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Im Test: Genussbox von Cornelia Poletto

Im Lockdown light wird besonders die Gastronomie erneut auf die Probe gestellt und antwortet mit viel Kreativität. Das Ergebnis: tolle To-go-Angebote und At-Home-Boxen. Wir haben eine der “Genussboxen” von Cornelia Poletto ausprobiert.

Die Bestellung

  • Restaurant: Cornelia Poletto
  • Bestellung: Genussbox “Branzino al sale”
  • Personenanzahl: 2 Personen
  • Preis: 75 Euro (+Weißburgunder 17 Euro)

 

Verschiedenen Genussboxen stehen zur Auswahl

Auch das Restaurant von Cornelia Poletto ist seit November im Lockdown. Das heißt aber nicht, dass die Gäste bis zur Wiedereröffnung auf Polettos feine Küche verzichten müssen. Im Gegenteil: Während des Lockdowns kann man sich im Restaurant neben fertig zubereiteten To-go-Gerichten auch eine sogenannte Genussbox abholen. Diese enthält vorbereitete Produkte und eine Anleitung, mit der man sich “das perfekte Poletto Menü” selbst zu Hause zubereiten kann. Zur Auswahl stehen Fleisch-, Fisch- und vegetarische Gerichte mit jeweils passender Weinempfehlung.

Wir entscheiden uns für den “Branzino al sale”, einen mit Kräutern gefüllten Wolfsbarsch in Salzkruste mit Safrangemüse (75 Euro) und dazu den empfohlenen Weißburgunder (17 Euro). Bestellen muss man das Gericht einen Tag im Voraus. Die Abholung am nächsten Tag im Restaurant in Eppendorf läuft einfach und problemlos. Es dauert keine fünf Minuten bis man eine Papiertüte gefüllt mit allen Zutaten, Rezept und Wein in der Hand hält.

 

Wolfsbarsch in Salzkruste: Zutaten und Zubereitung

Zu Hause angekommen breiten wir die Zutaten auf dem Tisch aus: Das Gemüse, die beiden Soßen, die Salzkruste und der mit Zitrone und Thymianzweigen gefüllte Fisch sind ordentlich eingeschweißt, alles sieht appetitlich aus, nichts ist ausgelaufen und der Wein ist schön kalt. Die Anleitung findet man auf einem eingerollten Papier, also: Los geht’s!

Nur mit Aufwärmen ist es nicht getan, ein bisschen Einsatz erfordert die Genussbox schon. Der Fisch muss zunächst auf einem Backblech vollständig mit der vorbereiteten Meersalz-Eiweiß-Masse bedeckt werden. Das ist eine kleine Sauerei, aber nach ein paar Minuten ist der Fisch unter dem Salzteig verschwunden und geht für eine gute halbe Stunde in den Ofen.

Die Beilagen sollen in der Zwischenzeit erwärmt werden, also stellen wir das Safrangemüse und den Cacciucco-Sud auf den Herd. Was Cacciucco genau ist, steht nicht in der Anleitung, aber die Google-Suche lehrt uns, dass es sich um eine italienische Fischsuppe aus verschiedenen Fischen und Krebsen handelt.

Die Beilagen sind warm und wir holen den Fisch aus dem Ofen. In der Anleitung steht, man solle die Salzkruste nun ringsherum vorsichtig aufschneiden. Das ist gar nicht so leicht, denn der Salzteig ist im Ofen steinhart gebacken. Um den Fisch aus seinem Salzmantel zu befreien, brauchen wir einige Minuten und ein gutes Sägemesser. Am Fisch festgeklebt ist das Salz nicht, er liegt ganz unversehrt in seiner salzigen Höhle, bereit zum Filetieren.

 

Unser Fazit zu Cornelia Polettos Genussbox

Wir richten das Essen wie in der Anleitung angegeben an: Safrangemüse in einen tiefen Teller geben, mit Cacciucco-Sud angießen und eine Portion Wolfsbarschfilet drauflegen. Zuletzt noch etwas von der mitgelieferten Sauce Rouille über den Fisch und das Gemüse geben. Sieht großartig aus und riecht fantastisch.

Der Einsatz hat sich gelohnt: Durch das Garen in der Salzkruste ist der Fisch besonders saftig. Das Safrangemüse ist schön bissfest und die Mischung aus Tomaten, Kartoffeln und Fenchel passt perfekt zu dem Fisch. Der Safran gibt dem Gemüse eine feine Aromatik. Der Fischsud und die leicht scharfe Sauce Rouille runden das Gericht ab. Es schmeckt außergewöhnlich gut und der Weißburgunder ist wie erwartet der perfekte Begleiter. Man merkt deutlich, dass hier Profis die Vorbereitungen getroffen haben.

Die Portion ist für zwei Personen genau richtig. Die Genussboxen sind zwar relativ teuer, aber für einen besonderen Abend zu zweit unbedingt empfehlenswert. Wir freuen uns schon auf die nächste Box!

/NF

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