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#GemeinsamGegenCorona: Kitchen Guerilla ruft Soliküche ins Leben

Der Catering-Service Kitchen Guerilla hat mit der #SoliKüche ein Projekt ins Leben gerufen, das Bedürftige mit Essenslieferungen unterstützt und außerdem die eigene Existenz retten soll

 

Normalerweise kommt das mobile Koch-Team von der Kitchen Guerilla in Restaurants, Gasthöfe oder Kombüsen, um für gastronomische Abwechslung zu sorgen. In diesen Zeiten muss der Catering-Service umdenken und hat sich ein neues Konzept einfallen lassen: Die #SoliKüche. In der #SoliKüche bereiten die Köche einzeln verpackte Essens-Pakete für Wohnungslose und Bedürftige zu. In den Paketen ist jeweils eine vollwertige Mahlzeit sowie frisches Obst enthalten, um diejenigen zu versorgen, die in Zeiten leerer Straßen um ihre Existenz bangen.

Die #SoliKüche hilft dabei nicht nur den Bedürftigen, sondern auch der Kitchen Guerilla selbst, denn die Essens-Pakete können für einen kleinen Betrag von 7 Euro gesponsert werden, der an die Kitchen Guerilla geht und das Unternehmen in der schwierigen aktuellen Lage unterstützt.

 

So funktioniert die #SoliKüche:

1. Ein Kunde kauft für 7 Euro ein Essens-Paket aus der #SoliKüche über den Online-Shop

2. Die Kitchen Guerilla bereitet die Mahlzeiten zu und stellen (unter Einhalten von Sicherheitsabständen) die Pakete zusammen

3. Die Mahlzeiten werden an Initiativen für Wohnungslose und Bedürftige weitergegeben, die dafür sorgen, dass eine kontaktlose Übergabe stattfindet

 

Mit dem Verkauf der Essens-Pakete wollen die Köche keinen Profit generieren, sondern zum einen denen helfen, die Hilfe gerade besonders dringend benötigen und außerdem die eigene Existent und Arbeitsplätze sichern.

Mehr Infos unter Kitchen Guerilla

FoodSZENE – So könnte die Kantine der Zukunft aussehen

Welchen Anteil hat bewusste Ernährung an unserer Produktivität? Die Kitchen Guerilla zeigt, was Kantinenessen leisten kann.

Text & Interview: Jasmin Shamsi
Fotos: Sophia Herzog

Gemeinschaftsverpflegung – das klingt nach langen Schlangen vor sterilen Ausgabetheken und lieblos angerichteten Speisen auf Plastiktellern. Nein, diese Zeiten sind längst passé. Heute sind Kantinen – vor allem die großer Unternehmen – Wohlfühloasen, gar Aushängeschild der Corporate Identity. In der digitalen Welt ist das Thema Ernährung zur Ersatzreligion geworden. Wie und was wir essen ist Ausdruck unseres Lifestyles, zunehmend sogar eine Frage unserer Weltanschauung. Die Facebook-Kantine in der Hamburger Neustadt ist dafür ein Paradebeispiel. Kann sie auch als Vorbild für städtische Kantinenbetreiber dienen?

 

Visionär oder soziale Kontrolle?

 

Zuerst einmal sieht sie nicht aus wie eine Kantine, vielmehr wie ein großes, durchgestyltes Wohnzimmer mit Blick auf die Binnenalster. Das Licht ist warm und gemütlich, ein Billard- und Kickertisch laden zur Zerstreuung nach dem Essen ein. Frühstück, Kaffee, Mittagessen, Getränkekühlschränke – die Mitarbeiter können sich frei bedienen, sogar Freunde oder die Familie für einen Plausch empfangen. Bei Kinderbesuch kann man sich in einen Extraraum, genannt „Nest“, zurückziehen. Die Facebook-Welt hat an alles und jeden gedacht. Ist das schon soziale Kontrolle oder visionär?

Onur und Koral Elci von der Kitchen Guerilla sind seit vier Jahren für die betriebseigene Gastronomie verantwortlich. Was sie anders machen als reguläre Kantinen und wie sie vom Know-how des IT-Giganten profitieren, erklären sie im Interview bei gegrillten Kürbisspalten, Hackbraten und Salat.

