Beiträge

Hier gibt’s das beste Frühstück in Hamburg

Hausgemachte Aufstriche, Brunch-Variationen und Gesundes zum Löffeln: Köstliches Frühstück findet ihr in diesen zehn Restaurants in Hamburg 

Text: Anissa Brinkhoff
Foto: Philipp Schmidt

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung, zuletzt aktualisiert 2020

Atelier F – Französisch-amerikanische Liaison

Mit Blick auf die Hamburger Fleete und den Tag beginnen: Die Lage und der Ausblick des Atelier F sind wirklich besonders. Das Restaurant liegt mitten in der Innenstadt, versteckt hinter einem Kaufhaus. Nun hat das Atelier F seit Kurzem die Speisekarte um ein Frühstücksangebot erweitert. Das Atelier F kombiniert die französische Küche mit amerikanischer Lässigkeit, und so gibt es zum Frühstück das „Petit Dejeuner“ mit Croissants und Baguette, das „American Diner“ mit Burger, aber auch Croques oder Bagels, Croissants oder Donuts, Pancakes mit Blaubeeren oder Avocado-Toasts und Smoothies. Was für ein Start in den Tag.

Atelier F: Große Bleichen 31 (Neustadt)

 

Café Brooks – Lässig in Eilbek

Dieses Café ist fast noch ein unentdecktes Juwel, weil es in keinem der hippen Stadtviertel Hamburgs liegt, sondern im westlichen Eilbek. Doch wer einmal das Frühstücksbuffet am Wochenende probiert hat, wird wiederkommen und den Freunden etwas Vorschwärmen. Zum Brunch lässt sich kurz und knapp sagen: Außer den Brötchen und knusprigen Croissants wird alles hausgemacht. Lang ausgedrückt: Marmelade, Nusscreme, Pesto, Chutneys, Aufstriche, verschiedene Salate, Obstsalate und Kuchen sind selbstgemacht. Dazu gibt es eine tolle Auswahl an Wurst und Käse, die Milch und die Bio-Eier stammen von Höfen aus dem Hamburger Umland. Gut zu wissen: Ein großer Teil des Buffetangebots ist vegan. Ein Ort in Eilbek, der sich kulinarisch sehen lassen kann.

Café Brooks: Hasselbrookstraße 37 (Eilbek)

 

Deichdiele – Brunchen in Wilhelmsburg

Die Deichdiele in Wilhelmsburg ist ein echter Stadtteilladen mit vielen Stammkunden – weil hier seit sieben Jahren fast täglich Konzerte, Ausstellungen und Filmvorführungen stattfinden. Doch es gibt noch einen Grund, in der Deichdiele vorbeizuschauen: das tolle Frühstück. Sonntags bietet Wirt Andreas Kürschner ein Buffet mit Brötchen, hausgemachten Dips, Tomate-Mozzarella, Obst und Rührei – und zwei frischen Waffelteigen, einmal vegan, einmal mit Eiern. Die Gäste dürfen selbst ans Waffeleisen – und ehe man sich versieht, kommt man so auch mit anderen Gästen ins Gespräch. Unter der Woche wird in der Deichdiele natürlich auch Frühstück angeboten, man muss sich nur entscheiden, ob es ein süßer, veganer oder deftiger Start in den Tag wird.

Deichdiele: Veringstraße 156 (Wilhelmsburg)

 

Glück und Selig – Zwei Freundinnen haben einen Traum

Das Glück und Selig ist nicht nur für die beiden Besitzerinnen Lina und Friederike ein wahrgewordener Traum, längst kommen Hamburger aus allen Stadtteilen – man sollte also rechtzeitig reservieren. Zum Frühstück gibt es süße, herzhafte, gesunde oder orientalische Teller. Wer zu zweit kommt, großen Appetit und ein bisschen Zeit mitbringt, sollte das Glück-und-Selig-Frühstück für zwei bestellen: Auf einer riesigen Etagere türmt sich dann eine Mischung aus allen Varianten, dazu gibt es Bio-Eier und Orangensaft. Wer nur schnell mal vorbeischauen möchte, kann einen mediterranen Panino auf die Hand mitnehmen. Oder süße Waffeln, die schmecken zu jeder Gelegenheit.

