Vierteltontrompeter Franz Hautzinger tritt bei blurred edges mit dem TonArt Ensemble an. Foto: Daniel Cemborek

Blurred Edges – Klangpuzzle

Überall Musik beim blurred edges 2018: Analoge und elektronische Sounds rieseln in Form von Performances, Installationen und Ausstellungen über die Stadt.

Das gängige Prozedere eines Festivals geht so: Ein Kura­tor oder eine Kuratorin haben die Zügel in der Hand, lenken den Inhalt in ihrem Sinne, gestalten und walten, wie sie eben wollen. Nicht so bei blurred edges. Auch in der 13. Ausgabe besteht der Festivalreiz hier in einer enor­men Offenheit. Verschiedene Kollektive und Einzelpersonen aus der Hamburger Musikland­schaft stellen eigenständig ein Programm auf die Beine, immer mit dem Fokus auf das Haupt­ziel von blurred edges: die Auf­hebung von Grenzen.

Nicht nur Genres werden miteinander ver­woben, auch die Auftrittsorte va­riieren an den 17 Festivaltagen. 29 Locations stehen zur Verfügung, etwa die Hörbar, die Hanseplatte, der Golden Pudel Club, der Kulturdeich Veddel, das Centro So­ciale und das Künstlerhaus Fak­tor. Es gibt analoge sowie elek­tronische Sounds in Field­Recording, Film, Performances, Komposition, Improvisation, In­stallationen und Ausstellungen. Auf den Bühnen werden neben Hamburger Künstlern auch eine ganze Reihe spannender inter­nationaler Musiker stehen, u. a. aus Großbritannien, Spanien, Ös­terreich, Schweden, Norwegen und den USA. Zu den Highlights zählt die abstrakte Show von Franz Hautzinger an der Viertel­tontrompete (Foto; 30.5., Faktor, 20 Uhr), gespickt mit Luftgeräu­schen und Mikrotönen, beglei­tet vom TonArt Ensemble. Auch erwähnenswert: die Preispolitik von blurred edges. Bei einigen Konzerten können nämlich die Besucher über die Höhe der Ein­trittsgelder entscheiden.

/ Text: Erik Brandt-Höge

25.5.-10.6.2018; Infos unter www.blurrededges.de

 


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Mai 2018. Das Magazin ist seit dem 28. April 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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