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Neue Gastro-Liebe: Herzstück eröffnet in Eimsbüttel

Zwei kreative Köpfe, eine richtig gute Location und jede Menge positive Energie: Die Gastronomen Hannes Schröder (u. a. Küchenfreunde) und Vesper-Gründer Christian Buchleiter machen ab 4. August gemeinsame Sache

 

Nach dem Heimatdeli „was wir wirklich LIEBEN“ in der Hegestraße und dem Kraftwerk in Bahrenfeld folgt nun der nächster Standort in Eimsbüttel. An der Ecke Osterstraße/Eppendorfer Weg, an der das Vesper schon seit 24 Jahren zu Hause ist, eröffnen beide am Dienstag, 4. August, ihr „Herzstück“.

In der neuen Location mit Sonnenterrasse werden ab nächster Woche dienstags bis samstags von 9 bis 24 Uhr hochwertige Speisen, Kaffee und Kuchen sowie leckere Drinks – from farm to table, in gehabter „was wir wirklich LIEBEN“-Qualität.

 

Drei-Tageszeiten-Modell

 

In der neuen Küche, die auf Effizienz und Nachhaltigkeit ausgelegt ist, werden aus regionalen und saisonalen Zutaten köstliche Gerichte gezaubert. Das Drei-Tageszeiten-Modell, welches von morgens bis abends glücklich und satt macht, wird hier kreativ umgesetzt: Zum Frühstück gibt es eine Auswahl an Müsli, Stullen, Franzbrötchen, Rüherei oder auch vegane Alternativen. Die Lunchkarte, die jede Woche wechselt macht Veganer und Vegetarier genauso glücklich wie Fleischliebhaber.

Von geröstetem Blumenkohl mit eingelegten Kirschen und Ziegenkäse über hausgebeizten Fjordlachs bis zu Hannes‘ Lieblingsgericht, Wiener Schnitzel mit Heidekartoffel-Salat, findet man abends auf der Speisekarte ebenfalls für jeden Geschmack etwas.

Den 4. August rot im Kalender markieren und ab nach Eimsbüttel ins Herzstück!

Herzstück: Osterstraße 10-12 (Eimsbüttel)


Der Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


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Appetit auf mehr?

Top 5: Das beste Kimchi der Stadt

Das Nationalgericht Koreas gibt es an diesen fünf Adressen saftig, lecker und in spannenden Kombinationen zubereitet

Foto: Jakub Kapusnak via Unsplash

 

Restaurant Kimchi

 

kimchi-restaurant-hamburg

 

Hamburgs Kimchi-Paradies: In dem familiengeführten koreanischen Restaurant kommt die namensgebende Spezialität in allen erdenklichen Zubereitungsarten auf den Tisch. Hinter Kimchi Joen verbirgt sich etwa ein traditioneller Vorspeisen-Pfannkuchen mit scharfem eingelegtem Chinakohl. Außerdem auf der Karte: Kimchi in Eintöpfen, Suppen, Frühlingsrollen oder gedämpften Teigtaschen.

Restaurant Kimchi: Heußweg 10 (Eimsbüttel), Telefon 49 38 71, Mo 17–23, Di–Fr 12–15, 17–23, Sa–So 12–23 Uhr

 

Han-Mi

 

 

Das Han-Mi ist eine echte Hamburger Institution. Mit seinen Tischgrills und den Traditionsgerichten wie Bibimbab oder Ginsengeintopf mit gefülltem Stubenkücken lockt das Lokal auch täglich viele koreanisch stämmige Gäste an. Auch der Kimchi schmeckt hier besonders gut, ob als Vorspeise oder Suppeneinlage. Empfehlung: der gebratene Kimchi mit Schweinebauch – extra scharf, aber richtig lecker!

