Filmkritik: Song Sung Blue

Bewegende Lovestory aus der Welt der Tribute-Bands
Haben es als Tribute-Band auf die großen Bühnen geschafft: Mike (Hugh Jackman) und Claire (Kate Hudson) 
Haben es als Tribute-Band auf die großen Bühnen geschafft: Mike (Hugh Jackman) und Claire (Kate Hudson)  (©Focus Features)

Wer wie Regisseur Craig Brewer in Memphis lebt, ist umgeben von Musik und legendären Namen: Elvis Presley, B.B. King, Johnny Cash, Isaac Hayes, Justin Timberlake. „In Memphis zu leben“, erklärt Brewer, „bedeutet aber auch, diejenigen zu kennen, die es nie geschafft haben. Die Kneipenheld:innen und all die unbekannten Stimmen, die ihre Chance niemals bekommen haben. Sie singen in Spelunken, auf Jahrmärkten, in Autohäusern, auf Geburtstagsfeier und Bar Mizwas.“ Sie halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, oft ohne Versicherung und Altersvorsorge, aber geben ihren Traum nicht auf. So oder ähnlich erging es früher auch Mike Sardina (überragend: Hugh Jackman) und Claire Stengl (Kate Hudson).

Filmplakat zu „Song, Sung, Blue“ (©Focus Features) 

Die zwei sind Ende der Achtziger nicht mehr jung, beide geschieden, alleinerziehend. Mike, Vietnamveteran und trockener Alkoholiker, jobbt aushilfsweise als Automechaniker. Er ist weder Songwriter, noch Sexsymbol, doch ein begnadeter Interpret berühmter Songs. Als der charmante Sonderling Claire das erste Mal auf der Bühne sieht, als Imitatorin der Country-Sängerin Patsy Cline, erkennt er in ihr dieselbe Begeisterung für die Musik. Zusammen gründen sie eine Neil-Diamond-Tribute-Band namens Lightning And Thunder und schaffen es aus der kleinen Garage bis in die Clubs von Milwaukee. Kameradschaft verwandelt sich bald in Liebe, die beiden heiraten, könnten nicht glücklicher sein – doch dann schlägt das Schicksal unbarmherzig zu. Und nicht nur einmal, eigene Tränen müssen mit einkalkuliert werden. „Song Sung Blue“ basiert auf wahren Begebenheiten, auch wenn sich die Tragikomödie gelegentlich anfühlt wie ein nostalgisches Popmärchen aus der Ära des American Dream. Gleichzeitig ist der Film eine knallharte, atmosphärisch starke Milieustudie voller Anekdoten und wundervoller Selbstironie. Das Herz von Regisseur Brewer für die Underdogs und ihren Kampfgeist. Kein Talentwettbewerb katapultiert Lightning And Thunder über Nacht an die Spitze, ihr steiniger Weg zum Erfolg ist hart erkämpft. Mike geht auf in seiner Rolle als Neil Diamond – und bleibt doch er selbst. 

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Abonniere unser
"Heute in Hamburg"
Update per E-Mail oder WhatsApp!

Die spannendsten Events in der Stadt und das Neueste aus der Hamburger Gastro- und Kulturszene. Wir halten dich auf dem Laufenden. 😃

👉 Stattdessen via Messenger abonnieren

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Abonniere unseren Newsletter!

Erhalte jeden Tag die besten Empfehlungen für deine Freizeit in Hamburg.

Unsere Datenschutzbestimmungen findest du hier.

#wasistlosinhamburg
für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf