MS Dockville Festival Hamburg

Wilhelmsburg goes Wallfahrtsort

Musik mit Gegenlicht: Der MS Dockville-Sommer bringt den August über Festival-Atmosphäre in den Hamburger Hafen

Zum zehnten Mal heißt es: Wilhelmsburg goes Wallfahrtsort. Freunde der Musik und Kunst pilgern auch in diesem Sommer auf die Elbinsel, um zwischen Industrie und Schafen die besondere Romantik des MS Dockville Festival zu erleben. Und als würden die Sonnenuntergänge über dem Hafen, Zeltplätze in Hamburgs Flora und Ravioli aus der Dose nicht ausreichen, gibt es ein buntes Kulturprogramm obendrauf:

Vom 19. bis 21. August wird beim MS Dockville Festival eine Palette internationaler und heimischer Musik-Acts geboten, darunter HipHop von K.I.Z., Elektro-Rock von Frittenbude, Punkrock von Feine Sahne Fischfilet, Indie-Pop und -Rock von Bastille, Kakkmaddafakka und Foals. Außerdem Poppiges von der norwegischen Sängerin Aurora sowie Folktronica von Milky Chance. Die gute Nachricht: Die Dockville-Familie ist groß und das Musikfestival nur der Höhepunkt der Feierlichkeiten.

Vom 30. Juli (Richtfest) bis 13. August wird der Schlengendeich zur Open-Air-Galerie MS Artville. Unter der Woche arbeiten hier internationale Künstler an ihren Werken, an den Wochenenden präsentieren sie diese unter freiem Himmel und reflektieren gemeinsam mit den Besuchern darüber. Als Eintagesfestival bietet der queere Vogelball am 6. August internationalen DJs und DJanes wie Tobias Thomas (Köln) und Lauren Flax (USA) eine Bühne. Parallel geben HipHop-Acts wie Money Boy, Zugezogen Maskulin und MoTrip beim Spektrum ihre Beatkultur zum Besten.

Nur einen Tag später, am 7. August, haut uns das Kick-off-Festival Butterland fette Klänge auf die Hüfte, mit dabei sind die Adana Twins, Oliver Schories, Jan Blomqvist, Miyagi und andere.

Text: Ulrich Thiele
Foto: Harry Horstmann

Programm auf dem Dockville-Gelände vom 30.7.–21.8., Tickets hier bestellen

In diesem Video spricht Enno Arndt, Gründer des Festivals darüber, wie er sich Geld von seinem Vater lieh, um MS Dockville auf die Beine zu stellen – und wie im Schlammjahr 2011 in ganz Hamburg Gummistiefel ausverkauft waren: