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„Unsere Gesellschaft ist nicht gespalten“

Die Apotheke am Neuen Pferdemarkt gibt es seit 1825, der Vater von Dr. Maurice Khalil übernahm sie 1972. Dr. Khalil hat Zehntausende von Corona-Tests durchgeführt. Ein Gespräch über soziale Verantwortung, zufriedene Kunden und tätliche Übergriffe

Interview & Foto: Markus Gölzer

SZENE HAMBURG: Herr Khalil, war immer klar, dass Sie Apotheker werden wollen?

Dr. Khalil: Ja. Ich bin hier in der Schanze aufgewachsen, als Kind habe ich immer in der Apotheke gespielt. Seitdem wollte ich Apotheker werden. Früher war das so, dass hier kaum einer wohnen wollte. Hier war ein hoher Anteil an Zuwanderern, die Stück für Stück verdrängt wurden. Es war auch schwierig, Mitarbeiter zu finden.

Da hat Ihr Vater Pionierarbeit geleistet, wenn man so will.

Mein Vater war, man glaubt es kaum, der erste Nichteuropäer, der in Deutschland eine Betriebserlaubnis für eine Apotheke bekommen hat. Der Zweite Weltkrieg ist 1945 zu Ende gegangen. 1972 war ja nur eine Generation später. Das war damals für Nichtdeutsche schwer und ist es heute.

Es gibt auch für Spanier oder Portugiesen trotz EU abstruse Regeln, dass sie so und so lange in Deutschland gearbeitet haben müssen, um eine Betriebserlaubnis zu bekommen und eine Apotheke übernehmen zu dürfen. Viele Jahre waren Menschen mit anderer Hautfarbe ein seltenes Bild in einer Apotheke. Mit der Folgegeneration der ehemaligen Einwanderer hat sich das geändert.

Was haben Sie sich als Apotheker gedacht, als die ersten Berichte über ein neues Virus kamen?

Ich habe an eine Pandemie gedacht. Das war der 14. Januar. Da wurde ich von Kollegen ausgelacht, weil ich vieles umgestellt habe, mich nicht nur mit den wichtigsten Arzneimitteln bevorratet habe, sondern auch mit Schutzmasken und Desinfektionsmitteln.

Hintergrund war, dass mit Lieferengpässen zu rechnen war. Die auch kamen. Im Zuge der Gesundheitsreform werden nur noch wenige Arzneimittel in Deutschland hergestellt, sondern beispielsweise in Indien oder China. Das Bevorraten war ein enormes Risiko, weil wir vorfinanzieren mussten. Aber Kunden und Patienten waren dankbar. Die haben schnell bemerkt: Bei dem gibt’s das noch.

„Die Bundesregierung hätte die Preise deckeln müssen“

Dr. Maurice Khalil

Kam es zu Preissteigerungen?

Die Preise bei Arzneimitteln sind festgelegt. Bei Corona-Tests oder solchen Geschichten nicht. Da haben sich Ende letzten Jahres die Preise mindestens verdoppelt. Die Infektionen gehen nach oben, die Nachfrage steigt, die Preise auch. Das sehe ich als großen Fehler an. Die Bundesregierung hätte die Preise deckeln müssen.

Ganz extrem war es im Frühjahr vergangenen Jahres, als man für FFP2-Masken 25 oder 30 Euro bezahlen musste, die zu Nicht-Pandemiezeiten Cent-Artikel waren. Wir sind irgendwann ausgestiegen und haben keine Masken mehr verkauft, weil die Preise gar nicht vermittelbar waren.

Wer genau hat die Preise so erhöht?