Han-Mi: Kleine Seilerstraße 1 (St. Pauli), Telefon 78 01 07 77, Mo–Sa 11.30–15, 17.30–23, So 17–23 Uhr

 

Man Nam

 

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Dürfen wir vorstellen: unser Kimchi Bokkum. Gebratener Kimchi mit Zwiebeln und Schweinefleisch. 🌶 Die koreanische Küche ist für ihre Schärfe bekannt und vor allem für Kimchi. Kimchi ist scharf eingelegte Chinakohl, der je nach Alter immer saurer wird. Sehr saurer Kimchi wird gerne gebraten oder in einem Eintopf oder Suppe gekocht. __________ #restaurantmannam #mannamhamburg #hamburg #restaurantsinhamburg #koreanischeküche #koreanischesrestaurant #koreanischesessen #kimchi #kimchibokkeum #friedkimchi #scharfesessen #hamburgahoi #supportyourlocals #karolinenstrasse #karoviertel #stpauli #만남식당 #한식 #함부르크 #gutenappetit #traditionalkoreanfood #food #soulfood #lecker

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Seit über zehn Jahren und damit lange bevor Kimchi in Deutschland Trendstatus bekam, serviert das Man Nam koreanische Küche im Karoviertel. Wer sich angeschlagen fühlt, genehmigt sich am besten den Kimchi Jigae, einen scharfen Kimchi-Eintopf mit Tofu und Schweinefleisch. Der bringt ordentlich ins Schwitzen und hat schon so manche Erkältung abgewehrt – würzig und schmackhaft ist er obendrein.

Man Nam: Karolinenstraße 1 (St. Pauli), Telefon 43 09 71 71, Di–Do 12–15, 18–23, Fr 12–15, 18–24, Sa 18–24, So 18–23 Uhr

 

Kini

 

 

Unter bunten Lampions sitzt es sich am schönsten in großer Runde zusammen. Das Restaurant ist spezialisiert auf Anjus, die koreanische Form der Tapas, die geteilt am besten schmecken. Der Kimchi kommt hier pur, im Pancake, mit Bratreis oder gedämpftem Tofu ins Schälchen. Dazu darf nach koreanischer Tradition eine Flasche Soju (Süßkartoffelschnaps) oder Makgeolli (Reiswein) auf dem Tisch nicht fehlen.

Kini: Susannenstraße 15 (Sternschanze), Telefon 430 02 20, Mo–Do 12–22.30, Fr 12–23, Sa 12.30–23, So 15–23.30 Uhr

 

Seoul 1988

 

 

Allein für die urige Einrichtung, mit der die koreanischen Betreiber das Flair Seouls der 80er Jahre einfangen wollten, lohnt sich der Besuch. Wie in Korea üblich werden Essen und Rechnung per Knopfduck bestellt. Beim Mittagstisch gehören zur Hauptspeise immer vier kleine Beilagen dazu, die einzeln in kleinen Schälchen serviert werden. Sie wechseln täglich – bis auf den super leckeren Kimchi, den gibt es immer.

Seoul 1988: Müggenkampstraße 86 (Eimsbüttel), Telefon 60 85 48 20, Mo–Fr 11.30–15, 17–24, Sa 12–24 Uhr


Diese Topliste stammt aus dem Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN und ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


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Bestes orientalisches Restaurant: Das Parissa’s

Persische Raffinesse trifft deutsche Gemütlichkeit: Das Parissa’s ist Testsieger in der Kategorie Orient & Indien

Text: Katharina Grabowski

 

Die Deutschen lieben ja bekanntlich ihre Partykeller – denn mit Hausbar, Backsteinwand, niedrigen Decken und schummrigem Licht feiert es sich gleich doppelt so gut. Kein Wunder also, dass wir uns im Parissa’s mit seiner Hobbykelleratmosphäre und wildem Deko-Sammelsurium sofort pudelwohl fühlen.

Dicht an dicht sitzen die Gäste hier nebeneinander und Gastgeber Mehrdad umgarnt jeden von ihnen mit viel Charme. So erzählt er uns etwa, dass die Kräutermischung für das Zeytun Parvarde (köstliche, in Granatapfelsaft eingelegte Oliven, 6 Euro) direkt aus dem Iran importiert wurde. Auch von den anderen Startern wie Kuku Sabzi (gebackenem Spinat mit Kräutern und Walnüssen, 12 Euro) und Mirza Ghasemi (Auberginen mit Raucharoma und Ei, 12,50 Euro) können wir nicht genug bekommen. Taktisch mit Sicherheit ein Fehler, denn danach kredenzt Mehrdad eine große Portion vom Ghormeh Sabzi (Lammfleisch mit Kidneybohnen, 19,80 Euro), das wie Butter auf der Zunge zergeht. Dem in nichts nach steht das Fessenjan (Hähnchen in Walnuss-Granatapfelsauce, 19,50 Euro), zu dem die beiden beerigen Rotweine Cuveé Aneé (0,2 l 8,80 Euro) und Livio Felluga Vertigo Rosso (0,2 l 8 Euro) eine hervorragende Begleitung sind.

