Beiträge

FoodSZENE – Atlantic Grill & Health

Küchenchef Christian Michel setzt im neuen Restaurant des Hotel Atlantic ganz selbstverständlich auf Nachhaltigkeit und bewussten Genuss.

Text: Jasmin Shamsi

Ziegenkaese-von-Kober-auf-Sellerie_Foto-Jasmin

Ziegenkäse von Kober auf Sellerie. Foto: Jasmin Shamsi

Das Hotel Atlantic hat gastronomischen Zuwachs bekommen. Mit dem frisch eröffneten Atlantic Grill & Health weht ein neuer Wind durch das Traditionshaus an der Alster. Küchenchef Christian Michel, der letztes Jahr vom Münchener Restaurant Schwarzreiter nach Hamburg wechselte, möchte ein jüngeres Publikum ansprechen – mit einer Küche, die auf hochwertige Produkte aus der Region und lokale Superfoods wie Berberitzen, Buchweizen und Leinsamen setzt. Dogmatisch soll es aber nicht werden: Bei Gerichten „für die Seele“ kommen auch mal schön Butter und Zucker zum Einsatz. Auf Nachfrage werden übrigens alle vegetarischen Speisen auch als vegane Variante angeboten. Auf Extrawünsche flexibel zu reagieren, stellt für den 35-jährigen Küchenchef kein Problem dar. Im Gegenteil – das sei heutzutage eine Selbstverständlichkeit, bekräftigt der gebürtige Hesse.

Der ökologische Gedanke setzt sich auch in der Getränkekarte fort: Viele der Säfte und Weine sind aus biologischem Anbau und die hausgemachten Limos werden mit Strohhalmen aus Glas serviert. Einziger Wermutstropfen: Für’s gute Gewissen muss man tief in die Tasche greifen. Für eine gegrillte Hühnerbrust von Odefey & Töchter zahlt man 31 Euro. Kennt man die Aufzuchtbedingungen und den Einkaufspreis, ist das allerdings mehr als fair: Für ein Weidehuhn, das viel Platz, Tageslicht, Ruhe und Futtermittel von Bio-Qualität genossen hat, werden Küchenchef Christian Michel rund 24 Euro in Rechnung gestellt. Belohnt wird der bewusste Genuss mit einem tollen Blick auf die Alster. Kann man sich ja mal gönnen!

An der Alster 79 (St. Georg); www.atlantic-grillhealth.com


Foto: Philipp Jung

Unsere Kollegin Jasmin Shamsi schlemmt sich für uns durch Hamburg. Als Foodredakteurin schlägt ihr Herz für Kultur und Kulinarik – die zwei großen Ks, für die sie brennt. Für uns spürt sie die Geschichten über Macher und Marken auf und serviert sie brühwarm und immer neu gewürzt – online und in jeder Ausgabe der SZENE HAMBURG.


Auf den Geschmack gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?


Wissen, was gut ist #5 – Gärtnerei Sannmann

Wir haben regionale Lebensmittel-Erzeuger besucht, die uns Rede und Antwort stehen. Hier kommt Teil 5 unser Serie “Wissen, was gut ist”.

Gärtnermeister Thomas Sannmann engagiert sich mit Herzblut für hochwertige und regionale Lebensmittel. Seit über 200 Jahren betreibt die Gärtnerei Sannmann ihren landwirtschaftlichen Betrieb im Landschaftsschutzgebiet der Vier- und Marschlande. Seit 1986 wird hier auch nach Demeter-Richtlinien angebaut. Ob Kräuter, Fruchtgemüse oder Wildsalate: Gemeinsam mit seinem Team baut Sannmann mehr als 40 Produkte in bester Bioqualität an.

Das ganzjährig angebotene Sortiment findet man auf der Homepage der Gärtnerei. Dazu gehören auch alte, fast vergessene Tomatensorten wie die Vierländer Platte. Die Produkte können sowohl vor Ort als auch in ausgewählten Naturkost-Fachgeschäften, auf Hamburger Bio-Wochenmärkten oder über den Onlineshop bezogen werden.

“Wir wollen der Erde mehr zurückgeben, als wir nehmen.”

Mit der Verwendung natürlicher Dünge- und Pflanzenschutzmittel und dem Anbau einer vielfältigen Fruchtfolge garantiert Sanmann einen gesunden, nährstoffreichen Boden. Er ist überzeigt, dass das die wichtigste Grundlage einer jeden Gärtnerei ist. “Unser Gärtner-Motto ist Lebenskraft für Mensch und Erde. Mit dem Demeter-Anbau wollen wir gesunde Lebensmittel erzeugen und der Erde mehr zurückgeben, als wir nehmen.”

Thomas Sannmann freut sich über jeden neugierigen und interessierten Kunden, dem er seine Philosophie näherbringen kann. Zeit für Austausch gibt es bei den regelmäßig stattfindenden Festen, Führungen und Veranstaltungen in seiner Gärtnerei. Der Hofladen, in dem man frisches, saisonales Gemüse, Saatgut und Jungpflanzen findet, hat jeden Samstag von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

Text: Mira Eggerstedt
Foto: Philipp Schmidt

Ochsenwerder Norderdeich 50, 21037 Hamburg; www.sannmann.com


Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019. Das Magazin ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


 Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?