Das waren die Importeure. Manchmal hatte man das Gefühl, dass die sich abgesprochen haben. Normalerweise gibt es so etwas im pharmazeutisch-medizinischen Bereich nicht, weil das ein ethischer Beruf ist. Es ist nicht zulässig, eine Empfehlung auszusprechen, nur weil ich einen höheren Gewinn an dem Medikament habe. Das hätte ich mir auch in dem Bereich medizinische Masken oder Desinfektionsmittel von den entsprechenden Behörden gewünscht. Das galt auch für Tests. Für einen kurzen Zeitraum waren diese kostenpflichtig. Wir haben das für acht Euro gemacht, während kommerzielle Anbieter zwischen 14 und 25 Euro genommen haben. Irgendwann im Oktober war das. Wir sind plus/minus null rausgegangen, weil wir das als unsere soziale Verantwortung gesehen haben. Das ist initial auch der Grund, warum wir die Tests jetzt noch durchführen.


SZENE HAMBURG Ein Jahr mit Corona 22/2021

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Bieten Sie noch PCR-Tests an?

Das war der Vorschlag des neuen Gesundheitsministers, dass es nur noch für Risikopatienten oder Berufe wie Krankenschwestern aufgrund eines vermuteten Engpasses bevorzugt die PCR bekommen sollen. Ob der Mangel wirklich so hoch ist, weiß ich nicht. Was ich weiß, ist, dass nicht jeder, der testet, auch PCR anbietet. Der Grund: Die Vergütung durch die Stadt Hamburg für Durchführung, Vorbereitung und Nachbereitung eines PCR-Tests ist extrem niedrig, das Infektionsrisiko extrem hoch. Dafür müssen Sie erst mal einen finden.

Unser Einzugsgebiet ist riesig. Es kommen Leute aus Norderstedt oder Harburg. Die sagen, sie sind schon den ganzen Tag rumgelaufen, weil das Kind in der Schule positiv getestet wurde, und keiner wollte das machen. Wir bieten den Menschen, die wir positiv testen, niedrigschwellig den Zugang zu einer PCR an.

„Bei uns geht es nicht nur um das reine Testen, sondern auch um die Beratung der Menschen“

Dr. Maurice Khalil

Wie viele Leute testen Sie pro Monat? Wie viele sind positiv?

Ich weiß es nicht genau, aber es sind Tausende im Monat, die wir testen und Hunderte, die wir positiv testen und denen wir den Weg zu einer PCR ermöglichen. Viele unserer Kunden haben keinen Zugang zu elektronischen Medien, können keinen QR-Code scannen. Oder sie haben Probleme zu schreiben. Da müssen Sie den Leuten richtig helfen. Das können Sie gar nicht mit dem, was die Stadt Hamburg dafür bezahlt.

Bei uns geht es nicht nur um das reine Testen, sondern auch um die Beratung der Menschen und am Ende auch um Qualitätsmanagement. Mit der PCR-Testung überprüfen wir gleichzeitig unsere Schnelltests. Wir haben viele Zehntausend Menschen getestet, und die, die wir falsch positiv getestet haben, waren eine Handvoll.

Wurden Sie schon von Corona-Leugnern bedroht?

Ja (lacht). Menschen lassen sich aus unterschiedlichsten Gründen testen. Die einen aus Gesundheitsvorsorge, auch wenn sie geimpft oder geboostert sind. Sie wollen andere nicht gefährden. Wir haben Menschen, die nicht geimpft sind und partout nicht geimpft sein wollen. Und wir haben ganz, ganz wenige, die sich testen müssen, sich aber weigern. Und das ist ganz, ganz anstrengend.

Es ist nicht angenehm, ein Stäbchen im Rachen oder in der Nase zu haben. Aber wenn Menschen anfangen rumzuschreien, obwohl sie das Stäbchen noch nicht richtig in der Nase haben, wissen Sie, wo die Geschichte hingeht. Alle, die dahinterstehen, gucken ganz erschrocken, sind geschockt. Und leider gibt es auch ein extremes Beispiel: Da kommt einer vorbei, stürmt hinten in die Apotheke und schlägt zu. Auch einer, der sich nicht testen lassen wollte, aber musste. Ich habe keinen Ton gesagt und schon die Faust im Gesicht gehabt. Der hat so zugeschlagen, dass ich erst mal ins Krankenhaus musste. Man muss aber sagen: Wir haben einige Zehntausend Menschen getestet – davon wurden vielleicht 30 auffällig.