 

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Kitchen Guerilla: „In normalen Kantinen geht es oft nur um Abfertigung“

 

SZENE HAMBURG: Koral und Onur, wie sieht das perfekte Mittagessen aus?

Koral: Du wirst heute kein Mittagstief haben. Das liegt an den Fetten, die wir benutzen – vor allem Olivenöl –, aber auch daran, dass wir ohne Zusatzstoffe auskommen.

Onur: Nicht zu viele Kohlenhydrate.

Koral: Zu viel Zucker und tierische Fette vermeiden. Der Hackbraten hier ist meiner Meinung nach die Genussgrenze.

Onur: Auf die Menge kommt es an, daher ist er relativ dünn geschnitten.

Was reizt euch daran, die Kantine eines großen IT-Unternehmens zu betreiben?

Onur: Als Facebook uns damals gefragt hat, ob wir den Job übernehmen wollen, war unsere erste Reaktion: bloß nicht! Wir kommen von der Event-Seite und konnten uns das zuerst überhaupt nicht vorstellen. Andererseits hat das Thema Gemeinschaftsverpflegung in den letzten Jahren extrem an Bedeutung gewonnen. Du kannst damit eine Menge Leute glücklich machen. Dass sich gutes Essen und frische Produkte positiv aufs Arbeitsklima auswirken, ist kein Geheimnis.

Koral: Die Kitchen Guerilla hat eine soziale Mission: Wir fühlen uns dazu verpflichtet, die Lebensqualität im Alltag zu erhöhen. Wo kann das passieren? In der Schule oder bei der Arbeit. Wir haben uns gefragt, wie wir unsere Erfahrungen in der Kantine einbringen können. Bei unseren Events gestalten wir die Menüs individuell, wir sind ganz frei und arbeiten kreativ. Normale Kantinenbetreiber haben diesen kreativen Impuls oft nicht, da geht es mehr um Abfertigung. Bei uns merkt man, dass wir trotz routinierter Abläufe mit Enthusiasmus kochen. Ein Vorteil für uns: An jedem FB-Standort weltweit gibt es ein „Culinary Team“, dass sich regelmäßig austauscht und von den Erfahrungen der anderen profitiert. Das ist total spannend und wir haben eine Menge dazugelernt.

 

„Heute muss man auf diverse Bedürfnisse eingehen“

 

Nenn mir ein Beispiel.

Onur: Das Unternehmen hat sich vor ein paar Jahren Gedanken gemacht und den Austausch mit Ernährungswissenschaftlern gesucht. Herausgekommen ist eine Ernährungsampel, die den Kantinenbesuchern Orientierung bietet hinsichtlich der Kalorienzufuhr. Ein Salat mit Gemüse und einer leichten Vinaigrette wäre grün, Quinoa mit Thunfisch und Avocado gelb. Heutzutage musst du auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse eingehen: Der eine läuft Marathon, die andere isst kein Fleisch, wieder ein anderer verträgt nur gluten- oder laktosefreie Produkte … Darauf müssen wir Rücksicht nehmen.

Klingt aufwendig. Wie behält man das alles auf dem Schirm?

Koral: Am Ende ist es gar nicht soviel Aufwand, es macht sogar Spaß. Wir arbeiten mit Leuten zusammen, die extrem viel Erfahrung haben und visionär denken. Über eine spezielle Plattform können uns die Mitarbeiter außerdem nach jedem Essen Feedback geben, sodass wir sofort reagieren können.

Onur: Die Leute feiern diese Plattform ab. Das Beste: Sie wird von FB-Mitarbeitern weltweit genutzt. Das heißt, du siehst auch, was die anderen so machen. Man pusht sich gegenseitig. In einer normalen Gastronomie ist so ein direktes Feedback eher unüblich …

Koral: Stimmt, das geht oft unter. Bestenfalls kriegt der Kellner eine Rückmeldung, um sie an die Küche weiterzugeben. Bei der Geschäftsführung kommt dann meistens gar nichts mehr an. Die FB-Plattform ist offen gestaltet und für Mitarbeiter, Chefs wie Kunden zugänglich. Es geht dabei nicht ums Petzen, sondern um eine offene Kommunikation.

Setzt euch das nicht auch unter Druck?

Onur: Wir finden das super. Die Stimmung ist hier sehr familiär, die Herausforderung nehmen wir gerne an.

 

 

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Wie plant ihr das Essen für die Kantine?