Obwohl der Hosenbund bereits kneift, lassen wir uns noch die kleine Dessertplatte mit köstlichem Pistazien-, Erdbeer-Granatapfeleis, Mousse au Chocolat und dem persischen Mille-feuille Shirini Napeloni (15 Euro) bringen. Eines steht fest: Beim nächsten Besuch haben unsere Hosenbünde Gummizug!

Parissa’s: Sierichstraße 94 (Winterhude), Telefon 63 91 85 15, Di–Do 17–23, Fr–Sa 17–24, So 14–22 Uhr


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Bestes Restaurant in Lüneburg: To Huus

Lüneburgs modernste Gastwirtschaft: Das To Huus ist Testsieger in der Kategorie Lüneburg

Text: Lynn Hoefer

 

Lange hat Lüneburg gewartet, im Februar war es endlich soweit: In der Schröderstraße 5a/b hat endlich wieder ein neues Restaurant eröffnet. Die Räumlichkeiten in der beliebten Einkaufsmeile standen jahrelang leer, mit dem To Huus ist nun ein tolles Konzept eingezogen.

Beim Betreten merkt man sofort, dass hier viel Wert auf Design und gleichzeitig Gemütlichkeit gelegt wurde. Große Holztische unterstreichen den Wirtshaus-Charakter, die schwarz-gestrichenen Balken und dunklen Lampen schaffen ein modernes Industrial-Flair. Laut eigener Aussage steht das To Huus für Regionalität und Qualität, es gibt Gerichte für Vegetarier und Veganer und Fleisch aus artgerechter Haltung.

Die Karte ist drei Tage nach Eröffnung noch sehr überschaubar und enthält einen Hinweis, dass das Restaurant erst einmal den Geschmack seiner Gäste kennenlernen möchte. Unser Geschmack wird an dem Abend definitiv getroffen. Die vegane Pastinakencremesuppe mit Kräuteröl (5 Euro) ist himmlisch cremig und aromatisch. Beim gratinierten Ziegenkäse an Feldsalat (9,50 Euro) überrascht uns besonders das Birnenkompott, das perfekt ausbalanciert ist und sogar eine leichte Ingwernote enthält. Ich entscheide mich für Dreierlei von der Beete mit Feldsalat und Radicchio mit Laugencroutons (12,50 Euro), dessen Bier-Senf-Vinaigrette ein Highlight ist. Meine Begleitung bestellt das sous vide gegarte, regionale Rind (25,50 Euro), das durch perfekte Garzeit und Würze überzeugt.

Insgesamt gelingt es dem To Huus eine Karte anzubieten, die sowohl modern als auch bodenständig ist. Man bekommt hier sowohl eine vegane Roulade als auch ein Ratsherrenfrühstück mit Bratkartoffeln – eine für Lüneburg bisher unbekannte Mischung. Natürlich gibt es auch eine große Auswahl an regionalen Bieren, sowohl vom Fass als auch in der Flasche, weshalb sich das To Huus sicher bald als Lüneburgs modernste Gastwirtschaft etablieren wird.

To Huus: Schröderstraße 5a/b (Lüneburg), Telefon 04131408 12 83, So–Do 11.30–23 Uhr


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Bestes italienisches Restaurant: Casa di Roma

Stammitaliener mit Leidenschaft: Das Casa di Roma ist Testsieger in der Kategorie Italien

 

Text: Frank Sill 

Wer einmal da war, kommt sicher wie­der. So wie ich – seit Jahren Wiederho­lungstäter. Wenn ich Lust auf richtig gute italienische Küche habe, ist das Casa di Roma erste Wahl. Die Speisen sind von hoher Qualität und jedes Mal auf dem gleich hohen Niveau zubereitet. Einer der Gründe, warum man besser vorher einen Tisch reservieren sollte. Das Restaurant ist sehr familiär geführt, dies spürt man sofort.