Waren Sie traumatisiert?

Auf alle Fälle. Körperliche Schäden habe ich jetzt noch. Ich habe wochenlang ein Problem gehabt, Fremden gegenüberzutreten. Jemanden beim Testen zwanzig oder dreißig Zentimeter entgegenzukommen, ohne zu wissen, wie der tickt.

Zum Glück muss ich nicht mehr daran denken. Aber es war unglaublich, wie viele Menschen danach zur Apotheke gekommen sind. Ich habe unzählige Geschenke und Briefe bekommen. Von allen möglichen Leuten bis hin zu Prominenten. Ganz, ganz groß. Sonst hätte ich das gar nicht weitergemacht. Aber wie der Bundespräsident gesagt hat: Unsere Gesellschaft ist nicht gespalten. Die überwiegende Mehrheit der Menschen ist sich einig. Es ist eine kleine Minderheit von Corona-Leugnern, die anderer Meinung sind.

Schon Pläne für die Zeit nach Corona?

Ich habe seit sicher zwei Jahren keinen Urlaub mehr gehabt. Da fahr ich erst mal an die Ostsee. Da ist es schön (lacht).

pferdemarkt-apotheke.business.site

Im Test: Taco Box To Go von der Mexiko Strasse Taquería

Im Lockdown light wird besonders die Gastronomie erneut auf die Probe gestellt und antwortet mit viel Kreativität. Das Ergebnis: tolle To-go-Angebote und At-Home-Boxen. Wir haben die DIY Taco Boxen To Go von der Mexiko Strasse Taquería ausprobiert.

Die Bestellung

  • Restaurant: Mexiko Strasse Taquería
  • Bestellung: DIY Taco Box To Go
  • Personenanzahl: 2 Personen
  • Preis: 27, 30 Euro

 

Tacos für zu Hause zum Selbstabholen

Tacos für zuhause? Das müssen wir testen! Die DIY Taco Boxen der Mexiko Strasse Taquería können nur direkt vor Ort auf St. Pauli oder am Eppendorfer Standort abgeholt werden. Einen Lieferdienst gibt es nicht. Wir entscheiden uns für die Filiale in der Detlev-Bremer-Straße und sind zu diesem Zeitpunkt (Freitag Mittag) die einzigen, die sich hier ihre Tacos abholen. 

Unsere Wahl fällt auf die Pollo con Mole und die Garlic Cauliflower Fresh DIY Taco Box To Go sowie die Guacamole Clásico To Go. Alles ist hübsch und recht nachhaltig verpackt: Hier kommt kaum Plastik zum Einsatz. Die Behälter für die warmen und kalten Zutaten bestehen stattdessen aus dunkler Pappe. Und tatsächlich hält diese auch überraschend gut warm. Selbst nach einer halben Stunde Heimweg halten wir ein erneutes Aufwärmen der heißen Komponenten für unnötig.  

 

Zarte Hähnchenbrust, gerösteter Blumenkohl und Sesamkrokant: Wir basteln uns Tacos

Alles ist komplett verzehrfertig und die Tacos bereit zur Zusammenstellung. Daher machen wir uns direkt fleißig ans Basteln. Als Taco-Laien wissen wir nicht so recht, in welcher Reihenfolge und Menge die einzelnen Zutaten in die kleinen Tortilla-Fladen gehören – und eine Anleitung ist in den Boxen nicht zu finden. Die Mole und Salsa erscheinen uns zunächst ein wenig zu sparsam abgefüllt worden zu sein, letztendlich sind die Mengen in Kombination mit der Guacamole aber perfekt abgestimmt. 

Geschmacklich hat es uns besonders die zarte Hähnchenbrust angetan, die in der angesagten Pulled-Variante daherkommt. Der Krokant aus Sesam und Erdnuss sorgt für süße Highlights in der würzigen, aber nicht zu scharfen Zusammenstellung des Pollo con Mole Taco. Auch ein paar Salatblätter sowie Lauchzwiebeln gehören hier dazu.