Glück und Selig: Heußweg 97 (Eimsbüttel)

 

Gretchens Villa – Oma ist jetzt up to date

„Sie bringt die Teller schon seit Jahren und spart jeden Cent für ihr eigenes Café“ – diese Zeilen sang die Band Revolverheld über Stefanie Margarethe Herbst, die bald darauf tatsächlich ihr eigenes Café eröffnete und diesem ihren Spitznamen „Gretchen“ lieh. Mitten in der trubeligen Marktstraße ist Gretchens Villa ein wunderbarer Ausgangspunkt für eine Shoppingtour durch die Vintageläden und Manufakturen des Viertels. Auf der Karte findet man sechs verschiedene Frühstücksvariationen. Die kann man je nach Hungerlage mit einem Obstsalat, Knuspermüsli, einer Acai-Bowl oder gekochten Eiern pimpen.

Gretchens Villa: Marktstraße 142 (Karolinenviertel)

 

Hej Papa – Familiengefühl an großen Tischen

Weil man im Hej Papa nicht reservieren kann, ist hier jede Verabredung zum Frühstück mit einer gewissen Spannung verbunden: Bekommen wir einen Platz? Damit alle glücklich sind, wird an den großen hellen Holztischen enger zusammengerückt, und das fühlt sich fast so an, wie bei einer schwedischen Großfamilie zu frühstücken. Vom Nachbarteller kann man sich gleich einmal inspirieren lassen: Heute mal französisch mit Croissant, Baguette, Käse und Knuspermüsli? Oder pochierte Eier im Glas und dazu ein hausgemachter Vanille-Orangenquark mit Obstsalat? Oder doch lieber Avocadobrot mit Ziegenfrischkäse, Ei und Lachs?

Hej Papa: Poolstraße 32 (Neustadt)

 

Jools – Morgens wie ein Kaiser

Im Jools wird sonntags ausgiebig gebruncht. Am Buffet können die Gäste zwischen den Optionen „Basis“, „Premium“ oder „Luxus“ wählen: Beim Basis-Brunch gibt es noch einen Kaffee dazu und in der Premium-Variante jeweils ein Glas Prosecco, Smoothie, Filterkaffee und eine Kaffeespezialität. Statt des Proseccos gibt es in der Luxus-Variante ein Glas Moët-Champagner. Man gönnt sich ja sonst nichts. Unter der Woche wählt man von der Karte, zum Beispiel das Wellness-Frühstück mit Hüttenkäse und frischem Obst oder das Full-English mit Rührei, Speck, Bratwürsten und Baked Beans. Ihre Lieferanten suchen die Küchenchefs bewusst aus und passen ihre Speisekarte regelmäßig den saisonalen Verfügbarkeiten an.

Jools: Bernadottestraße 20 (Ottensen)

 

Kropkå – Erlesene Happen für Produktverliebte

Im Kropkå schätzen die Gästen vor allem erlesene Produkte. So gibt es zum Frühstück cremigen Joghurt vom Milchhof Reitbrook mit frischen Früchten, Bio-Eier vom Hof Hornbrook, mit Tomaten oder Schinken zubereitet, sowie eine Auswahl an klassischen bis verrückten Stullen. Das Veggie-Röstbrot mit Avocado, sahnigem Frischkäse und Sesam ist mit knusprigen Baconstreifen gepimpt auch für Fleischliebhaber interessant. Geröstetes Bauernbrot mit Rotschmierkäse von der Hafenkäserei in Münster, hausgemachtes Zwiebelconfit, Röstbrot mit luftgetrocknetem Landschinken, dicken Parmesanraspeln und Balsamicocreme – allein bei der Vorstellung läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

Kropkå: Eppendorfer Weg 174 (Hoheluft-West)

 

Speisekammer – Futtern mit Andenken

Zwischen Eimsbüttel und Sternschanze liegt die Speisekammer, ein lichtdurchflutetes Lokal mit einer großen Glastheke voll mit Kuchen, Quiches und Keksen. Die Auswahl ist gesund, mit tollen Tees, selbstgemachten Säften, Bio-Eiern oder frisch zubereitetem Birchermüsli. Aber auch Fans von Deftigem können zwischen Frühstückstellern mit Tiroler Speck, geräuchertem Lachs oder Seeluftschinken wählen. Ein absolutes Muss sind die hausgemachten Brioches. Noch ofenwarm werden sie serviert, so dass die Butter beim Verstreichen schmilzt und man nur einen kleinen Klecks der Erdbeermarmelade braucht.

Speisekammer: Weidenstieg 5A (Eimsbüttel)

 

Was wir wirklich lieben – Rührei vom eigenen Huhn

Ein Name, der viel verspricht: Was wir wirklich lieben. Gemeint sind damit die Produkte, die im Café verwendet und verkauft werden und zum großen Teil tatsächlich vom eigenen Hof in der Lüneburger Heide kommen: Kräuter, Gemüse, Obst und Eier.  Ein Augenschmaus sind die appetitlich angerichteten Platten, darunter das „Lieblingsfrühstück“ mit hausgemachtem Gemüseaufstrich, Rohkost, Avocado, Rote-Bete-Bulgur und Roggenvollkornbrot oder das „Gute-Laune-Frühstück“ mit Avocado-Hummus, Aufschnitt und Granola-Joghurt. Für alle, die ihr Frühstück gerne löffeln, gibt es auf Wunsch vegane Früchtebowls, Übernacht-Müsli, Acai-Bowls oder Chia-Pudding.

Was wir wirklich lieben: Hegestraße 28 (Hoheluft-Ost)

 


Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr? 

Neue Gastro-Liebe: Herzstück eröffnet in Eimsbüttel

Zwei kreative Köpfe, eine richtig gute Location und jede Menge positive Energie: Die Gastronomen Hannes Schröder (u. a. Küchenfreunde) und Vesper-Gründer Christian Buchleiter machen ab 4. August gemeinsame Sache

 

Nach dem Heimatdeli „was wir wirklich LIEBEN“ in der Hegestraße und dem Kraftwerk in Bahrenfeld folgt nun der nächster Standort in Eimsbüttel. An der Ecke Osterstraße/Eppendorfer Weg, an der das Vesper schon seit 24 Jahren zu Hause ist, eröffnen beide am Dienstag, 4. August, ihr „Herzstück“.

In der neuen Location mit Sonnenterrasse werden ab nächster Woche dienstags bis samstags von 9 bis 24 Uhr hochwertige Speisen, Kaffee und Kuchen sowie leckere Drinks – from farm to table, in gehabter „was wir wirklich LIEBEN“-Qualität.

 

Drei-Tageszeiten-Modell

 

In der neuen Küche, die auf Effizienz und Nachhaltigkeit ausgelegt ist, werden aus regionalen und saisonalen Zutaten köstliche Gerichte gezaubert. Das Drei-Tageszeiten-Modell, welches von morgens bis abends glücklich und satt macht, wird hier kreativ umgesetzt: Zum Frühstück gibt es eine Auswahl an Müsli, Stullen, Franzbrötchen, Rüherei oder auch vegane Alternativen. Die Lunchkarte, die jede Woche wechselt macht Veganer und Vegetarier genauso glücklich wie Fleischliebhaber.

Von geröstetem Blumenkohl mit eingelegten Kirschen und Ziegenkäse über hausgebeizten Fjordlachs bis zu Hannes‘ Lieblingsgericht, Wiener Schnitzel mit Heidekartoffel-Salat, findet man abends auf der Speisekarte ebenfalls für jeden Geschmack etwas.

Den 4. August rot im Kalender markieren und ab nach Eimsbüttel ins Herzstück!

Herzstück: Osterstraße 10-12 (Eimsbüttel)


Der Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?

Top 5: Das beste Kimchi der Stadt

Das Nationalgericht Koreas gibt es an diesen fünf Adressen saftig, lecker und in spannenden Kombinationen zubereitet

Foto: Jakub Kapusnak via Unsplash

 

Restaurant Kimchi

 

kimchi-restaurant-hamburg

 

Hamburgs Kimchi-Paradies: In dem familiengeführten koreanischen Restaurant kommt die namensgebende Spezialität in allen erdenklichen Zubereitungsarten auf den Tisch. Hinter Kimchi Joen verbirgt sich etwa ein traditioneller Vorspeisen-Pfannkuchen mit scharfem eingelegtem Chinakohl. Außerdem auf der Karte: Kimchi in Eintöpfen, Suppen, Frühlingsrollen oder gedämpften Teigtaschen.