Egal ob Stammgast oder Neuling: Jeder wird herzlichst be­grüßt, der Service ist unglaublich zuvor­kommend und freundlich. Auf jeden Wunsch wird Rücksicht bei der Zube­reitung genommen. Wir entscheiden uns heute für die gegrillten Calamarreti (15,90 Euro), die sehr scharf angebraten, angenehm gewürzt und butterweich sind. Die Burrata (14,90 Euro) ist wie sie sein muss: Nach dem Anschnitt zerfließt sie cremig über die sehr frischen Och­senherztomaten.

Die Penne mit Garne­len (19,50 Euro) in einer frischen und leichten Tomatensoße sind auf den Punkt zubereitet. Unser Highlight und unbedingt zu empfehlen: die Kalbsleber (21,90 Euro) mit frischem Salbei. Die Köche beherrschen ihr Handwerk. Das Casa di Roma ist ein Ort für fröhliche Gespräche und schöne Flirtmomente. Und das sehr stilvolle Ambiente lädt dazu ein, bei einem Dessert oder Es­presso auch noch etwas länger sitzen zu bleiben.

Casa di Roma 
Lange Reihe 76 (St. Georg), Telefon 040 280 30 43,
Mo-So 11.30-24 Uhr 


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Bestes Restaurant in Hamburgs Norden: Goldschätzchen

Guter Service, tolles Ambiente und raffiniertes Essen: Das Goldschätzchen ist Testsieger in der Kategorie Hamburgs Norden

 

Text: Katy Krause 

Schon die Begrüßung ist warm und einladend. Im Hof zwischen den reetgedeckten Guts­häusern und dem 200 Jahre alten Herrenhaus lodert und knackt es in einer Feuerschale. So fühlt sich der Gast gleich willkommen im Prisdorfer Goldschätzchen, das Chef Patrick Diehr 2017 übernahm. Nach einer Grund­sanierung überzeugt das Restaurant mit einer Mischung aus Modernem und Tradi­tionellem.

Zudem legt das Team Wert auf Nachhaltigkeit und regionale Produkte. Das hat zwar seinen Preis, schmeckt man aber auch. So ist das 250­-Gramm-­Rib-­Eye-­Steak mit marmoriertem Kartoffelstampf und Ge­müse von Bauer Bernd (29,90 Euro) auf den Punkt gebraten, sehr zart und saftig. Ob es an der Haltung der eigenen Rinder vor Ort und dem wie in der Karte versprochenem stressfreien Ableben liegt? Man möchte es gern glauben.

Der pochierte Wels aus Mecklenburg-­Vorpommern mit karamellisier­ten Birnen (22,90 Euro) kann allerdings et­was Würze vertragen. Doch dafür steht eine Salz­-Ingwermischung aus eigener Herstellung auf den Tischen parat. Die kann der Gast übrigens auch für zu Hause kaufen, genauso wie einige andere Produkte. Überhaupt punktet das Goldschätzchen mit Kreativität. Ein Beispiel: Das Glühweinsorbet (3,90 Euro) schmeckt wie ein sommerlicher Besuch auf dem Adventsmarkt. Klasse!

Empfehlenswert ist auch die Vorspeise „Von allem ein bisschen“ (18,90 Euro), die durch eine große Band­breite von der hausgemachten Currywurst über zwei würzige Süppchen bis hin zum Hecht auffällt. Allerdings sind die Portionen alle groß, teilen ist fast ein Muss. Abgerun­det wird der schöne Abend im Goldschätz­chen durch den auffallend guten Service. Fazit: Wir kommen wieder. Im Sommer wollen wir die große Terrasse samt Bar und Smoker testen.