Die vegetarische Version mit geröstetem Blumenkohl, Chili-Kichererbsen und eingelegtem Rotkohl weiß mit den verschiedenen Geschmackskomponenten ebenso zu begeistern. Alle einzelnen Zutaten sind hochwertig verarbeitet und ausgesprochen lecker.  

 

Unser Fazit zu den Taco Boxen

Nach einer halben Stunde ist der Bastel-Spaß vorbei und wir sind satt und glücklich über ein neues Food-Erlebnis. Dennoch würden wir den DIY Boxen sofort einen Besuch im Restaurant vorziehen. Die eigenständige Zusammenstellung der Tacos hat uns ein wenig überfordert, das würden wir beim nächsten Mal gerne wieder entspannt den Profis überlassen. 

Insgesamt sind die DIY Taco Boxen der Taquería eher etwas für einen geselligen Abend mit Freunden, zu pannenanfällig ist das Beladen der kleinen Teigfladen – das eignet sich nicht bedingt für ein schickes Candle-Light-Dinner oder die schnelle Mittagspause. Für eine Taco-Party in den eigenen vier Wänden können wir die DIY Boxen der Mexiko Strasse aber definitiv weiterempfehlen!

/BD

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Im Test: Lieferservice vom Restaurant Henriks

Im Lockdown light wird besonders die Gastronomie erneut auf die Probe gestellt und antwortet mit viel Kreativität. Das Ergebnis: tolle To-go-Angebote und At-Home-Boxen. Wir haben den Lieferservice vom Restaurant Henriks ausprobiert.

Die Bestellung:

  • Restaurant: Henriks
  • Bestellung: Vegetarischer Burger Beyond The Meat mit Süßkartoffel-Pommes, Avocado, Cipriani
  • Personenanzahl: 1 Person
  • Preis: 20 Euro

 

Nette und fixe Lieferung ohne Plastik

So geht entspanntes Bestellen. Supernette Henriks-Mitarbeiterin am Telefon, die sich „freut, dass Sie sich für den Lieferservice entschieden haben“. Es gibt das Angebot, das gewünschte Essen zu einer bestimmten Uhrzeit zu bekommen, oder „dann, wenn es fertig ist“.

Fertig ist es ziemlich fix, der „Vegetarische Burger Beyond The Meat mit Süßkartoffel-Pommes, Avocado, Cipriani“ kommt 35 Minuten nach dem Telefonat an und wird ohne irgendwelches Plastikgedöns überreicht: Papiertüte, Pappschalen, Restaurantkärtchen.

 

Heiß, würzig, saftig: Burger und Pommes können was

Der Inhalt: tipptopp! Die Süßkartoffel-Pommes sind heiß und knusprig, gut gewürzt, weil nicht zu viel, und der Burger – der hat es in sich. „Beyond Meat“ ist hier keine schnöde Versprechung.

Patty: Eine extrem saftige mittlere Burger-Partie, die an feinstes Rindfleisch erinnert. Salat: knackig und voller Geschmack. Die cremige Avocado rundet den Deluxe-Burger ab.

 

Unser Fazit zum Beyond The Meat Burger

Satt geworden wären von dieser 1A-Henriks-Bestellung übrigens gut und gerne zwei Personen. Die Portion ist nicht nur lecker, sondern auch durchaus üppig.

/EBH

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Im Test: Genussbox von Cornelia Poletto

Im Lockdown light wird besonders die Gastronomie erneut auf die Probe gestellt und antwortet mit viel Kreativität. Das Ergebnis: tolle To-go-Angebote und At-Home-Boxen. Wir haben eine der “Genussboxen” von Cornelia Poletto ausprobiert.