Restaurant Kimchi: Heußweg 10 (Eimsbüttel), Telefon 49 38 71, Di–Fr 12–15, Mo–Fr 17–23, Sa–So 12–23 Uhr

 

Han-Mi

 

 

Das Han-Mi ist eine echte Hamburger Institution. Mit seinen Tischgrills und den Traditionsgerichten wie Bibimbab oder Ginsengeintopf mit gefülltem Stubenkücken lockt das Lokal auch täglich viele koreanisch stämmige Gäste an. Auch der Kimchi schmeckt hier besonders gut, ob als Vorspeise oder Suppeneinlage. Empfehlung: der gebratene Kimchi mit Schweinebauch – extra scharf, aber richtig lecker!

Han-Mi: Kleine Seilerstraße 1 (St. Pauli), Telefon 78 01 07 77, Mo–Sa 11.30–15, 17.30–23, So 17–23 Uhr

 

Man Nam

 

View this post on Instagram

Dürfen wir vorstellen: unser Kimchi Bokkum. Gebratener Kimchi mit Zwiebeln und Schweinefleisch. 🌶 Die koreanische Küche ist für ihre Schärfe bekannt und vor allem für Kimchi. Kimchi ist scharf eingelegte Chinakohl, der je nach Alter immer saurer wird. Sehr saurer Kimchi wird gerne gebraten oder in einem Eintopf oder Suppe gekocht. __________ #restaurantmannam #mannamhamburg #hamburg #restaurantsinhamburg #koreanischeküche #koreanischesrestaurant #koreanischesessen #kimchi #kimchibokkeum #friedkimchi #scharfesessen #hamburgahoi #supportyourlocals #karolinenstrasse #karoviertel #stpauli #만남식당 #한식 #함부르크 #gutenappetit #traditionalkoreanfood #food #soulfood #lecker

A post shared by restaurant man nam (@restaurantmannam) on

 

Seit über zehn Jahren und damit lange bevor Kimchi in Deutschland Trendstatus bekam, serviert das Man Nam koreanische Küche im Karoviertel. Wer sich angeschlagen fühlt, genehmigt sich am besten den Kimchi Jigae, einen scharfen Kimchi-Eintopf mit Tofu und Schweinefleisch. Der bringt ordentlich ins Schwitzen und hat schon so manche Erkältung abgewehrt – würzig und schmackhaft ist er obendrein.

Man Nam: Karolinenstraße 1 (St. Pauli), Telefon 43 09 71 71, Di–Do 12–15, 18–23, Fr 12–15, 18–24, Sa 18–24, So 18–23 Uhr

 

Kini

 

 

Unter bunten Lampions sitzt es sich am schönsten in großer Runde zusammen. Das Restaurant ist spezialisiert auf Anjus, die koreanische Form der Tapas, die geteilt am besten schmecken. Der Kimchi kommt hier pur, im Pancake, mit Bratreis oder gedämpftem Tofu ins Schälchen. Dazu darf nach koreanischer Tradition eine Flasche Soju (Süßkartoffelschnaps) oder Makgeolli (Reiswein) auf dem Tisch nicht fehlen.

Kini: Susannenstraße 15 (Sternschanze), Telefon 430 02 20, So 15–22:30 Uhr

 

Seoul 1988

 

 

Allein für die urige Einrichtung, mit der die koreanischen Betreiber das Flair Seouls der 80er Jahre einfangen wollten, lohnt sich der Besuch. Wie in Korea üblich werden Essen und Rechnung per Knopfduck bestellt. Beim Mittagstisch gehören zur Hauptspeise immer vier kleine Beilagen dazu, die einzeln in kleinen Schälchen serviert werden. Sie wechseln täglich – bis auf den super leckeren Kimchi, den gibt es immer.

Seoul 1988: Müggenkampstraße 86 (Eimsbüttel), Telefon 60 85 48 20, Mo–Fr 11.30–15, 17–24, Sa 12–24 Uhr


Diese Topliste stammt aus dem Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN und ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?

Bestes orientalisches Restaurant: Das Parissa’s

Persische Raffinesse trifft deutsche Gemütlichkeit: Das Parissa’s ist Testsieger in der Kategorie Orient & Indien

Text: Katharina Grabowski

 

Die Deutschen lieben ja bekanntlich ihre Partykeller – denn mit Hausbar, Backsteinwand, niedrigen Decken und schummrigem Licht feiert es sich gleich doppelt so gut. Kein Wunder also, dass wir uns im Parissa’s mit seiner Hobbykelleratmosphäre und wildem Deko-Sammelsurium sofort pudelwohl fühlen.

Dicht an dicht sitzen die Gäste hier nebeneinander und Gastgeber Mehrdad umgarnt jeden von ihnen mit viel Charme. So erzählt er uns etwa, dass die Kräutermischung für das Zeytun Parvarde (köstliche, in Granatapfelsaft eingelegte Oliven, 6 Euro) direkt aus dem Iran importiert wurde. Auch von den anderen Startern wie Kuku Sabzi (gebackenem Spinat mit Kräutern und Walnüssen, 12 Euro) und Mirza Ghasemi (Auberginen mit Raucharoma und Ei, 12,50 Euro) können wir nicht genug bekommen. Taktisch mit Sicherheit ein Fehler, denn danach kredenzt Mehrdad eine große Portion vom Ghormeh Sabzi (Lammfleisch mit Kidneybohnen, 19,80 Euro), das wie Butter auf der Zunge zergeht. Dem in nichts nach steht das Fessenjan (Hähnchen in Walnuss-Granatapfelsauce, 19,50 Euro), zu dem die beiden beerigen Rotweine Cuveé Aneé (0,2 l 8,80 Euro) und Livio Felluga Vertigo Rosso (0,2 l 8 Euro) eine hervorragende Begleitung sind.

Obwohl der Hosenbund bereits kneift, lassen wir uns noch die kleine Dessertplatte mit köstlichem Pistazien-, Erdbeer-Granatapfeleis, Mousse au Chocolat und dem persischen Mille-feuille Shirini Napeloni (15 Euro) bringen. Eines steht fest: Beim nächsten Besuch haben unsere Hosenbünde Gummizug!

Parissa’s: Sierichstraße 94 (Winterhude), Telefon 63 91 85 15, Di–Do 17–23, Fr–Sa 17–24, So 14–22 Uhr


Der Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?

Bestes Restaurant in Lüneburg: To Huus

Lüneburgs modernste Gastwirtschaft: Das To Huus ist Testsieger in der Kategorie Lüneburg

Text: Lynn Hoefer

 

Lange hat Lüneburg gewartet, im Februar war es endlich soweit: In der Schröderstraße 5a/b hat endlich wieder ein neues Restaurant eröffnet. Die Räumlichkeiten in der beliebten Einkaufsmeile standen jahrelang leer, mit dem To Huus ist nun ein tolles Konzept eingezogen.

Beim Betreten merkt man sofort, dass hier viel Wert auf Design und gleichzeitig Gemütlichkeit gelegt wurde. Große Holztische unterstreichen den Wirtshaus-Charakter, die schwarz-gestrichenen Balken und dunklen Lampen schaffen ein modernes Industrial-Flair. Laut eigener Aussage steht das To Huus für Regionalität und Qualität, es gibt Gerichte für Vegetarier und Veganer und Fleisch aus artgerechter Haltung.

Die Karte ist drei Tage nach Eröffnung noch sehr überschaubar und enthält einen Hinweis, dass das Restaurant erst einmal den Geschmack seiner Gäste kennenlernen möchte. Unser Geschmack wird an dem Abend definitiv getroffen. Die vegane Pastinakencremesuppe mit Kräuteröl (5 Euro) ist himmlisch cremig und aromatisch. Beim gratinierten Ziegenkäse an Feldsalat (9,50 Euro) überrascht uns besonders das Birnenkompott, das perfekt ausbalanciert ist und sogar eine leichte Ingwernote enthält. Ich entscheide mich für Dreierlei von der Beete mit Feldsalat und Radicchio mit Laugencroutons (12,50 Euro), dessen Bier-Senf-Vinaigrette ein Highlight ist. Meine Begleitung bestellt das sous vide gegarte, regionale Rind (25,50 Euro), das durch perfekte Garzeit und Würze überzeugt.

Insgesamt gelingt es dem To Huus eine Karte anzubieten, die sowohl modern als auch bodenständig ist. Man bekommt hier sowohl eine vegane Roulade als auch ein Ratsherrenfrühstück mit Bratkartoffeln – eine für Lüneburg bisher unbekannte Mischung. Natürlich gibt es auch eine große Auswahl an regionalen Bieren, sowohl vom Fass als auch in der Flasche, weshalb sich das To Huus sicher bald als Lüneburgs modernste Gastwirtschaft etablieren wird.

