„Vor mittlerweile zwölf Jahren kam ich als Chefmaskenbildnerin ans Deutsche Schauspielhaus Hamburg. Die Überlegung, Maskenbildnerin zu werden, war erst einfach eine fixe Idee, doch als ich während eines Praktikums im Malersaal in die Maskenabteilung reinschauen konnte, merkte ich schnell, dass es tatsächlich etwas für mich sein könnte. Daraufhin absolvierte ich eine Friseurausbildung und bekam, nach vielen Bewerbungen, einen Ausbildungsplatz in Darmstadt. Es folgten Anstellungen an Theatern in Bern, Bochum und Saarbrücken, bis zu meiner ersten Leitungsposition in Ingolstadt. Von dort aus ging es über Lübeck nach Hamburg. Als Leitung der Maske bin ich heute verantwortlich für zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir machen in der Maskenabteilung alles, was mit Haaren und Make-up zu tun hat, sowie die körpernahen Sachen, die mit Blut zu tun haben. Auch wenn ich als Leitung mittlerweile mehr für das Organisatorische als für den handwerklichen Werkstatt- und Abenddienst zuständig bin, bringt mir die Arbeit immer noch viel Spaß. Besonders gefällt mir die Vielfalt meines Jobs. Es ist wirklich schön zu sehen, wie ein Theaterstück mit unserer Hilfe zum Leben erweckt wird. Ohne Perücken und Masken, sowohl große gebaute als auch im Sinne von Make-up, würde dem Theater etwas fehlen.“
Theater
11. April 2026
Hinter Hamburgs Kulissen: Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Susan, Chefmaskenbildnerin des Deutschen Schauspielhauses Hamburg
Von Natalie Müller

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