Wissen, was gut ist #4 – Das Gut Wulksfelde in Tangstedt

Wer sich mit guten und ehrlichen Lebensmitteln beschäftigt, will wissen, wo sie ihren Ursprung haben. Deswegen haben wir fünf regionale Erzeuger besucht. Hier kommt Teil 4 unser Serie „Wissen, was gut ist“, in der wir euch das Gut Wulksfelde vorstellen.

Geschäftsführer Rolf Winter und Leiterin der Tierhaltung Ulrike Schreiber stehen stellvertretend für das gesamte Team von 160 festen Mitarbeitern und ca. 40 Saisonarbeitern des Guts Wulksfelde in Tangstedt. Es liegt direkt vor den Toren Hamburgs und wird seit 1989 konsequent ökologisch bewirtschaftet. Auf den Äckern des Guts wachsen Gemüse und Getreide, Kartoffeln und Erdbeeren (auch zum Selberpflücken).

Rund um den Hof leben außerdem 250 Rinder der robusten Rasse Limousin und Deutsch Angus. Auch die Schweine haben jede Menge Platz zum Ausleben ihres Wühltriebs und die rund 2.350 Legehennen und ihre 40 Hähne leben in zwei Mobilställen, die regelmäßig auf frische Grasnarben verschoben werden.

Als Vorzeigebetrieb ist das Gut Wulksfelde auch ein beliebtes Ausflugsziel: „Mit unseren Veranstaltungen bieten wir den Hamburgern eine tolle Möglichkeit, mit der ökologischen Landwirtschaft, der Natur und mit uns in Kontakt zu kommen“, sagt Winter.

Das hofeigene Restaurant, der Hofladen und das Café sind besonders an den Wochenenden sehr gut besucht. Gut so, denn schließlich steht der Betrieb für eine transparente Landwirtschaft zum Anfassen. Hofführungen, Märkte und Feriencamps für Kinder gehören ebenso zum Programm wie die Möglichkeit, einen der vorbepflanzten, biozertifizierten Gemüseäcker für eine Saison selbst zu bewirtschaften – eine Kooperation mit dem Anbieter Ackerhelden.

Ein Acker mit einer Fläche von 40 Quadratmetern kostet für eine Saison (Mai bis November) 199 Euro und versorgt bis zu drei Erwachsene mit Biogemüse.

Text: Mira Eggerstedt
Foto: Philipp Schmidt

Wulksfelder Damm 15-17, 22889 Tangstedt/Hamburg; www.gut-wulksfelde.de


Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019. Das Magazin ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


 Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?

Wissen, was gut ist #3 – Der Milchhof Reitbrook

Wer hat die Milch für meinen Flat White gemolken? Für unsere Serie “Wissen, was gut ist”, haben wir fünf Lebensmittel-Produzenten im Hamburger Umland besucht. Hier kommt Teil 3 über den Milchhof Reitbrook.

Bei ihm hat jede Kuh einen eigenen Namen. Viele Hamburger kennen und schätzen die Arbeit von Landwirt Jan-Hendrik Langeloh. Gemeinsam mit Rainer Kohls betreibt er den Milchhof Reitbrook in den schönen Vier- und Marschlanden im Südosten Hamburgs. Ihr Anspruch: Milch in Spitzenqualität! Deshalb setzen die beiden konsequent auf artgerechte Weidenhaltung. „Wir sind davon überzeugt, dass das alles nur gelingt, wenn es unseren Kühen gut geht. Sie sollen das beste Futter und die besten Lebensbedingungen genießen. Dazu gehört, dass sie im Sommer auf der Weide laufen. Und wenn wir dann noch einen ehrlichen und offenen Umgang mit den Kunden pflegen, wird daraus eine runde Sache.“

„Wir sind davon überzeugt, dass das alles nur gelingt, wenn es unseren Kühen gut geht.“

Zum Sortiment gehören pasteurisierte und unbehandelte Vorzugsmilch, Käse und mehrere Joghurtsorten aus der hofeigenen Molkerei. Die Reitbrooker Milchbauern verkaufen ihre Produkte nicht nur an Cafés und Restaurants, sondern liefern ihre Produkte über ein „Frische-Abo“ auch an private Haushalte im südöstlichen Stadtrand von Hamburg. Das ist bisher einzigartig in Hamburg und funktioniert sehr gut. Die Landwirte möchten keine anonyme Agrarfabrik sein. Der unmittelbare Austausch mit ihren Kunden ist ihnen daher besonders wichtig: Der Hofladen hat montags, donnerstags und samstags von 10 bis 12 Uhr sowie mittwochs und freitags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Die 140 Milchkühe und ihre Kälber dürfen aber auch gerne außerhalb dieser Öffnungszeiten besucht werden.