Goldschätzchen  
Peiner Hof 7 (Prisdorf), Telefon (04101) 601 09 21,
Di–Fr 17–22, Sa-So 12.30–22 Uhr 


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Bestes Restaurant in der Kategorie Iberien: Portomarin

Als wäre man in Santiago de Compostela: Das Portomarin ist Testsieger in der Kategorie Iberien

 

Text: Kathrin Schreiber

Portomarin ist ein Ort in der Nähe von Santiago de Compostela und die Heimat von Jesús A. Díaz Sindín, der gemeinsam mit Patricia Pérez y Hilker ein Portomarin in Hamburg aufgebaut hat. Das Hamburger Portomarin liegt mitten in Winterhude und ist jederzeit eine Reise wert. Weil wir noch auf jemanden warten, fragen wir nach dem Aperitif-Angebot. Das wird uns sehr gut erklärt. Wir starten mit der Empfehlung Yzaguierre Wermut (5,50 Euro), weißem Port (5,50 Euro) und Cava (6,50 Euro). Speziell den Wermut sollte man nicht verpassen. Und weil wir immer noch warten und der Aperitif ausgezeichnet ist, testen wir gleich noch eine Runde.

Es gibt eine gute Auswahl an Vorspeisen, vegetarisch, Fleisch und Fisch – die Entscheidung treffen wir bei Oliven, frischem Brot und würzigem grasigen Olivenöl. Ich frage nach der Lieblingsvorpeise der Servicekraft, die Antwort kommt ohne Zögern: „Ganz klar Mar y monte!“ Das hat gut funktioniert, denn Mar y monte sind Gambas und Chorizo mit Artischocken-Honig-Creme und Römersalatherzen (14,50 Euro). Eine gute Wahl für alle, die intensive Aromen mögen.

Die helle vegetarische Linsensuppe mit Datteln (9,50 Euro) wird in einem dunklen Teller serviert – das sieht klasse aus und schmeckt ganz hervorragend. Der wilde Tintenfisch mit wilden roten Garnelen und weißen Bohnen aus Navarra (14,75 Euro) ist fast schon ein kleines Hauptgericht. Auf die Frage nach vegetarischen Optionen für das Hauptgericht ist die Antwort: „Was mögen Sie? Gibt es sonst noch etwas zu beachten? Wir stellen Ihnen etwas zusammen und die anderen Gäste werden neidisch sein!“

Das vegetarische Gericht (17 Euro) sieht ansprechend aus und ist mit gefüllten Maultaschen kreativ angerichtet. Trotzdem hätte ich niemals mein „Slowmeat“ vom Iberico-Schwein mit Papas Arrugadas, Mojo-Soßen, Baby-Leaf-Salaten und Honig-Lavendel- Butter (28,50 Euro) dagegen eingetauscht. Dafür war es einfach zu zart und mit einer perfekten Kruste. Der Kabeljau auf Gemüse-Calamares-Bett mit Reis ist gut auf der Haut gebraten (26 Euro), leicht, sättigend und köstlich mit der Soße.

Zum Dessert (8,75 Euro) gibt es viele kleine Teilchen – süß, frisch und abwechslungsreich. Mittlerweile ist der Abend rum und wir sind die letzten Gäste. Trotzdem haben wir nicht das Gefühl, gehen zu müssen. Wir tun es aber trotzdem, um den Wirtsleuten den wohlverdienten Feierabend zu gönnen. Danke für einen schönen Abend!

Portomarin 
Dorotheenstraße 180 (Winterhude ), Telefon 040 46 96 15 47,
Di–Sa 18–21 Uhr 


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Bestes französisches Restaurant: Brasserie La Provence

Savoir-vivre im Norden: Die Brasserie La Provence ist Testsieger in der Kategorie Frankreich

 

Text: Dagmar Ellen Fischer

Wer je in Südfrankreich war, weiß es: Sich nicht in die Provence zu verlieben, ist fast unmöglich. Seit 14 Jahren lockt in Ottensen die Brasserie La Provence mit einer Nachbildung südfranzösischer Lebensart. Die Inhaber importieren maßgebliche Bestandteile vom Original und machen in diesem Sehnsuchtsort vergessen, dass man in der norddeutschen Großstadt sitzt. Der zum Wein des Monats gekürten Empfehlung sollten selbst erfahrene Weintrinker tunlichst folgen – es gibt garantiert Neues zu schmecken, wie zum Beispiel den sensationellen Weißwein Château de Saint Martin (9 Euro).

