Ulla von Brandenburg ist insbesondere für ihre poetischen und farbprächtigen Rauminszenierungen bekannt, die häufig viele Medien in Einklang bringen, ob großformatige Stoffbahnen, Filmarbeiten, Skulpturen, Malereien oder Perfomances. Mit „Schüttelt Schattendramen aus dem Ärmel“ präsentiert das Ernst Barlach Haus nun eine besondere Episode in ihrem Schaffen. Im Jahr 2024 beschäftigte sich die Künstlerin als Stipendiatin der Villa Kujoyama in Kyoto mit der japanischen Kunst- und Kulturgeschichte: mit Figuren- und Puppentheater, feierlichen Zeremonien und Ritualen, mit Architektur, Färbetechniken – und mit dem Volksglauben an die Schar der Yōkai, also übernatürliche Wesen zwischen freundlichem Geist und bösartigem Dämon. Von Brandenburgs in Hamburg gezeigte Arbeiten bieten so ein fein inszeniertes, dramatisches Schattentheater aus zahlreichen Objekten und machen das Museum zum sinnlichen Erfahrungsraum und den Ausstellungsbesuch zum kreativen Abenteuer für alle.
Kunst
27. März 2026
Ernst Barlach Haus: Dramatische Schattenwelten
In der aktuellen Schau macht Ulla von Brandenburg das Museum zum Erlebnisort japanischer Kulturgeschichte