Onur: Wir haben Wochenpläne, an denen wir wenig ändern. Wenn allerdings unser Fischhändler Sebastian Baier anruft und verkündet, er habe gerade guten Rotbarsch, dann reagieren wir flexibel darauf. Außerdem achten wir auf Nachhaltigkeit: Wenn Essen übrigbleibt, wird es verpackt und in die Kühlung gestellt. Wer mittags keine Zeit hat, kann sich das Essen später in der Mikrowelle aufwärmen. Oder man nimmt es abends mit nach Hause. Hier wird jedenfalls nichts weggeworfen. Auch übrig gebliebenes Obst vom Frühstück wird zu Dressings oder Smoothies verarbeitet.

Meinen Teller muss ich nach dem Essen aber wegschmeißen. Produziert man damit nicht sehr viel Müll?

Onur: Wir hatten anfangs auch Bedenken. Facebook verwendet an allen Standorten kompostierbares Einweggeschirr. Bei der Anzahl an Mitarbeitern, die hier täglich essen, spart man extrem viel Wasser (Anm. d. Red.: In der Hamburger Facebook-Kantine essen täglich 80 bis 100 Mitarbeiter, dazu kommen FB-Mitarbeiter aus anderen Büros, zum Beispiel aus London oder Dublin. Laut einer Studie des Bayrischen Rundfunks müsse man einen Keramikbecher 3.000 Male benutzen, damit er umweltfreundlicher sei als das kompostierbare Einweggeschirr).

Koral: Es ist auch eine Raumfrage. Wir haben hier gar keinen Platz für Keramikgeschirr und Spülmaschinen, geschweige denn für eine voll ausgestattete Küche.

Ihr kocht nicht vor Ort, sondern in eurer Produktionsküche in Moorfleet. An der Theke in der Facebook-Kantine stehen trotzdem immer zwei Köche, die die Mahlzeiten ausgeben. Warum?

Onur: Im Prinzip brauchen wir keine Köche, um das Essen auf der Theke warmzustellen. Ihr Vorteil ist aber, dass sie mit Lebensmitteln umgehen können. Sie sind mit Liebe dabei und erklären die Menüs fachkundig.

Kitchen Guerilla: Warnholtzstraße 4 (Altona)


Foto: Philipp Jung

Unsere Kollegin Jasmin Shamsi schlemmt sich für uns durch Hamburg. Als Foodredakteurin schlägt ihr Herz für Kultur und Kulinarik – die zwei großen Ks, für die sie brennt. Für uns spürt sie die Geschichten über Macher und Marken auf und serviert sie brühwarm und immer neu gewürzt – online und in jeder Ausgabe der SZENE HAMBURG.


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Appetit auf mehr?

 

 

Pimp my Local Kitchen #2 – Mehlbüddel mit Tomaten und Lamm

Altes Land, Nord- und Ostseeküste, Vier- und Marschlande: Das Hamburger Umland versorgt uns mit knackigem Gemüse, Obst, frischem Fisch und Fleisch. Für die Dreharbeiten eines neuen Serienformats reisen Koral Elci und Adam Bousdoukos durch Norddeutschland, um Produzenten und deren Küche vorzustellen. Für die SZENE HAMBURG plaudern sie aus dem Nähkästchen und verraten ihre Rezepte.

 

SZENE HAMBURG: Koral, wo geht’s heute hin?

Koral Elci: Nach Tetenbüll in den Kirchspielkrug. Dort treffen wir Gastgeber und Koch Dietmar Claußen, ein gebürtiger Eiderstedter. Das Dörfchen liegt etwa 130 Kilometer von Hamburg entfernt.

Welches Gericht steht auf dem Speiseplan? 

Ein typisch norddeutsches: Mehlbüddel mit Kassler und Kirschen.

Was ist der Kitchen-Guerilla-Twist? 

Wir machen eine mediterrane Nummer draus: Statt Kassler nehmen wir ein Salzwiesenlamm, die Kartoffeln ersetzen wir mit Süßkartoffeln und die Kirschsoße mit Kirschtomatensoße.

Woher kommen die Produkte? 

Das Lamm stammt von der Schäferei Hinz, die Tomaten vom Kleverhof bzw. von den Tomatenrettern und den Rest habe ich auf dem Wochenmarkt in Garding eingekauft. Wenn man schon mal in Tetenbüll ist, sollte man nicht verpassen, etwas Käse im Hofladen der Friesischen Schafskäserei einzukaufen.