Die klassische Zwiebelsuppe (11 Euro) kommt ohne Geschirr aus, sie wird in einem kleinen Brot serviert. Fisch gibt es als gebratene Rotbarbenfilets (15 Euro) oder als Gratin aus frischem Kabeljau mit Kartoffeln und Gemüse-Brunoise im Glas (14 Euro). Auf das berühmte Malheur mit dem weichen Kern im Schokoladenkuchen versteht sich die französische Küche konkurrenzlos gut (10 Euro).

Filmplakate, Chansons und eine dezente Beleuchtung lassen südländisches Lebensgefühl zu – na ja, jedenfalls unter den Gästen – im oft bis auf den letzten Platz ausgebuchten, geräumigen Restaurant. Dass die wenigsten Preise auf der Website mit jenen auf der Rechnung übereinstimmen – wen interessiert’s, von französischem Laisser- faire ist die Rede, nicht von deutscher Gründlichkeit. Wer also wollte der Brasserie ihren Titel als bester Franzose Hamburgs streitig machen?

Brasserie La Provence 
Eulenstraße 42 (Ottensen),
Telefon 040 30 60 34 07,
Di – Sa ab 18 Uhr 


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Bestes Restaurant in der Kategorie International: Salt & Silver

Lateinamerikanisches Soulfood: Das Salt & Silver Restaurant ist Testsieger in der Kategorie International

 

Text: Hannah Stollmeyer

Während wir an unseren spritzigen Cozy Nights aus Crémant, Apfelsaft, Zimt und Hibiskus (7 Euro) nippen, erklärt uns die freundliche Bedienung, dass das Salt & Silver eine neue Karte habe. Spoiler-Alarm: Das Restaurant direkt über dem Hafen hat immer noch eine der besten lateinamerikanischen Küchen Hamburgs. Mit feinsten regionalen und saisonalen Produkten bereitet das junge, hippe Team eine köstliche Ceviche aus rohem Adlersch (16 Euro) mit reifer Avocado und fruchtiger Mandarine für uns zu.

Mindestens genauso gut schmeckt die geräucherte Lachsforelle mit Forellenkaviar, Avocado und Chili-Öl auf hausgemachter Maistortilla (15,50 Euro). Doch dann geht es erst richtig los. Für unsere Tacos de Pescado (ab 2 Personen 42,50 Euro) sammeln sich mehr und mehr Schälchen mit Soßen und frischen Zutaten um einen knusprig gebratenen Loup de Mer, der Catch of the day.

Dazu bekommen wir einen Korb mit warmen Tortillas, kleinen Teigfladen aus Maismehl, die wir nach Belieben mit Fisch, Korianderreis, milder Salsa Roja, Zwiebeln und Limettensaft befüllen und so unsere Tacos selbst kreieren. Am meisten überrascht und begeistert uns die Salsa Matcha auf Rapsöl-Basis mit geröstetem Sesam, Pinienkernen, Hasel- und Walnüssen und getrockneten Chilis – geschmacklich ist sie leicht rauchig und scharf, nussig und fruchtig.

Wir haben viel Spaß dabei zu sehen, wer es schafft mehr Zutaten gleichzeitig unterzubekommen und die aufmerksame Bedienung versorgt uns stetig mit frischen Tortillas, um neue Taco-Variationen auszuprobieren. Schweren Herzens und vollen Magens müssen wir leider irgendwann aufgeben. Am Ende überzeugt uns die neue Karte absolut. Wie gesagt, Spoiler-Alarm: Hier schmeckt es super!

Salt & Silver 
St. Pauli Hafenstraße 136-138 (St. Pauli),
Di–Sa 18–1 Uhr (Küche bis 22 Uhr) 

 


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Bestes Restaurant in der Kategorie Gourmet: Wolfs Junge

Durchdacht, nicht verkopft: Das Wolfs Junge ist Testsieger in der Kategorie Gourmet

 

Text: Stevan Paul

Auf einem Kasten-Tray aus weichem Holz ist buntes Essiggemüse in einer rauen Tonschale angerichtet, begleitet von gehobeltem Entenschinken und Scheiben einer filigranen Roulade vom Hahn auf Porzellan – getoppt mit gebackenen Hahnenkämmen. Der Gruß aus der Küche mutet an wie ein winterliches Bento aus der Tradition der japanischen Kaiseki-Küche, in der die Speisen selbst, wie auch das ausgesuchte Geschirr und die Präsentation, von den Jahreszeiten erzählen.

