu gehen, könnte sich auch zu einem Trend entwickeln.

Was ist mit den zig Burgerläden, die es mittlerweile an jeder Ecke der Stadt gibt? Nutzen sich manche Konzepte ab?

Klar, irgendwann hat man sich an den Speisen satt gegessen und an den Innendesigns sattgesehen. Dann gibt es Raum für neue Ideen und neue Trends. Fest steht: Um sich langfristig am Markt behaupten zu können, braucht es einen guten Service, freundliches und beständiges Personal und eine überzeugende Qualität des Essens.

Interview: Jasmin Shamsi
Foto: Alessa Pieroth


Who the fuck is…

Foto: Philipp Jung

Unsere Kollegin Jasmin Shamsi schlemmt sich für uns durch Hamburg. Als Foodredakteurin schlägt ihr Herz für Kultur und Kulinarik – die zwei großen Ks, für die sie brennt. “Sie hängen eng miteinander zusammen und befinden sich im ständigen Austausch”, sagt sie. Für uns spürt sie die Geschichten über Macher und Marken auf und serviert sie brühwarm und immer neu gewürzt – online, in jeder Ausgabe der SZENE HAMBURG und auf Instagram unter @szenehamburg.essentrinken 


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, August 2018. Das Magazin ist seit dem 28. Juli 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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FoodSZENE – Filmreifer Genuss

Jasmin unterwegs #10 – Ein bisschen Glamour, ein bisschen italienische Lebensfreude, viele gute Geschichten: Hier kommen Moment­aufnahmen aus der Hamburger Gastroszene von unserer Food-Expertin Jasmin Shamsi.

 

 Frühstück für Anspruchsvolle – Atelier F

Atelier F Restaurant - Frühstück in Hamburg

Glück hat, wer am Wochenende ausschlafen kann. Ein tolles Gefühl, wenn man ohne störende Geräuschkulisse von selbst erwacht und den Tag frei planen kann. Urlaubsstimmung! Dazu gehören zwei Faktoren: gutes Wetter und gutes Essen, wobei auf die Schnelle leider nur letzterer beeinflussbar ist. In Hamburg gibt es ein paar tolle Lokale, die Langschläfern mehr bieten als schnöde Brötchenkörbe und lieblos angerichtete Aufschnittplatten. Das Atelier F ist ein solcher Ort mitten in der Hamburger Innenstadt: Bei Croissants, Croques, üppig gefüllten Bagels, Avocado-Toasts, Dinkel-Pancakes oder Eggs Benedict bietet das Bistro einen hübschen Blick auf die für Hamburg typischen Kontorhäuser und den Bleichenfleet. Für alle, die einen Rausch ausgeschlafen haben: Stilvoll kontern mit Cremant! Hier guckt niemand schief, wenn man den schon mittags bestellt. Schließlich wird im Atelier F französisch-amerikanisches Lebensgefühl gefeiert. Spätestens beim Anblick der Servicekräfte in weißen Hemden und schwarzen Hosenträgern fühlt man sich an „Frühstück bei Tiffany“ erinnert – und gleich gibt man sich ein bisschen generöser. Auf der Terrasse sitzt man unter Sonnenschirmen an kleinen Marmortischen eng an eng, drinnen hat man die Wahl zwischen massiven Bartischen aus Holz, gemütlichen Separées oder einem lichtdurchfluteten Salon. Die Melange aus Savoir-vivre und American Spirit gelingt hier wirklich perfekt.

Atelier F, Große Bleichen 31 (Neustadt), Telefon 350 152 15; www.atelierf.eu

Schwarzes Gold mit Amore – Benvenuto • Caffè per Favore •

Das Herz schlägt für italienischen Kaffee und heiße Maschinen: Marisa Benvenuto; Foto: Jasmin Shamsi

Café, Verkauf, Werkstatt, Schulungen: Früher befand sich in der Heinrich-Barth-Straße alles auf einer Fläche. Inzwischen ist das Familienunternehmen Benvenuto räumlich wie personell expandiert –wenn auch nur gering. Schließlich wollen die Benvenutos langsam und gesund wachsen, Papa Gian-Carlo hat von Anfang an auf Vertrauen und Beständigkeit gesetzt. Mit Maestro Clemente, einem in der Nähe von Mailand ansässigen Röster, arbeitet er seit 25 Jahren zusammen. Ein bisschen Veränderung durfte es trotzdem sein: Im September 2017 wurde das Kaffeesortiment in eine Räumlichkeit in der Hallerstraße ausgelagert und das „Laboratorio“, in dem regelmäßig Schulungen stattfinden und an imposanten Geräten geschraubt wird, zog ein Haus weiter. Das Benvenuto-Oberhaupt, gebürtig aus La Spezia, hat sich aus dem Geschäft zurückgezogen und es vertrauensvoll in die Hände seiner beiden Töchter und deren Ehemänner übergeben. Wer A sagt muss auch B sagen: Der original italienisch geröstete Espresso darf natürlich nur durch hochwertige Maschinen laufen, im stylischen Ladenlokal im Grindel findet man große Siebträgermaschinen zum Verkauf für die Gastronomie und kleine Handhebler für den Hausgebrauch. Alte wie neue Geräte werden von Schwiegersohn (und Ex-Bro’Sis-Mitglied) Shaham Joyce restauriert und aufgemotzt. Für die schicke La Pavoni Professional pilgern Liebhaber nicht nur aus Hamburg ins „Laboratorio“ – schließlich hat es das Kultobjekt nicht nur in den James-Bond-Klassiker „Leben und sterben lassen“, sondern auch ins MoMa in New York geschafft.

Benvenuto • Caffè per Favore • Heinrich-Barth-Straße 13-15 (Rotherbaum), Telefon 410 29 20; www.benvenuto-hamburg.de


Who the fuck is…

Foto: Philipp Jung

Unsere Kollegin Jasmin Shamsi schlemmt sich für uns durch Hamburg. Als Foodredakteurin schlägt ihr Herz für Kultur und Kulinarik – die zwei großen Ks, für die sie brennt. “Sie hängen eng miteinander zusammen und befinden sich im ständigen Austausch”, sagt sie. Für uns spürt sie die Geschichten über Macher und Marken auf und serviert sie brühwarm und immer neu gewürzt – online, in jeder Ausgabe der SZENE HAMBURG und auf Instagram unter @szenehamburg.essentrinken

jasmin.shamsi@vkfmi.de


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juni 2018. Das Magazin ist seit dem 26. Mai 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!