Die Bestellung

  • Restaurant: Cornelia Poletto
  • Bestellung: Genussbox “Branzino al sale”
  • Personenanzahl: 2 Personen
  • Preis: 75 Euro (+Weißburgunder 17 Euro)

 

Verschiedenen Genussboxen stehen zur Auswahl

Auch das Restaurant von Cornelia Poletto ist seit November im Lockdown. Das heißt aber nicht, dass die Gäste bis zur Wiedereröffnung auf Polettos feine Küche verzichten müssen. Im Gegenteil: Während des Lockdowns kann man sich im Restaurant neben fertig zubereiteten To-go-Gerichten auch eine sogenannte Genussbox abholen. Diese enthält vorbereitete Produkte und eine Anleitung, mit der man sich “das perfekte Poletto Menü” selbst zu Hause zubereiten kann. Zur Auswahl stehen Fleisch-, Fisch- und vegetarische Gerichte mit jeweils passender Weinempfehlung.

Wir entscheiden uns für den “Branzino al sale”, einen mit Kräutern gefüllten Wolfsbarsch in Salzkruste mit Safrangemüse (75 Euro) und dazu den empfohlenen Weißburgunder (17 Euro). Bestellen muss man das Gericht einen Tag im Voraus. Die Abholung am nächsten Tag im Restaurant in Eppendorf läuft einfach und problemlos. Es dauert keine fünf Minuten bis man eine Papiertüte gefüllt mit allen Zutaten, Rezept und Wein in der Hand hält.

 

Wolfsbarsch in Salzkruste: Zutaten und Zubereitung

Zu Hause angekommen breiten wir die Zutaten auf dem Tisch aus: Das Gemüse, die beiden Soßen, die Salzkruste und der mit Zitrone und Thymianzweigen gefüllte Fisch sind ordentlich eingeschweißt, alles sieht appetitlich aus, nichts ist ausgelaufen und der Wein ist schön kalt. Die Anleitung findet man auf einem eingerollten Papier, also: Los geht’s!

Nur mit Aufwärmen ist es nicht getan, ein bisschen Einsatz erfordert die Genussbox schon. Der Fisch muss zunächst auf einem Backblech vollständig mit der vorbereiteten Meersalz-Eiweiß-Masse bedeckt werden. Das ist eine kleine Sauerei, aber nach ein paar Minuten ist der Fisch unter dem Salzteig verschwunden und geht für eine gute halbe Stunde in den Ofen.

Die Beilagen sollen in der Zwischenzeit erwärmt werden, also stellen wir das Safrangemüse und den Cacciucco-Sud auf den Herd. Was Cacciucco genau ist, steht nicht in der Anleitung, aber die Google-Suche lehrt uns, dass es sich um eine italienische Fischsuppe aus verschiedenen Fischen und Krebsen handelt.

Die Beilagen sind warm und wir holen den Fisch aus dem Ofen. In der Anleitung steht, man solle die Salzkruste nun ringsherum vorsichtig aufschneiden. Das ist gar nicht so leicht, denn der Salzteig ist im Ofen steinhart gebacken. Um den Fisch aus seinem Salzmantel zu befreien, brauchen wir einige Minuten und ein gutes Sägemesser. Am Fisch festgeklebt ist das Salz nicht, er liegt ganz unversehrt in seiner salzigen Höhle, bereit zum Filetieren.

 

Unser Fazit zu Cornelia Polettos Genussbox

Wir richten das Essen wie in der Anleitung angegeben an: Safrangemüse in einen tiefen Teller geben, mit Cacciucco-Sud angießen und eine Portion Wolfsbarschfilet drauflegen. Zuletzt noch etwas von der mitgelieferten Sauce Rouille über den Fisch und das Gemüse geben. Sieht großartig aus und riecht fantastisch.

Der Einsatz hat sich gelohnt: Durch das Garen in der Salzkruste ist der Fisch besonders saftig. Das Safrangemüse ist schön bissfest und die Mischung aus Tomaten, Kartoffeln und Fenchel passt perfekt zu dem Fisch. Der Safran gibt dem Gemüse eine feine Aromatik. Der Fischsud und die leicht scharfe Sauce Rouille runden das Gericht ab. Es schmeckt außergewöhnlich gut und der Weißburgunder ist wie erwartet der perfekte Begleiter. Man merkt deutlich, dass hier Profis die Vorbereitungen getroffen haben.