Text: Mira Eggerstedt
Foto: Philipp Schmidt

Vorderdeich 275, 21035 Hamburg; www.milchhof-reitbrook.de


Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019. Das Magazin ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


 Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?

Wissen, was gut ist #1 – Bio-Obst Augustin in Jork

Wer sich mit guten und ehrlichen Lebensmitteln beschäftigt, will wissen, wo sie ihren Ursprung haben. Hier kommt Teil 1 unserer Serie „Wissen, was gut ist“.

Zwischen Stade und Altem Land liegen die Demeter-Höfe, die Bio-Obst Augustin beliefern. Der Obstanbau hat hier aufgrund der Bodenfruchtbarkeit und des Klimas eine lange Tradition. Seit Jahrhunderten sind die Höfe in Familienhand und werden bis heute von Generation zu Generation weitergegeben. 1990 stellten Katrin und Dierk Augustin ihren Apfelhof auf ökologischen Landbau um. Seit 2001 richten sie sich außerdem nach den strengen Vorgaben von Demeter, dem ältesten Bio-Verband Deutschlands. Dabei geht es um den respektvollen Umgang mit Böden, Pflanzen und natürlich auch mit den Menschen. Schließlich tragen auch die Mitarbeiter mit ihrem Engagement zu einer guten Ernte bei. Das soziale Engagement und die Mitarbeiterbindung wird daher bei Familie Augustin großgeschrieben.

„Wir möchten ein Bewusstsein schaffen, das sich am Wohle des Ganzen orientiert.“

Demeter-Anbau bedeutet im Vergleich zu den Vorgaben anderer Öko-Verbände vor allem eins: mehr Aufwand. Er bietet laut Familie Augustin aber auch die Chance, den ökologischen Landbau und den eigenen Betrieb weiterzuentwickeln: „Wir möchten ein Bewusstsein schaffen, das sich am Wohl des Ganzen orientiert. Ein Teil dessen ist für uns die Demeter-Landwirtschaft: Sie versteht den Hof als geschlossenen Kreislauf, der das lebendige Zusammenspiel zwischen Boden, Pflanze, Tier und Mensch fördert“, erklärt Catharina Augustin. Das Ergebnis: besonders geschmackvolle Früchte mit hoher Vitalkraft, die gut für Körper, Geist und Seele sind. Am Ende profitieren nicht nur die Umwelt und der Betrieb vom nachhaltigen Bioanbau, sondern auch die Kundschaft.

Text: Mira Eggerstedt
Beitragsfoto: Philipp Schmidt

Klein Hove 21, 21635 Jork, www.bioaugustin.de


Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019. Das Magazin ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


 Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?

Wissen, was gut ist #2 – Hof Eggers in Kirchwerder

Wir haben fünf regionale Erzeuger besucht, die Rede und Antwort stehen. Hier kommt Teil 2 unserer Serie “Wissen, was gut ist”.

Auf den denkmalgeschützten Hof Eggers, der seit 1628 in Familienbesitz ist, wird seit 1992 ökologischer Landbau betrieben. Aktuell betreiben Henning und Norma Beeken gemeinsam mit ihren Team den zertifizierten Bioland-Hof. „Hof Eggers soll ein Ort bleiben, an dem hochwertige, regionale Biolebensmittel hergestellt werden. Der Naturschutz spielt hier eine wichtige Rolle“, erzählt Henning Beeken. Zum Sortiment von Hof Eggers gehören auch Rind- und Schweinefleisch, Weihnachtsgänse und Wurstprodukte: bestes Biofleisch aus der Region Hamburg, ohne lange Lieferwege.

„Für uns spielt der Naturschutz eine wichtige Rolle“

Als Erzeuger und Vertrieb von qualifizierten Bioprodukten ist Familie Beeken artgerechte Tierhaltung und ein respektvoller Umgang mit der Natur ein besonderes Anliegen. Sie verkaufen nur Fleisch von Tieren, die auf dem Hof aufgewachsen und mit Futter von den hofeigenen Feldern gefüttert worden sind. Um lange Transportwege zu vermeiden, werden die Tiere von Hof Eggers bei der Schlachterei Stöck in Billwerder geschlachtet. Die Lösung mit dem regionalen Partner bedeutet für die Tiere weniger Stress.

Das Fleisch vom Hof Eggers kann bequem online bestellt und zu ausgewiesenen Terminen vor Ort auf den Bauernhof abgeholt werden. So können sich die Kunden auch selbst ein Bild davon machen, wie die Tiere auf Hof Eggers gehalten werden. Ein Versand im Großraum Hamburg erfolgt ebenfalls zu vereinbarten Lieferterminen. Zum Hof Eggers gehört übrigens auch ein hübsches Hofcafé.

Text: Mira Eggerstedt
Foto: Philipp Schmidt

Kirchwerder Mühlendamm 5, 21037 Hamburg Kirchwerder; www.hof-eggers.de


Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG Essen+Trinken 2018/2019. Das Magazin ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!


 Auf den Geschmack  gekommen? Für mehr Stories aus Hamburgs #foodszene folge uns auf Facebook und Instagram.


Appetit auf mehr?