Wir sitzen in einem jener jungen Restaurants, die Hamburg mittlerweile in Vielzahl kulinarisch prägen: dankenswerter Weise denken immer mehr Köche neuer Generation bewusst regional und saisonal, ohne sich dabei in ihrer Kreativität ausgebremst zu sehen. Das beweist an diesem Abend im gradlinig designten Wolfs Junge auch der nächste Gang: auf dem Grund einer Schale findet sich hausgemachter Seitan auf cremigem Kartoffelpüree, genial begleitet von knackig kühlen Forellen-Kaviar-Perlen und einem bei Niedrigtemperatur gegarten Onsen Ei, mit typisch cremiger Struktur.

Kürbis, Zucchini, Fenchel und vieles mehr: Spitzenkoch Sebastian Junge baut das Gemüse für Wolfs Junge selbst an (Bild: Mareike Suhn)

Die Küche im Wolfs Junge scheint grenzenlos, wie die folgenden Gänge zeigen. Etwa beim durchscheinend pointiert gegarte Stück vom Kabeljau, in süffiger Beurre Blanc Sauce mit Salz-Zitrone, fermentierten und frisch gehobelten Pilzen. Oder dieser unglaubliche Nose-to-tail-„Zwischengang“: hausgemachte Blutwurst mit Apfel und Senfsaat, die Blutwurst fein gewürzt, mit fleischigen Stücken von Zunge und Herz. Es geht, auch bei diesen beiden Tellern des von uns gewählten 5-Gang-Menüs (65 Euro), um eine Grundhaltung: alles wird verwertet, alles ist von Wert. Es ist eine Küche, in der man verstanden hat, dass Kochen auf dem Feld beginnt, im Stall. Der Bauer, der Fischer, der Jäger sind wichtig.

Dabei ist man im Wolfs Junge leiser als in vergleichbaren Restaurants in Hamburg und Berlin. Angenehm unaufdringlich und beiläufig wie der aufmerksame Service selbst werden hier die Werte des Teams um Sebastian Junge erst mal über Handwerk und Können vermittelt. Wer hinhört und nachfragt, kann aber viel lernen – über Erzeuger, Lieferanten und Wertschätzung. Dann erfährt man auch, wo das Teriyaki-Style geschmorte Huhn zum Gua Bao-Dampfbrötchen herkommt. Der Taiwanesische Klassiker wird hier mit koreanisch inspiriertem, wunderbar mildem Kimichi aus heimischen Gemüsen serviert.

Wie das gepickelte und fermentierte Gemüse zum Auftakt kommen auch diese von Biobetrieben aus dem nahen Hamburger Umland – und einer eigenen Gartenparzelle in Ochsenwerder. Dort baut Junge selbst Gemüsesorten nach biologisch-dynamischem Prinzip an. Zum Highlight des Abends gerät das butterzart gegarte Schwein vom Demeter Hof Klostersee in Grömlitz: ein saftiges Referenz-Schwein, an dem sich künftige Zubereitungen werden messen müssen.

Die formidable Weinbegleitung (44 Euro) macht den Abend rund wie der Streifen Dessertkuchen zum Abschluss, eine feine Schnitte aus Biskuit mit eingemachten Beeren und Holundercreme, dazu herb-säuerliches Rote-Bete-Sorbet. Still und leise hat sich Wolfs Junge seit der Eröffnung im Sommer 2018 zur Top-Adresse in Sachen hyperregionaler und nachhaltiger Genusskultur entwickelt, lässig und kreativ!

Am 14.7.2020 wird das Wolfs Junge nach längerer Pause wieder eröffnet!

Wolfs Junge 
Zimmerstraße 30, (Uhlenhorst),Telefon 040 20 96 51 57,
Di–Fr 12–14.30, Di–Sa 18–23 Uhr, (Küchenannahme bis 21 Uhr)

 


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