Die Herausforderung des Tages?

Den ollen Mehlbüddel mal ordentlich zu pimpen! Das Lamm garen wir wiederum ganz archaisch über dem Feuer.

Interview: Jasmin Shamsi
Fotos: Seren Dal

Die erste Folge von „Pimp den Pannfisch“, der neuen Kochshow mit Koral Elci und Adam Bousdoukos, zeigt der NDR am 3. Oktober 2018 um 12:15 Uhr.


Mehlbüddel mit Tomatenmarmelade und Löwenzahnsalat, dazu Lamm

  • 250 g vorgekochte Süßkartoffeln
  • 250 g Kirschtomaten
  • 10 Eier
  • 500 g Mehl
  • 1 Tüte Backpulver
  • brauner Zucker und Vanille
  • Thymian, Zitronenthymian, Knoblauch
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Löwenzahnsalat
  • ein ganzes Lamm

Außerdem:
1 Leinentuch
Junge Weidenstöcke
Kartoffelpresse

Die zehn Eier in einer Schüssel aufschlagen. Vorgekochte Süßkartoffeln durch eine Kartoffelpresse in die aufgeschlagenen Eier drücken. Backpulver und Mehl unterrühren. Das Leinentuch gut auswaschen und in einer Schüssel ausbreiten. Etwas Mehl drüberstreuen und den Teig hineinlegen. Den Teig einrollen und die Enden mit Küchengarn zubinden (etwa eine Fingerbreite Platz zwischen Teig und Knoten lassen). Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Der Mehlbeutel sollte genügend Platz zum Aufgehen haben. Den Mehlbeutel eine Stunde kochen lassen, nach 30 Minuten wenden.

Tomaten, brauner Zucker und Vanille in einer Pfanne anschmelzen. Mit einem Schuss Rosé ablöschen sowie Salz und Pfeffer würzen. Fertigen Mehlbeutel aus dem Wasser holen. Den Mehlbeutel in Scheiben schneiden und mit Olivenöl und ein paar Kräutern – Thymian, Zitronenthymian und Knoblauch – anbraten. Zusammen mit der Tomatenmarmelade, dem Löwenzahnsalat und später dem Lamm anrichten.

Die Kitchen Guerilla kocht Eiderstedter Mehlbeutel mit Lamm, Tomatenmarmelade und Löwenzahnsalat Foto: Seren Dal

Die Kitchen Guerilla kocht Tomatenmarmelade Foto: Seren Dal


Lamm

Die Kitchen Guerilla röstet Lamm über dem Feuer – am Weidenspieß Fotos: Seren Dal

über dem Feuer am Spieß gebratenes Lamm von der Kitchen Guerilla Foto: Seren Dal

Feuer machen und das aufgeschnittene Lamm mit biegsamem Draht an jungen Weidestöcken befestigen. Das Lamm mit der offenen Rippenseite über dem Feuer platzieren. Salzbrühe vorbereiten (250 g Salz in 3 Liter Wasser auflösen) und das Fleisch damit jede Stunde übergießen bzw. überpinseln. Die Kerntemperatur sollte bei ca. 60 Grad liegen. Wind möglichst vermeiden. Keulen und Rücken werden schneller gar, als die Schulter. Letztere kann man später noch mal separat aufspießen und ans Feuer legen. Das Lamm nach etwa 4 Stunden wenden und wieder mit der Salzbrühe übergießen. Das Ganze nach ca. 8 Stunden Garzeit vom Kreuz nehmen und auf einer Arbeitsplatte zerteilen.


Koral Elci von den Kitchen Guerilla Foto: Seren Dal

Foto: Seren Dal

Koral Elci ist Mitbegründer der Kitchen Guerilla. Zusammen mit seinem Bruder Onur Elci reist er um die Welt, um (Ess-)Kulturen und Menschen zusammenzubringen. Im Basecamp in Hamburg-Altona werden die Fäden für die verschiedensten Projekte gezogen. Die beiden Kitchen Guerilleros kennen viele tolle Produzenten und wissen, wie man an die besten regionalen Produkte kommt. Kitchen Guerilla


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Pimp my Local Kitchen #1 – Steckrübeneintopf mit Chimichurri

Altes Land, Nord- und Ostseeküste, Vier- und Marschlande: Das Hamburger Umland versorgt uns mit knackigem Gemüse, Obst, frischem Fisch und Fleisch. Für die Dreharbeiten eines neuen Serienformats reisen Koral Elci und Adam Bousdoukos durch Norddeutschland, um Produzenten und deren Küche vorzustellen. Für die SZENE HAMBURG plaudern sie aus dem Nähkästchen und verraten ihre Rezepte.