To Huus: Schröderstraße 5a/b (Lüneburg), Telefon 04131408 12 83, So–Do 11.30–23 Uhr


Der Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?

Bestes italienisches Restaurant: Casa di Roma

Stammitaliener mit Leidenschaft: Das Casa di Roma ist Testsieger in der Kategorie Italien

 

Text: Frank Sill 

Wer einmal da war, kommt sicher wie­der. So wie ich – seit Jahren Wiederho­lungstäter. Wenn ich Lust auf richtig gute italienische Küche habe, ist das Casa di Roma erste Wahl. Die Speisen sind von hoher Qualität und jedes Mal auf dem gleich hohen Niveau zubereitet. Einer der Gründe, warum man besser vorher einen Tisch reservieren sollte. Das Restaurant ist sehr familiär geführt, dies spürt man sofort.

Egal ob Stammgast oder Neuling: Jeder wird herzlichst be­grüßt, der Service ist unglaublich zuvor­kommend und freundlich. Auf jeden Wunsch wird Rücksicht bei der Zube­reitung genommen. Wir entscheiden uns heute für die gegrillten Calamarreti (15,90 Euro), die sehr scharf angebraten, angenehm gewürzt und butterweich sind. Die Burrata (14,90 Euro) ist wie sie sein muss: Nach dem Anschnitt zerfließt sie cremig über die sehr frischen Och­senherztomaten.

Die Penne mit Garne­len (19,50 Euro) in einer frischen und leichten Tomatensoße sind auf den Punkt zubereitet. Unser Highlight und unbedingt zu empfehlen: die Kalbsleber (21,90 Euro) mit frischem Salbei. Die Köche beherrschen ihr Handwerk. Das Casa di Roma ist ein Ort für fröhliche Gespräche und schöne Flirtmomente. Und das sehr stilvolle Ambiente lädt dazu ein, bei einem Dessert oder Es­presso auch noch etwas länger sitzen zu bleiben.

Casa di Roma 
Lange Reihe 76 (St. Georg), Telefon 040 280 30 43,
Mo-So 11.30-24 Uhr 


Der Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?

 

Bestes Restaurant in Hamburgs Norden: Goldschätzchen

Guter Service, tolles Ambiente und raffiniertes Essen: Das Goldschätzchen ist Testsieger in der Kategorie Hamburgs Norden

 

Text: Katy Krause 

Schon die Begrüßung ist warm und einladend. Im Hof zwischen den reetgedeckten Guts­häusern und dem 200 Jahre alten Herrenhaus lodert und knackt es in einer Feuerschale. So fühlt sich der Gast gleich willkommen im Prisdorfer Goldschätzchen, das Chef Patrick Diehr 2017 übernahm. Nach einer Grund­sanierung überzeugt das Restaurant mit einer Mischung aus Modernem und Tradi­tionellem.

Zudem legt das Team Wert auf Nachhaltigkeit und regionale Produkte. Das hat zwar seinen Preis, schmeckt man aber auch. So ist das 250­-Gramm-­Rib-­Eye-­Steak mit marmoriertem Kartoffelstampf und Ge­müse von Bauer Bernd (29,90 Euro) auf den Punkt gebraten, sehr zart und saftig. Ob es an der Haltung der eigenen Rinder vor Ort und dem wie in der Karte versprochenem stressfreien Ableben liegt? Man möchte es gern glauben.

Der pochierte Wels aus Mecklenburg-­Vorpommern mit karamellisier­ten Birnen (22,90 Euro) kann allerdings et­was Würze vertragen. Doch dafür steht eine Salz­-Ingwermischung aus eigener Herstellung auf den Tischen parat. Die kann der Gast übrigens auch für zu Hause kaufen, genauso wie einige andere Produkte. Überhaupt punktet das Goldschätzchen mit Kreativität. Ein Beispiel: Das Glühweinsorbet (3,90 Euro) schmeckt wie ein sommerlicher Besuch auf dem Adventsmarkt. Klasse!

