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DIE REISE DER VERLORENEN von Daniel Kehlmann

DIE REISE DER VERLORENEN von Daniel Kehlmann 

Ein Hamburger Kapitän, der seine Kapitänsehre aufs Spiel setzt, um 937 Jüdinnen und Juden zu retten  vom Schicksal dieser Menschen handelt Daniel Kehlmanns „Die Reise der Verlorenen“. Auf der Bühne des Altonaer Theater erzählen acht Darsteller*innen diese Reise von 1939.

Es ist die Geschichte der „St. Louis“, einem Passagierschiff, mit dem Jüdinnen und Juden von Hamburg nach Kuba ausreisen wollen, dem der kubanische Präsident aber die Einreise verweigert. Das Schiff muss den Hafen wieder verlassen. Die Lage spitzt sich zu, als auch andere Staaten die Fliehenden nicht aufnehmen wollen. 

Erst als Kapitän Schröder droht, das Schiff auf Grund laufen zu lassen, erklären sich einige europäische Länder bereit, ein bestimmtes Kontingent an Jüdinnen und Juden aufzunehmen. Doch Nazideutschland überzieht Europa mit Krieg und Gewalt und so geht die Reise der Verlorenen weiter und nimmt kein Ende – zumindest meist kein gutes.  

Eine Geschichte, die jeden berührt. Und obwohl Daniel Kehlmann heutige Fluchtdramen mit keiner Silbe erwähnt und die geopolitische Lage nicht vergleichbar ist, sind die Parallelen nicht zu übersehen. Eine Kapitänin, die 53 Migrant*innen aus Seenot rettet und unter Hausarrest gestellt wird, weil sie nicht beigeben will – das sind Geschichten, die aufwühlen und erzählt werden müssen, weil es um die Menschen geht. 

Vorstellungen bis zum 22. November im Altonaer Theater.

Weitere Infos unter altonaer-theater.de