 

SZENE HAMBURG: Koral, wo geht’s heute hin?

Koral Elci: Unser Ziel ist der Gasthof Ahrens in Kuhstedt. Dort treffen wir Inhaber Ulf Ahrens, der den Betrieb in vierter Generation führt. Ein super Typ!

Welches Hamburger Gericht steht auf dem Speiseplan? 

Steckrübeneintopf, ein Klassiker der norddeutschen Küche.

Was ist der Kitchen-Guerilla-Twist? 

Wir pimpen das Ganze im Latino Style: Neben Salz, Pfeffer und Lorbeere fügen wir Chimichurri hinzu. Wie man die argentinische Kräutersauce zubereitet, haben wir in einem Video erklärt.

Woher kommen die Produkte? 

Das Gemüse kommt vom Gut Wulfsdorf und das Fleisch hat mir heute Kevin von der Fleischerei Jacob gebracht. Er liefert mir genau die Ware, die ich brauche, wenn ich spontan sein will.

Die Herausforderung des Tages?

Wir haben Brennholz, eine Schaufel, einen Leinensack, ein Backblech und etwas Küchenwerkzeug dabei. That’s it!

Interview: Jasmin Shamsi
Fotos: Seren Dal

Die erste Folge von „Pimp den Pannfisch“, der neuen Kochshow mit Koral Elci und Adam Bousdoukos, zeigt der NDR am 3. Oktober 2018 um 12:15 Uhr.

Gasthof Ahrens in Kuhstedt Foto: Seren Dal

Ort des Geschehens: der Gasthof Ahrens in Kuhstedt


Rezept 1 – Im Erdloch gegartes Fleisch

    • 1 Stück Schweinebauch (ca. 1,5  Kilo)
    • 1 Weißkohl (davon die großen Kohlblätter)
    • Wurzelgemüse
    • Etwas Lorbeer, Thymian und Rosmarin
    • Salz, Pfeffer, Wacholderbeeren

Ein Loch für das Backblech buddeln (ca. 50-60 cm tief). Die Schwarte vom Schweinebauch aufschlitzen und mit Salz und Pfeffer einreiben. Das Blech mit der Hälfte der Kohlblätter bedecken, darauf das Suppengemüse und den Schweinebauch legen. Mit Kräutern bestreuen und die restlichen Kohlblätter darüber ausbreiten. Steine (z.B. Kiesel- oder Backsteine) in das Loch legen, so dass der feuchte Boden nicht die Kohle abkühlt. Für das Feuer langbrennende Hölzer verwenden (z.B. Eiche).

Das Backblech auf die Glut legen, darüber einen Leinensack drapieren und das Ganze mit Erde bedecken. Nach fünf bis sechs Stunden rausholen.

Schweinebauch im Freien schneiden; Foto: Seren Dal

Die Outdoor-Küche ist eröffnet

Schweinebauch auf dem Backblech, Foto: Seren Dal

Fleisch rösten im Erdloch, Foto: Seren Dal

Sobald die Glut entfacht ist, kann das Backblech rauf

Schweinebauch mit Kohl aus dem Erdloch Foto: Seren Dal

Stunden später haben der Schweinebauch und das Wurzelgemüse schöne Röstaromen aufgenommen


Rezept 2 – Steckrübeneintopf

      • 1 Kilo Knochen
      • 1 Kalbszunge
      • 1 Bund Suppengemüse
      • 2 Gemüsezwiebeln
      • 1 Steckrübe
      • 3 Möhren (bunt)
      • 2 Gelbe Beete
      • 2 Ringelbeete
      • 1 EL Tomatenmark
      • 1 Maiskolben
      • 2 Äpfel
      • Salz, Pfeffer, Lorbeer, Chimichurri

Zwiebel und gewürfeltes Gemüse in Öl anrösten, Tomatenmark hinzugeben und mit Wasser aufgießen. Die Kalbszunge, Lorbeer, Salz und Pfeffer hinzugeben. Köcheln lassen bis die Zunge gar ist, diese dann beiseitelegen. Äpfel in Scheiben schneiden und in der Pfanne mit Zucker karamellisieren. Kalbszunge in Scheiben schneiden und den Schweinebauch aus dem Erdloch in der Pfanne scharf anbraten. Suppe in Teller gießen und das Fleisch, die karamellisierten Äpfel und Chimichurri hinzugeben.