Empfehlenswert ist auch die Vorspeise „Von allem ein bisschen“ (18,90 Euro), die durch eine große Band­breite von der hausgemachten Currywurst über zwei würzige Süppchen bis hin zum Hecht auffällt. Allerdings sind die Portionen alle groß, teilen ist fast ein Muss. Abgerun­det wird der schöne Abend im Goldschätz­chen durch den auffallend guten Service. Fazit: Wir kommen wieder. Im Sommer wollen wir die große Terrasse samt Bar und Smoker testen.

Goldschätzchen  
Peiner Hof 7 (Prisdorf), Telefon (04101) 601 09 21,
Di–Fr 17–22, Sa-So 12.30–22 Uhr 


Der Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?

 

Bestes Restaurant in der Kategorie Iberien: Portomarin

Als wäre man in Santiago de Compostela: Das Portomarin ist Testsieger in der Kategorie Iberien

 

Text: Kathrin Schreiber

Portomarin ist ein Ort in der Nähe von Santiago de Compostela und die Heimat von Jesús A. Díaz Sindín, der gemeinsam mit Patricia Pérez y Hilker ein Portomarin in Hamburg aufgebaut hat. Das Hamburger Portomarin liegt mitten in Winterhude und ist jederzeit eine Reise wert. Weil wir noch auf jemanden warten, fragen wir nach dem Aperitif-Angebot. Das wird uns sehr gut erklärt. Wir starten mit der Empfehlung Yzaguierre Wermut (5,50 Euro), weißem Port (5,50 Euro) und Cava (6,50 Euro). Speziell den Wermut sollte man nicht verpassen. Und weil wir immer noch warten und der Aperitif ausgezeichnet ist, testen wir gleich noch eine Runde.

Es gibt eine gute Auswahl an Vorspeisen, vegetarisch, Fleisch und Fisch – die Entscheidung treffen wir bei Oliven, frischem Brot und würzigem grasigen Olivenöl. Ich frage nach der Lieblingsvorpeise der Servicekraft, die Antwort kommt ohne Zögern: „Ganz klar Mar y monte!“ Das hat gut funktioniert, denn Mar y monte sind Gambas und Chorizo mit Artischocken-Honig-Creme und Römersalatherzen (14,50 Euro). Eine gute Wahl für alle, die intensive Aromen mögen.

Die helle vegetarische Linsensuppe mit Datteln (9,50 Euro) wird in einem dunklen Teller serviert – das sieht klasse aus und schmeckt ganz hervorragend. Der wilde Tintenfisch mit wilden roten Garnelen und weißen Bohnen aus Navarra (14,75 Euro) ist fast schon ein kleines Hauptgericht. Auf die Frage nach vegetarischen Optionen für das Hauptgericht ist die Antwort: „Was mögen Sie? Gibt es sonst noch etwas zu beachten? Wir stellen Ihnen etwas zusammen und die anderen Gäste werden neidisch sein!“

Das vegetarische Gericht (17 Euro) sieht ansprechend aus und ist mit gefüllten Maultaschen kreativ angerichtet. Trotzdem hätte ich niemals mein „Slowmeat“ vom Iberico-Schwein mit Papas Arrugadas, Mojo-Soßen, Baby-Leaf-Salaten und Honig-Lavendel- Butter (28,50 Euro) dagegen eingetauscht. Dafür war es einfach zu zart und mit einer perfekten Kruste. Der Kabeljau auf Gemüse-Calamares-Bett mit Reis ist gut auf der Haut gebraten (26 Euro), leicht, sättigend und köstlich mit der Soße.

Zum Dessert (8,75 Euro) gibt es viele kleine Teilchen – süß, frisch und abwechslungsreich. Mittlerweile ist der Abend rum und wir sind die letzten Gäste. Trotzdem haben wir nicht das Gefühl, gehen zu müssen. Wir tun es aber trotzdem, um den Wirtsleuten den wohlverdienten Feierabend zu gönnen. Danke für einen schönen Abend!

Portomarin 
Dorotheenstraße 180 (Winterhude ), Telefon 040 46 96 15 47,
Di–Sa 18–21 Uhr 


Der Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?