Die Portion ist für zwei Personen genau richtig. Die Genussboxen sind zwar relativ teuer, aber für einen besonderen Abend zu zweit unbedingt empfehlenswert. Wir freuen uns schon auf die nächste Box!

/NF

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Im Test: Lesser Panda Ramen-Box für zu Hause

Im Lockdown light wird besonders die Gastronomie erneut auf die Probe gestellt und antwortet mit viel Kreativität. Das Ergebnis: tolle To-go-Angebote und At-Home-Boxen. Wir haben die “Fertig Ramen Box” von Lesser Panda Ramen ausprobiert.

Die Bestellung:

  • Restaurant: Lesser Panda Ramen
  • Bestellung: Vegane Ramen Suppe – Fertig Ramen Box
  • Personenzahl: 2 Personen
  • Preis: 33,90 Euro (+4,90 Euro Versand)

 

So kommt es an und das ist drin

Einmal Ramen zum Selberkochen, bitte! Ziemlich unkompliziert geht das mit der Ramen-Box von Lesser Panda Ramen. Zwei Tage nach Bestellung ist die vegane Box da. Das Paket kommt schlicht daher, aber das hauseigene Klebeband mit Panda-Motiv sorgt für Vorfreude.

In der Box befinden sich frische Zutaten, die gekühlt werden müssen: Radieschen, Frühlingszwiebeln, Nudeln, Kimchi, geschmorte Pilze und Brühe – die gleichzeitig als Kühlakku dient. Alles ist gut eingeschweißt, nichts ist ausgelaufen. Das Restaurant empfiehlt, die Produkte innerhalb von drei Tagen zu verarbeiten. Auch Sesam, Kizami Nori und Nori-Sansho-Öl befinden sich gemeinsam mit einer liebevoll gestalteten Anleitung und drei Sticker von Lesser Panda Ramen im Paket.

Lesser Panda Ramen Klebeband

Hauseigenes Panda-Klebeband (Foto: Szene Hamburg)

 

Zubereitung und Geschmack

Einen Tag später ist es endlich soweit! Bevor es aber ans Schnippeln und Kochen geht, testen wir die auf der Anleitung angepriesene Lesser Panda Ramen-Playlist auf Spotify, von der wir so angetan sind, dass wir sie den Abend über auch nicht mehr ausschalten werden. Dann läuft es genau nach Anleitung: Radieschen und Frühlingszwiebeln schneiden, die Brühe im Topf auf den Herd stellen und Wasser für die Nudeln aufsetzen. Ab dann geht es wirklich schnell.

Bevor die Nudeln für nur eine Minute im kochenden Wasser treiben, müssen sie etwas aufgelockert werden, damit sie nicht verkleben. Die Brühe schäumen wir, wie empfohlen, mit einem Pürierstab etwas auf – diese wird dann auf die Hälfte des Kimchis gegossen, das wir zuvor auf unsere Schüsseln aufgeteilt haben. Dann folgen Nudeln, Gemüse, Sesam, Nori-Schnipsel und das Öl. Die Brühe ist herrlich cremig und passt hervorragend zu den Ramen-Nudeln.

Lesser Panda Ramen

Lesser Panda Ramen: Frisch und selbst zubereitet (Foto: Szene Hamburg)

 

Lesser Panda Ramen: Fazit zur Ramen-Box

Die Portionen sind – anders als wir zuvor von der Menge der Nudeln annahmen – ausreichend. Unsere Schüsseln sind bunt und vollgepackt. Die Zutaten harmonieren. Einziges Manko: der Preis. Die Zutaten sind hochwertig, doch sind knapp 40 Euro mit Versand ein stolzer Preis für zwei Portionen. Alles in allem sind wir satt und zufrieden und lassen den Abend bei einem Wein und dem bunten Musikmix der Lesser Panda Ramen-Playlist ausklingen.

/ JZ

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