Zutaten für den Steckrübeneintopf Foto: Seren Dal

Zwiebel, Äpfel, bunte Möhren, Ringelbeete und Gelbe Beete kommen aus der Region

Foto: Seren Dal

der Schweinebauch aus Rezept 1 wird angebraten

Der Schweinebauch aus Rezept 1 wird nach dem Garen im Erdloch scharf angebraten

Steckrübeneintop aus der Outdoor-Küche von der Kitchen Guerilla, Foto: Seren Dal

Mit wenigen Mitteln ist ein köstlicher Steckrübeneintopf entstanden; Foto: Seren Dal

Die Kitchen Guerilla genießt den Schweinebauch und Rübeneintopf Foto: Seren Dal

Im Freien schmeckt es doppelt gut: Koral und Adam nach getaner Arbeit. Guten Appetit!


Koral Elci von den Kitchen Guerilla Foto: Seren Dal

Foto: Seren Dal

Koral Elci ist Mitbegründer der Kitchen Guerilla. Zusammen mit seinem Bruder Onur Elci reist er um die Welt, um (Ess-)Kulturen und Menschen zusammenzubringen. Im Basecamp in Hamburg-Altona werden die Fäden für die verschiedensten Projekte gezogen. Die beiden Kitchen Guerilleros kennen viele tolle Produzenten und wissen, wie man an die besten regionalen Produkte kommt. Kitchen Guerilla


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Berlins Gastro-Szene bei der Kitchen Guerilla

Kreativ, international und ein bisschen verrückt – Trend-Küche aus der Hauptstadt: Vom 7. bis 11. November gastiert visitBerlin mit einem Pop-up‐Restaurant in Hamburg

Die Hauptstadt ist Magnet für Gäste aus dem In- und Ausland. Längst ziehen nicht nur Architektur, Kunst und Kultur, Szeneclubs und angesagte Bars die Besucher in die Stadt. Die Gastro-Szene hat einen exzellenten Ruf, setzt Trends und ist Hamburg auch gern ein paar Schritte voraus. Keine Frage: Berlin ist nicht nur Currywurst, sondern längst Deutschlands  kulinarischer Hotspot. Wusstet ihr: In Berlin gibt es die meisten Michelin-Restaurants Deutschlands.

Ob der Ruf gerechtfertigt ist, könnt ihr jetzt selbst erleben: Fünf Tage lang präsentiert das Berliner Stadtmarketing in Altona die Hauptstadt-Gastro-Szene. Was passt da besser als Location als das Basecamp der Kitchen Guerilla?

Berliner Lifestyle in Hamburg: Restaurant, Bar und Shop

Die Köche von Barkin´Kitchen haben eigens für „Pop into Berlin“ ein Menü kreiert: Serviert werden die drei Gänge „Südspree“, „Melting Pot Berlin“ und „Erbse, Kartoffel, Speck“ als süßer Abschluss – in Kombination mit Live-Musik, einer Street-Art-Performance und einem passenden Raumdesign vermittelt „Pop into Berlin“ alles unter dem Motto „Urban Jungle“. Und auch so tickt die Szene: Gäste können etwa frische Kräuter zu ihrem Abendessen aus hängenden Gärten ernten. In der angeschlossenen Berlin-Bar werden Drinks aus der Hauptstadt gemixt, dazu legt ein DJ aus dem legendären Kreativdorf „Holzmarkt“ auf. Außerdem gibt’s auch jede Menge kreative Made-in-Berlin-Produkte aus dem Food‐ und Lifestyle-Bereich.

/ ILO / Fotos: Roland Breitschuh

7.-11.11.2017,
3-Gang-Menü jeweils 18 und 20.45 Uhr, Tickets gibt’s unter www.visitBerlin.de/popintoberlin
Für Gäste ohne Restaurantticket sind Bar und Shop täglich ab 21 Uhr geöffnet.

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