 

Bestes französisches Restaurant: Brasserie La Provence

Savoir-vivre im Norden: Die Brasserie La Provence ist Testsieger in der Kategorie Frankreich

 

Text: Dagmar Ellen Fischer

Wer je in Südfrankreich war, weiß es: Sich nicht in die Provence zu verlieben, ist fast unmöglich. Seit 14 Jahren lockt in Ottensen die Brasserie La Provence mit einer Nachbildung südfranzösischer Lebensart. Die Inhaber importieren maßgebliche Bestandteile vom Original und machen in diesem Sehnsuchtsort vergessen, dass man in der norddeutschen Großstadt sitzt. Der zum Wein des Monats gekürten Empfehlung sollten selbst erfahrene Weintrinker tunlichst folgen – es gibt garantiert Neues zu schmecken, wie zum Beispiel den sensationellen Weißwein Château de Saint Martin (9 Euro).

Die klassische Zwiebelsuppe (11 Euro) kommt ohne Geschirr aus, sie wird in einem kleinen Brot serviert. Fisch gibt es als gebratene Rotbarbenfilets (15 Euro) oder als Gratin aus frischem Kabeljau mit Kartoffeln und Gemüse-Brunoise im Glas (14 Euro). Auf das berühmte Malheur mit dem weichen Kern im Schokoladenkuchen versteht sich die französische Küche konkurrenzlos gut (10 Euro).

Filmplakate, Chansons und eine dezente Beleuchtung lassen südländisches Lebensgefühl zu – na ja, jedenfalls unter den Gästen – im oft bis auf den letzten Platz ausgebuchten, geräumigen Restaurant. Dass die wenigsten Preise auf der Website mit jenen auf der Rechnung übereinstimmen – wen interessiert’s, von französischem Laisser- faire ist die Rede, nicht von deutscher Gründlichkeit. Wer also wollte der Brasserie ihren Titel als bester Franzose Hamburgs streitig machen?

Brasserie La Provence 
Eulenstraße 42 (Ottensen),
Telefon 040 30 60 34 07,
Di – Sa ab 18 Uhr 


Der Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?

 

 

Bestes Restaurant in der Kategorie International: Salt & Silver

Lateinamerikanisches Soulfood: Das Salt & Silver Restaurant ist Testsieger in der Kategorie International

 

Text: Hannah Stollmeyer

Während wir an unseren spritzigen Cozy Nights aus Crémant, Apfelsaft, Zimt und Hibiskus (7 Euro) nippen, erklärt uns die freundliche Bedienung, dass das Salt & Silver eine neue Karte habe. Spoiler-Alarm: Das Restaurant direkt über dem Hafen hat immer noch eine der besten lateinamerikanischen Küchen Hamburgs. Mit feinsten regionalen und saisonalen Produkten bereitet das junge, hippe Team eine köstliche Ceviche aus rohem Adlersch (16 Euro) mit reifer Avocado und fruchtiger Mandarine für uns zu.

Mindestens genauso gut schmeckt die geräucherte Lachsforelle mit Forellenkaviar, Avocado und Chili-Öl auf hausgemachter Maistortilla (15,50 Euro). Doch dann geht es erst richtig los. Für unsere Tacos de Pescado (ab 2 Personen 42,50 Euro) sammeln sich mehr und mehr Schälchen mit Soßen und frischen Zutaten um einen knusprig gebratenen Loup de Mer, der Catch of the day.

Dazu bekommen wir einen Korb mit warmen Tortillas, kleinen Teigfladen aus Maismehl, die wir nach Belieben mit Fisch, Korianderreis, milder Salsa Roja, Zwiebeln und Limettensaft befüllen und so unsere Tacos selbst kreieren. Am meisten überrascht und begeistert uns die Salsa Matcha auf Rapsöl-Basis mit geröstetem Sesam, Pinienkernen, Hasel- und Walnüssen und getrockneten Chilis – geschmacklich ist sie leicht rauchig und scharf, nussig und fruchtig.

Wir haben viel Spaß dabei zu sehen, wer es schafft mehr Zutaten gleichzeitig unterzubekommen und die aufmerksame Bedienung versorgt uns stetig mit frischen Tortillas, um neue Taco-Variationen auszuprobieren. Schweren Herzens und vollen Magens müssen wir leider irgendwann aufgeben. Am Ende überzeugt uns die neue Karte absolut. Wie gesagt, Spoiler-Alarm: Hier schmeckt es super!

Salt & Silver 
St. Pauli Hafenstraße 136-138 (St. Pauli),
Di–Sa 18–1 Uhr (Küche bis 22 Uhr) 

 


Der Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?